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1.4 TSI, 122PS, springt manchmal schlecht an (leichtwarmer Motor)

VW Golf 6 (1KA/B/C)
Themenstarteram 11. Dezember 2019 um 17:18

Hallo,

leider muss ich mich schon wieder melden.

Nachdem ich hier:

https://www.motor-talk.de/.../...bleibt-unten-stehen-t6746580.html?...

Dort hatte ich schon zwei Probleme behoben:

- Massefehler Schraube Massepunkt unterm Luftfilterkasten

- Nockenwellensensor defekt und getauscht

- Kühlwassertemperaturgeber getauscht aber nicht sicher ob er tatsächlich defekt war

- Zündkerzen wurden sicherheitshalber auch gleich erneuert

Zum Auto:

Golf 6, EZ 04.09.2009

1.4TSI 122PS 0603/AMK

164tkm, Motor 120tkm, Kette vor 20tkm getauscht.

Motor: CAXA,

Getriebe: 6-Gang Handschaltung

Heute kam mein Sohn wieder mit einem Problem.

Der Motor springt bei kaltem Motor normal an. Wenn er ca. 3km bis zum Einkaufen fährt und dann nach dem Einkaufen wieder starten will, springt der Motor schlecht an.

Dann sind mehrere Startversuche nötig. Mit Gasgeben springt er dann meist direkt an.

Fehlerspeicher ist leider leer. Kein Eintrag.

Hat jemand eine Idee?

Danke

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 17. Januar 2020 um 11:40

mal wieder ein Statusbericht.

Seit dem der VW-Geber montiert ist, gibt es keine Probleme mehr.

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Themenstarteram 25. Dezember 2019 um 22:43

Danke.

Ich habe mir eben eine LED Prüflampe bestellt, hatte ich bisher bei meinem Oldtimern noch nie gebraucht und was die Elektronik angeht muss ich mich bei den modernen Autos auch werkzeugtechnisch erst rantasten.

Was ich auch noch nicht gemessen habe, ist ob die Spannung am G40 bei Startversuch vielleicht absackt/nicht da ist.

Ich hatte nur die 5V bei Zündung an gemessen.

Vermutlich komme ich erst Samstag wieder zum Schrauben. Ich berichte auf jeden Fall.

Themenstarteram 28. Dezember 2019 um 22:42

Heute habe ich den Elektrodenabstand der Zündkerzen nachgemessen.

Ich hätte gewettet, das das deutlich mehr als 1mm ist. War aber eine optische Täuschung.

Meine Fühlerlehre sagt: 0,9mm geht nicht rein, 0,8mm gehen locker rein. Also irgendwas zwischen 0,8 und 0,9mm.

Habe ich so gelassen wie es war.

Motorsteuergerät habe ich heute noch ausgebaut und geschaut, ob die Steckverbindungen trocken/sauber sind. War alles ok.

Mein Sohn hat mir gestern eine Auffälligkeit mitgeteilt, die wieder in eine Richtung deutet, die ihr schonmal ganz am Anfang in Verdacht hattet: die Benzinversorgung.

Er berichtete, dass er gestern vollgetankt hatte und der Motor daraufhin ungewöhnlicherweise sofort angesprungen ist.

Ich habe dann gestern Abend noch auf Verdacht die Kraftstoffpumpen-Fördereinheit und das Steuergerät für die Kraftstoffpumpe bestellt. Vielleicht haben wir Glück und es ist doch die Spritversorgung.

Demnach springt er jetzt immer schlecht an, nicht mehr nur zeitweilig?

Ich glaube der Elektrodenabstand ist bei den Transistorzündanlagen nicht mehr so kritisch wie bei den Unterbrecherzündanlagen. Vielleicht hast Du dich geirrt beim Test des Zündfunkens, vielleicht mal ein Kabel um die Kerze zwirbeln und an eine anständige Masse klemmen nicht nur auf den Block legen, sowie mal eine Testzündkerze anfertigen.

Wenn es doch kein Zündfunkenproblem ist sondern ein Kraftstoffproblem:

Falls Du es nicht selber schon festgestellt hast - der CAXA hat keinen Kraftstoffrücklauf im Niederdruck. Das Motorsteuergerät gibt ein PWM-Signal raus und abhängig davon ändert das Pumpensteuergerät die Fördermenge.

Nach dem SSP von VW funktioniert das so - während der Fahrt wird die Förderleistung abgesenkt bis der Raildruck nicht mehr gehalten werden kann um zu ermitteln wie viel Förderleistunge gebraucht wird. Das passiert wohl in irgendwelchen regelmässigen Zeitabständen zur Anpassung. Deswegen musst Du eigentlich beim Austausch der Pumpe über das Diagnosegerät die neue Pumpe anlernen. Die Pumpe baut Druck auf wenn die Zündung eingeschaltet wird und wenn die Fahrertür geöffnet wird. Wegen dem fehlenden Rücklauf sind natürlich Luft und Undichtigkeiten in den Leitungen, nicht funktionierende Rückschlagventile usw. ein viel größeres Problem als bei der konventionellen Technik. Ausserdem ist halt das beste an der Sache - das kleine Steuergerät an der Pumpe ist nicht voll diagnosefähig per OBD :-) Das nur zur Info falls Du da Fehlersuche betreiben willst. Was die ganzen Ventile und Drücke angeht gibt es via Rep.-Leitfaden eine recht umfangreiche Testprozedur mit Manometer und so (klassisch). Ich würde dir dann empfehlen den über ERWIN einmal als PDF einzukaufen.

Was ich mir noch vorstellen könnte zu dem beobachteten Effekt - der Tankvorgang wird über den Füllstandsgeber erkannt, die Pumpe wird kurz angesteuert zum Druckaufbau oder sowas, wie es auch passiert beim öffnen der Tür und einschalten der Zündung (Vorförderung).

Hier noch die Belegung am Stecker Steuergerät Pumpe, zum prüfen Vorförderung usw.

Pin 1 - Dauerplus über Sicherung C27

Pin 2 - MSTG, PWM für Fördermenge

Pin 3 - Kl. 15 via Sicherung C2

Pin 4 - Geberausgang

Pin 5 - Gebermasse

Pin 6 - Masse

Pin 7 - Bordnetzsteuergerät, vmtl. Vorförderung bei Türöffnung nach längerer Standzeit

Pin 8 - Kombiinstrument, Fkt. nicht ersichtlich

Viel Erfolg!

Themenstarteram 31. Dezember 2019 um 18:41

Danke für deine vielen Informationen.

Ich muss aber zugeben, dass mich das zum Teil etwas überfordert. Ich glaube das Anlernen der Benzinpumpe kann mein Autel 908 nicht. Ist das unbedingt nötig?

Heute kam schonmal das Steuergerät der Benzinpume VW-Nr: 1K0906093F

Nach Einbau ist der Motor zweimal nacheinander bei warmem Motor ganz normal angesprungen. Zufall? Wir werden sehen.

Ich melde mich wieder.

Euch allen einen guten Rutsch nach 2020 :)

Themenstarteram 4. Januar 2020 um 18:12

Weiter geht es.

Am Dienstag hatte ich das Steuergerät der Benzinpume eingebaut.

Leider zeigte der Motor am Donnerstag wieder das Problem mit dem anspringen.

Gestern kam nun die Benzinpumpe, welche ich heute eingebaut habe.

Mal sehen was die folgenden Tage bringen.

Themenstarteram 4. Januar 2020 um 20:54

@ alex

Zitat:

...

Falls Du es nicht selber schon festgestellt hast - der CAXA hat keinen Kraftstoffrücklauf im Niederdruck. Das Motorsteuergerät gibt ein PWM-Signal raus und abhängig davon ändert das Pumpensteuergerät die Fördermenge.

...

Viel Erfolg!

Dazu habe ich noch eine Frage/Anmerkung:

Ich habe heute ja die Benzinpumpe getauscht. Die Benzinpumpeneinheit hat einen Vorlauf (schwarzer Schlauch) und einen Rücklauf (blauer Schlauch).

Ist das nun beim CAXA normal mit Vorlauf und Rücklauf?

Im Kraftstoffilter befindet sich ein Überdruckventil, wenn dieses aufgeht läuft über die "Rücklaufleitung" die Du gesehen hast der Kraftstoff zurück. Klassisch hast Du ja vorn an der Einspritzleiste einen Druckregler, alles was zu viel ist läuft zurück. Guck mal am Filter - da müssten eigentlich zwei Leitungen vom/zum Tank verlaufen und nur eine nach vorn zum Motor.

Themenstarteram 6. Januar 2020 um 19:12

Danke Alex,

ich habe das passende Bild Zur Benzinpumpe und Rücklaufleitung vom Filter nun auch im SSP359 gefunden. Es ist wie von dir beschrieben.

Mein Sohn hat sich vorhin gemeldet. Der Motor sprang heute ohne Probleme an.

Selbst 10 Startversuche bei warmem Motor produzierten keinen Fehler.

So wie es jetzt ausschaut war es wohl die Benzinpumpeneinheit, obwohl ich dem "Braten" noch nicht traue und immer noch etwas skeptisch bin.

Welcher Fehler an der Benzinpumpe da auch immer vorliegt?

Vielleicht eine interessante Beobachtung:

Mein Sohn meldete ja, dass der Motor mit vollen Tank besser anspringt. Das war ja der Grund warum ich auf Verdacht das Steuergerät der Benzinpume und die Pumpeneinheit bestellt habe.

Beim Wechsel am Samstag sagte er mir, dass es gerade wieder schlechter wird mit dem Anspringen.

Beim Ausbauen der Benzinpumpeneinheit viel mir auf, dass der Sprit im Tank genau an der Kante vom "Becher" steht, in der sich die Pumpe und der Tankgeber befinden.

Die alte Pumpeneinheit hat unten auch nur ein kleines Loch durch die der Sprit angesaugt werden kann. Vielleicht passt da was nicht mehr. Die neue Benzinpumpe hat unten ein Sieb über die komplette Fläche.

Aber warum er bei kaltem Motor dann anspringt und bei warmem nicht? Und wenn er läuft, dann gab es auch keine Probleme.

Uff... ich ziehe mal was an den Haaren herbei ... :D

Bei kaltem Motor oder nach längerer Standzeit würde ich eine Vorförderung erwarten, also volle Förderleistung für ein paar Sekunden. Vielleicht auch abhängig davon wie hoch der (Rest)druck im Rail noch ist - dort befindet sich ja ein Sensor. Nach einigen Stunden wird der Druck im Rail sicherlich auch abgesunken sein - so das man für einen schnellen neuaufbau eben diese Vorförderung nutzt.

Wenn hingegen der Raildruck noch hoch ist, z.B. weil der Motor vor kurzem noch lief, oder einfach weil eine gewisse Standzeit noch nicht abgelaufen ist - gibt es wohlmöglich keine Vorförderung und die Pumpe wird nur mit sehr geringer Förderleistung betrieben.

Bei einer hohen Förderleistung wird die Pumpe im Tank anders angesteuert als bei einer geringen Förderleistung. Wenn die Welle vielleicht irgendwie schwergängig ist und ein höheres Anlaufmoment braucht als Normal - dann läuft die Pumpe vielleicht gar nicht an wenn sie nur gering angesteuert wird. Oder sie hat irgendein Ansaugproblem und arbeitet nur noch dann wenn eben kurz vorher mal die volle Leistung abgerufen wurde.

... alles nur Vermutungen.

Vielleicht mal die alte Pumpe am regelbaren Netzteil ausprobieren bei welchen Spannungen die anläuft, oder an der Welle drehen ob das schwergängig ist. Wenn Du ein Manometer zur Hand hast kannst Du vielleicht auch mal den Druck prüfen den die Pumpe noch bringt und mit der Herstellerangabe vergleichen.

Themenstarteram 6. Januar 2020 um 23:03

Ich werde mal noch ein paar Tage abwarten und dann die alte Pumpe zerlegen. Interessiert mich auch.

Da der Motor am Samstag direkt nach dem Tausch der Benzinpumpe und nach vielleicht 5 Minuten Standgas auch noch Probleme hatte beim Anspringen, vermutete ich schon, dass ich den Fehler wieder nicht gefunden habe.

Es hat mindestens 1 Tag und ca. 20-30km gedauert, bis es seit heute keine Probleme mehr gab.

Ich hoffe so, dass es das nun wirklich war.

Themenstarteram 8. Januar 2020 um 20:30

ach ja.

Leider hat der Motor heute wieder die bekannten Startschwierigkeiten bei warmem Motor gezeigt.

:(

Wir suchen weiter. Nächste Schritte soll der Kabelbaum im Motorraum sein. Hier die zwei Hallgeber Geber, also die Kabelwiderstände zum Steuergerät, die Kabel und Spannungsversorgung zu den Zündspulen mit Leistungsendstufen.

Mal schauen.

Immerhin fehlt es dir nicht am Ergeiz :-)

Ich denke Du solltest unbedingt nochmal absichern ob nun der Zündfunke fehlt (Testzündkerze) oder ob Benzin fehlt um dann differenzierter vorgehen zu können. So ganz eindeutig war das doch nicht, oder? Wenn beides da ist - dann stimmen die Mengen halt nicht, also falsche Drücke, Falschluft, nachlaufende Einspritzventile... Vielleicht ist auch der Benzinhochdruck interessant wenn man sich den mal per OBD anschaut bei start/fehlstart.

Themenstarteram 8. Januar 2020 um 21:43

Achso, sorry, ich dacht das war klar.

Zündfunke war nicht vorhanden, wie er nicht angesprungen ist. Ich habe den Kerzenstecker mit fettem Kabelbinder an Masse gebunden.

Ich hatte die Hoffnung, dass das Steuergerät vielleicht den Zündfunken nicht freigibt, wenn der Benzindruck nicht ausreichend anliegt.

Hier mal ein Bild der Zündkerze kurz nach einem mehrfach wiederholten Startversuch und der Fahrt ca. 100m vom Parkplatz zur Hebebühne.

Alle 4 Bilder zeigen die gleiche Zündkerze. Ist etwas dunkel, aber schaut etwas verrust aus, oder? War aber noch nicht warm der Motor.

20191228-155519-mittel
20191228-155525-mittel
20191228-155533-mittel
+1
Themenstarteram 8. Januar 2020 um 21:51

Ich habe am Wochenende einiges an SSP gelesen und würde zusammenfassend sagen, dass es nicht so viele Möglichkeiten gibt, wenn der Motor nicht anspringt.

- Hallgeber G40 oder Kurbelwellensensor, dann natürlich die Kabelstränge zum Steuergerät

- Zündspulen alle 4 defekt? eher unwarscheinlich, dann schon eher der Kabelstrang

- Spannungsversorgungsrelai fürs Motorsteuergerät. Auch das hatte ich schon getauscht, ohne Erfolg.

Bleiben also eigentlich nur noch der Motorkabelbaum? Wir werden sehen. Samstag Nachmittag geht es weiter.

Themenstarteram 11. Januar 2020 um 19:46

Es ging gestern und heute weiter.

Gestern Kabelbaum ausgemessen. Vieles haben wir gemessen, aber nichts ungewöhnliches entdeckt. Aus lauter Verzweiflung habe ich dann am Kabelbaum vor dem Steuergerät die Bandage entfernt, weil der Kabelbaum dort direkt im Wasser liegt.

Nach entfernen vom Band war es darunter richtig nass. Was mich wunderte, waren die verpressten Kabel (3:1 / 2:1) mit einem wasserdichten Quetschverbinder. Auch wenn ich da durch messen keinen Widerstand (Messwert 0 Ohm) messen konnte, habe ich diese trotzdem entfernt und die Kabel verlötet.

Schlussendlich alles wieder zusammengebaut und Motor warmlaufen lassen.

Ergebnis war, dass er bei warmem Motor nun garnicht mehr anspringen wollte. Das war aber nun nicht so schlecht, weil wenn ein Fehler dauerhaft da ist, kann man ja besser suchen...

Alles war unverdächtig, bis ich zum Hallgeber G40 kam, den ich aber schon zweimal getauscht habe (beide Hallgeber waren neu)!

Stecker vom Hallgeber ab und Startversuch um die Signale zu messen.

Was passiert? Der Motor springt nach mehreren Umdrehungen an!

Das ganze war reproduzierbar. Stecker drauf, Motor startet nicht. Stecker ab, Motor braucht ein paar Umdrehungen mehr, springt aber an! (dies widerspricht der SSP!)

Also den noch kalten ersten neuen Geber eingebaut, Motor springt an. Motor laufen lassen, nach ein paar Minuten springt der Motor mit dem nun warmen Hallgeber nicht mehr an.

Den anderen Hallgeber unter kaltem Wasser abgekühlt, Motor startet wie er soll!

Wir sind uns nun recht sicher, dass beide neuen Hallgeber unbrauchbar sind.

Ich werde mir nun am Montag einen Hallgeber von VW kaufen und bin auf das Ergebnis gespannt.

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