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9 Monate Erfahrungen mit meinem H1

Themenstarteram 24. Februar 2010 um 21:33

Hallo mal wieder!

Nach längerer Abstinenz möchte ich allen Interessierten mal wieder meine Erfahrungen mit meinem H1 mitteilen.

Ich bin zufrieden, soviel sei schon mal gesagt. Der Wagen hat nun ca. 9000 Km auf der Uhr, verbraucht etwas über 10 Liter Diesel im Schnitt (viel Stadtverkehr) und hat mich noch nicht hängen lassen.

Immer wieder toll ist das Platzangebot. Egal ob Urlaubsfahrt mit Kindern (... klar kommt dein Dreirad auch noch mit - große Tochter glücklich, und das Bobbycar passt auch rein - kleine Tochter glücklich, die Tasche mit den Schuhen passt hinten in den Fußraum - Frau glücklich ...) oder Verwandtenbesuche mit Schwiegereltern, noch nie musste ich etwas/jemanden das/der mitfahren sollte stehen lassen.

Obwohl ja nun schon sehr lang, bin ich von der "Handlichkeit" positiv überrascht. Der "kleine" Wendekreis ist schon beeindruckend.

Ich hatte Befürchtungen, was die Wintertauglichkeit angeht. Ich habe jahrelang nur Geländewagen mit Allrad gefahren und jetzt ein Hecktriebler!? Meine Sorgen waren unbegründet. Egal ob Schnee oder Nässe, ich habe nie feuchte Hände bekommen. Die Hankook Winterreifen in Seriengröße sind aber auch ganz brauchbar. Man muss schon provokativen Unsinn betreiben um das ESP zu wecken, welches aber dann sehr restriktiv durchgreift und die Motorleistung total begrenzt. Die Anfahrhilfe habe ich öfter gespürt. Auch sie nimmt die Motorleistung stark zurück - dies ist schon etwas gewöhnungsbedürftig. Man will "mal schnell weg", tritt auf´s Gas und es passiert nicht viel.

Auch nach tief frostiger Nacht (-13°C) sprang er willig an.

Die mangelnde Variabilität habe ich noch nicht verflucht. Der Kofferraum ist groß und wenn der nicht reicht, hänge ich meinen Anhänger an. Ich würde, auch wenn es ginge, keine Sperrgüter in den Wagen laden und mir damit womöglich noch einiges verkratzen. Außerdem könnte man sie auch nicht vernünftig sichern, denn Spannösen habe ich nirgendswo entdeckt.

Wer jetzt einen H1 kauft, der kann sich über den mittlerweile serienmäßigen Heckscheibenwischer freuen. Ich habe mich bereits damit abgefunden keinen zu haben. Die Scheibe verschmutzt seltsamerweise nicht so stark wie bei einem VW T4, den ich beruflich fahre.

Die Liste der positiven Eigenschaften ist lang, darüber ist aber auch schon viel geschrieben worden. Wir Deutschen neigen ja immer dazu, uns zu beschweren (Jammern auf hohem Niveau) und diesem Klischee möchte ich natürlich entsprechen ... ;-)

1. Die Türen quietschen bei mir auch! Diverse Versuche sie ruhig zu stellen, waren nicht von dauerhaftem Erfolg gekrönt.

2. Die Anhängersteckdose wies starke Korrosion auf, was zu einer Störung der Blinkanlage führte und das Steuergerät schrottete.

3. Der mittlere Gurt der zweiten Sitzreihe rollt nicht vollständig auf.

4. Der Zuheizer läuft bei niedrigen Temperaturen immer mit, auch auf langen Autobahnetappen, wo der Motor vollständig durchgewärmt ist und man die Heizung längst herunter gestellt hat. Dies erhöht den Kraftstoffverbrauch im Stadtverkehr um ca. 3 Liter pro 100 Km - indiskutabel!

5. Auch bei mir spinnt die Zentralverriegelung gelegentlich und schließt die Schiebetüren nicht zuverlässig ab.

6. Diverse Spaltmaße sind nicht in Ordnung.

Manche Sachen sind aber auch einfach nur nervig - dies liegt aber nicht am Auto sondern eher an Hyundai oder an der Missachtung des Modells durch viele Zubehörlieferanten.

1. Warum gibt es keinen vollständigen Gummimattensatz von vorne bis hinten?

2. Warum hat der Wagen 80 Kg Dachlast, wenn ich sie nur mit einer Nachrüstreling, die dazu auch noch hässlich ist (weil sie erst auf Höhe Mitte Schiebetür beginnt und nicht vorne) ausgenutzt werden kann und das bei einem Transporter (!!!)? Es gibt eine Träger von Thule (keine Reling nötig), der angeblich 75 Kg Dachlast ermöglicht. Wenn man in die Montageanleitung blickt, sind aber nur 60 Kg zugelassen abzüglich der 7 Kg, die der Träger wiegt. 53 Kg mögen ja für ein paar Ski oder ein Surfbrett reichen, meine beiden Kajaks wiegen aber 58 Kg (zusammen) plus zwei Paddel ...! Die beiden Barren haben auch nur 70 cm Abstand voneinander (da hat man bald 4 m Dachlänge ...) und dies ist für den Kajaktransport (über 4 m lang) alles andere als ideal.

3. Warum gibt es keine schönen Alufelgen in 18 oder 19 Zoll - oder habe ich sie trotz aufwändiger Suche nur noch nicht entdeckt? (die von CW finde ich sehr klobig)

Bin mal gespannt ab sich auch andere mal berufen fühlen, ihre Erfahrungen zu schildern ...

Grüße ins Forum!

Beste Antwort im Thema

Schön das hier alle so zufrieden sind.

Ich freue mich auch schon auf meinen H1 :D .

Zur Wintertauglichkeit:

Ich hatte auch schon etliche Hecktriebler. Da ich selbst Schneepflug fahre, kann ich also nachts wenn ich raus muss nicht mit geräumten Strassen rechnen.

Bei den Hecktrieblern habe ich mir dann wie folgt beholfen:

gute Winterreifen (eignetlich Grundvorraussetzung),

ca. 200 kg Zusatzgewicht im Kofferraum (ich benutze die schwarzen Dinger die als Standfuß von Baustellenschildern stehen)

vorsichtiger Umgang mit dem Gasfuß und für alle Fälle ein Satz Schneeketten.

So hatte ich im Winter noch nie Probleme mit Hecktrieblern und bin somit auch zuversichtlich was den H1 angeht.

Mal noch ein kleiner Vergleich:

mein Schneepflug verfügt über Zuschaltallrad, sperrbare Achsen und Schleuderketten.

Wenn ich losfahre und der Streubehälter ist mit ca. 10 Tonnen voll geladen, brauche ich auch an größeren Steigungen keinen Allrad zuschalten. Aber wehe der Streuer ist fast leer, dann heißt es alle Register ziehen um nicht stehen zubleiben.

Gruß Heiko

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Hallo,

danke für Deinen ausführlichen Bericht. Ich weiß ja nicht, in welchen winterlichen Verhältnissen und bei welchen Schneehöhen Du fährst - ich bekomme im Schnee (ich rede nicht von 2 cm...bin viel im Pfälzer Wald und in den Vogesen unterwegs) regelmäßig feuchte Hände und von meiner Frau will ich jetzt gar nicht reden, sonst war das mein letzter Beitrag :-) Da die hintere Rückbank ausgebaut ist, habe ich mir mit 125 kg Splitt und Kies beholfen - die kann im ich Notfall auch vor die Reifen streuen. Eine Schneeschaufel und Sandtracks liegen auch dabei. Die Sandtracks haben schon einem anderen Lieferwagen weitergeholfen. Ansonsten finde ich den H Eins wirklich klasse, habe echt Spaß mit dem Auto (nach Chip-Tuning hat er noch mehr Durchzug und ich freue mich auf jedes Autobahnstück ohne km-Begrenzung).

Weiterhin viel Freude mit Deinem H1

Joachim

H-eins-im-schnee
Themenstarteram 24. Februar 2010 um 23:07

Bin Flachlandtiroler (Ruhrgebiet) aber auch wir hatten ungewöhnlich viel Schnee und der Winterdienst hatte ungewöhnlich wenig Salz. Ich fahre sehr früh zur Arbeit, daher häufig über noch recht wenig freie Straßen - keine Probleme.

Vor zwei Wochen bin ich Samstags abends 126 Km aus dem Sauerland über zugeschneite Autobahnen nach Hause gefahren, (der Winterdienst hatte offensichtlich kapituliert) auch das war relativ souverän zu meistern. Selbst bei Spurwechseln über lockeren und aufgehäuften Schnee zwischen den Fahrspuren hat sich der H1, wohl auch bedingt durch den langen Radstand, recht ordentlich benommen. Dies erforderte allerdings einen festen Griff am Lenkrad und viel Gefühl im Gasfuß. Nachdem ich jedoch auf der Gegenspur live mitbekam, wie sich ein anderes Fahrzeug um die eigene Achse drehte und mit einer Blechkaltverformung in der Mittelleitplanke zum stehen kam, bin ich dann weniger experimentierfreudig geworden. Auf der rechten Spur hat sich die Geschwindigkeit, so auf 60 Km/h eingependelt, die mittlere Spur ging so mit knapp 80 Km/h. Die bin ich auch gefahren, dies war noch ganz gut beherrschbar und ich habe, wie alle anderen auch, extra große Abstände gelassen. Es war aber auch immer wieder erstaunlich, dass manch ein Superfahrer die Gesetze der Physik glaubt ignorieren zu können und mit geschätzten 120 Km/h über die linke Spur saust ...! Im Sauerland selbst waren einige Anstiege auf Nebenstraßen trotz Schnee auf der Fahrbahn kein Problem. Der Wagen war allerdings auch ziemlich voll (6 Personen und voller Kofferraum).

Welche Winterreifen hast Du montiert?

Hallo, zusammen,

habe jetzt meinen H1 Premium seit 5 Monaten und 8.000 km. Bin auch von Allrad umgestiegen. Im Winter ist der Premium mit seinen Ganzjahresreifen schon mit Vorsicht zu genießen. Ansonsten ein problemloses Auto, das zwischen 6,8 Litern (Langstrecke) und 12 Litern bewegt wird.

hallo,

und ich dachte schon ich hab in all den wintern nichts gelernt. in anderen beiträgen hier waren im grunde alle sehr zufrieden mit den org. sogenanten ganzjahresreifen. (welche aber von mehreren reifenhändlern, aufgrund ihrer kennzeichnung, als reine winterreifen eingestuft wurden) ich jedenfalls hab des öfteren große probleme beim ausparken, anfahren an steigungen und ähnlichen gehabt.

@joachim

was hast du für ein tunig drinne bzw von welcher firma?

hatte bei meinem t4 ein tuning bei der firma ct.w chiptuning machen lassen und war so was von begeistert. mehrleistung bei jeder beschleunigung spürbar, bessere zugkraft und lt tacho min. 25kmh zuwachs. das alles ohne mehrverbrauch! und der t4 hatte nur 102ps orginal, is bei unseren 170 jetzt bestimmt ne wahre freude ;-)

leider hat die firma noch nicht auf meine anfrage zum h1 geantwortet und die werkstatt vor ort hier gibt´s nicht mehr.

Zitat:

Original geschrieben von Starex74

 

3. Warum gibt es keine schönen Alufelgen in 18 oder 19 Zoll - oder habe ich sie trotz aufwändiger Suche nur noch nicht entdeckt? (die von CW finde ich sehr klobig)

Bin mal gespannt ab sich auch andere mal berufen fühlen, ihre Erfahrungen zu schildern ...

Grüße ins Forum!

Schau mal hier:

http://www.reifen-vor-ort.de/...-o-0-rh-0-rt-0-fh-0-ft-0-p-0-mc-4.html

echt schöne felgen bei DANKE..

ps ich habe meine jetzt über 1 Jahr und bin absolut zufrieden....

Ich hab meine jetzt auch seid 17.000 km.

und machen wir es kurz: die wintertauglichkeit kotzt mich an. Wenn man auf ebener, festgefahrener Schneedecke nicht wegkommt, läuft irgendwas falsch. Und das mit Winterreifen, die nicht nur extra teuer sind, nein, die muß man auch noch eintragen lassen... Da faß ich mir an Kopp

Meine Frau fährt einen Polo, der geht wie auf Schienen. Ich hab den Heckantrieb mehrfach verflucht. Sollte sich das nicht ändern wird das nächste Auto ein anderes.

So ist das Leben, daß eine was man will, daß andere was man muß. Will man Geld sparen, muß man auf einige Sachen verzichten. Da wir aber nicht so häufig so strenge Winter haben, wirst Du es überleben. Ein entsprechender VW BUS dürfte um einiges teuerer sein, hat dann zwar weniger Probleme im Winter, dank Frontantrieb. Bin gerade mit Freunden, die eine T5 haben, in Norwegen gewesen. Wir hatten zwar Schneeketten dabei, wurden aber nicht gebraucht, trotz Schneehöhen von 10 - 15 cm. Dieses war aber nur auf Nebenstrecken, die Hauptstrecken sind hervorragen geräumt und mit Granulat abgestreut. Salz/Granulat gibt es nur in den Städten. Wenn ich allerdings sehe, wie die Norweger, bei solchen Schneeverhältnissen, Auto fahren, muß man sich wundern, daß dort nicht viel mehr Unfälle passieren.

MfG aus Bremen 

Themenstarteram 26. Februar 2010 um 23:39

Hallo!

Ich weis ja nicht was du für Winterreifen drauf hast ...

Ich habe mir die RW06 Winter von Hankook aufziehen lassen, die einzigen, die ich im Herbst 09 in Seriengröße bekommen habe. Eine Eintragung in die Papiere war daher nicht nötig. Der Reifen ist zwar laut und der Verbrauch ist etwas höher, auf Nässe und Schnee ist der aber wirklich nicht schlecht. Von Nachteil ist, dass er nur bis 170 Km/h zugelassen ist - dieses Auto ist aber auch kein Rennwagen!

Wenn ich schnell fahren will, setze ich mich in meinen Roadster.

Ich kann mich erinnern, dass ich vor ca. 18 Jahren mal mit meinen Eltern in den Winterurlaub gefahren bin - mit einem 230 E (Mercedes mit Heckantrieb und ohne elektronische Helferchen). An einer verschneiten Steigung ging nichts mehr. Mein Vater ist KFZ-Meister und hat viel Erfahrung ... Kurz hinter uns kam der Skibus die Straße hinauf, die wir nun blockierten. Der Fahrer beobachtete die verzweifelten Versuche meines Vaters solange, bis ihm der Geduldsfaden riss und er meinen Vater Hilfe anbot. Die sah so aus, dass er sich in den Wagen setzte und den Benz mal eben ganz einfach die Steigung hoch gefahren ist.

Ich vermute aber mal, dass es nicht an deinen Fahrkünsten sondern eher an deinen Winterreifen liegt.

Ich hatte vorher einen Terracan. Der Vorbesitzer hatte Ganzjahresreifen von Kumho aufziehen lassen. Ich bin trotz Allrad teilweise nur schwer vom Fleck gekommen, wenn die Straße glatt war. Bei Nässe war dieser Reifen unfahrbar. Ich bin zum Reifenhändler und habe mir ein paar Copper Winterreifen montieren lassen und schon hatte ich ein super Winterauto.

Mein Firmen-T4 (102 PS) fährt mit Ganzjahresreifen und ist kein syncro. Er hat mich bei den Wetter- und Straßenverhältnissen der letzten Wochen weniger überzeugt als mein H1. Einziger Vorteil: Der Frontantrieb hält ihn in rutschigen Kurven besser in der Spur - macht dafür aber auch weniger Spaß ;-)

Irgendwo habe ich mal einen Expertentipp gehört, dass man, wenn man mit einem Frontantrieb ein Berg nicht hochkommt, dann solle man es rückwärts versuchen. Die Traktion sei dann besser.

Grüße, Jörg

ich hab mal ne frage zu den felgen:

da sie ja nicht direkt für den h 1 gedacht sind, wie ist das dann mit dem tüv ist es egal solange sie die gleiche größe haben wie die standart bereifung oder benötigt man ein extra gutachten??

mfg stefan

Themenstarteram 27. Februar 2010 um 10:07

Hallo!

Genau das ist das Problem. Soviel ich weiß, passen die Felgen vom Terracan auch auf den H1. Der H1 hat aber wohl größer Radlasten und so ist nicht jede Felge ausreichend stabil. Ich habe bereits mehrere Hersteller angeschrieben, eine positive Rückmeldung habe ich bisher nicht. Man bekommt nur die Aussage: "Das müssen wir noch prüfen, dass Fahrzeug ist noch zu neu ..."

Grüße, Jörg

ok danke für die antwort also abwarten und tee trinken*g*

mfg stefan

Schön das hier alle so zufrieden sind.

Ich freue mich auch schon auf meinen H1 :D .

Zur Wintertauglichkeit:

Ich hatte auch schon etliche Hecktriebler. Da ich selbst Schneepflug fahre, kann ich also nachts wenn ich raus muss nicht mit geräumten Strassen rechnen.

Bei den Hecktrieblern habe ich mir dann wie folgt beholfen:

gute Winterreifen (eignetlich Grundvorraussetzung),

ca. 200 kg Zusatzgewicht im Kofferraum (ich benutze die schwarzen Dinger die als Standfuß von Baustellenschildern stehen)

vorsichtiger Umgang mit dem Gasfuß und für alle Fälle ein Satz Schneeketten.

So hatte ich im Winter noch nie Probleme mit Hecktrieblern und bin somit auch zuversichtlich was den H1 angeht.

Mal noch ein kleiner Vergleich:

mein Schneepflug verfügt über Zuschaltallrad, sperrbare Achsen und Schleuderketten.

Wenn ich losfahre und der Streubehälter ist mit ca. 10 Tonnen voll geladen, brauche ich auch an größeren Steigungen keinen Allrad zuschalten. Aber wehe der Streuer ist fast leer, dann heißt es alle Register ziehen um nicht stehen zubleiben.

Gruß Heiko

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