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Abgasmessung per OBDII?

Themenstarteram 18. Juli 2017 um 22:41

Hallo,

mein Name ist Klaus und ich fahre einen Ford Fusion 1,4L TDCI Bj. 2007. Mittlerweile hat er ca. 200.000Km auf der Uhr und läuft eigentlich wie ein Uhrwerk. Bei der letzten TÜV Untersuchung gab es mit einer Fehlermeldung (EGR) etwas Probleme aber nach Rücksetzen des Fehlers im Speicher, konnte die ASU problemlos gemacht werden und da kommen wir auch zu meiner Frage!

Wie kann ich, ich hab hier den ELM327 mit USB für die OBD Schnittstelle und ForScan als Software, wobei ich letztere als Freeware Version einsetze, über OBD die Abgaswerte auslesen? Kann mir jemand darauf eine Antwort geben?

Ich möchte an meinem Fahrzeug nichts manipulieren, ich möchte nur falls vorhanden die Fehler auslesen und löschen können. Wenn der TÜV auf die Werte zugreifen kann um die ASU zu machen, wie kann ich ebenfalls darauf zugreifen??

Gruß

Klaus

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9 Antworten

Das Verfahren misst über OBD2 einige Werte (Lamdba, etc.) und checkt den Readinesscode der abgasrelevanten Systeme.

Das sind zum Beispiel AGR, Tankentlüftung, Sekundärluftpumpe, etc.

Echte CO Werte etc. werden nicht gemessen. Die Lambdawerte vor und nach dem Kat sind die massgebendden Referenzgrößen, alles andere wird daraus errechnet.

Es wird darauf vertraut, das die Abgase im Lot sind wenn die Elektronik fehlerfrei arbeitet!

Wurde Anfang der 2000er so eingeführt.

Nun nach all der Dieselscheiße wollen die doch wieder auf Messung am Endrohr umsteigen.

Weis gar nicht ob das schon durch ist?

Naja, ich muß demnächst zur HU, da wird es sich zeigen!

Zitat:

Wie kann ich, ich hab hier den ELM327 mit USB für die OBD Schnittstelle und ForScan als Software, wobei ich letztere als Freeware Version einsetze, über OBD die Abgaswerte auslesen? Kann mir jemand darauf eine Antwort geben?

Man kann über OBD-II keine Abgaswerte (CO, NMHC, HC, NOx, Partikel) auslesen, weil es dafür (bisher) keine Sensoren im Fahrzeug gibt. Ausnahme: NOx-Werte von NOx-Sensoren an jungen Fahrzeugen. Und bestimmte Werte um den DPF: Differenzdruck, Aschewert.

Aber bei deinem konkreten Diesel:

* Werte der Lambdasonde (Rest-Sauerstoff) für zu mageres oder zu fettes Diesel-Luft-Gemisch

* jede Menge Sensor- und Aktorwerte rund um die Motorsteuerung

* die Ansteuerung des Abgasrückführventils (AGR, EGR), wenn das pneumatisch ist, nur die Ansteuerung des Magnetventils davor, sonst wenn es ein elektrisch angesteuertes AGR-Ventil ist, dann hat es ggf. sogar einen AGR-Positionssensor zurück zum Motorsteuergerät

* Status der Tankentlüftung

* NOX-Sensoren hat deiner nicht

* Dieselpartikelfilter (DPF) hat deiner vermutlich auch nicht, sondern nur einen Oxidations-Katalysator, nur wenige Fusion 1.4 TDCi hatten ab 2008 einen offenen DPF

Der Gag einer Onbord-Diagnose ist, dass sich das Steuergerät mit parallel zyklisch laufenden Prüfroutinen selbst überwacht, ob seine Sensorwerte plausibel zusammenpassen und ob die Aktoren elektrisch erreichbar sind.

Diese Prüfroutinen legen bei bestimmten, vorhersehbaren Widersprüchen dann Diagnostic Trouble Codes (DTCs) ab und die kann man auslesen. Es braucht aber einiges an Zusammenhangswissen und weitere Prüfschritte, um diese wirklich sinnvoll in der Diagnose und Reparatur verwenden zu können.

Zitat:

Ich möchte an meinem Fahrzeug nichts manipulieren, ich möchte nur falls vorhanden die Fehler auslesen und löschen können. Wenn der TÜV auf die Werte zugreifen kann um die ASU zu machen, wie kann ich ebenfalls darauf zugreifen??

Fehler kann man auch nicht auslesen oder löschen. Aber Diagnostic Trouble Codes aus dem Motorsteuergerät.

Und dafür hast du doch alles da.

Den ELM327-Adapter ans Auto. USB in einen Laptop, ForScan für Windows starten.

Bedienung siehe Dokumentation:

http://forscan.org/documentation_13.html

Unter "DTC" kann man die DTCs der Steuergeräte auslesen (Forscan als Ford-spezifische Diagnose-Software kann nicht nur Motorsteuergerät, sondern auch weitere), dann die DTCs und Umgebungsdaten dazu abspeichern/ausdrucken, dann ein Steuergerät auswählen z.B. PCM für Powertrain Control Module, dann "Reset DTCs". Sobald die Prüfroutinen wieder mal laufen (das braucht ja gewisse Bedingungen) und dann die Unplausiblilität wieder erkennen, setzen sie die DTCs neu.

Hinweis:

"Note: It is NOT a good practice so NOT recommended to reset the DTCs until they are investigated and fixed."

Alle diese DTC-Hinweise sollte man also vor allem dafür nutzen, zu schauen, warum sie gesetzt wurden.

Zitat:

Nun nach all der Dieselscheiße wollen die doch wieder auf Messung am Endrohr umsteigen.

Weis gar nicht ob das schon durch ist?

Naja, ich muß demnächst zur HU, da wird es sich zeigen!

Nein, es gilt weiter das Verfahren der OBD-AU für die betreffenden Fahrzeuge ab 2004/2006 (also: Readiness-Codes checken, sonst Motorlauf bis Readiness da, dann DTCs checken). An diesem wichtigen Punkt, die AU mit echter Endrohr-Messung wieder einzuführen hat sich noch nix getan. Die Prüfstellen müssten auch erstmal fett Messtechnik und ggf. Prüfstände oder PEMSe für die jungen Fahrzeuge der letzten 10 Jahre und die Abgasnormen EURO4, 5, 6 einkaufen und daran geschult werden. Und es müsste erstmal verbindliche Prüfnormen geben, die auch wirksam und relevant sind.

Es ist bitter, aber das wird auch auf absehbare Zeit (3-4 Jahre?) nicht kommen. Die Prozesse da sind viel zu träge, die Autolobby weiterhin zu stark.

Themenstarteram 19. Juli 2017 um 17:01

Hallo Schnapsfahrer, Grasoman,

danke für eure Ausführungen!

Grasoman: Du scheinst ja ein Mann vom Fach zu sein oder täusche ich mich da? In unserem Auto ist ein elektronisches EGR verbaut! Eine Lambda Sonde und DPF hat er leider auch nicht! Die Abgas-Messung am Auspuff-Endrohr, so wie früher hatte was für sich, zumindest konnte man da die wirklichen Werte ablesen und nicht diese vom Computer errechneten, die man ja doch sehr leicht manipulieren kann! Was mich an dieser ganzen Dieselsch...e so aufregt ist, alle reden immer nur von Euro 5 bzw. 6, keiner spricht von den vielen älteren Euro 4 Fahrzeugen von denen es jede Menge auf Deutschlands Straßen gibt und von Leuten gefahren werden, die sich nicht mal eben ein neues Auto kaufen können, ein Auto aber brauchen. Für mich und meine Frau als Rentner (Ich bin Schwerbehindert) ist dieser Diesel quasi eine rollende Spardose mit ca. 4,5 L/100Km! Wenn jetzt diese Nullexperten von Politiker ein Fahrverbot aussprechen, dann gute Nacht. Die sollten lieber dafür sorgen, dass es Nachrüstlösungen für ältere Diesel mit Euro 4 gibt um diese Stickoxyde zu reduzieren, ich dachte da z.B. an Zuführung von Wasserstoff in den Lufteinlasstrakt! Wär vielleicht mal eine Überlegung wert!

Gruß

Klaus

PS: Zumindest bin ich jetzt einen Schritt weiter dank euch. Montag habe ich einen Termin in der Werkstatt, dann geht es um die immer wiederkehrende Fehlermeldung des EGRs trotz neuem EGR Ventil (schon das 2te innerhalb von 7 Monaten).

Hallo Ventochen Du hast mal wieder Fragen gestellt, die nur der kleine Mann stellt. Aber das sind aus meiner Sicht die richtigen Fragen. Die Autohersteller wollen lieber die alte Technik mit neuer Farbe vertuschen und uns weiß machen, dass das Fortschritt ist. Die Verbrennungsmotor hat sich seit über 100 Jahr nicht wesentlich weiter entwickelt. Es sind und bleiben verschwenderische Lagerfeuer mit einem Wirkungsgrad um die 15%. Der Rest dient nur der Erderwärmung. Aber die kennt ja keiner.

Du hast aber eine Idee geäußert „ich dachte da z.B. an Zuführung von Wasserstoff in den Lufteinlasstrakt!“ das wäre dann nur H+H. Damit könnte man die Zündfähigkeit des Gemisches verbessern. Aber das ist nicht die Lösung des Problems. Vielleicht sollte man es mal mit HHO=Wasser (in Dampfform) versuchen. Die Wärmerückgewinnung von den Abgasen könnte man dafür gut verwenden. Das ist ein schönes und interessantes Gebiet mit dem ich mich schon Jahrzehnte auseinandersetze. So was will man nicht wirklich haben. Das nächste wäre ein Hybridmotor Verbrennungs-/Luftmotor. Nun muss ich aufhören da es bestimmt auch in diesem Forum genügend Dumme Schnacker gibt, die jetzt darüber lachen sich aber nicht die Mühe machen darüber mal nach zu denken.

Gruß Alf49

Themenstarteram 20. Juli 2017 um 13:21

Hallo Alf49,

die richtigen Fragen zu stellen ist nicht immer einfach, die versteht auch nicht jeder! Mit Wasserstoff als Zusatz zum Kraftstoff hab ich meine eigenen Erfahrungen gemacht und muss sagen, dass wäre eine Alternative. Nur bekommt man dafür keine Zulassung von Flensburg und das Genehmigungsverfahren ist für meine bescheidenen finanziellen Verhältnisse einfach zu teuer! Man könnte damit aber die Abgase eines Diesels wesentlich sauberer bekommen, soviel steht fest! Die Gegner dieses Verfahrens kommen hauptsächlich aus der Automobilindustrie aber auch vom Otto Normalverbraucher mangels Kenntnis. Das ändert aber alles nichts an der Tatsache, dass die Abgasmessung speziell beim Diesel, es sei denn, man hat noch ein altes Bosch Messgerät zur Verfügung, mit dem man die relevanten Messwerte getrennt messen konnte! Diese allerdings sind nirgends mehr zu finden, ich wüsste zumindest keine Werkstatt hier bei uns, die solch ein Gerät noch im Fundus hat. Was machen also alle die Leute mit ihren gut gepflegten bzw. sehr gut erhaltenen Fahrzeugen (so ca. 10 Jahre alt)? Gut, man könnte mal wieder eine Abwrackprämie ausschütten oder an diese fliegenden Händler verkaufen und dann ab nach Afrika! Das allerdings hilft unserer guten alten Mutter Erde aber auch nicht, denn dann verrußen sie dort die Umwelt. Nur für den Preis, den man hier im Augenblick für die gebrauchten Dieselfahrzeuge bekommt, bekommt man kein neues Auto und schon gar kein E-Auto. Welche Alternativen gibt es sonst? Hier auf dem Land ist zudem die Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht das gelbe vom Ei und als Behinderter schon gar nicht. Das Endresultat ist also, weiter mit dem vorhandenen 10 Jahre alten Auto weiterfahren und hegen und pflegen. Unser Ford Fusion 1,4L TDCI Automatik läuft sehr gut und was noch besser ist, er qualmt nicht und verbraucht recht wenig Kraftstoff. So nun hab ich mal abgelassen, was mich so bewegt und ich hoffe, dass ich damit auch ein paar Leute erreicht habe, denen es genau so geht wie uns!

Gruß und tschüss

Klaus

Hi Klaus Du scheinst dich ja mit dem Thema Wasserstoff schon beschäftigt zu haben. Wie Du weiß wird Wasserstoff aus Wasser erzeugt. Wasser besteht ja aus 2xH und 1xO also = HHO. H zu erzeugen, im großen zu speichern, es zur Tanke zu schaffen und dann in die Kfz um zu füllen, ist nur mit großem Aufwand und Verluste zu realisieren. Über die Gefährlichkeit wollen wir gar nicht reden. Und wo verbleibt das O ? Man muss sich nur mal vorstellen dass 500 Kfz in einer Stadt im Stau stehen und mit Wasserstoff betrieben werden. Aus ihren Endrohren soll ja nur Wasser raus kommen. Sie verbrauche vielleicht nur 5Ltr (H) x 500Kfz = 2500Ltr (H). Wo kommt nun das O her damit es wieder Wasser werden kann? Unsere Atmosphäre besteht aus 78% Stickstoff, 21% aus Sauerstoff und 1% ( davon ca.0.3% Co2 ) anderen Gasen. Wenn das O aus der Atmosphäre gezogen werden muss, benötigen die Fußgänger ja bald Sauerstoffmasken. Wäre aber auch eine tolle Geschäftsidee. Ich wäre eher dafür aus dem Wasser ( HHO = 2/3H + 1/3O ) am Fahrzeug ein Gemisch zu bereiten, dass durch H seine Verbrennungsgeschwindigkeit verbessert und durch O der Sauerstoffgehalt ( Atmosphäre 21% / O = 33% ) im Gemisch sich verbessert. Wie sich diese HHO-Zugabe im Gemisch auswirkt, darüber kann man nun so lange streiten, bis uns die Erderwärmung uns zwingt nun doch mal etwas zu unternehmen. Und was bringt uns die E-Motoren? Eine Verschiebung der Energieerzeugung und derer riesigen Verluste bei der Verteilung und Speicherung, sowie der Wiederaufladung der Speichermedien.

Man muss schon wenig Ahnung haben um das alles als Fortschritt zu erkennen.

Wie schon geschrieben, könnte ich mir eine Hybrid= Verbrennungs.-/Luftmotor vorstellen. Da sind auch noch nicht alle Fallstricke durchdacht und behoben. Eine feinmaschige Gasverteilung hat man ja schon hier, da ist eine Grobmaschige Druckluftverteilung wohl kein großes Problem. Tankstellen soll es ja jetzt schon alle 50Km geben. Und in den Städten gibt es ja jetzt schon Welpenschutz für E-Autos. Die dürfen an Stellen stehen und Parken ( + E-Ladestationen ) , da dürfen wir manchmal noch nicht mal mit dem Fahrrad stehen.

Ich hoffe ich habe Dich nicht vollgelabert.

Gruß aus HH Alf

Themenstarteram 21. Juli 2017 um 22:37

Hallo Alf,

ja, ich hab mich mit diesem Thema befasst, sogar einen Wasserstoff-Generator in unser Auto eingebaut und in Betrieb genommen! Meine Erfahrung daraus ist, man kann mit recht wenig ziemlich viel erreichen! Der Generator produzierte genau so viel Wasserstoff, dass selbst bei Vollgas ein an den Auspuff gehaltenes Taschentuch sauber blieb. Das reichte mir eigentlich schon, denn mangels eines passenden Abgastestgeräts konnte ich leider meine These nicht untermauern! Vielleicht hätte man die Gasproduktion sogar noch drosseln können um auch Strom zu sparen bzw. die Lichtmaschine nicht zu sehr zu belasten. Den Generator hab ich so ca. 1 Jahr im Motorraum gehabt und wegen einer größeren Reparatur (alle Spritleitungen von hinten bis vorne mussten erneuert werden) letztes Jahr im November ausgebaut. Ich hab hier noch Teile liegen für einen Generator, bin aber noch nicht dazu gekommen ihn aufzubauen. Der Neue wäre dann sogar noch etwas kleiner! Das größte Problem ist aber nach wie vor, man darf ihn eigentlich nicht betreiben, egal wie sicher man ihn baut!

Was ich eigentlich damit sagen will ist, wieso Wasserstoff extern besorgen? Warum nicht direkt im eigenen Auto? In unserem Auto ist nun eine größere LiMa eingebaut sowie eine stärkere Batterie, damit bin ich jeder Zeit in der Lage den Generator in Betrieb zu nehmen! Ach übrigens, der Wasserverbrauch des Generators lag bei 0,5L/1000Km.

Gruß

Klaus

Hallo Klaus da Du ja mit einem HHO Generator schon unterwegs warst, würde ich gerne etwas mehr von Deinen Erfahrungen aufschnappen. Ich weiß nicht ob Du Lust dazu hast und ob dieses Forum dafür geeignet ist? Da ich im Augenblick viel auf Achse bin, habe ich auch nicht immer, im Tagestakt, zu fragen und auch vielleicht mein Wisse einzubringen. Ich könnte mir einen E-Mail-Kontakt gut vorstellen, in dem jeder nach Lust und Zeit, Wissen weiter gibt. Oder auch nicht.

Alles was man vermittelt, muss nicht gerade wissenschaftlich geprüft und richtig sein, sollte aber in der Sache nicht vom Mond kommen. Es geht mir hier nur mal darum mit jemanden, der so einen Generator hat, sich auszutauschen. Also locker und entspannt!

Gruß Alf

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