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0,5% Pauschale für Elektroautos - Fragen/Diskussionen zur Förderung

Themenstarteram 10. Februar 2018 um 12:34

Im Koalitionsvertrag der neuen GroKo steht schwarz auf weiss, dass die 1% Pauschale zur Berechnung des geldwerten Vorteils für Elektroautos auf 0,5% abgesenkt werden soll.

Zitat: „Wir verbessern die Luftreinhaltung in Städten und wollen Fahrverbote ver- meiden: Anreize für emissionsarme Mobilität (pauschale Dienstwagenbesteuerung von 0,5 Prozent für E-Fahrzeuge).

Wenn das umgesetzt wird denke ich, dass das einen ordentlichen Schub für Elektroautos in Deutschland bringen wird. In der Klasse, in der sich Tesla bewegt sind Firmenwagen extrem wichtig. Die bisherigen Regelungen konnten den Aufpreis für Elektroautos nicht annähernd ausgleichen.

Da wird wohl Druck von Dienswagenfahrern auf ihre Chefs kommen, wenn man durch einen Elektrodienstwagen seine Einkommenssteuer senken kann.

Wahrscheinlich wird das wohl auch für PHEV gelten, aber wenn elektrisch zur Arbeit gependelt wird ist das ja auch vorteilhaft, wenn auch nicht für Tesla.

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 10. Februar 2018 um 20:14

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 10. Februar 2018 um 19:44:17 Uhr:

Na, dann gehörst Du ja zu den Fahrer dicker Karren, die Grasoman gerne stärker besteuern würde.

Bei dem was ich an Steuern zahle habe ich kein schlechtes Gewissen. Aber es gibt ja immer Leute, die meinen, dass andere mehr zahlen sollen und sich selbst benachteiligt fühlen.

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Volle Zustimmung, allerdings ist das längst nicht durch.

Warten wir ab, was die GroKo am Ende wirklich durchsetzt.

Meiner Meinung nach gehört der Faktor gleichzeitig für Verbrenner nach oben korrigiert. Zumindest ab einem gewissen Fahrzeugpreis.

 

Aber zumindest schon mal löblich, dass sowas gemacht wurde.

Ich hoffe, das ist eher durch als mein Model 3 da. Ich hege da noch Zweifel, ob das dieses Jahr noch was wird mit einer Regierung.

Der Begriff "E-Fahrzeuge" ist ja schwammig und dann werden das ja mindestens auch PHEV sein (unter denen mindestens die mit E-Kennzeichen), vielleicht auch HEV und sogar Mild-Hybride.

Die Dienstwagenbeschaffungsrichtlinien der Unternehmen, die natürlich ihre Geschäftspartner bevorzugen, binden außerdem an z.B. VW/Audi/Porsche, Daimler, BMW, Opel, Ford. Auf jeden Fall nicht Tesla.

Ich denke, dass Tesla in DE nur sehr begrenzt davon profitieren kann. Denn für Dienstwagen mit ihren langen Strecken stellen die Ladedauer, Ladenetz immer noch erheblich größere Minuspunkte dar, als es diese finanzielle Förderung bringen kann.

Wenn Audi/Mercedes hingen seine 48V-Mildhybriden als "E-Fahrzeuge" im Sinne dieser dann irgendwann mal kommenden Verordnung durchbekommt, dann wollen die was von dem Kuchen abhaben, hauen wieder 5000 EUR drauf auf den Listenpreis und man hat am Ende eine schöne Industriesubvention an die dt. Autoindustrie. Für Autos, die an sich reine Verbrennerfahrzeuge sind. Der nächste Verkehrsminister wird wieder von der CSU gestellt und der hat links Herrn Audi und rechts Herrn BMW an seinem Entscheidungstisch sitzen. Herr Daimler kommt aus Stuttgart rübergeflitzt, und Herr VW ist über Niedersachsen eh schon gesetzt, dass dem nichts weh tut, was eine dt. Regierung entscheidet. Wenn es die Mild-Hybriden nicht schaffen: die PHEV schaffen es auf jeden Fall. Und dann sind Golf GTE, Passat GTE, A3 e-tron, BMW 225xe, BMW 330e, 530e, C350e, wohl eher unter den Nutznießern. Vielleicht noch ioniq PHEV, Niro PHEV, Outlander PHEV.

Und was ich ja noch inständig hoffe: wieder eine Deckelung, diesmal aber im Fahrzeug-Gesamt-Bruttolistenpreis (nicht dieser Schrott mit dem Basislistenpreis des Basismodells, was Tesla schon mal ausgenutzt hat), sondern Gesamtpreis z.B. auf 40.000 EUR brutto. Drüber ganz normal 1% und nur drunter gibt's 0,5% statt 1%. Also dann für Smart ed, Zoe, Leaf, e-Up, e-Golf, i3, Kangoo ZE, e-NV200, und so weiter und da auch nur die Varianten mit zurückhaltender Ausstattung (denn sonst sind die zu teuer). Denn die Karren für Reiche müssen wir beileibe nicht noch fördern, egal ob elektrisch oder Verbrenner oder Hybrid. Auch ein Model 3 nicht für über 50.000 EUR.

Also: Abwarten, mit welchen Bedingungen es wirklich kommt. Der entscheidende Punkt wird sein, ob Ladenetzanbieter diese "Absichtserklärung" als Anlass nehmen, mal das Fernstraßenladenetz kräftig und sinnvoll auszubauen - und da ja auch wieder die Bundesförderung in Anspruch nehmen können. Denn leider verpuffen diese Fördergelder sonst auch mangels Nachfrage.

Und Lewellyn: dieses Jahr wird das auch nix mehr mit deinem Model 3. Insofern synchronisieren sich die Model 3 Produktion und die dt. Regierungsbildung/Gesetzgebung danach recht gut. :D

Das ist erst mal bloß eine Absicht im Koalitionsvertrag.

Wir haben noch längst keine Regierung und dann noch lange keine Verordnung oder Gesetz, auch vom letzten Vertrag würde nur ein Teil umgesetzt und etliches bis heute nicht.

Allerdings: wenn das so käme, wäre es ein sehr positiver Absatzimpuls, das sehe ich genau so.

Themenstarteram 10. Februar 2018 um 15:13

@Grasoman

Ziel ist eine Verbesserung der Luftreinhaltung in den Städten, nicht das Schließen einer neu entdeckten „Gerechtigkeitslücke“. Es wird sicher auch kein Tesla Förderprogramm, warum auch.

Wenn ein 60k€ Audi TDI durch ein 70k€ PHEV Dienstwagen ersetzt und damit emissionsfrei in die Stadt gefahren wird, dann trägt das sicher zu dem angestrebten Ziel bei.

Es geht dabei ja nicht um eine Subvertion, die ein Arbeitnehmer geschenkt bekommt, sondern darum wieviel er für die Privatnutzung seines Dienstwagens versteuern muss. Da schlägt auch die Progression der Einkommensteuer zu. Man zahlt mehr für einen Tesla X als für einen E-Smart, auch ohne Kostengrenzen.

Mir ist das alles schon klar. Aber Steuererleichterungen für Fahrer/Leaser dicker Dienstwagen brauchen IMHO keine staatlichen Anreize der Umverteilung. Der ganze Wechsel von ICE auf PHEV/BEV im Hochpreissegment ab 50.000 EUR kann von mir aus rein marktwirtschafltich stattfinden und braucht IMHO keine besondere staatliche Förderung. Echtes Volumen ist da aber nicht zu erwarten. Also kann es da auch bei 1% bleiben.

Volumen (und damit auch Volumenverbesserungen) sind im Preissegment unter 40.000 oder 50.000 EUR dringend benötigt. Bezahlbare BEV und PHEV. Und nur für diese würde ich eben die 0.5% gelten lassen. Die Grenze einzuführen, wäre ein Anreiz für die Hersteller, günstige PHEV/BEV herzustellen. Und diese sind wichitg, damit sich recht flott ein Umschwungi in den stadtbefahrenden Flotten ergibt. Und "Gerechtigkeit" kann die Politik sowieso nicht erreichen.

Der Nutzer eines Dienstwagens sollte einen Anreiz haben, einen günstigen Wagen zu bevorzugen. Und daher würde ich das oben (irgendwo bei 40.000 EUR brutto Liste) herum kappen oder ausrampen lassen. Und mit Faktor ,5 statt 1% kommt eine Zoe (0,5% von 30.000 Liste) dann einem Clio Diesel (1% von 15.000 EUR) etwa gleich: 150 EUR im Monat als zu versteuernder geldwerter Vorteil. Aber die Zoe kann noch beim AG laden, braucht den Ladestrom nicht als geldwerten Vorteil zählen und hat so noch einen Vorteil. Zusammen können so die höheren Kosten schon recht gute ausgeglichen werden, sodass insgesamt eine Zoe billiger kommen kann als ein Clio Diesel.

Dicke und teure Autos sieht man viel seltener in den Städten als Kleinstwagen bis Kompaktklassewagen.

Die neuen Ego Life (14-20.000 EUR) landen dann bei ca. 70-100 EUR im Monat geldwerter Vorteil, das ist so wie 1% von einem 7000-10.000 EUR Auto (bilige Verbrenner-Nuckelpinne als Zweitwagen). Und so werden sie dann auch konkurrenzfähig. Genau so Smart ed gegen Smart Verbrenner. Es ist eine Subvention an die Hersteller kostengünstiger PHEV/BEV, weil diese viel mehr Markteinfluss haben als die teuren.

Zitat:

@DaimlerDriver schrieb am 10. Februar 2018 um 15:13:06 Uhr:

[...] dann trägt das sicher zu dem angestrebten Ziel bei.

Schau an, selbst ein hartgesottener Vielzylinderfetischist ist mittlerweile der - zumindest hybriden - Elektrifizierung schon etwas wohlgesonnener. ;)

Themenstarteram 10. Februar 2018 um 17:12

Zitat:

@MartinBru schrieb am 10. Februar 2018 um 16:39:50 Uhr:

Zitat:

@DaimlerDriver schrieb am 10. Februar 2018 um 15:13:06 Uhr:

[...] dann trägt das sicher zu dem angestrebten Ziel bei.

Schau an, selbst ein hartgesottener Vielzylinderfetischist ist mittlerweile der - zumindest hybriden - Elektrifizierung schon etwas wohlgesonnener. ;)

Da hast du mich bisher wohl missverstanden: Ich finde Elektroautos gut und hätte lieber früher als später einen.

Aber dezeit überwiegen für mich noch die Nachteile:

- Es gibt derzeit und kurzfristig kein BEV, das meinen Ansprüchen entspricht. Erste PHEV kommen gerade.

- Für einen Kompromiss (Tesla S) soviel zu zahlen war ich nicht bereit

Ich schreibe zwar zwar des öfteren gegen Tesla, aber eher als Gegengewicht gegen den Hype und die überwiegende Kritiklosigkeit der Tesla Fahrer (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Mein nächster wird in einem Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit ein PHEV, A8 e-tron, Porsche Panamera 4 E-Hybrid Sport Turismo (Turbo?).

Für mich ist die Pauschale übrigens völlig irrelevant, da ich ein elektronisches Fahrtenbuch nutze, bei 5% Privatfahrten.

Na, dann gehörst Du ja zu den Fahrer dicker Karren, die Grasoman gerne stärker besteuern würde.

Themenstarteram 10. Februar 2018 um 20:14

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 10. Februar 2018 um 19:44:17 Uhr:

Na, dann gehörst Du ja zu den Fahrer dicker Karren, die Grasoman gerne stärker besteuern würde.

Bei dem was ich an Steuern zahle habe ich kein schlechtes Gewissen. Aber es gibt ja immer Leute, die meinen, dass andere mehr zahlen sollen und sich selbst benachteiligt fühlen.

Bei 0,5 wird überhaupt nichts passieren, außer ein paar dicke Dienstwagen weiterhin mit Feigenblatt rumfahren. In ca 6 Monaten werden die Autolobbyisten sämtliche Politikerklinken der Groko abgewetzt haben. Dann gibt es ein neues , noch ungerechteres Dienstwagenprivileg für 70.000- €-Karren mit praktischer 50km elektrischer Reichweite-Feigenblatt. Die Luft wird alles- nur nicht sauberer, weil die Masse nicht gefördert wird.

Wetten?

Zitat:

@Audi-gibt-Omega schrieb am 11. Februar 2018 um 22:15:16 Uhr:

Die Luft wird alles- nur nicht sauberer, weil die Masse nicht gefördert wird.

Dafür könnte man bei den 'dicken Schlitten' pro Fahrzeug deutlich mehr einsparen und meist werden mit diesen Fahrzeugen auch deutlich mehr Kilometer pro Jahr gefahren! Das Potential wäre also da, wenn denn ausschließlich BEV gefördert würden, solange PHEV auch gefördert werden, wird es nicht viel bringen...

Ich würde die PHEV nicht so pauschal abwerten. Wenn diese dann mal 100-200 km elektrische Reichweite mitbringen und dann noch ein Hilfsaggregat haben, ist es technisch immer noch kein BEV, aber ein Auto, das nicht erst dann interessant wird, wenn die Ladeinfrastruktur richtig gut ausgebaut ist oder die Akkureichweite bei mindestens 500-1000 Stadt-km oder Autobahn-km (je nach Kundenanspruch) liegt.

Außerdem gehen Longrange-PHEV auch auf den jetzigen Plattformen (die sind günstig und bezahlt mit ehemals hohen Investitionen, die noch nicht ganz amortisiert sind). Für Longrange-BEV hingegen braucht es derzeit (da zu geringe Energiedichte der Batterien) immer noch neue Plattformen. Und die Kurzstrecken-BEV oder Mittelstrecken-BEV auf den bisherigen Plattformen waren bisher nur begrenzt erfolgreich.

Und ich finde, die PHEV haben einen Vorteil: es gibt noch Spielraum in der Batteriegröße. Die BEV-Entwicklung können sonst hohe Preise für z.B. bestimmte Batterierohstoffe (z.B. Cobalt) für die energiedichten Akkuchemien auch flink wieder ausbremsen. Oft sind diese Peaks nur kurz und eigentlich Spekulationsblasen, aber dann kommen nur die (wenigen) Hersteller da durch, die sich vorher mit Langzeitverträgen (oder Optionsscheinen) gegen Preisschwankungen abgesichert haben.

Es ist oft ratsam, so 2-3 konkurrierende Technologien im Rennen zu behalten. Nächster möglicher Schritt in den Anforderungen: 50 km elektrische WLTP-Reichweite, EV-Betrieb bis mindestens 120 km/h - dann werden auch die PHEVs wieder etwas elektrischer.

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