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ABS?

Themenstarteram 26. September 2012 um 15:16

..weil ja offenbar ein enormer Diskussionsbedarf besteht...

 

Ist ABS gut?

 

Was spricht dagegen?

 

Thema für ABS-Lose:

http://www.motor-talk.de/forum/vom-bremsen-t4182935.htmlä

 

 

 

 

(manney..)

Beste Antwort im Thema

Dir ist langweilig oder? Benutz doch einfach die Sufu für dieses Thema. Dann bist jahrelang mit lesen beschäftigt.:rolleyes:

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Türlich, solange es technisch und nicht nur marketing technisch Sinn macht, bin ich absolut FÜR Assistenzsysteme. Zeitgleich müsste es aber auch ein Programm zur Sensibilisierung der Nutzer im Umgang damit geben, da wir uns mehr und mehr auf die Technik verlassen und viele eben einfach verlassen sind, wenn die Helferlein plötzlich mal unerwartet den Dienst versagen.

Und ich finde die "ich mach beim Fahren alles mögliche ausser mich auf die Straße zu konzentrieren" Bewegung ist in den letzten Jahren doch merklich angestiegen. Das liegt nicht nur an der Fahrzeugtechnik sondern viel mehr an der immer und überall für alle erreichbar, verfügbar und arbeitsbereit zu sein Bewegung die uns mehr und mehr anerzogen wird, umso weniger ich aber auf irgendwas achten muss (weil vieles automatisiert läuft), umso weniger Stellenwert hat es dann eben auch in der Aufmerksamkeit

Als guter Metapher-Lieferant taugt die Jagd.

Würde man technisch ausschöpfen, was möglich ist, hätte das Wild heute nicht mehr

die geringste Chance mit Satellitenortung und Joystick-Dronen-Beschuss oder sonst was...

zu gute Jagdtechnik tötet die Jagd, noch sicherer als das Wild.

-Deswegen gibt es da: Die Puristen, die mit Pfeil und Bogen jagen.

-Die Ur-Gewehr fanatiker, die mit Schwarzpulver und z. T. historischen Waffen jagen.

-Die Normalis, mit Schrotflinte und einfachem Zielfernrohr auf dem Karabiner.

-Die am Rande des legalen/machbaren mit Handy/Nachtsichtgerät/und Halbautomatik.

So wie historische Jagd-methoden mit Modernen koexistieren, könnten und sollten auch

ABS-Bremsen mit einfachen Scheiben- oder Trommelbremsen weiterbestehen. Wobei ich

Letztere vorziehe. Nicht weil die effektiver wären, sondern weil ich ein Purist bin...

Würde man Sicherheitstechnisch alles ausschöpfen, gäbe es keine Zweiräder mehr.

Autos sind sicherer und "vernünftiger."

 

am 8. Oktober 2012 um 17:47

Zitat:

Original geschrieben von TDIBIKER

Als guter Metapher-Lieferant taugt die Jagd.

Würde man technisch ausschöpfen, was möglich ist, hätte das Wild heute nicht mehr

die geringste Chance mit Satellitenortung und Joystick-Dronen-Beschuss oder sonst was...

zu gute Jagdtechnik tötet die Jagd, noch sicherer als das Wild.

-Deswegen gibt es da: Die Puristen, die mit Pfeil und Bogen jagen.

-Die Ur-Gewehr fanatiker, die mit Schwarzpulver und z. T. historischen Waffen jagen.

-Die Normalis, mit Schrotflinte und einfachem Zielfernrohr auf dem Karabiner.

-Die am Rande des legalen/machbaren mit Handy/Nachtsichtgerät/und Halbautomatik.

So wie historische Jagd-methoden mit Modernen koexistieren, könnten und sollten auch

ABS-Bremsen mit einfachen Scheiben- oder Trommelbremsen weiterbestehen. Wobei ich

Letztere vorziehe. Nicht weil die effektiver wären, sondern weil ich ein Purist bin...

Würde man Sicherheitstechnisch alles ausschöpfen, gäbe es keine Zweiräder mehr.

Autos sind sicherer und "vernünftiger."

Kann ich irgenwo nachvolziehen, aber mir Persönlich ist das total Latte. Ob an einem Klassik Bike Scheibenbremsen dran sind. Mir ist es auch Wurst ob meine Kette grau oder gold ist. Hauptsache es passt und funzt in seiner Gesamtheit.

am 8. Oktober 2012 um 18:49

Da steh ich ganz beim TDIBiker - deßhalb laufen solche Diskussionen auch ins Leere :D

am 8. Oktober 2012 um 20:55

Der Assistanzwahn beim Auto liegt vor allem daran, dass das Produkt ausgereizt ist. Normalerweise würde man jetzt die Preise massiv senken, so wie z.B. bei Computertechnik. Da das nicht gewollt ist, versucht man, den Umfang möglicher Verbesserungen künstlich auszulatschen. Das wird u.a. durch Erhöhung der Motorleistung gemacht, aber auch durch die Inflation der Assistenzsysteme und allerlei anderem Spielkram.

Von dem Wahnsinn sind Krafträder zum Glück noch um einiges entfernt.

Zitat:

Original geschrieben von Sonntagnachtsfahrer

Der Mensch ist irrelevant, die Technik entscheidet. ;=)

Und ne fehlende Tankuhr ist einfach nur Pfennigfuchserei des Herstellers, Punkt. Mit diesem "der Mensch kann das alles dennoch benutzen" kann man alles abtun.

Mein erster Rechner war der C64, und meine ersten Linux-Installation Anno '97 musste auch schon mal durch eigene Änderungen der Kernel-Sourcen zum Laufen überredet werden. Dennoch würde ich nicht auf die Idee kommen, so eine Technik als gut und ausreichend anzusehen. Ok, die Installation ist 14 Jahre alt geworden, simple Technik kann man eben lange am Laufen halten wenn man weiß wie..

Dies führt zu einer Grundatzdiskussion. Zur Pfennig oder Cent-Fuchserei - es gäbe für meine Kawa durchaus so etwas wie eine Tankuhr:

 

http://www.ebay.com/itm/160541695240?...

 

ABER, die is mir definitiv zu teuer !

Und bei einem Moped das Bj. 1983/83 is, ist das meiner Ansicht nach 1fach kein Muss! Und, bitte net böse werden, der Vergleich zur Computertechnik hinkt etwas, denn da gebe ich Dir recht.

 

Außerdem, soweit ich mich entsinnen kann, ging es hier doch um ABS ?

- und bei "alten" Motorrädern geht der jeweilige Besitzer / Käufer

das Riskio des "nicht vorhanden seins von ABS" doch wissentlich ein, oder etwa net ?

 

Der SemmeL grüßt

Zitat:

Original geschrieben von fate_md

Und ich finde die "ich mach beim Fahren alles mögliche ausser mich auf die Straße zu konzentrieren" Bewegung ist in den letzten Jahren doch merklich angestiegen. Das liegt nicht nur an der Fahrzeugtechnik sondern viel mehr an der immer und überall für alle erreichbar, verfügbar und arbeitsbereit zu sein Bewegung die uns mehr und mehr anerzogen wird, umso weniger ich aber auf irgendwas achten muss (weil vieles automatisiert läuft), umso weniger Stellenwert hat es dann eben auch in der Aufmerksamkeit

Dieser Argumentation wohnt aber auch ein sehr bevormundendes Element inne. Du vertrittst hier den Standpunkt, dass nur der Verkehrsteilnehmer ein "guter" Verkehrsteilnehmer ist, der sich voll und ganz dem Verkehr widmet, alle anderen sollen wegbleiben.

Dieser Standpunkt kommt aus einer Warte, dass der Verkehr ein Selbstzweck ist, dem man sich, wenn man an ihm teilnehmen will, voll hinzugeben hat. Man kann die Rolle des Verkehrs natürlich auch ganz anders sehen, und viele Leute tun das auch. Sie fahren nicht deshalb mit dem Auto von A nach B, weil sie gern Auto fahren, sondern weil sie von A nach B müssen. Man hört in allen möglichen Diskussionen den Standpunkt, dass die "Kunst des Kraftfahrzeugführens" bedroht ist, wenn zum Beispiel Leute, statt sich selbst um das richtige Routing zu kümmern, dies einem Navigationssystem überlassen, oder wenn sie, anstatt selbst für das optimale Überstzungsverhältnis zwischen Motor und Achse zu sorgen, dies einer Getriebeautomatik überlassen. Aber wenn man mal davon ausgeht, dass die meisten Leute einfach nur fahren, um von A nach B zu kommen, dann wird der Nutzen dieser Technik sinnvoll.

Zitat:

Original geschrieben von sampleman

Du vertrittst hier den Standpunkt, dass nur der Verkehrsteilnehmer ein "guter" Verkehrsteilnehmer ist, der sich voll und ganz dem Verkehr widmet, alle anderen sollen wegbleiben.

Absolut!

Wer meint nebenher irgendwas anderes machen zu wollen / zu müssen, darf das gerne in öffentlichen Verkehrsmitteln tun.

Zitat:

Original geschrieben von fate_md

Zitat:

Original geschrieben von sampleman

Du vertrittst hier den Standpunkt, dass nur der Verkehrsteilnehmer ein "guter" Verkehrsteilnehmer ist, der sich voll und ganz dem Verkehr widmet, alle anderen sollen wegbleiben.

Absolut!

Wer meint nebenher irgendwas anderes machen zu wollen / zu müssen, darf das gerne in öffentlichen Verkehrsmitteln tun.

Richtig.

Alle, die anderer Meinung sind, sollten mal die StVO lesen. Vor allem das, was da ganz weit oben an erster Stelle steht.

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

am 8. Oktober 2012 um 22:55

In der Praxis schlafen sich halt sehr viele Leute durch den Verkehr. Das Verständnis von Zweiradfahrern über die idealerweise aktive Teilnahme am Verkehr ist Wunschdenken, das ich als Radfahrer schon lange aufgegeben hatte.

Vorhin gabs wieder einen interessanten Moment.. Familie sieht mich in der 30-Zone und bleibt stehen, die Kinder werden noch lautstark eingereiht. Ich gehe jede Wette ein, dass das mit dem Rad bei denselben 30 km/h nicht so gewesen wäre, da wäre wieder der Slalom zwischen den Leuten durch drangewesen.

Das setzt sich durch alle Fahrzeugklassen fort. Deshalb mein Spruch: Ignoriert, nicht "übersehen".

Hi Winki!

Zitat:

 

Kann ich irgenwo nachvolziehen, aber mir Persönlich ist das total Latte. Ob an einem Klassik Bike Scheibenbremsen dran sind. Mir ist es auch Wurst ob meine Kette grau oder gold ist.

Ja, aber Du hast einen Kardan, oder?

Zitat:

Original geschrieben von fate_md

Solange uns solche Systeme zur Faulheit erziehen (wechsele ja nicht die Spur, solange du ein gelbes Dreieck in deinem Spiegel siehst, dass du selbst deinen Kopf drehen könntest, kannst du von nun an vergessen), sehe ich das nicht wirklich als Fortschritt. Gutes Marketing ja, aber nichts sinnvolles.

Es gibt da einen krassen aber wahren Spruch:

"Wer Systeme baut, die auch von Idioten bedient werden können, der braucht sich nicht zu wundern, wenn sie von Idioten bedient werden!"

Das habe ich oft im Hinterkopf, wenn (wieder einmal) der letzte Schrei an Helferlein und Assistenzsystemen auf die Menschheit losgelassen wird. Das ist nicht nur im Fahrzeugbereich so, sondern auch im Computerbereich.

Wer noch das alte Windows NT 4.0 kannte und mit aktuellen Systemen vergleicht, der wird leicht feststellen können, daß die alten Probleme damit nicht gelöst wurden, sie haben sich lediglich angepaßt und die Sache gerade für die Profis schwieriger gemacht.

Aber man möchte ja nicht gleich jedes Mal mit der metaphorischen Keule zuschlagen. :rolleyes:

Zitat:

Original geschrieben von Ramses297

Das habe ich oft im Hinterkopf, wenn (wieder einmal) der letzte Schrei an Helferlein und Assistenzsystemen auf die Menschheit losgelassen wird. Das ist nicht nur im Fahrzeugbereich so, sondern auch im Computerbereich.

Ich würde mal sagen, dass den ABS-Verächtern endgültig die Argumente ausgegangen sind. Anders ist nicht zu erklären, dass in dieser Diskussion jetzt verschärft auf Nebenkriegsschauplätze wie Spurwechselassistenten ausgewichen wird;-)

Zurück zum Thema: ABS kann man echt gut brauchen (ich weiß, wovon ich spreche), wenn einem plötzlich jemand ohne zu gucken in die Spur zieht. Und das haben die Leute immer schon munter getan - und ich habe nicht den Eindruck, dass sie es heute, wo vielleicht ein oder zwei Prozent aller Autos einen Spurwechselassistenten haben, häufiger tun als früher. Ein Blick in die Unfallstatistik zeigt, dass die Zahl der Unfallopfer seit Jahrzehnten kontinuierlich rückläufig ist (bis auf 2011, das war ein Ausreißer). Ein kontraproduktiver Effekt durch Sicherheitsassistenzsysteme lässt sich schlicht und einfach nicht belegen. Im schlimmsten Fall bringen sie nichts, schaden aber auch nicht.

ABS oder nicht im Motorrad ist eine andere Nummer. Die Abwesenheit von ABS bedeutet nämlich für den Durchschnittsmotorradfahrer nichts weiter als die Tatsache, dass er entweder aus Angst vor einem Sturz nicht so hart bremst, wie er in der Situation bremsen könnte - oder zu hart bremst und dann aufs Maul fliegt. Es ist also ein klassisches Sicherheitsassistenzsystem, bei dem der Nutzen einen eventuellen Schaden weit überwiegt.

 

Erstaunlich wie lange man so ein Thema zerreden kann :rolleyes:

am 9. Oktober 2012 um 9:41

Zitat:

Original geschrieben von Sonntagnachtsfahrer

Vorhin gabs wieder einen interessanten Moment.. Familie sieht mich in der 30-Zone und bleibt stehen, die Kinder werden noch lautstark eingereiht. Ich gehe jede Wette ein, dass das mit dem Rad bei denselben 30 km/h nicht so gewesen wäre, da wäre wieder der Slalom zwischen den Leuten durch drangewesen.

Das setzt sich durch alle Fahrzeugklassen fort. Deshalb mein Spruch: Ignoriert, nicht "übersehen".

Das Problem ist doch eher dass viele garnicht damit rechnen, dass da ein Fahrrad mit über 30 km/h angefahren kommt und wissen vermutlich nichtmal wie schnell man mit nem Rennrad eigentlich fahren kann. Dazu kommen ne schmale Siluette und keine Fahrtgeräusche.

Also eigentlich das gleiche Problem, das scheinbar viele Autofahrer beim Erkennen von Motorradfahrern haben.

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