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530e - Bilanz nach über 20.000km

BMW 5er G30
Themenstarteram 1. Dezember 2018 um 12:42

Angesichts der Lage im Dieselbereich hatte sich unsere Firma entschieden, ab 2018 verstärkt auf Hybridautos zu setzen. Mein altes Auto war ein F11 525d, mit dem ich rundum zufrieden war. Da bei uns 6-Zylinder verboten sind, wäre der Nachfolger unter normalen Umständen wieder ein 520d oder 525d oder vielleicht auch ein 530i geworden. Wegen der neuen Ausrichtung in Sachen Autos wurde es aber ein 530e mit M-Paket und ein paar zusätzlichen Extras.

Jetzt, nach gut einem halben Jahr und gut 20.000km auf der Uhr möchte ich eine kurze Zwischenbilanz ziehen und meine Erfahrungen auch allen Interessierten zur Verfügung stellen.

Ganz kurz ein paar Worte zum Auto. Mir gefällt das Fahrzeug mit dem M-Paket nach wie vor sehr gut. Die Alcantara (Stoff)sitze empfinde ich persönlich angenehmer als das hier im Forum häufig gepriesene Leder. Aber das ist natürlich Geschmacksache. Bei der Ausstattung ist es beim kleinen Business Navi geblieben. Im Gegensatz zum F11 macht hier das kleine Navi auch optisch was her und bietet mir alles was ich brauche. Der einzige Nachteil für mich ist die Einschränkung, dass man das kleine Navi nicht mit dem HK Soundsystem kombinieren kann. So wurde es "nur" das Hi-Fi System ... und das ist ok, aber nicht mehr. Ein weiterer Punkt den man beachten muss ist der - bedingt durch die Batterie - extrem flache Kofferraum. Der ist so flach, dass es wirklich hin- und wieder zu Stauproblemen kommt. Eine Kühlbox im Sommer? Fehlanzeige! Höhere Kartons? Ja, sogar dicke Koffer. Ebenfalls Fehlanzeige. Es gibt zwar die Möglichkeit im hinteren Bereich eine zusätzliche Vertiefung zu öffnen, aber das reicht auch nicht immer. Wir haben in der Firma auch ein paar 330e. Da ist der Kofferraum nicht so eingeschränkt wie beim 530e.

Beim Fahren bin ich vom Hybridantrieb nach wie vor absolut begeistert. Da ist das lautlose und abgasfreie Fahren in der Stadt. Beim Beschleunigen wird der Elektromotor zugeschaltet und verhilft dem Auto zu einem wirklich beeindruckendem Beschleunigungserlebnis. Das kann ein 530i oder 530d - gefühlt - nicht besser.

Ein wichtiger Punkt - gerade beim Vergleich mit einem Diesel - ist natürlich der Spritverbrauch. Bei mir ist es so, dass ich ca. 25% im Nahverkehr zurücklege und 75% auf Langstrecke. Bei den Langstrecken (meistens Tempomat zwischen 140 und 160km/h) liegt der Verbrauch im reinen Verbrennermodus irgendwo zwischen gut 7 und knapp 8 Liter/100km. Bei Fahrten mit 100 oder 120km/h im europäischen Ausland sinkt der Verbrauch auch schon mal deutlich unter die 7 Liter/100km. Damit liegt der Verbrauch bei meiner Fahrweise nur unwesentlich höher als bei meinem alten 525d. Der direkte Vergleich fehlt natürlich, aber ich würde sagen dass ich jetzt vielleicht einen halben Liter mehr brauche. In meinen Augen ist das für einen Benziner mehr als ok.

In der Stadt fahre ich meistens elektrisch. Ich kann das Fahrzeug in der Firma aufladen und das reicht mir auch meistens für die Fahrten von und nach Hause und ein paar Privatfahrten. Trotz der Begeisterung für den Antrieb bin ich aber von der elektrischen Reichweite enttäuscht. BMW bewirbt ja eine elektrische Reichweite von 50km. Diese Angabe ist genauso unrealistisch wie die bislang üblichen Verbrauchsangaben.

Ein erstes Beispiel. Nach dem Aufladen wird zunächst eine theoretische Reichweite angezeigt. Der Maximalwert, der bei mir bislang angezeigt wurde betrug 38km. Und auch nur ein einziges Mal! Im Normalfall werden bei mir Werte zwischen 29 und 33km angezeigt. Das ist aber nur die theoretische Reichweite. Die wirklich erreichte Reichweite ist noch geringer. Im Sommer konnte ich mich hin und wieder mal an die 30 km herantasten habe die aber niemals überschreiten können.

Gestern habe ich noch einen Test gemacht. Außentemperatur 4°. Fahrt von einer Stadt zu einem Nachbarort, ca. 15km entfernt. Zwischen den beiden Orten ist eine Anhöhe, bei der ca. 250 Höhenmeter überwunden werden müssen. Ich hatte den e-max Modus aktiviert um zu vermeiden, dass bei 80km/h der Motor angeht. Ansonsten lief natürlich auch die Klimaanlage. Die Fahrweise war sehr moderat. Nach exakt 25,5 km war die Batterie alle und der Motor ging an. Als elektrischer Verbrauch wurden 25,2 KWh/100km angezeigt.

Das Beispiel und auch meine bisherige Erfahrung zeigt, dass im realen Betrieb nur 50-60% der offiziell angegebenen Reichweite machbar sind. Das finde ich enttäuschend. Ich weiß, es liegt an den offiziellen Messverfahren, die sind halt unrealistisch. Das muss man wissen und in seiner Fahrzeugplanung berücksichtigen.

Die aktuellen Batterien sind einfach zu knapp bemessen. Beim 5er würde ich mir wünschen, dass die Batterie nicht 9,2 KWh Kapazität hat, sondern mindestens 15, besser knapp 20 KWh. Dann wäre eine reale Reichweite von 50-60km drin. Ich hoffe da mal auf eine 2. Generation.

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 1. Dezember 2018 um 12:42

Angesichts der Lage im Dieselbereich hatte sich unsere Firma entschieden, ab 2018 verstärkt auf Hybridautos zu setzen. Mein altes Auto war ein F11 525d, mit dem ich rundum zufrieden war. Da bei uns 6-Zylinder verboten sind, wäre der Nachfolger unter normalen Umständen wieder ein 520d oder 525d oder vielleicht auch ein 530i geworden. Wegen der neuen Ausrichtung in Sachen Autos wurde es aber ein 530e mit M-Paket und ein paar zusätzlichen Extras.

Jetzt, nach gut einem halben Jahr und gut 20.000km auf der Uhr möchte ich eine kurze Zwischenbilanz ziehen und meine Erfahrungen auch allen Interessierten zur Verfügung stellen.

Ganz kurz ein paar Worte zum Auto. Mir gefällt das Fahrzeug mit dem M-Paket nach wie vor sehr gut. Die Alcantara (Stoff)sitze empfinde ich persönlich angenehmer als das hier im Forum häufig gepriesene Leder. Aber das ist natürlich Geschmacksache. Bei der Ausstattung ist es beim kleinen Business Navi geblieben. Im Gegensatz zum F11 macht hier das kleine Navi auch optisch was her und bietet mir alles was ich brauche. Der einzige Nachteil für mich ist die Einschränkung, dass man das kleine Navi nicht mit dem HK Soundsystem kombinieren kann. So wurde es "nur" das Hi-Fi System ... und das ist ok, aber nicht mehr. Ein weiterer Punkt den man beachten muss ist der - bedingt durch die Batterie - extrem flache Kofferraum. Der ist so flach, dass es wirklich hin- und wieder zu Stauproblemen kommt. Eine Kühlbox im Sommer? Fehlanzeige! Höhere Kartons? Ja, sogar dicke Koffer. Ebenfalls Fehlanzeige. Es gibt zwar die Möglichkeit im hinteren Bereich eine zusätzliche Vertiefung zu öffnen, aber das reicht auch nicht immer. Wir haben in der Firma auch ein paar 330e. Da ist der Kofferraum nicht so eingeschränkt wie beim 530e.

Beim Fahren bin ich vom Hybridantrieb nach wie vor absolut begeistert. Da ist das lautlose und abgasfreie Fahren in der Stadt. Beim Beschleunigen wird der Elektromotor zugeschaltet und verhilft dem Auto zu einem wirklich beeindruckendem Beschleunigungserlebnis. Das kann ein 530i oder 530d - gefühlt - nicht besser.

Ein wichtiger Punkt - gerade beim Vergleich mit einem Diesel - ist natürlich der Spritverbrauch. Bei mir ist es so, dass ich ca. 25% im Nahverkehr zurücklege und 75% auf Langstrecke. Bei den Langstrecken (meistens Tempomat zwischen 140 und 160km/h) liegt der Verbrauch im reinen Verbrennermodus irgendwo zwischen gut 7 und knapp 8 Liter/100km. Bei Fahrten mit 100 oder 120km/h im europäischen Ausland sinkt der Verbrauch auch schon mal deutlich unter die 7 Liter/100km. Damit liegt der Verbrauch bei meiner Fahrweise nur unwesentlich höher als bei meinem alten 525d. Der direkte Vergleich fehlt natürlich, aber ich würde sagen dass ich jetzt vielleicht einen halben Liter mehr brauche. In meinen Augen ist das für einen Benziner mehr als ok.

In der Stadt fahre ich meistens elektrisch. Ich kann das Fahrzeug in der Firma aufladen und das reicht mir auch meistens für die Fahrten von und nach Hause und ein paar Privatfahrten. Trotz der Begeisterung für den Antrieb bin ich aber von der elektrischen Reichweite enttäuscht. BMW bewirbt ja eine elektrische Reichweite von 50km. Diese Angabe ist genauso unrealistisch wie die bislang üblichen Verbrauchsangaben.

Ein erstes Beispiel. Nach dem Aufladen wird zunächst eine theoretische Reichweite angezeigt. Der Maximalwert, der bei mir bislang angezeigt wurde betrug 38km. Und auch nur ein einziges Mal! Im Normalfall werden bei mir Werte zwischen 29 und 33km angezeigt. Das ist aber nur die theoretische Reichweite. Die wirklich erreichte Reichweite ist noch geringer. Im Sommer konnte ich mich hin und wieder mal an die 30 km herantasten habe die aber niemals überschreiten können.

Gestern habe ich noch einen Test gemacht. Außentemperatur 4°. Fahrt von einer Stadt zu einem Nachbarort, ca. 15km entfernt. Zwischen den beiden Orten ist eine Anhöhe, bei der ca. 250 Höhenmeter überwunden werden müssen. Ich hatte den e-max Modus aktiviert um zu vermeiden, dass bei 80km/h der Motor angeht. Ansonsten lief natürlich auch die Klimaanlage. Die Fahrweise war sehr moderat. Nach exakt 25,5 km war die Batterie alle und der Motor ging an. Als elektrischer Verbrauch wurden 25,2 KWh/100km angezeigt.

Das Beispiel und auch meine bisherige Erfahrung zeigt, dass im realen Betrieb nur 50-60% der offiziell angegebenen Reichweite machbar sind. Das finde ich enttäuschend. Ich weiß, es liegt an den offiziellen Messverfahren, die sind halt unrealistisch. Das muss man wissen und in seiner Fahrzeugplanung berücksichtigen.

Die aktuellen Batterien sind einfach zu knapp bemessen. Beim 5er würde ich mir wünschen, dass die Batterie nicht 9,2 KWh Kapazität hat, sondern mindestens 15, besser knapp 20 KWh. Dann wäre eine reale Reichweite von 50-60km drin. Ich hoffe da mal auf eine 2. Generation.

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Ja, die Batterien im Hybrid sind ein Problem. Immerhin ist ja alles drin, was ein normaler Verbrenner auch braucht und dann zusätzlich der E-Antrieb. Wie du schreibst ist der Kofferraum jetzt schon recht knapp und es blieb wohl kein Platz für mehr Speicher. Die Kosten dürfen noch dazu auch nicht explodieren.

Beim neuen X5 wird er Akku schon deutlich größer. Es gibt also Hoffnung.

Der Verbrauch von ca. 25kWh auf 100km ist für ein Auto dieser Liga im Winter leider normal. Dann kommt noch die schlechtere Performance der Akkus bei kalten Temperaturen dazu und fertig ist das Drama.

Danke für den Zwischenbericht, der auch meinen Erfahrungen nach 30 k KM in 12 Monaten entspricht.

Neben der tatsächlichen Reichweite nur von 26-29 Km in "der "dunklen" Jahreszeit und ggfs. mal 33-34 km in der "hellen" Jahreszeit, stört mich die geringe Ladeleistung mittlerweile gewaltig - an öffentlichen mittlerweile zeitbasierten Ladestationen sind 3,7 kWh in der Stunde einfach nicht mehr zeitgemäß.

Mit meinem offenbar fast identischen Strecken- und Fahrprofil werden beim nächsten Fahrzeug, welches wohl wieder ein Hybrid oder ein reines Elektrofahrzeug wird, kurze Aufladezeiten und eine bewiesene Reichweite von 50 oder mehr KM entscheidend sein.

Gruß aus EN

Danke für deinen Alltagsbericht! Die elektrische Reichweite in Kombination mit der schwachen Ladeleistungen machen die derzeitigen x30e tatsächlich zu einem Nischenprodukt für diejenigen, die sich im Alltag innerhalb der elektr. Reichweite bewegen und darin auch aufladen können. Der neue G20 330e mit größerer Batterie (12kWh hatte ich in Erinnerung?!) zeigt wo die Reise hoffentlich auch beim 530e der nächsten Generation hingehehen wird.

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Ich bekomme meinen leider erst Ende des Jahres, bin aber sehr gespannt wie gut der reine E-Modus funktioniert. Mein Fahrprofil ist allerdings etwas anders. 1-2mal pro Woche 75km einfach ins Büro, ansonsten spielen sich alle Fahrten in der Stadt ab wie zum Beispiel zum Sport, einkaufen, Kind durch die Gegend fahren usw.

Aufladen daheim in der Garage ist kein Problem - eine Frage noch dazu, steht der Wagen beim Laden in der Garage? Ich frage wegen der Umgebungstemperatur...ich könnte mir vorstellen, dass daher die geringere Reichweite kommt. Oder liege ich falsch?

Danke für den Bericht.

Ich nehme für mich (etwas überrascht) mit:

All der technische Aufwand, all die Einschränkungen (Kofferraum, Reichweite, Ladedauer) und er braucht im Alltag TROTZDEM noch mehr (und teureren) Sprit als ein vergleichbarer Diesel im identischen Betrieb?

Das kann (zumindest SO) nicht die Zukunft sein.

Was hast du erwartet? In Diesel steckt mehr Energie als in Benzin und dann ist das noch der denkbar ungünstigste Anwendungsfall für einen Hybrid mit fast nur Langstrecke.

Dafür darf man mit dem Auto garantiert in 10 Jahren auch noch in jede Innenstadt, wenn selbst Euro 6d Diesel schon im Feld parken und deren Fahrer per Autostopp ins Zentrum fahren müssen. ;)

In 10 Jahren (bei der o.g. km-Leistung mit dann 400'000km runter) hat der Akku noch Kapazität für 3km Fahrstrecke...

Das iat die einzig halbwegs belastbare Prognose für diesen Zeitraum. Alles andere ist mehr als Kristallkugel.

Sind die BMW Akkus so schlecht?

Zitat:

@KaiMüller schrieb am 1. Dezember 2018 um 16:40:58 Uhr:

In 10 Jahren (bei der o.g. km-Leistung mit dann 400'000km runter) hat der Akku noch Kapazität für 3km Fahrstrecke...

Das iat die einzig halbwegs belastbare Prognose für diesen Zeitraum. Alles andere ist mehr als Kristallkugel.

Sorry für die harten Worte - aber das ist Blödsinn :-)

Die modernen Akkupacks haben in den ersten Monaten alterungsbedingt einen Kapazitätsverlust von 6-8% und verlieren dann (bei rein elektr. Fahrzeugen) ca. 1% auf 100t km. Bei den Hybriden wird das verschwindend sein...

Noch mehr Kristallkugeln....

Tesla interessiert mich nicht.

Hier gehts um BMW und um Hybrid, nicht BEV.

Völlig andere Ladesystematik.

Stichwort Zyklenfestigkeit.

Tesla interessiert dich nicht als Basis für die Aussage zu einem PHEV, obwohl die mit viel höheren Lastprofilen auf dem Fahrakku klar kommen müssen? OK - ich bin raus ... fahr du mal BiTurbo :p

Zitat:

@KaiMüller schrieb am 1. Dezember 2018 um 19:21:09 Uhr:

Völlig andere Ladesystematik.

Da ist was dran. Die Hybrid Akkus werden viel mehr geschunden, weil sie so klein sind. Die werden immer auf 100% geladen und haben dann während einer einzigen Fahrt gleich mehrere Zyklen, wohingegen BEV aufgrund der größeren Batterie vielleicht einmal pro Woche einen kompletten Zyklus durchmachen.

Aber 3% nach 10 Jahren wäre trotzdem eine top Ingenieursleistung von BMW. :D

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