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Ablauf Haftpflicht Unfall - bitte um Rat

Themenstarteram 15. Juni 2020 um 18:55

Hallo zusammen,

was macht man am besten in folgender Situation:

Am Freitag im Stau "rollt" mir das vorausstehende Fahrzeug, trotz ca 3-4 Meter Entfernung und exzessiven hupens meiner Seits auf meinen Wagen.

Die Fahrerin des KfZs möchte weiterfahren und wird erst durch mein Aussteigen aus dem Wagen auf den Unfall "angeblich" aufmerksam.

Sie hätte nichts gemerkt und ihr Wagen hat auch keinerlei Beschädigungen.

Bei mir ist das Kennzeichen stark verbogen, die Lufteinlässe ausgesprungen und Stoßstange leicht schräg.

Sie gibt mir ihre Versicherungsnummer, lässt ihr Ausweis fotografieren und meint sie würde sich mit ihrer Versicherung in Verbindung setzen.

Habe umgehend Kontakt zu ihrer Versicherung aufgenommen und den Unfall gemeldet sowie einen Termin in meiner Werkstatt zwecks Gutachten. Stand heute hat sie sich bei ihrer Versicherung noch nicht gemeldet.

Wie soll ich jetzt am besten - weiter - verfahren?

Habe es leider verpennt Zeugen zu befragen...

Gilt meine Frau, die im Wagen saß als Zeugin?

vielen Dank

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97 Antworten
Themenstarteram 15. Juni 2020 um 22:14

Zitat:

@vwpassat99 schrieb am 15. Juni 2020 um 22:09:24 Uhr:

Dazu würde ich Dir raten.

Kein Anwalt hat Lust darauf, am Ende die letzten strittigen 300 € einzufordern, sondern er möchte das Mandat von Anfang an.

Zitat:

@vwpassat99 schrieb am 15. Juni 2020 um 22:09:24 Uhr:

Zitat:

@paxtecum schrieb am 15. Juni 2020 um 21:24:14 Uhr:

mal eine andere Frage - kann ich sofort, d.h. auch bevor es Schwierigkeiten mit der gegnerischen Versicherung gibt, einen RA einschalten?

Stichwort Schadensminderung

Wie ist es mit der Schadensminderung?

Kann die Versicherung die Übernahme der Anwaltskosten verweigern?

Nochmal, hier ist die Vorgehensweise. Der Anwalt muss übernommen werden, das war auch noch nie strittig.

 

 

Polizei rufen, nicht abwimmeln lassen. Dafür sind die da!

 

Schaden bei der gegnerischen Versicherung melden

 

Anwalt beauftragen

 

eigenen Gutachter (wenn man 100% unschuldig ist) beaftragen

 

Zitat:

@paxtecum schrieb am 15. Juni 2020 um 22:14:02 Uhr:

Zitat:

@vwpassat99 schrieb am 15. Juni 2020 um 22:09:24 Uhr:

Dazu würde ich Dir raten.

Kein Anwalt hat Lust darauf, am Ende die letzten strittigen 300 € einzufordern, sondern er möchte das Mandat von Anfang an.

Zitat:

@paxtecum schrieb am 15. Juni 2020 um 22:14:02 Uhr:

Zitat:

@vwpassat99 schrieb am 15. Juni 2020 um 22:09:24 Uhr:

 

Wie ist es mit der Schadensminderung?

Kann die Versicherung die Übernahme der Anwaltskosten verweigern?

Nach der jetzigen Rechtsprechung muss jeder Geschädigte davon ausgehen, dass bei der Schadenregulierung von der Versicherung "rumgezickt" wird. Und er ist daher berechtigt, sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Aber gleichwohl ein kleiner Hinweis: Dass die Versicherung den Anwalt bezahlen muss, ist natürlich davon abhängig, dass du den Unfallhergang und die Beteiligung des Gegners auch beweisen kannst. Ideal wäre also auch dann eine RS-Versicherung.

Zitat:

@paxtecum schrieb am 15. Juni 2020 um 18:55:27 Uhr:

Hallo zusammen,

.....................................

Habe es leider verpennt Zeugen zu .........

.......................................

vielen Dank

Das kann sich als teure Nachlässigkeit erweisen. Neutrale Zeugen zu haben das ist wichtigste.

Wegen einem verbogenem Kennzeichen die Polizei rufen und die kommt dann auch?

Träumt weiter!

Erstmal muss die Ihre Ermittlungen abschließen wessen Lumpi vor Nachbars Einfahrt sein Geschäft verrichtet hat.

Dafür sind die nämlich auch da! (folgt man der Ansicht eines Users hier)

Kann also, wenn sie wirklich kommen sollen, ein oaar Stunden dauern.

Zitat:

@vwpassat99 schrieb am 15. Juni 2020 um 22:09:24 Uhr:

......

Wie ist es mit der Schadensminderung?

Kann die Versicherung die Übernahme der Anwaltskosten verweigern?

Gegenfrage:

Wenn Du Dir Dein Auto so anschaust, meinst Du die Reparatur ist eine "Kleinigkeit"?

Mit Spucke und Lappen erledigt? An welche Kosten denkst Du spontan?

Vielleicht hast Du sogar eine Werkstatt die nur beim Anblick eine unverbindliche Zahl ausspuckt?

Bedenke:

Alleine Demontage einer Stossstange, bischen spachteln, neu lackieren & wieder dranbauen kosten um 1000€

Zitat:

@JumpingJack schrieb am 15. Juni 2020 um 20:00:05 Uhr:

Ja. Deine Frau ist Zeugin und gilt als solche.

Ist ja eine seeeehr unabhängige Zeugin.

Ich denke mal nicht, dass der Ehepartner in einer funktionierenden Ehe irgendeine andere Aussage tätigen würde wie man selbst, selbst wenn es gelogen wäre.

Dennoch ist und bleibt eine jede Person Zeuge/Zeugin eines Vorfalles, sofern diese Person dabei war und den "Unfall" oder was auch immer mitbekommen hat...

Das Richter (sofern es überhaupt soweit kommen sollte) auch die "Wertigkeit" eines Zeugen ggfs. berücksichtigen, liegt ja auf der Hand...

Kfz-Unfall: die Beweislast für den Schaden liegt immer beim Geschädigten. Das Einschalten eines Gutachters ist Aufgabe derjenigen Person, die einen Schaden ersetzt bekommen möchte und folgt der "Unfallaufnahme" auf dem Fuße.

Ohne Rechtsanwalt wird es schwierig überhaupt die Höhe des eigenen Anspruchs auf Schadenersatz realistisch zu bestimmen. Eine Vielzahl von Ansprüchen kann da zusammen kommen, und selbst wenn es nur um Wertminderung, Leihwagen, Verdienstausfall, Reparaturdauer oder Erwirken einer Kostenübernahme der Reparatur durch die Versicherung geht.

Kann auch nur raten immer die Polizei zu holen, habe ich auch imemr gemacht, zumindest in berlin gab es auch noch nie Probleme damit... Dafür zahlt man auch Steuern ...Es gibt so viele Gründe das zu machen.

 

- Es wird ein Aktenzeichen/Akte zum Hergang hinterlegt, bringt schon mal Vorteile.

- Polizei checkt auch gleich die beteiligten Personen, woher soll ich als Laie wissen, ob was mit dem Gegenüber nicht stimmt? Drogen, Alc, Auto nicht versichert/zugelassen, kein Führerschein, simple Fälschung die ich nicht erkennen würde , sonstige Probleme mit der Person.

Und außerdem, ich möchte den ganzen Klimbim vom Gegenüber garnicht haben, die sind ja teilweise auch durch den Wind, das soll mal schön die Polizei aufnehmen, dann bekommt man den kleinen grünen Zettel, wo alles wichtige drauf steht und ganz wichtig das ist dann auch geprüft...;)

Wer meint das alles selbst einschätzen zu können, bitte ...

Zumindest in berlin musste ich auch nie einen unfallbericht ausfüllen, das wollte mal die gegnerische versichung von mir haben, inkl, Fotos, das wurde mir zu bunt -> Gang zum Anwalt, und der meinte auch gleich, lass es bleicben, bekommen die nicht von dir....wir machen jetzt mal das Schreiben mit Fristsetzung zur Regulierung nach Gutachten fertig ...:cool:

Bei modernen Autos kann der leichte fast unsichtbare Bums heftig Kosten nach sich ziehen, Stichwort die Elektronik die da auch vorne verbaut sein könnte...

Ich habe ja auch Erfahrungen.

Als Laie kann ich nicht die Schadenshöhe schätzen weil versteckte Schäden vorliegen können die gleich nach dem Unfall nicht erkennbar sind.

Man muss ja schnell handeln, gerade in diesem Fall wo die Verursacherin ja ganz lax weiter fahren wollte. Die daran hindern, Zeugen "suchen" (im Stau vielleicht eine der einfacheren Aufgaben), die Polizei hätte ich in diesem Fall benachrichtigt wenn ich die Fahrtüchtigkeit der Verursacherin angezweifelt hätte.

Neutrale Zeugen sind nach meiner Erfahrung der Punkt. Hatte ja auch mal einen solchen Unfall. Die Versicherung wollt 50% regulieren, ich komplett weil schuldlos. Die Verursacherin blieb auch vor Gericht bei ihrer Lüge. Ich bekam auch wegen des absolut unparteiischen Zeugen Recht, aber wie gesagt: auch wegen.

Sie brachte nämlich auch eine Zeugin bei, die Befragung durch den Richter entlarvte dann den Gefälligkeitscharkter diese Zeugin, eine ältere Frau wollte ihrer Hausärztin den Gefallen tun weil sie auch auf dem Parkplatz stand, den Unfallhergang aber nicht beobachtet hatte.

Zitat:

@vwpassat99 schrieb am 15. Juni 2020 um 22:16:02 Uhr:

Nochmal, hier ist die Vorgehensweise. Der Anwalt muss übernommen werden, das war auch noch nie strittig.

 

 

Polizei rufen, nicht abwimmeln lassen. Dafür sind die da!

Einige Postings vorher wurdest du schon aufgeklärt hinsichtlich "Polizei muss kommen". Nicht gelesen?

Falsche Aussagen werden durch Wiederholungen nicht zur Wahrheit.

Ganz nebenbei tauscht die Polizei, soweit sie dann per Erlass zur Aufnahme eines jeden bekannt gewordenen Unfalls verpflichtet ist, lediglich die Personalien der Beteiligten aus. Das ist hier ja schon geschehen. Von daher ......

Themenstarteram 16. Juni 2020 um 17:17

Zitat:

@onzlaught schrieb am 16. Juni 2020 um 08:19:57 Uhr:

Zitat:

@vwpassat99 schrieb am 15. Juni 2020 um 22:09:24 Uhr:

......

Wie ist es mit der Schadensminderung?

Kann die Versicherung die Übernahme der Anwaltskosten verweigern?

Gegenfrage:

Wenn Du Dir Dein Auto so anschaust, meinst Du die Reparatur ist eine "Kleinigkeit"?

Mit Spucke und Lappen erledigt? An welche Kosten denkst Du spontan?

Vielleicht hast Du sogar eine Werkstatt die nur beim Anblick eine unverbindliche Zahl ausspuckt?

Bedenke:

Alleine Demontage einer Stossstange, bischen spachteln, neu lackieren & wieder dranbauen kosten um 1000€

Gute Frage.

Lackiert werden muss da nichts, ich weiss aber nicht inwiefern die Halterung der Stoßstange einfach ausgetauscht werden kann, oder ob da noch mehr gemacht werden muss.

Habe am Donnerstag einen Termin beim Gutachter, je nachdem geht’s zum Anwalt.

Danke für die zahlreichen - teilweise sehr nützliche - Kommentare

Zitat:

@tartra schrieb am 16. Juni 2020 um 09:47:51 Uhr:

Kann auch nur raten immer die Polizei zu holen, habe ich auch imemr gemacht, zumindest in berlin gab es auch noch nie Probleme damit... Dafür zahlt man auch Steuern ...Es gibt so viele Gründe das zu machen.

Vielerorts kommen die gar nicht mehr wenn es keine Personenschäden gab oder an gefährlicher Stelle abgesichert werden muss, z.B. in Hamburg.

Berlin hat, aufgrund der relativ hohen Polizeianzahl (höchste Anzahl pro Einwohner aller Bundesländer), wohl genug "Überkapazität" für solche Fälle.

Überkapazitäten in berlin??:rolleyes: würde ich das nicht nennen ....

Schaue dir die Statistik genau an, ja hier gibt es viel Polizei, aber die haben teilweise riesige Kontingente die z.B. Objektschutz (gefährdete jüdische Einrichtungen, Botschaften, Regierungsgebäude, Parteizentralen), Personschutz für einen Haufen VIP´s, Polizeieskorten Staatsgäste, tägliche Demos u.s.w.

In der Größenordnung und Masse gibt es doch nichts Vergleichbares in anderen Bundesländern..

Die alle stehen dem normalen Streifendienst NIE zur Verfügung ....;)

Personenschäden ist auch dehnbar, im ersten Moment Schok ist alles ok und 12 Stunden später gehts doch in die Notaufnahme ...

Ne ganz ehrlich, würde ich einen Unfall in einem Bundesland haben, wo die rumtuttern, ich würde solange Stunk machen, bis ein Streifenwagen kommt und die Sache aufnimmt ... Was man akzeptieren kann, ist eine längere Wartezeit, das dringende Angelegenheiten vor gehen ist logisch, aber abwimmeln und garnicht kommen, geht überhaupt nicht ...und habe ich in bis jetzt Berlin/Brandenburg nie erlebt..

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