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4 Zylinder Motoren wie gut sind sie?

BMW 5er E61, BMW 5er F11
Themenstarteram 8. November 2020 um 19:51

Moin Leute,

 

wir tragen uns mit dem Gedanken uns einen neuen 5er (530d) zu zulegen bzw. einen Benziner als mögliche Alternative. Aber bei weniger Zylinder mehr PS das kann doch nicht gut sein oder? Was meint Ihr oder erliegen ich da einem Irrglauben. Wir fahren zur Zeit einen 525d Bj 2008 mit 315000 km.

Danke im Voraus.

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5 Antworten

Ich habe zwar keine Erfahrung mit dem B48 (im 530i) aber die B-Motoren sind generell sehr zuverlässig. Auch aber nicht nur wegen der closed deck-Bauweise. Und Literleistung bedeutet nicht zwanhsläufig schneller Tod. Zuvor hatte ich einen 125d mit N47 2liter. Der lief bei mit 148tkm seeehr zügig über meinen Autobahnpendelweg. Davon 125tkm mit Tuningbox von Hartge. 258PS und 530Nm aus 4Töpfen und 2l Dieselmotor. Wie gesagt. Nicht geschohnt. Der Lief auch mal die A38 von Göttingen bis Leipzig Dauervollgas wo es ging mit 5000u /min im 6.Gang. mit 148tkm an privat verkauft. Der neue Besitzer hat die Box rausgenommen und fährt jetzt auch nicht langsam (ich bekam letzten Monat ein Bild vom Bordcomputer mit nem 160er schnitt über 380km) auf die 250tkm-Marke zu.

In sofern...auch die können halten.

Bei Turbobenzinern ist heute wie auch vor 20 Jahren aufgrund der hohen Abgastemperaturen unter Last. Das Warm- und fast noch mehr das Kaltfahren das A und O für die Langlebigkeit des Turbos

Nah, die Angastemperaturen sind heute wegen der höheren Verdichtung eher geringer als vor 20 Jahren. Zudem hat die Präzision der Gemischbildug zugenommen, was ebenfalls den Abgastemperaturen entgegenkommt.

Diesel sind in der Drehzahl durch den Zündverzug limitiert. Mehr wie 4000 bis maximal 5000 RPM geht nicht. Wer viele PS haben will, der braucht Drehmoment und das geht auf Kupplung und Getriebe.

Benziner sind durch die mittlere Kolbengeschwindigkeit limitiert, damit bestimmt der Hub des Motors wie schnell sich der Kolben bewegt. 12000 RPM eines Motorrads kann weniger Kolbengeschwindigkeit sein als 6000 in einem PKW. Seit kaum 10 Jahren geht der Trend wieder zu "kürzerem Hub". Siehe als Beispiel den M282 von Mercedes Benz: 81,4 mm Hub. VW hatte lange Jahre 92.8mm und BMW lag beim M54B30 bei 89.6mm samt einem Leistungsmaximum bei 6000 RPM.

Daher ist es etwas kurzsichtig nur auf die Drehzahl zu schauen - beim Benziner sagt dir eher die mittlere Kolbengeschwindigkeit was. Flugmotoren wie LKW-Diesel werden übrigens auf etwa 10 m/s bei Nennleistung ausgelegt. Die Formel 1 liegt um 24 m/s, Sportwagen wie der GT3RS um 23 m/s (auch wenn der nur halb so hoch wie die F1 dreht) und Sportmotorräder bei "nur" 20 m/s - jeweils bei Nenndrehzahl.

Was das warm/kaltfahren angeht - früher obligatorisch. Heute werden die Krümmer an den gekühlten Zylinderkopf angeflanscht und dieser zieht die Temperaturen mit runter. Die mögen es nicht, aber es ist nicht mehr so tödlich die Karre knallheiß abzustellen.

Meine Aussage mit Kaltfahren bezog sich eher auf den Turbolader. Wenn man den Karren volllast fährt, von der Ausfahrt runter und am Rastplatz zur Pinkelpause direkt knallheiß abstellt führt das dazu dass das Öl nicht mehr zirkuliert und im glühend heißen Lader stagniert. Ja es gibt eine Nachkühlung. Aber die bedient nur das Kühlwasser. Öl bleibt stehen. Selbst das beste vollsynthetische Öl bildet spätestens ab 150°C Ölkohle. Wenn die Brühe also im 400°C heißen Lader steht setzt sich die Ölversorgung mit Ölkohle zu. Der beströmbare Leitungsquerschnitt nimmt ab es gelangt weniger Öl zum Lader. Die Folge: Lagerschaden. Das betrifft sowohl Diesel als auch Benziner weil über 150°C Ladertemperatur kommt glaub ich sogar ein 90PS 1.6er TDI :D

Themenstarteram 10. November 2020 um 19:29

Danke Danke für die Antworten. Ich merke gerade das ich nicht im Ansatz die Ahnung habe von Autos wie Ihr :-) Also meint Ihr auch das ein 4 Zylinder 530 man sich ruhig zulegen könnte?

Yep. Achte etwas auf die Literleistung - weil je höher diese ist, desto höher ist die Aufladung. Was man mit einem Turbolag (Ansprechverzögerung) und einem Turboloch bezahlt. Zudem sind "Fehlertoleranzen" kleiner, also etwas kleines defekt (wie eine Einspritzdüse hat Ablagerungen), desto heftiger sind die Auswirkungen im negativen Sinne. Bei gleichem Hubraum haben die formal "kleineren Modelle" tendenziell das bessere Ansprechverhalten, aber eben auch weniger Spitzenleistung wenn man sowohl dreht als auch voll auf dem Pin steht.

Was alle Turbos mögen - regelmäßiger Ölwechsel. Vergiss einfach "Longlife".

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