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530e iPerformance Info/Erfahrungen

BMW 5er G30

Möchte dieses Thema eröffnen, da die ersten 530e ja in wenigen Wochen ausgeliefert werden. Dann gibt es hier hoffentlich einen regen Erfahrungsaustausch. BMW hat jetzt endlich die ausführlichen technischen Daten veröffentlicht:

Technische Daten

Interessant auch das Datenblatt des ADAC:

ADAC

incl. Kostenanalyse mit Typenklassen und Versicherungskosten.

HSN Schlüsselnummer: 0005

TSN Schlüsselnummer: COO

In den gängigen Vergleichsdatenbanken der Versicherungen im Internet wird das Fahrzeug mit diesen Schlüsselnummern allerdings noch nicht gefunden. Ich hoffe, das ändert sich bald. Ich kann mein Fahrzeug Anfang April übernehmen und werde dann berichten. Vielleicht ist ja noch jemand vor mir dran und kann dann seine Erfahrungen hier posten.

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 5. April 2017 um 16:23

Nach 10 Tagen möchte ich die ersten Eindrücke schildern. Diese betreffen nicht nur die Elektromobilität, sondern das gesamte Fahrzeug. Dabei bitte bedenken: Es handelt sich um individuelle Eindrücke!

Vom Äußeren des G30 bin ich begeistert. Ich finde die Linienführung sehr schön, besonders gut gefällt mir die durchgehende Motorhaube. Insgesamt für mich ein gelungenes Fahrzeug, an dem ich nichts auszusetzen habe.

Ich habe mich im Innenraum für die Stoff/Alcantara-Kombination entschieden, Zierleiste Aluminium Rhombicle. Im Vorfeld hatte ich arge Bedenken, da hier einige furchtbare Bilder im Forum gepostet wurden. Ich kann alle beruhigen: Es sieht sehr gut aus. Vom Eindruck her genauso wie die Stoff/Alcantara-Kombinationen anderer Modellreihen. Es sieht wertig aus und der Sitzkomfort ist gut (Sportsitze). Die Sitzfläche ist allerdings schmal und trotz schlankem Körperbau spüre ich die Seitenwangen an den Außenseiten der Oberschenkel deutlich. Es stört mich nicht, enger dürfte es allerdings nicht sein. Ich habe einer Körpergröße von 188 cm. Wenn der Fahrersitz auf mich eingestellt ist, kann mein Sohn, der noch 2 cm größer ist auch noch gut hinter dem Fahrersitz sitzen.

Die Verarbeitungsqualität ist sehr gut, lediglich am Beifahrersitz am Übergang Sitzfläche/Lehne habe ich einen Faltenwurf im Alcantara, der mich aber überhaupt nicht stört. Insgesamt ist das Auto vollkommen frei von Geräuschen. Die Isolierung ist hervorragend und auch bei heftigen Bodenwellen oder unebenem Untergrund höre ich kein Knacken oder Rappeln. Auch nach außen gute Isolierung. Kaum Windgeräusche. Bei 160 km/h geringes Geräuschniveau und kein störender Lärm (schneller bin ich in der Einfahrphase noch nicht gefahren).

Die Ergonomie vom Fahrersitz aus finde ich gut. Viele Informationen im Display mit den erweiternden Umfängen. Bezogen auf das eingefügte Foto sieht man links die Tankuhr mit den noch möglichen Kilometern (hier werden die noch fahrbaren elektrischen Kilometer miteingerechnet). Das linke Rundinstrument ist wie immer und zeigt die Geschwindigkeit an, rechts eine spezielle Anzeige für die Elektromobilität. Links vom Zeiger der Ladebereich im Schubbetrieb oder beim Bremsen. Rechts des Zeigers die elektrischen Leistung. Es ist mir nicht ganz klar, welche Maßeinheiten bzw. was genau dieser Zeiger anzeigt. Ganz rechts die Akkuladung in % und die damit (hochgerechneten) noch möglichen elektrischen Kilometer. Im mittleren unteren Bereich sind verschiedene Anzeigen des Bordcomputers möglich, die abgebildete zeigt die gefahrenen elektrischen Kilometer und den durchschnittlichen Stromverbrauch auf 100 km. Wenn der Verbrennungsmotor startet, wird der momentane und durchschnittliche Benzinverbrauch angezeigt und der Balken wird rot/weiß. Ich habe noch 2 Bilder hinzugefügt, wie das Display im Eco Pro-und Sportmodus aussieht.

Fahrerlebnis:

Das Fahrzeug wird auf Wunsch vor geheizt/vorgekühlt. Dies geschieht automatisiert über das iDrive oder per Tastendruck am Schlüssel. Beim Einsteigen fällt auf, dass das Lenkrad elektrisch nach oben bewegt wurde und man sehr viel Raum hat, um sich zu setzen. Beim Starten der Zündung bewegt sich das Lenkrad wieder elektrisch nach unten in die Fahrposition. Das Einlegen der Fahrstufe geschieht wie immer und das Fahrzeug setzt sich lautlos in Bewegung. Durch das sofort anliegende Drehmoment des Elektromotors ist ein zügiges Beschleunigen gut möglich und im Stadtverkehr vermisst man keine Leistung. Es gibt 3 verschiedene Elektromodi: Im auto eDrive Modus entscheidet die Elektronik des Fahrzeugs, wann der Verbrennungsmotor zugeschaltet wird. Dies geschieht im Stadtbereich fast nie, es sei denn man beschleunigt sehr stark oder fährt eine starke Steigung. Auf der Landstraße oder Autobahn wird überwiegend der Verbrennungsmotor benutzt. Wenn man rein elektrisch fahren möchte wählt man das Programm max eDrive, dann wird ausschließlich der Elektromotor benutzt, auch hier mit dem Vorbehalt, dass im Notfall der Verbrennungsmotor hilft, z.B. bei einem Kickdown. Es gibt noch einen save Battery Modus, bei dem die Batterie nicht eingesetzt wird. Dann fährt man nicht nur mit dem Verbrennungsmotor, sondern die Batterie wird auch auf einen gewünschten Zustand aufgeladen (bis 100%). Das kostet natürlich Benzin, ich habe es noch nicht ausprobiert. Sinnvoll kann das sein, wenn man mit vollem Akku in einer Großstadt ankommen möchte, in der es möglicherweise ein Fahrverbot für Verbrennungsmotoren gibt.

Ich genieße das elektrische Fahren, es geschieht alles lautlos, keine Start-Stopp-Automatik an der Ampel. BMW hat das perfekt umgesetzt. Die elektrische Reichweite ist sehr stark vom Fahrprofil abhängig. Häufiges Anfahren, Beschleunigen und Steigungen verbrauchen natürlich mehr Energie, als ein ruhiges Gleiten. Die Verzögerung im Schubbetrieb ist sehr gut, man braucht fast keine Bremse und ich gehe später vom Gas, als bei einem Verbrennungsmotor. Die Reichweite bei meinem Fahrprofil liegt bei den aktuellen Außentemperaturen bei über 40 km. Natürlich wird sich die Reichweite im Hochsommer durch die Benutzung der Klimaanlage und im Winter durch die Außentemperatur und Heizung reduzieren.

Bei vollem Akku wird dieser im auto eDrive Modus leergefahren. Das heißt, dass das eigentliche hybridische Fahren dann erst nach einer gewissen Strecke beginnt. Dann fährt man überwiegend mit Verbrennungsmotor. Der Elektromotor hilft aber situationsabhängig mit. Beim starken Beschleunigen erhält man durch den sogenannten eboost Unterstützung. Durch die Rekuperation lädt sich der Akku im Fahrbetrieb immer wieder ein wenig auf und man spürt die Hilfe durch den Elektromotor.

Bisher ca. 250 km auf der Autobahn zurückgelegt. Der Vierzylindermotor läuft sehr angenehm, präsent ist er eigentlich nur bei starkem Gas geben und an Steigungen, wenn er also richtig arbeiten muss. Im normalen Betrieb spürt und hört man das Zuschalten kaum. Das Einfahren des Verbrennungsmotors wird noch einige Zeit dauern. Von den 500 km, die ich bisher zurückgelegt habe, waren 250 elektrisch. Der Durchschnittsverbrauch liegt aktuell bei 4 l. Auch hier gilt: Je mehr Langstrecke mit dem Verbrennungsmotor zurückgelegt wird, umso mehr wird das Auto zu einem normalen Benziner. Der Verbrauch wird nach meiner bisherigen Einschätzung dann zwischen 8 und 9 l liegen. Bei entsprechend viel Stadtverkehr und elektrischem Fahren ist ein Verbrauch zwischen 0 und 2 l zu erwarten.

Das Fahrverhalten empfinde ich als sehr gut. Das Auto ist nicht träger als mein bisherige F36. Durch das früh anliegende Drehmoment des Elektromotors beschleunigt das Auto besonders auf den ersten Metern sehr gut. Wenn man das Gaspedal etwas kräftiger durchdrückt, schießt das Auto geradezu nach vorne, da dann Elektromotor und Verbrennungsmotor zusammenarbeiten. Das Auto verleitet durch die Größe und die Erscheinung überhaupt nicht zum schnell fahren. Ich bin wesentlich entspannter unterwegs als im F36. Bei schnell gefahrenen Kurven war ich von der Straßelage sehr angetan. Auch die Lenkung gefällt mir gut (keine IAL).

Mein Fazit: BMW hat das super gemacht. Alle meine Erwartungen werden voll erfüllt! Ich kann es für jeden empfehlen, dessen Fahrprofil sinnvoll mit einem Hybrid-Motor zu bewerkstelligen ist.

+7
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@Oliver

 

Das ist noch nicht geklärt, sagte man mir auf Nachfrage beim Ministerium. Das Entziehen wäre aber wahrscheinlich, da halt gesetzliche Vorgaben nicht erfüllt werden und es daher ein unberechtigter Vorteil wäre. Bestandsschutz wäre in Prüfung.

 

Auch das Thema AHK ist bei BMW noch nicht durch. Möglich das eine Nachtüstversion kommt.

Zitat:

@HansKnut schrieb am 24. November 2017 um 23:47:31 Uhr:

Nachdem ich jetzt alle 77 Seiten durchgelesen habe, ist die Frage immer noch nicht beantwortet, warum es den 530e nicht als Touring gibt. Die Frage wurde zwar schon einmal gestellt, aber es gab keine Antworten. Wer weiß hierzu mehr ? Meint man bei BMW den Touring-Fahrern den höheren Kofferraumboden nicht zumuten zu können?

Das Konzept des 530e hat mich ansonsten total überzeugt, mein nächster Wagen wird ziemlich sicher ein 530e (als Limo - auch wenn ich nach dem Touring fragte) sein. Bis dahin tut es aber auch der XJ.

Es gibt ein Interview mit einem BMW Produktmanager in dem er behauptet, dass den 530e Touring keiner / zu wenige möchten. Ich bezweifle dies. Hätte gerne einen gehabt.

am 25. November 2017 um 12:41

Offiziell bestätigt kein Konzern, das es etwas wg. Problemen in irgendwelchen Produktbereichen nicht gibt. In fast jeden Test wird der fehlende Kombi bedauert. Insofern ist es klar, das der Verweis auf die Kundennachfrage eine Schutzbehauptung ist. Ich hätte auch lieber den Touring bestellt....

Zitat:

@Wyatt5812 schrieb am 25. November 2017 um 11:10:19 Uhr:

Ich finde diesen Artikel zum Thema e-Mobilität und BMWs Sicht darauf recht interessant.

BMW hat erkannt, dass der Diesel bald nur noch in Deutschland eine Rolle spielen wird und der Rest der Welt auf Elektro- oder zumindest Hybridantrieb setzen wird.

Zum Glück muss man sagen, denn damit ist das Überleben mit einer breiten Produktpalette gesichert, auch wenn die TDI-Zielgruppe auf einen kleinen Rest von heute schrumpft.

Die BMW Hybrids sind alle gut gelungen und ich bin sicher die reinen E-Autos werden auch echte Renner werden. Bei den anderen deutschen Herstellern sehe ich eher schwarz. Ewig wird auf die Politik einwirken auch nicht funktionieren, schon gar nicht im Ausland.

am 25. November 2017 um 13:35

Genau... deshalb boomt in China... der Diesel!

Auf welchem Planeten? Hier in dem China auf der Erde gibt es keine neuen Zulassungen mehr für Verbrenner ohne jahrelanger Wartezeit und Lotterie für das Kennzeichen, der Anteil von Solarstrom am Mix steigt und steigt und ein Elektroautohersteller nach dem anderen Betritt den Markt.

Und Deutschland musste eine Politikerdelegation schicken, die gebettelt hat, dass sie erst ein Jahr später die Elektroquote erfüllen müssen, weil sie sonst keine Verbrenner mehr verkaufen dürften, bis sie endlich passende Elektroautos anbieten können.

Wie gesagt, bis auf BMW haben das alle verpennt und selbst BMW ist schon verdammt spät dran.

am 25. November 2017 um 16:11

Sorry, hab's mit Japan verwechselt. Siehe hier.

Irritiert war ich bei dem Artikel aber auch.

Mahlzeit.

Hier ein kleiner Zwischenstand.

Kilometerstand 792, davon 207,4 Elektrisch, Effizienzgrad 69% (laut ConnectedDrive)

@RonnyB1 hat Recht: Die elektrische Reichweiten-Anzeige nach dem Laden passt sich an. Es sind jetzt nach dem laden 41 km. Bin ausschließlich im Comfort/Adaptiv/Auto eDrive unterwegs.

Gestern ein schönes Hybrid-Beispiel gehabt:

Mit vollen Akku zum Einkaufszentrum (16 km), dort an die kostenlose Ladestation. Gemütlich einkaufen bummeln (knappe Stunde), zurück zum Auto: Akku wieder voll. Mittagessen fahren und nach Hause. Insgesamt 54 Kilometer Alltag ohne das der Motor einmal gestartet wurde. Null Sprit verbraucht. Mag ich.

An der Ladestation übrigens noch ein nettes Gespräch mit einem Zoe-Fahrer (Nachbarsäule) und 2 interessierten Passanten gehabt.

Grüße

Zitat:

@Pit_67 schrieb am 26. November 2017 um 11:21:58 Uhr:

...bummeln (knappe Stunde), zurück zum Auto: Akku wieder voll.

vorher Klimaregelung in der Connected App aktiviert ?

Also machts vielleicht schon Sinn ein Typ-Kabel für unterwegs zu erwerben? Sonst kannst ja nicht laden, selten habe die Ladesäulen direkt Stecker für Fahrzeuge dran, oder habe ich das „zu lasch“ beobachtet?

@Luke Short

Nö. Nur morgens vor der Abfahrt.

 

@4mal5

Ein Typ2 Kabel ist Pflicht, finde ich.

Das normale Ladekabel verbleibt bei mir in der Garage. (Bis die Ladeplatte kommt) :-)

Zitat:

@Pit_67

... Gemütlich einkaufen bummeln (knappe Stunde), zurück zum Auto...

die kostenfreie Entschleunigungs-Zugabe im Gesamtpaket lebst du ja schon...:)

Zitat:

@Pit_67 An der Ladestation übrigens noch ein nettes Gespräch mit einem Zoe-Fahrer (Nachbarsäule) und 2 interessierten Passanten gehabt.

...angenehme zwischenmenschliche Konversationen ebenfalls...:)

In Abhängigkeit von Außen- und gewählter Innentemp. sowie Zeit und Batterie-Ladezustand könntest du durch die Vorklimatisierung auch noch etwas mehr e-Reichweite bekommen...ebenfalls kostenfrei, an dieser Ladesäule ! :D (vom wohltemperierten Innenraum ganz zu schweigen...:))

Ok. Muss mich halt dran gewöhnen diese Funktion zu haben.

:-)

Laut einem Bericht / Test des Handelsblatts lässt sich das induktive Laden bei bereits ausgelieferten Fahrzeugen wahrscheinlich nicht nachrüsten. Allerdings ist der Artikel vom April.

Gestern habe ich mein bestelltes Typ 3 Ladekabel (3-phasig) beim :) abgeholt und heute ausgepackt und gleich mal an einer öffentlichen Ladestation getestet. Da bei uns im Ortskern und auch im Umland sehr wenig Ladermöglichkeiten - ich hoffe es werden mit der Zeit mehr - haben meine Frau und ich nachdem Hundespaziergang noch einen Gang durch unsere Innenstadt gemacht und uns Kuchen und Kaffee gegönnt.

Das Kabel ist, wie hier schon prognostiziert recht schwer. Das ommt auch dadurch, dass es buchstäblich daumendick ist. Im eh schon etwas begrenzten Kofferraum nimmt es im Karton recht viel Platz ein, nur in der Tasche geht es einigermaßen.

Der Startvorgang via Newmotion ging leicht, nur waren die Nummern der beiden Anschlüsse der Zapfsäule nicht gut gekennzeichnet, nach dem Wechsel des Anschlusses lief es .

In 44 min hat er 2,7 Kw/h geladen - somit scheint man auch mit dem Trumm von Kabel, nur max 3,7 Kw/h in den Akku des 530e zu pressen zu können. Ich hoffe das BMW da mal etwas mehr Ladeleistung freigibt und wir "Earlyadapters" das noch nachcodieren lassen können.

Das Kabel wickelt sich nach Benutzung gut auf und liegt dann wieder flach in der Tasche, insofern alles gut aber ein dünneres Kabel tut es vorläufig genauso gut - wie LukeShort schon meinte.

Gruß aus EN

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