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4-Gang-Automatik schaltet jeden Tag anders - Ruckeln, Hochdrehen und Schlagen - A3 8L - 1.6

Audi A3 8L
Themenstarteram 2. August 2021 um 14:21

Hallo zusammen,

habe mir letzten September einen 8L 1,6er mit 100.000 runter gekauft, mit der 01M- 4 -Gang Automatik, Baujahr 2001. Motor läuft super, generell bin ich sehr zufrieden damit was ein 20 Jahre alter Kompaktwagen noch schafft. Das große Problem ist jedoch seit Monaten die Automatik.

Grundsätzlich wirkt es so, als würde das Getriebe jeden Tag eine andere Laune haben. Es gibt Tage, an denen jeder Gang sauber und ohne Probleme durchgeschaltet wird, sowohl rauf als auch runter. Schaltpunkte liegen meist um die 2100-2300 U/min. Natürlich ist die "Sanftheit" des Schaltvorgangs nicht mit einem modernen DSG zu vergleichen, es ist aber absolut im Rahmen.

An der Mehrzahl der Tage verhält sich das Getriebe aber komisch. Insbesondere der Schaltvorgang vom 2. in den 3., aber auch alle anderen Gänge sind hart, teils merkt man dass das Getriebe überlegt ob es wirklich schalten soll und zieht den Vorgang 2-3 Sekunden. Dies passiert insbesondere, wenn ich langsam und regelmäßig beschleunige, mit einem Gasstoß kann ich den Vorgang beschleunigen. Manchmal habe ich zusätzlich das Gefühl dass das Getriebe schlechter schaltet umso länger der Wagen läuft. Eine Wetterabhängigkeit konnte ich jedoch nicht feststellen.

Zudem schießen gelegentlich beim Schalten die Umdrehungen kurz hoch, gefolgt von einer ruppigen Zugkraftunterbrechung. Aber eben nicht immer und nicht jeden Tag, was mich eben so wundert.

Natürlich war ich bereits in diversen Werkstätten. Beim Kauf damals kam raus, dass das Getriebeöl nie gewechselt worden wäre, der Vorbesitzer war Rentner. Während der Probefahrten schaltete das Getriebe jedoch weich und ohne Anstände. Ich ließ vorsichtshalber trotzdem direkt beim ersten Werkstattsbesuch das Getriebeöl wechseln, jedoch nicht spülen. Zusätzlich war ich, als die oben beschriebenen Probleme begannen beim Automatik-Getriebe-Experten. Dieser fuhr Probe und erwischte natürlich einen Tag an dem alles butterweich funktionierte. Aufgrund des geringen Restwerts riet mir er davon ab, das Getriebe ausbauen und überprüfen zu lassen, stattdessen setzte er die Lernwerte des Getriebes per Software zurück. Dies brachte keine wirkliche Besserung, bereits zwei Tage später ruckte es wieder.

Eine andere Werkstatt behauptete dass das Getriebe an den Achswellensimmenringen undicht sei und stellte fest, dass das Getriebe innerhalb eines Jahres 0,25 Liter Getriebeöl verloren hatte, welche prompt nachgefüllt wurden. Die Reparatur der Achswellensimmenringe ersparte ich mir bis jetzt, da für diese 550 Euro veranschlagt wurde. Zusätzlich sprach die Werkstatt von einem möglichen Austausch des Luftmassenmessers und der Drosselklappe, was abermals tief ins Geld gehen würde. Auch die Verbindung zwischen Batterie und Getriebe solle erneut werden. Dies alles wirkte für mich ein bisschen nach "Trial and Error".

Um sicherzugehen, dass ich nicht einfach zu sensibel bin ließ ich meine Freundin und Kumpels den Wagen fahren ohne vorher über das Getriebe gesprochen zu haben. Allen fiel das hart schaltende Getriebe auf.

Da der Restwert nunmal wirklich nur noch unter 2000 Euro liegt, macht eine große Instandsetzung natürlich keinen Sinn, ich würde den Wagen dennoch gerne noch eine Weile fahren. Habt Ihr eine Idee oder ähnliche Erfahrungen was man machen könnte?

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4 Antworten

Hi,

ohne mit der Automatik in dem Modell je Kontakt gehabt zu haben - hast du die Möglichkeit, den nochmal ohne größere Umstände auslesen zu lassen? Bei dem Alter kann natürlich vieles die Ursache sein, wenn am Getriebe schon Ölwechsel und Lernwerte neu gemacht wurden, ist das übliche eigentlich da getan.

Wie läuft denn der Motor, nimmt er im Leerlauf das Gas spontan an, sägt er oder startet schlecht, wenn er "seine Tage hat"? Die Drosselklappe ist beim 1.6er immer ein Thema, wirst du durch die Suche auch feststellen. Das gängigste Hilfsmittel ist dort, die Klappe mal auszubauen und zu reinigen, anschliessend wieder anlernen. Leider verdreckt die mit der Zeit. Mit dem Luftmassenmesser hatte ich zuletzt selbst einige Berührungspunkte, das Verhalten war auch ständig anders (das des Motors) - wenns noch die erste ist, kannst du die ruhig mal tauschen, ist in 10 Minuten gemacht und muss nicht angelernt werden. Das E-Teil kostet um die 50 Euro, falls du es dir zutraust - nimm dort auch gern Markenware, also Hitachi, Hella und ähnliches. Schaden kanns nicht, die Dinger werden mit den Jahren so oder so träger.

Obs dein Problem kurzfristig löst, kann ich dir aber leider natürlich so nicht beantworten ;)

Es ist bekannt, dass die Audi Automatikgetriebe (nicht DSG) oft Probleme machen und diese Fahrzeugvarianten nicht zu empfehlen sind, dann lieber doch Schaltgetriebe.

Alleine die Tatsache, dass dein Getriebe in kurzer Zeit schon 1/4 Liter Öl verloren hat, ist kein gutes Zeichen. Vermutlich hat der Voresitzer das nicht gewusst oder es hat ihn nicht gekümmert, aber das kann den Tod der Automatik bedeuten, wenn der Ölstand über längeren Zeitraum zu viel gering war.

Bevor man viel Geld in dieses Groschengrab steckt, wäre abstoßen und einen anderen Wagen suchen evtl. die sinnvollste Variante. Oder ein gebrauchtes Austauschgetriebe suchen mit der Hoffnung, dass dieses in Ordnung ist.

Themenstarteram 13. August 2021 um 16:16

@Brechreiz Hi, Verzeihung für die verspätete Antwort - ich lag einige Tage flach. Zunächst einmal dickes Danke, das sind schonmal ein paar Denkanstöße.

Der Fehlerspeicher des Getriebes zeigt keinen einzigen Fehler an, letzter Check war vor 2-3 Wochen, auch der allgemeine Fehlerspeicher ist leer. Es passiert jedoch immer öfter, dass der Wagen schlecht startet , lange "zündet" und dann erst anspringt und oftmals auch im Leerlauf oder Stand etwas ruckelt. Meist sind dies auch die schlechten "Getriebetage".

Gestern ist noch etwas passiert, was auffällig war. Beim Anfahren von der Ampel weg hörte ich zwei Fehlzündungen und der Wagen nahm für gute 5 Sekunden kein Gas mehr an, auch die Drehzahl blieb konstant. Danach fing sich der Wagen wieder, nachdem die Drehzahl kurzzeitig hoch und runter schoss. Bei der Weiterfahrt wirkte der Motor, als würde der Wagen an jeder Ampel fast ausgehen, die Drehzahl schwankte zwischen 850 und 600.

Ich tippe immer mehr auf die Zündanlage, den LMM oder die Drosselklappe. Ich bin nur nicht bewandert genug um zu wissen, wieviel des Getriebe-Verhaltens dadurch zu erklären wäre. Auf jeden Fall kommt der Gute im September wieder in die Werkstatt..

 

@Cabrioracer-Tr Danke dir, ich gebe der Karre jetzt noch einmal einen Werkstattsbesuch und erwäge sonst echt den Weiterverkauf. Komischerweise hängt man ja doch schnell an einem Auto, egal wie viele Probleme es machen mag..

Hi,

wenn du es dir zutraust und es dir nicht wehtut - der LMM ist immer das Thema, wie schon erwähnt. Halt vermutlich nicht mehr ganz taufrisch - hab den Spaß ja selbst erst durch, ähnliches Verhalten vom Motor wie bei dir auch. LMM und prophylaktisch auch den Doppeltempgeber gewechselt, E-Teile kosten online (Marke) um die 60 - 70 Euro. Dauer des Austauschs um die 30 Minuten, wenn du dir Zeit lässt. Da brauchst du dir auch keine großen Sorgen machen, solange du weißt in welche Richtung ne Schraube gedreht wird. ;)

Natürlich unter der Voraussetzung, dass du die Zeit und Euros opfern willst. Schlechter läuft er danach auf keinen Fall.

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