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Abschied - Volvo S90 D4 Inscr. Bj. 2017 (Sweden) 74 tkm – Vertreibung aus dem Paradies

Volvo
Themenstarteram 25. April 2021 um 18:50

Nach 4 Jahren geht mein privat-Leasing zu Ende. Der 7. Volvo, der 4. als Neuwagen. Es folgt die Trennung von Volvo als Neuwagenbezieher mit einiger Bitterkeit. Ich mochte die Marke immer (144, 245, 240, V70 II. (2x), S80, S90 dazwischen 2 XF), habe intern als Dienstwagen sogar durchgesetzt. Die Modellpolitik passt nicht mehr zu meinen Präferenzen. Ich bliebe gerne dabei, fühle mich etwas „vertrieben“. Gründe: bin ein Stufenheckinteressent und bei S90 gibt es nur noch den teureren D5 Diesel mit Allrad (kein D4), bei S60 keinen Diesel und die unsägliche 180 km/h Abriegelung für mich inakzeptabel (hier nicht neu diskutieren!).

Stand: 74 tkm, 4 Inspektionen, Fahrprofil ca. 38% Stadt-und Umlandfahrten, 41% Autobahn-Langstrecken in Deutschland (fließend zügig bis 200 km/h) und 21% Langstrecken im v-limitierten Ausland. Es ist einer der letzten in Sweden produzierter vor Verlagerung der S90 nach China. Nun zu Details:

ALLGEMEINES:

-Bereifung: Sommer mit 245/45 R18 Michelin Primacy3, Winter 225/55 R17 Semperit Speed Grip3 mit Borbet Felge (s. Bilder)

-Connectivity: kein Kommentar, da nicht genutzt, fahre und lebe ohne ganz gut. Musik (permanent) etwas Radio, sost nur CD. Letzteres klingt bestens, funktioniert immer, keine Formatierungs-, Übertragungs-, Kompatibilitätsprobleme, Abstürze usw. wie in Forumberichten, wunderbar betriebssicher und in jedem Land. Navi nach Eingewöhnung ok.

-Fahrzeuggröße: kein Problem, bewußte Wahl, man lernt parken, wenn man immer diese Größe wählt.

BETRIEBSKOSTEN:

-Verbrauch (Basis-95% eco Mode, mal in „normal“, wenn Überholbedarf absehbar war). Gerechnete Werte:

-bei 38% Stadt-und Umlandfahrten: 6,5-7,3 l;

-bei 41% Autobahn-Langstrecken in Deutschland: 6,8-7,2 l und

-bei 21% Langstrecken im v-limitierten Ausland: 6-6,3 l. Winterbereift jeweils ca. 0,3 l mehr.

-Bem.: meine Erwartung entnehme aus der Fachpresse „Testverbrauch“. Bekanntlich…würde man nach NEFZ/WLTP Testvorschrift fahren, hätte man den Werksverbrauch. Tue ich aber nicht. NEFZ/WLTP bilden nicht meine Fahrweise ab, können sie auch nicht. Also, wozu sich damit vergleichen?

-Keine außerplanmäßige Kosten! 4 Inspektionen 425.-/Insp. (Durchschnittswert);

SEHR GUT:

-"Will haben" Design innen/außen, Exclusivität, steht nicht an jeder Ecke, Ausführungsqualität (Materialien, Haptik, Passigkeit), kein klappern/knarzen, Fahrersitz traumhaft konturiert (Standard), ermüdungsarmer Langstreckenkomfort auch nach 900 km (Innengeräuschniveau, Schnellfahrt Federungskomfort, Spurtreue),

-der 4 Zyl. Diesel ist schwingungstechnisch perfekt balanciert, sogar im Stand keine Körperschwingung (rütteln)

-Automatikgetriebe (aufwärtsschalten geschmeidig, runterschalten mildes ruckeln kurz vorm Stand – dies nicht so perfekt wie ZF, dennoch ein angenehmer Parter)

-LED High Beam, (vom Händler überredet, nun voll überzeugt),

-Straßenlage sicher, Geradeauslauf, Hold Funktion (Kreuzung, Steigung),

-B&W Anlage mit CD: ausgewogener Klang, sehr gute Staging, kritische Töne/Stimmen klingen brillant, nach langen Stunden immer noch eine Freude. Klingt nicht nur gut, es ist ein Genuß von Musikalität! Klangeinstellung “Individual Stage“, Intensität 67%, Umhüllung 120°, Equalizer auf „warm“, Bass+Subwoofer +1, Höhen 0. „Concert Hall“ auch angenehm, aber etwas „schmaler“ im Raum, „Studio“ etwas zu expressiv. Im Forum suchen viele mehr Bass! Für Musikalität wäre das unsinnig, es killt die Auflösung im Raum, man hört weniger Instrumente, Details versinken im Bassmeer. Diese Anlage werde ich bitter vermissen.

UNZUFRIEDEN:

-ACC Abstimmung: unpraktisch defensiv auch bei Minimalstellung; bremst zu häufig ohne Grund und unerwartet (z.B. knickender Straßenverlauf Stadt/Autobahn bremst unerwartet, obwohl Fahrspur frei). Erzeugt höheren Bremsverschleiß – mein Vergleich: Bremsklotzerneuerung bei S80 (kein ACC) vorn 90 tkm - hinten keine bis 120 tkm Rückgabe; S90 (mit ACC) 55 tkm vorn - 62 tkm hinten. ACC nicht adaptivfähig zu eigenen Fahrgewohnheiten (gefühlt sitzt Anfänger auf dem Schoß). Die Fähigkeit des Heranrollens, wie man das ohne Assistenz macht, wäre wünschenswert. Daher fährt man noch ohne Bedarf früher auf die Überholspur, oder schaltet ACC ab. Es lenkt zusätzlich ab, man denkt präventiv an überraschende Reaktion des Systems. Ist natürlich nicht nur schlecht (unreif), ca. 50/50 Zufriedenheit…….

-Fahrwerkabstimmung: eigentlich ok, aber das Anfedern bei Fahrbahnfehlern/Stößen, Gullydeckeln usw. noch recht herb (18“). Scheinbar ein Knackpunkt für Fahrwerkskompetenz in der Industrie.

-Der von Volvo freigegeben Michelin Primacy3 ist i.O., aber kein Benchmark bzgl. Naßgriff und Innengeräusch. Da gibt’s besseres.

-Navi: eine acoustische Warnung für Verkehrsprobleme fehlte. Lediglich Texteinblendung, verpaßt man oft.

UNBRAUCHBAR: Sprachassistent

FAZIT: Auto empfehlen? JAAA, für die, die aus dem Sortiment ihre Ansprüche erfüllen können. Ein Sympathieträger, "will haben" Design, exclusiv (der Stufenheck).

Nächstes ist meine erste deutsche Marke (mit Diesel). Rückkehr nicht ausgeschlossen, dann aber nur Bj. <2020 gebraucht.

Neu 18" Sommerberfg.
Holzdekor
17" Winterberfg. Borbet Felge
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8 Antworten

Na dann viel Spaß mit dem Neuen. An den Details, wie Tempo 180, B&W Einstellung, ACC Interpretation etc., sieht man, jeder fährt, fühlt und will etwas anderes. Mein D4 Abschied würde sich da etwas anders lesen.

Und der D4 ist auch aus Chinaproduktion grundsätzlich ok.

Themenstarteram 28. April 2021 um 8:50

Zitat:

@RGBLicht schrieb am 28. April 2021 um 06:49:49 Uhr:

Na dann viel Spaß mit dem Neuen. An den Details, wie Tempo 180, B&W Einstellung, ACC Interpretation etc., sieht man, jeder fährt, fühlt und will etwas anderes. Mein D4 Abschied würde sich da etwas anders lesen.

Und der D4 ist auch aus Chinaproduktion grundsätzlich ok.

Die Chinaproduktion hätte ich genommen, es gibt Aussagen, daß es sogar penibler gefertigt ist, als aus Göteborg. Wie gesagt, wäre gerne geblieben....ist, wie eine nicht selbst initiierte Scheidung. Nur, wenn man sich die Preislage antut, möchte man nicht mit Einschränkungen die Freude versalzen.

Die B&W Einstellung habe ich mitgegeben, weil das bei dem Thema oft nachgefragt wurde. Die ACC Wahrnehmung ist die direkte Konfrontation mit dem Fahrstil. Gut bis Einschränkend. Ist wahrscheinlich noch nicht fähig die Fahrgewohnheiten aufzunehmen, der Algorithmus ist evtl. für eine andere Zielgruppe definiert worden.

Ich denke mal das Leute, die bewußt gegen bestehende Regeln (bei einem Balken hat man schon zu wenig Abstand) verstossen wollen können nicht von einen Assiatenzsystem unterstützt werden sonst kommt der Hersteller in Haftungsporbleme.

Da gibt es ja gerade Diskussionen zu BMW und Tesla, wo man ACC mit festen "Toleranzen" also Geschwindigkeitsübertretungen einstellen kann.

Jeder, wie er mag. Ich kann die Kritik am ACC/PA nicht nachvollziehen. Man muß den Assistenten auch einfach mal machen lassen. Ist wie im richtigen Leben. ;) Wer nur darauf wartet, dass er irgendetwas anders macht als man es selbst täte, wird immer was zu kritisieren haben. Gestern wieder mit dem PA 700 km entspannt trotz dichtem Verkehr und Stop&Go im Stau abgespult. Einfach mal loslassen und das Ding fahren lassen, sprich, der Fahrer muss mal seinen eigenen "Algorithmus" überdenken und anpassen.;)

 

Grüße vom Ostelch

Stimmt schon, aber wer immer nur alles machen lässt und akzeptiert, der wird auch keine Ideen entwickeln, wie es besser gehen kann. Natürlich ist nicht alles, was man will eine Idee und besser :)

Letztendlich muss das Zusammenspiel klappen, da hat sich viel getan in den letzten Jahren und wird sich noch viel tun. Alleine mit Car2Car Kommunikation kann man diese Systeme wieder einen deutlichen Schritt voran bringen, wenn die Autos früher wissen, was geschieht, um nur ein Beispiel zu nennen.

Alles in Allem ist der PA2 im Alltag auf der AB schon eine ordentliche Unterstützung, je höher das Verkehrsaufkommen, je geringer der eingestellte Abstand desto geringer der Nutzen. Ich fahrt bspw. Mit 4 Balken und habe kaum Bremsmanöver oder unnötige Beschleunigungen. Total relaxed und oft mit dem Schmunzeln auf dem Gesicht wenn ich denke „macht ihr nur“.

Zitat:

@RGBLicht schrieb am 29. Apr. 2021 um 06:33:50 Uhr:

Stimmt schon, aber wer immer nur alles machen lässt und akzeptiert, der wird auch keine Ideen entwickeln, wie es besser gehen kann.

Was bringt das, wenn ich solche Ideen habe und mich deshalb über den unvollkommenen Fahrassistenten ärgere? Ich kann ihn nicht ändern. Da mache ich mir lieber Gedanken über die Dinge in meinem Leben, die ich auch selbst gestalten kann..

 

Grüße vom Ostelch

Was es bringt, ganz einfach, man weiß, bei der nächsten Entscheidung dieser Art und kann, bspw. in Foren seine Erfahrungen mitteilen um anderen den Hinweis zu geben hier Acht zu geben und, ob das jemals vorkommt, es könnte ja Hersteller geben, die mitlesen/fragen/an Kunden denken und froh über Impulse sind.

Tja, vielleicht liegt es daran, dass ich mir zu wenig Gedanken mache über die Dinge des Lebens. Da spielt sicher wieder starke die jeweilige Persönlichkeit rein.

Zurück zum ACC, ich finde es beim Volvo sehr gelungen, das erste System, das ich persönlich gerne und regelmäßig nutze da es mich richtig entlastet und weitestgehend das tut, was ich erwarte. Bin schon gespannt ob Audi das auch so gut hinbekommt, hat ja nicht so viele Augen/Radaranlagen wie der Volvo wenn ich das richtig sehe.

Themenstarteram 30. April 2021 um 15:10

Es war nicht mein Ziel, mit meinem Bericht hier einen Schein-Thread für ACC zu starten, den gibt es schon seit langem mit den erwartbaren Fan-oder nicht Fanbildungen, wie es sich hier auch anbahnt.

Es geht um Zufriedenheit über eine Funktionsweise und die habe ich kommentiert aus meiner Sicht. Wenn man mit der Funktionsreife zufrieden ist, ist prima. Es geht hier nicht um Persönlichkeitsentwicklung und es bedarf keine Einstufung als "Regelbrecher" derer, deren Zufriedenheit in Grenzen bleibt. Bzgl. ACC treffen Auffassungen aufeinander, daß jemand mit Assitenz evtl. die Teil-Delegierung von "dabei sein" (fahren) meint und das als Entspannung genießt, ein anderer hätte gerne von der Assistenz eine Zusatzleistung zu dem, was er selbst schon als Fahrer aufbringt.

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