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1303er Cabrio stottert und stirbt ab - seit Jahren...
Hallo zusammen
Ich besitze seit Jahren einen 1303er Käfer Cabrio, Jg. 79, mit Solex 34 Vergaser. Und seit Jahren hat er immer wieder dieselbe Macke, die mein Käfer-Schrauber scheinbar nicht dauerhaft lösen kann/will.
Nach teurer Reparatur, beginnt nach einer Weile, meist nach ein paar Wochen Standzeit, immer wieder dasselbe. Auto startet eigentich immer einwandfrei, Leerlauf aber kaum einstellbar, stirbt immer ab. Bis zu 50 Km/h stottert und ruckelt er wie wild. Ab 80 Km/h wirds deutlich besser, Motor zieht auch ganz normal. An jeder Kreuzung/Rotlich geht der Motor aber aus. Auch wenn ich z.B. 80 fahre und die Kupplung etwas länger drücke, geht der Ofen aus.
Also wieder zum Käfer-Spezi. Der reibt sich die Hände und veranschlagt so gegen 600 - 1000 EUR für die Instandstellung. Er kann auch nicht sagen, an was es genau liegt (oder will nicht - wäre auch schlecht für's Geschäft). Es sind alles noch Originalteile verbaut und nach der Reparatur läuft es auch wieder ganz ordentlich. Vergaser habe ich bereits ausgebaut und Grundeinstellung gemacht sowie Luftfilter ausgeblasen - ohne nennenswerte Wirkung.
An was leidet denn mein lieber Käfer? Warum kann das nicht nachhaltig gelöst werden? Weiss gar nicht was ich ersetzen soll, nachdem ja nach der Reparatur immer alles wieder zur Zufriedenheit läuft. Soll ich mal Zündkerzen und/oder Zündspule ersetzen (Zündspule wurde noch nie ersetzt, ist noch immer die schwarze).
Bin für jeden Tipp dankbar.
Thx und beste Grüsse
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40 Antworten
Unter dem Suchbegriff "Haltbarkeit Benzin" finden sich im Internet Hinweise, dass Benzin im Autotank eine erschreckend geringe Haltbarkeit aufweist.
Bei https://www.haltbarkeit.net/benzin-haltbarkeit/
findet sich die Aussage "Im Tank des Fahrzeuges hält sich Benzin mehrere Monate",
bei https://www.tuningblog.eu/.../
"Generell ist Benzin im Tank nämlich nur 1 bis 2 Monate haltbar, bevor er an Qualität einbüßt. Ob alter Treibstoff auch schädlich für den Motor ist, kann jedoch nicht genau beurteilt werden. Daher sollte das Benzin im Tank spätestens nach 2 bis 3 Monaten verbraucht bzw. nachgefüllt werden. Sollten Sie weniger mit dem Auto unterwegs sein, ist es besser auch dementsprechend weniger Benzin zu tanken."
Andererseits muss der Tank während der Winterpause vollständig aufgefüllt sein, um Korrosionsschäden im Tank vorzubeugen. Daraus folgt, dass der gesamte der Tankinhalt nach ca. 2-3 Monaten in ein ständig benutztes Fahrzeug umgepumpt werden müsste, um dort verbraucht zu werden. Der Käfer müsste dann aus Kanistern mit frischem Benzin wieder vollgetankt werden. Ein befremdliches Vorgehen, mit dem man aber auf der sicheren Seite wäre. Geeignete Hand-Umfüllpumpen gibt schon für weniger als 10 € frei Haus.
Ich habe bisher den Tank über die Winterpause mit Super E5 randvoll gehalten und im Frühling leergefahren, was aber erst nach 600 km erreicht war. Von Benzinalterung habe ich dabei nichts bemerkt.
Scheint sich dabei um ein "Deutschland-spezifisches" Problem zu halten - als Österreicher kenne ich es jedenfalls, auch nach mehrmonatiger Stehzeit eines Fahrzeuges, definitiv nicht...
Es ist kein länderspezifisches Problem, es liegt einfach an den sehr speziellen Einsatzbedingungen.
Naja - die Sache mit dem "verderblichen Sprit" las ich hier nun schon öfter, in den verschiedensten Zusammenhängen.
So etwas, wie gesagt, kenne ich nicht. Eines meiner Motorräder z. B. sprang unlängst nach beinahe zweijähriger Stehzeit auf den zweiten Tritt an und machte mit mir eine nette Ausfahrt.
Meine Fahrzeuge stehen oft mehrere Monate - null problemo...
Sprit Qualität leidet immer. Aber er fällt nicht um. 6 Monate Standzeit führen unter Normalbedingungen nicht zum Sprittod. Der brennt immer noch, hat statt neu 96 Oktan dann nur noch 94 oder 93 und diverse leichtflüchtige Bestandteile, welche hauptsächlich beim Kaltstart gebraucht werden, fehlen auch, aber anspringen und laufen ist immer noch gegeben. Größter Feind ist erstmal Feuchtigkeit, also volltanken oder Trockenlegen und entfeuchten ( Kieselgur).
Die meisten Rasenmäher springen nach dem letzte Schnitt im Oktober im April des Folgejahres problemlos an.
Ich würde die Dinge nach den Kosten und Aufwand angehen:
1.) Verteiler prüfen.
- evtl ausgeschlagen, erkennt man leicht, wenn die Welle zu viel Spiel hat. Wenn Du nicht sicher bist erst mal drin lassen
2.) Vergaser runter:
- Schwimmerkammer überprüfen, Düsen säubern, saubere Spritzufuhr noch mal kontrollieren
- pumpt die Benzinpumpe richtig? Kosten: max bis 10 Euro
3.) alle Dichtungen auf den Weg zu den Zylindern prüfen und am besten austauschen
- Vergaserpflansch
- Gehörn, zu den Zylindern, da sind Kupferringen drin, austauschen, evtl. zieht er da Luft
dann starten und schauen, ob es besser geworden ist, Kosten ca. Material 10-30 Euro
4.) Zündkabel austauschen, evtl. innen gerissen, Kosten, hält sich noch in Grenzen
5.) Vergaser austauschen
6.) Verteiler tauschen
Wenn Du kannst, bei einem befreundeten VW Käfer Fahrer, Vergaser und Verteiler leihen. Wenn der Vergaser zu klein oder groß ist, ist das nicht so schlimm, da Du den nur kurz fahren wirst um den Fehler zu finden. Wenn es die Teile sind, dann in der richtigen Größe bestellen
trial and error.
ist ja nichts anders als auf verdacht teile tauschen
nur halt mit gelihenen.
Benzinpumpe schon geprüft worden?
Zitat:
@mplogm schrieb am 15. September 2023 um 16:04:19 Uhr:
Ich würde die Dinge nach den Kosten und Aufwand angehen:
1.) Verteiler prüfen.
- evtl ausgeschlagen, erkennt man leicht, wenn die Welle zu viel Spiel hat. Wenn Du nicht sicher bist erst mal drin lassen
2.) Vergaser runter:
- Schwimmerkammer überprüfen, Düsen säubern, saubere Spritzufuhr noch mal kontrollieren
- pumpt die Benzinpumpe richtig? Kosten: max bis 10 Euro
3.) alle Dichtungen auf den Weg zu den Zylindern prüfen und am besten austauschen
- Vergaserpflansch
- Gehörn, zu den Zylindern, da sind Kupferringen drin, austauschen, evtl. zieht er da Luft
dann starten und schauen, ob es besser geworden ist, Kosten ca. Material 10-30 Euro
4.) Zündkabel austauschen, evtl. innen gerissen, Kosten, hält sich noch in Grenzen
5.) Vergaser austauschen
Danke - werde dies mal versuchen. Muss auch noch sagen, dass ich meinen Käfer auch meist von Oktober bis Mai/Juni überwintere in der Garage. Nicht jedes Jahr beginnt er dann zu "bocken", einfach plötzlich beginnt es dann. Leider nicht reproduzier- und für mich nicht nachvollziehbar, was der Auslöser ist.
6.) Verteiler tauschen
Wenn Du kannst, bei einem befreundeten VW Käfer Fahrer, Vergaser und Verteiler leihen. Wenn der Vergaser zu klein oder groß ist, ist das nicht so schlimm, da Du den nur kurz fahren wirst um den Fehler zu finden. Wenn es die Teile sind, dann in der richtigen Größe bestellen
Zitat:
@Naxel63 schrieb am 14. September 2023 um 15:43:08 Uhr:
Naja - die Sache mit dem "verderblichen Sprit" las ich hier nun schon öfter, in den verschiedensten Zusammenhängen.
So etwas, wie gesagt, kenne ich nicht. Eines meiner Motorräder z. B. sprang unlängst nach beinahe zweijähriger Stehzeit auf den zweiten Tritt an und machte mit mir eine nette Ausfahrt.
Meine Fahrzeuge stehen oft mehrere Monate - null problemo...
Bin da auch Deiner Meinung. Besitze auch eine 65er Lambretta, welche ich nun wirklich auch nur sehr selten bewege und in dieser wird der Sprit auch nicht "faul". Die steht mind. gleich lange wie der Käfer und springt immer gleich mit Freude an. Ist aber auch etwas weniger komplex als der Bug.
Wenn ein Käfermotor schlecht läuft, so liegt dessen Ursache meistens entweder zündungsseitig oder benzinseitig oder beides.
Nicht soviel Quatschen, sondern einfach machen!
Kerzen, Kabel, Kappe, Finger und U-Kontakt sind schnell getauscht.
Auch ist der Vergaser schnell demontiert und zerlegt und damit einfach zu reinigen.
Einfach das alles machen, bevor man Beiträge tätigt!