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220 T CDI jetzt verkaufen?

Mercedes C-Klasse S204
Themenstarteram 3. August 2017 um 18:29

Hallo,

aufgrund dieser Diesel-Hysterie spiele ich mit dem Gedanken, meinen 2012er C 220 T CDI zu verkaufen. Nicht, weil ich mit dem Auto unzufrieden wäre oder jetzt unbedingt einen anderes Auto haben möchte, sondern nur wegen der bekannten Diesel-Problematik. Ok, ich muss beruflich nicht mehr viel fahren, nur noch 13 Km bis zur Arbeit, das wäre evtl. auch noch ein Grund, warum sich der Diesel für mich nicht mehr lohnt.

Ich habe mein Fzg. 2012 als Neuwagen gekauft und eigentlich eine längere Haltedauer von 8-10 Jahren geplant. Das Auto ist wirklich bestens gepflegt und ist jetzt ca. 95 TKM gelaufen. Ich fahre es auch echt gerne und mag auch die Optik noch, die ich fast zeitloser als beim neuen 205er finde.

Was ich mir jetzt kaufen würde? Einen C 200 T S205 als Benziner. Jedoch kein Neuwagen mehr, der Werkverlust ist mir zu hoch und wir haben in der Familie mit dem Kauf eines Jahreswagens (ex. Daimler MA-Jahreswagen) sehr gute Erfahrungen gemacht. Besondere Ausstattungswünsche habe ich eh nicht und daher sollte sich so ein Fzg. für ca. 30 -32 TEUR finden lassen.

Ich schätze, dass ich für meinen C 220, wenn ich ihn überhaupt jetzt verkauft bekomme, so 15-16 TEUR bekomme bei Privatverkauf. Also müsste ich für den "neuen" Jahreswagen 15-17 TEUR drauflegen + neue Winterkompletträder für ca. 1 TEUR. Ich müsste also insg. mind. 16 - 17 TEUR investieren. Leasing / Finanzierung möchte ich nicht, also erst mal eine große Investition, die eigentlich erst in 3-4 Jahren fällig gewesen wäre.

Würdet ihr das machen?

PRO:

- wieder ein neueres Auto mit Garantie und erst mal keine teuren Reparaturen zu erwarten im Vergleich zum aktuellen 5,5 Jahre alten Fzg.

- Benziner, erst mal keine Probleme mit Umweltzonen etc. zu erwarten

- neuere Technik, moderneres Design

- kurzer Weg zur Arbeit ist kein Problem für Benziner, Diesel wird insb. im Winter schlecht warm auf der kurzen Strecke, schlecht für den Motor

- ich vermute Probleme durch das Diesel-Software-Update, höherer Verbrauch, lauterer Motorlauf, schneller verstopfter DPF etc, daher lieber Benziner und alten Diesel abstoßen?

CONTRA:

- Investition von 16 - 17 TEUR obwohl mit aktuellem Fzg. noch zufrieden

- derzeitiges Fzg. war ein Neuwagen, kenne ich also vom ersten Tag, neues wäre "nur" ein Jahreswagen

- meine Region hier ist eher ländlich, eine Umweltzone ist eig. nicht zu erwarten, daher Diesel evtl. weiterhin kein Problem?

- beim neuen C 200 Benziner zukünftig auch Probleme wie aktuell beim Diesel hinsichtlich Umwelt zu erwarten? Ist ja ein Direkteinspritzer und die gelten ja auch als Luftverschmutzer. Vielleicht in 2-3 Jahren die gleichen Probleme wie jetzt mit dem Diesel??

Ich bin ratlos...

VG

Sebastian

Beste Antwort im Thema

Meine Antwort kommt zwar spät aber ich fahre den gleichen Wagen und werde mich durch die merkelsche Panikmache nicht verrückt machen lassen. Welchen Wagen soll man denn kaufen? Als nächstes werden wir Benzin Fahrverbote bekommen und dann?

Unsere Häuptlinge haben es geschafft Planungssicherheit abzuschaffen, keiner weiss mehr was man kaufen soll.

Ich fahre seit etwa 3 Mio KM MB-Diesel und werde mich bis zum Fahrverbot von meinen Dieselautos durch die Gegend schaukeln lassen.

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34 Antworten
am 3. August 2017 um 19:22

Ich würde da aktuell gar nichts machen. Ich denke das Fahrzeug ist jetzt unglaublich schlecht verkäuflich, einfach weil jeder verunsichert ist. Da kannst du eigentlich nichts mehr groß verlieren und wenn für dich die Umweltzone (die eigentlich noch nirgends wirklich sicher kommt) kein Problem darstellt, dann würde ich einfach weiter fahren.

Meiner Meinung nach beantwortest du dir die Frage in deinem ersten Satz selbst. Hysterie ist das passende Wort. Panik Verkäufe sind selten gut. Brauchst du ein anderes Fahrzeug weil du keinen Diesel mehr brauchst? Kauf ein anderes. Aber wenn es nur wegen der Hysterie ist, musst du für dich selbst entscheiden wie hysterisch du bist. Man kann ja auch einen 204 er mit Benziner kaufen, vielleicht etwas neuer, dann ist die Investition nicht ganz so groß. Aber ob du willst und kannst entscheidest du selbst.

Meine persönliche Meinung? Hab diese Woche einen 2012er C220 CDi gekauft. Ich denke das spiegelt meine "Meinung" wieder.

Ich würde den Dauerläufer, falls du denn immer zufrieden damit warst, niemals gegen einen kleinen Benziner tauschen.

Ehrlich gesagt werde ich in der Zeit dieser Hysterie erst recht einen Diesel kaufen, da man wirkliche Schnäppchen machen kann und mich Umweltzonen nicht kümmern.

Ist der 220 CDI aus 2012 denn nicht schon Euro 5? Dann würde ich auf jeden Fall die Umrüstung abwarten.

Themenstarteram 3. August 2017 um 22:53

Zitat:

@Mainhattan Olli schrieb am 3. August 2017 um 20:20:12 Uhr:

Ist der 220 CDI aus 2012 denn nicht schon Euro 5? Dann würde ich auf jeden Fall die Umrüstung abwarten.

Ja, ist ein Euro 5. Wahrscheinlich ist das auch am vernünftigsten. Vielleicht stabilisieren sich die Preise dann wieder. Aber wirklich sympathisch ist mir dieses Software-Update nicht. Habe ein Interview mit einem Experten zu dem Thema gehört. Die Besitzer von Dieseln werden trotzdem benachteiligt, weil sich das Update aller Wahrscheinlichkeit nach negativ auf den Verbrauch, die Leistungsentfaltung, Laufkultur und beschleunigte "Verstopfung" und somit früher erforderliche Erneuerung des DPF auswirkt.

Das Problem mit dem DPF sehe ich aus technischer Sicht eher gering. Per Steuerung kann man auch die Anzahl der Selbstreinigungszyklen verkürzen. Dann muss man nur öfters Gas geben. Auch kein unsympathischer Gedanke ;)

am 5. August 2017 um 14:55

Behalten, leg die 16 - 17 TEUR zur Seite und hör auf Artikel über den bösen Diesel zu lesen...seit Wochen täglich die gleiche Leier - bla bla bla - keine Lösung, kein Entscheid und alles was bis jetzt feststeht, kann jederzeit wieder in Frage gestellt und geändert werden...so ganz ohne Glaskugel wird es wirklich schwer etwas über die Zukunft zu sagen. Die Medien vermitteln ein Bild vom intelligenten umweltfreundlichen Benzinfahrer und vom dummen umweltverpestenden Dieselfahrer - von solchen Schwarz-Weiss Diskussionen/Meinungen sollte man sich im 21.Jahrhundert distanzieren - du hast keine Schuld an der aktuellen Situation - bist allerdings davon betroffen, so wie ich und viele andere. Aber ja, so spontan fallen mir jetzt zwei, drei Gruppen ein, die davon profitieren würden, wenn sich 15 Mio. Dieselfahrer in DE ein neues Fahrzeug kaufen würden, auch wenn es nur 10% wären.....

In 1-2-3 Jahren wissen wir dann ev. mehr, du bist deiner geplanten Haltedauer wesentlich näher bzw. hast sie erreicht. Der mögliche Wertverlust durch den Dieselskandal wurde durch die Jahre etwas geglättet, hat sich relativiert und in deinem Sparstrumpf befindet sich dann genug um dir was neues zu gönnen. Meiner Meinung nach enthält die Neuanschaffung wesentlich mehr Risiken und benötigt zusätzlich einen grossen finanziellen und zeitlichen Aufwand.

Gruss

Fluvio33

Habe deine Pro und Contras gelesen

Für mich ganz klar

Behalte deinen Wagen.

Sehe ich genau so,

Benziner, sollen Ende dieses Jahres einen zusätzlichen Ruß / Partikelfilter bekommen.

Grund, der Ruß oder Partikelausstoß des Benziners ist um den Faktor 10-100 grösser wie beim Diesel.

Bei den jetzigen Motoren der Benziner müsste dieser Partikelfilter direkt nach dem Krümmer montiert werden. Den Platz dafür gibt es nicht. ( Benötigt viel Wärme)

Panik ist ein schlechter Berater . Vor lauter Diesel Geschrei, redet keiner über die Probleme beim Benziner.

Gute Fahrt

Zitat:

@X20XEV_16V schrieb am 6. August 2017 um 02:10:15 Uhr:

Habe deine Pro und Contras gelesen

Für mich ganz klar

Behalte deinen Wagen.

Themenstarteram 6. August 2017 um 17:31

Hallo zusammen,

ich werde den 204er wohl weiterfahren. Der Wertverlust ist einfach zu extrem, zumindest im Moment. Ich dachte damals, ein C-Klasse Kombi als Diesel mit Automatik, Avantgarde und Navi ist ein Auto, das relativ wertstabil ist und auf dem Gebrauchtwagenmarkt immer gefragt ist. So kann man sich täuschen. Wobei schon Nachfrage da ist, aber zu unmöglichen Preisen. Das Auto ist wirklich sehr gepflegt und insb. im Innenraum fast wie ein Neuwagen. Ich habe halt immer sehr aufgepasst und ihn nie als Transporter missbraucht, weil ich von Anfang an vorhatte, das Auto länger zu fahren. Das sehen die Leute natürlich im Internet im Inserat nicht, schließlich schreibt ja jeder von seinem Fzg. "TOP-Pflegezustand". Ich hatte auch Leute vor Ort die sich das Fzg. angesehen haben, die waren alle sehr begeistert vom Zustand und haben mich dafür gelobt, wollten das Auto gerne haben, aber mehr als 500 Euro zusätzlich zu einem vergleichbaren Fzg. im durchschnittlichen Zustand ist es ihnen dann auch wieder nicht wert.

Man muss sich das nur mal vorstellen, ich gebe mein Auto für 14 - 15 TEUR ab und muss 20 TEUR drauflegen, um eine C-Klasse als Jahreswagen zu erhalten. Das ist doch Wahnsinn! Da könnte ich ja auch meine C-Klasse einfach behalten und mir zusätzlich noch einen A 180 als Jahreswagen daneben stellen! Für das gleiche Geld. :confused: So sehr begeistert mich die neue C-Klasse dann irgendwie doch nicht.

am 6. August 2017 um 20:01

Ich bezweifle mal, dass der Wertverlust nur durch den Dieselskandal beziffert werden kann. Im Gebrauchtwagenmarkt kommen da einige Faktoren zusammen, welche nichts mit dem Skandal zu tun haben. Wenn natürlich jeder Dieselfahrer seinen Wagen zum "Spass" ins Netz stellt und sich nach einem Benziner umschaut, hat das natürlich gewisse Auswirkungen auf die Preise. Autos sind immer Verlustgeschäfte für uns. Eine wirkliche Alternative wäre ganz auf das Fahrzeug zu verzichten.....Wenn du deine neue C-Klasse oder B-Klasse vom Hof fährst, sind auch gleich EUR 5000 weg, Benziner hin oder her. Mach dich nicht verrückt - es hat sich nichts geändert - es sind nur Berichte in den Medien die bald niemanden mehr interessieren werden, da sich die Faktenlage garantiert noch ändern/relativieren wird.....jeder von uns produziert Dreck....jegliche Fortbewegung schadet der Umwelt...keine Variante ist da viel besser oder umweltschonender....

Wenig Fahrleistung und Diesel ist immer Mist, zumal mit den recht rappeligen Vierzylindern.

Problem zusätzlich: wie lange fährst du schon weniger Kilometer. Falls Fahrleistung und Alter nicht zusammenpassen, werden potentielle Käufer zusätzlich stutzig.

Noch sind keine Fahrverbote beschlossen! Wie und wo sie kommen ist vollkommen unklar.

Wir haben auch zwei Euro 4 Diesel, davon einen 220 CDI. Beide Fahrzeuge optisch wie technisch noch in sehr gutem Zustand, auch wenn sie 9 bzw. knapp 11 Jahre alt sind. 80% der Weltbevölkerung wäre froh, wenn sie so sein Auto hätte.

Ok die Diesel machen bei der Laufleistung keinen Sinn mehr...aber ein Austausch wäre auch reine Geldvernichtung.

Wir fahren selten in deutsche Innenstädte, von daher werden wir beide Fahrzeuge erstmal behalten und uns diesem Ökoterrorismus nicht beugen.

am 7. August 2017 um 11:12

Und ob Fahrverbote beschlossen sind! Noch ist kein Widerruf beschlossen...

Ich würde auch abwarten. Bei der doch begrenzten Zahl der Fahrzeuge, die updates erhalten sollen, könnte es sich auch nur um die adblue Modelle handeln. Denn da bringt es was die richtige Menge einzuspritzen. Dann muss halt mal nachgefüllt werden. (Wie schrecklich...;)) Leider wird sich die Luftreinheit in den betroffenen Zonen insgesamt nicht bis wenig verbessern, da der Effekt zu gering sein dürfte.

Und...der nächste Skandal kommt bestimmt! Eierskandal war noch nich "krass" genug, man stumpft halt ab. :D

MfG

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