- Startseite
- Forum
- Wissen
- Fahrzeugtechnik
- "Saubere Diesel"
"Saubere Diesel"
Lesenswert wie ich finde: http://www.sueddeutsche.de/.../...m-maer-vom-sauberen-diesel-1.1942581
Die Vermutung, dass auch moderne Diesel mit Mehrfacheinspritzungen und anderen Tricks unter Last nicht mehr wirklich sauber sind, das lag ziemlich nahe - nur fehlten jedenfalls mir die dazugehörigen Messergebnisse. Dieser Artikel bzw. die Messungen der TNO bestätigen allerdings das, was jeder Verbrennungstechniker über Diesel und "alltagsrelevante Lastzustände" befürchtet hatte.
Zitat:
Bei ihrer Untersuchung, im Auftrag des niederländischen Umweltministeriums fanden die TNO-Ingenieure heraus, dass die neuen Euro-6-Dieselmodelle auf der Straße nicht 80, sondern zwischen 500 und 800 Milligramm Stickoxide emittieren. Der zulässige Grenzwert wird also in Wahrheit um das Sieben- bis Zehnfache überschritten. [...] Andere Studien aus Norwegen und Deutschland bestätigen die TNO-Ergebnisse. Der ADAC hatte bereits vor Jahren bei Euro-6-Dieselmodellen tatsächliche Stickoxidwerte von bis 1100 Milligramm pro Kilometer gemessen.
Aber wie gut, dass die neueren Abgasnormen gut für die Umwelt waren. Jedenfalls bei Benzinern, wobei mich dort interessiert was die an HC und CO praktisch emittieren. Diese NOx Werte können leidlich moderne Benziner allerdings kaum überbieten. Herzlichen Dank an den für Alltagsverbräuche, Fahrzustände und damit praktisch relevante Emissionen vollkommen irrelevanten NEFZ Zyklus.
Edit: Durch die im Vergleich zum Ottokraftstoff geringere Energiesteuer von etwa 47 Cent/l ist Dieselkraftstoff bezüglich des je Liter emittierten CO2 etwa 33 Cent(!) zu billig.
Beste Antwort im Thema
Lesenswert wie ich finde: http://www.sueddeutsche.de/.../...m-maer-vom-sauberen-diesel-1.1942581
Die Vermutung, dass auch moderne Diesel mit Mehrfacheinspritzungen und anderen Tricks unter Last nicht mehr wirklich sauber sind, das lag ziemlich nahe - nur fehlten jedenfalls mir die dazugehörigen Messergebnisse. Dieser Artikel bzw. die Messungen der TNO bestätigen allerdings das, was jeder Verbrennungstechniker über Diesel und "alltagsrelevante Lastzustände" befürchtet hatte.
Zitat:
Bei ihrer Untersuchung, im Auftrag des niederländischen Umweltministeriums fanden die TNO-Ingenieure heraus, dass die neuen Euro-6-Dieselmodelle auf der Straße nicht 80, sondern zwischen 500 und 800 Milligramm Stickoxide emittieren. Der zulässige Grenzwert wird also in Wahrheit um das Sieben- bis Zehnfache überschritten. [...] Andere Studien aus Norwegen und Deutschland bestätigen die TNO-Ergebnisse. Der ADAC hatte bereits vor Jahren bei Euro-6-Dieselmodellen tatsächliche Stickoxidwerte von bis 1100 Milligramm pro Kilometer gemessen.
Aber wie gut, dass die neueren Abgasnormen gut für die Umwelt waren. Jedenfalls bei Benzinern, wobei mich dort interessiert was die an HC und CO praktisch emittieren. Diese NOx Werte können leidlich moderne Benziner allerdings kaum überbieten. Herzlichen Dank an den für Alltagsverbräuche, Fahrzustände und damit praktisch relevante Emissionen vollkommen irrelevanten NEFZ Zyklus.
Edit: Durch die im Vergleich zum Ottokraftstoff geringere Energiesteuer von etwa 47 Cent/l ist Dieselkraftstoff bezüglich des je Liter emittierten CO2 etwa 33 Cent(!) zu billig.
Ähnliche Themen
1767 Antworten
Zitat:
@LtLTSmash schrieb am 12. November 2015 um 12:02:37 Uhr:
Wasserstoff wächst nicht an Bäumen und muß erst mit hohem Energiaufwand hergestellt werden.
Das ist schon richtig.
Aber in den Ballungszentren, wo Autos haufenweise unterwegs sind, da fährt das Wasserstoffauto praktisch abgasfrei.
Die Konzentration der Abgase in den Ballungszentren ist meines Erachtens noch mehr das Problem als eine Summenrechnung.
Damit will ich nicht sagen dass das Wasserstoffauto die Lösung aller Probleme darstellt.
Zitat:
@gla schrieb am 13. November 2015 um 08:20:52 Uhr:
Zitat:
@LtLTSmash schrieb am 12. November 2015 um 12:02:37 Uhr:
Wasserstoff wächst nicht an Bäumen und muß erst mit hohem Energiaufwand hergestellt werden.
Das ist schon richtig.
Aber in den Ballungszentren, wo Autos haufenweise unterwegs sind, da fährt das Wasserstoffauto praktisch abgasfrei.
Die Konzentration der Abgase in den Ballungszentren ist meines Erachtens noch mehr das Problem als eine Summenrechnung.
Damit will ich nicht sagen dass das Wasserstoffauto die Lösung aller Probleme darstellt.
Ihr habt beide recht. Das oben gesagte gilt übrigens auch für das Elektroauto, auch das ist nur lokal emissionsfrei und unter Klimagesichtspunkten nur dann "grüner" als ein Verbrenner, wenn es nicht mit dem gegenwärtigen Strommix aufgeladen wird.
Beim Elektroauto wird ja seit geraumer Zeit darüber nachgedacht, dem Netzbetreiber Zugriff auf die Fahrzeugakkus von eingestöpselten Elektroautos zu geben, so daß diese zur Glättung des Zappelstroms beitragen können. Das wird nicht jeder Fahrzeughalter mit sich machen lassen wollen, schließlich wird das dazu führen, daß er die eh schon lächerliche Reichweite seines Fahrzeuges nur noch an den wenigsten Tagen zur Verfügung haben wird, von der Alterung des Akkus einmal ganz abgesehen. Den an windigen und sonigen Tagen überschüssigen Strom könnte man aber zur Herstellung von Wasserstoff oder gleich Methan nutzen, daß man direkt in die existierenden Erdgasinfrastruktur einspeisen könnte. Man kann es speichern, man könnte damit heizen, Autos betanken, oder es in Gaskraftwerken oder Blockheizkraftwerken wieder emissionsarm verstromen.
Von Klimapolitik einmal abgesehen würde das durchaus der Luftqualität dienen. Reifenabrieb haben aber auch Elektro-, Erdgas- und Wasserstoffautos, ein Teil der Feinstaubemissionen des Verkehrs (wenn auch der ungefährlichere) wird also bestehen bleiben. Das andere große Problem, das das Auto in der Stadt verursacht, wird davon jedoch nicht berührt. Auch ein Elektro- oder Wasserstoffauto bleibt ein Auto. Wenn es leiser und sauberer ist, so bleibt es doch aufgrund seiner Schnelligkeit und Masse für Fußgänger und Radfahrer im Kollisionsfalle potentiell tödlich.
Über Jahrhunderte, Jahrtausende waren Plätze und Straßen öffentliche Räume, in denen sich große Teile des Lebens abspielten, die verscheidene geographische, aber auch soziale Hintergründe verbanden. Eine typische Großstadtstraße verbindet immer noch, aber nur den Autoverkehr, den Rest der Stadt trennt sie. Eine Autostraße ist eine Grenze, ein unwirtlicher Ort.
Zur Steigerung der Lebensqualität in den Städten können Elektro- und Wasserstoffautos also nur begrenzt beitragen (durch Reduzierung der lokalen Emissionen). Ziel muß es daher sein, das Auto generell aus der Stadt ud aus dem städtischen Straßenbild herauszuhalten. Dazu darf aber nicht nur das Autofahren unattraktiv gemacht haben (das produziert nur Trotzreaktionen), zugleich müssen der ÖPNV und das Fahrradfahren sowie zu-Fuß-gehen auch absolut (und nicht nur relativ) deutlich attraktiver werden, den verbleibenden Autoverkehr wird man im Allgemeinen verlangsamen und die schnellen Hauptverkehrsadern für den verbleibenden Verkehr wird man unter die Erde bringen müssen. (Daß man auf motorisierten Individualverkehr nicht vollständig wird verzichten können ist, denke ich, jedem klar, also wird man auch bedenken müssen, wie man den verbleibenden Teil möglichst anwohnerschonend bekommt.)
Ich warne davor, dem Elektro- oder Wasserstoffauto zu große Heilsversprechen zuzuschreiben. Wenn alle Autos einer Großstadt über Nacht elektrisch führen, so wäre damit nur ein kleiner Teil der Probleme gelöst. Der Rest ist Aufgabe der Stadtplanung - und jedes Einzelnen. Die Technik mag die Auswirkungen eines "weiter so" abmildern, und auf diese Möglichkeit zu verzichten wäre töricht, aber das alleine reicht nicht aus.
Zitat:
Worauf? Wasserstoff wächst nicht an Bäumen und muß erst mit hohem Energiaufwand hergestellt werden. Der Nutzen von Wasserstoff ist also erst mal fraglich, bis die ganze Kette nachhaltig ist.
Genau, bis die Kette nachhaltig ist. Nur um diese Probleme zu klären, wird leider kaum Geld investiert. Für mich sind die Batterien das KO-Kriterium für E-Autos. Das Problem des Ladens, der Lebensdauer, der Herstellung und der Entsorgung wird nicht in absehbarer Zeit befriedigend gelöst werden bzw. handeln wir uns die nächsten Probleme ein. Da helfen auch keine Versprechen von irgendwelchen grünen Lobbyisten.
Im Prinzip hasse ich es einfach, wenn eine Technologie als Heilsbringer verkauft wird und andere Technologien mit politisch gesteuerten Tunnelblick gar nicht mehr beachtet werden.
Aber dieses Thema ist ja wohl ein anderes. Aber wenigstens machst Du die Einschränkung "erst mal". Auch das lässt hoffen.:)
Zitat:
@aero84 schrieb am 13. November 2015 um 09:42:07 Uhr:
Ihr habt beide recht. Das oben gesagte gilt übrigens auch für das Elektroauto, auch das ist nur lokal emissionsfrei und unter Klimagesichtspunkten nur dann "grüner" als ein Verbrenner, wenn es nicht mit dem gegenwärtigen Strommix aufgeladen wird.
Beim Elektroauto wird ja seit geraumer Zeit darüber nachgedacht, dem Netzbetreiber Zugriff auf die Fahrzeugakkus von eingestöpselten Elektroautos zu geben, so daß diese zur Glättung des Zappelstroms beitragen können. Das wird nicht jeder Fahrzeughalter mit sich machen lassen wollen, schließlich wird das dazu führen, daß er die eh schon lächerliche Reichweite seines Fahrzeuges nur noch an den wenigsten Tagen zur Verfügung haben wird, von der Alterung des Akkus einmal ganz abgesehen. Den an windigen und sonigen Tagen überschüssigen Strom könnte man aber zur Herstellung von Wasserstoff oder gleich Methan nutzen, daß man direkt in die existierenden Erdgasinfrastruktur einspeisen könnte. Man kann es speichern, man könnte damit heizen, Autos betanken, oder es in Gaskraftwerken oder Blockheizkraftwerken wieder emissionsarm verstromen.
Irgendwie ist mir die Ausführung zu schwarz-weiß.
Natürlich würde jeder einen Teil seines Akkus hergeben, wenn er davon selbst (monetär zieht immer) profitieren könnte.
Es hat doch niemand gesagt, dass man Zugriff auf den gesamten Akku bekommen soll, wie unlogisch wäre das bitte?
Aber wenn jemand 5-10% seiner Maximalkapazität freigeben könnte und dafür die Summe X pro Monat oder Zugriff bekäme, würden das sehr viele machen.
Außerdem belastet eine Fluktuation von 5-10% Ladung den Akku mal 0,0, wie man an den viele Toyota Hybriden zB sehen kann.
Rechnen wir mal im Schnitt mit 45 kWh Akkus, die nach meiner Einschätzung später in jedem Kompakten verbaut sein dürften.
Wenn davon 10% freigegeben würden wären das 4,5 kWh/Auto.
Bei 2000 Autos in einer Stadt wären das mal eben 9 MWh Regelkapazität in einem sehr überschaubaren lokalen Raum.
Und dem Autofahrer würde das garnicht wehtun, er würde es nichtmal wirklich merken, ob nun die Anzeige 320 km oder 300 km, 295 oder beim nächsten Mal wieder 335 anzeigt.
Man könnte das ja auch einstellbar machen. So dass man selbst entscheiden kann, auf wieviel % zugegriffen werden kann.
Oder Untergrenzen definieren. Zb kann man einstellen, dass mind. 40 kWh drin bleiben müssen usw.
Tut noch nicht alle gleich so, als wollten die bösen anderen euren Akku zerbraten. :D
und deine ganze Umwandlung und Speicherung usw. kann man betreiben,w enn man über 100% EEG im Netz kommt.
Vorher sollte man eher versuchen auf 100% EEG OHNE VERLUSTE zu kommen.
Was nützt es, wenn ich lokal ein wenige Überproduktion mit zigfacher Umwandlung mit dem Faktor 0,3 am Ende wieder als Strom habe?
genau, nix.
Der Aufwand für die Herstellung dieser Anlagen/Infrastruktur übersteigt ja den Nutzen bei weitem.
Und Wasserstoff würde auch heute größtenteils mit Kohlestrom hergestellt. Dem Hersteller ist nämlich die Umwelt herzlich egal, sobald sich da ein Markt auftut wird H2 hergestellt, egal wie!
Das alles wird sich parallel entwickeln und wir werden erleben, welcher Weg oder welcher Mix am Ende der beschrittene wird.
1. Ja, wenn die "Netzstabilisierungsladehübe"tatsächlich auf einen so homöopathischen Bereich begrenzt bleiben...
2. Wir haben bereits jetzt Tage, an denen in Deutschland mehr Strom regenerativ erzeugt wird als gebraucht. Das Problem ist, daß es auch windarme und nichtsonnige Tage gibt, und zwar deutlich mehr. Zum einen bräuchte es also für "schlechte" Tage weitere Kapaziäten, zum anderen werden wir an "guten" Tagen unseren tollen Ökostrom nicht los. Das Speicherproblem ist also ein ganz vordringliches, denn damit geht man beide Probleme an.
Lieber mit 30% Wirkungsgrad speichern als gar nicht.
Zitat:
@aero84 schrieb am 13. November 2015 um 11:03:16 Uhr:
2. Wir haben bereits jetzt Tage, an denen in Deutschland mehr Strom regenerativ erzeugt wird als gebraucht. Das Problem ist, daß es auch windarme und nichtsonnige Tage gibt, un dzwar deutlich mehr. Zum einen brauchtes also weitere Kapaziäten, zum anderen werden wir an "guten" Tagen unseren tollen Ökostrom nicht los.
Das Speicherproblem ist also ein ganz vordringliches.
Lieber mit 30% Wirkungsgrad speichern als gar nicht.
Wo kann ich das nachlesen? Meines Wissens nach ist Dänemark bisher das einzige EU-Land, dass es an wenigen Tagen in diesem Jahr geschafft hat über 100% aus EEG zu erzeugen.
Der Grund, dass bei uns "zu viel" EEG vorhanden ist liegt schlicht an der Tatsache, dass die BIG4 ihre drecks Kohlekraftwerke immer laufen lassen, weil die zu langsam zu regeln sind.
Außerdem könnte man schon heute bis zu 39 von diesen Dreckschleudern abschalten, sofort!
Desweiteren könnte man schon heute, so man wollte Kombi-Kraftwerke etablieren.
Außerdem ist das mit dem "Zappelstrom" auch mega übertrieben.
Wind und Sonne lassen sich ziemlch genau vorhersagen und vorallem WIND lässt sich in einem weiten Geschwindigkeitsbereich ernten, da zappelt recht wenig.
Und nochmal, wenn du erstmal die Strukturen erschaffen musst um diese miesen 30% zu überführen, dann fährst du eine ganze Weile einfach energetisch Minus ein. Sehr lange.
Zitat:
@hudemcv schrieb am 13. November 2015 um 11:08:07 Uhr:
Zitat:
@aero84 schrieb am 13. November 2015 um 11:03:16 Uhr:
2. Wir haben bereits jetzt Tage, an denen in Deutschland mehr Strom regenerativ erzeugt wird als gebraucht. Das Problem ist, daß es auch windarme und nichtsonnige Tage gibt, un dzwar deutlich mehr. Zum einen brauchtes also weitere Kapaziäten, zum anderen werden wir an "guten" Tagen unseren tollen Ökostrom nicht los.
Das Speicherproblem ist also ein ganz vordringliches.
Lieber mit 30% Wirkungsgrad speichern als gar nicht.
Wo kann ich das nachlesen? Meines Wissens nach ist Dänemark bisher das einzige EU-Land, dass es an wenigen Tagen in diesem Jahr geschafft hat über 100% aus EEG zu erzeugen.
Moment, ich suche mal. Aber mir war so, als hätten wir das letztes Jahr ein paarmal geschafft.
Es mir ja auch nur darum, auf die riesige Lücke hinzuweisen zwischen dem, was unter Optimalbedingungen möglich ist und den "schlechten" Tagen. Diese Lücke muß man irgendwie schließen. Entweder, indem man speichert, oder man fährt die Lücke dann halt mit anderen Mitteln zu. Gas wäre sauber und schnell zu regeln, ist aber finanziell nicht zur Kohle konkurrenzfähig. Was uns zum nächsten Grund führt:
Zitat:
Der Grund, dass bei uns "zu viel" EEG vorhanden ist liegt schlicht an der Tatsache, dass die BIG4 ihre drecks Kohlekraftwerke immer laufen lassen, weil die zu langsam zu regeln sind.
Außerdem könnte man schon heute bis zu 39 von diesen Dreckschleudern abschalten, sofort!
Wie gesagt, irgendwie muß man die Lücke zufahren. Sinnvoll wäre es, das natürlich nur dann zu machen, wenn es benötigt wird, also mit Gas. Das ist aber teuer. Also läßt man die tlw schon längst abgeschriebenen Kohlekraftwerke weiter laufen, und weil die zu träge sind, hat man dann an "guten" Tagen absurde Überschüsse. Preislich zur Kohle konkurrenzfähig wäre halt die Kernkraft gewesen, aber nachdem uns eine plötzliche Angst vor Tsunamis an Rhein, Weser und Isar erfaßt hat... Die Big4 müssen halt auch irgendwie Geld verdienen, das ist ihr einziger Daseinszweck.
Zitat:
Desweiteren könnte man schon heute, so man wollte Kombi-Kraftwerke etablieren.
Natürlich! Damit das funktioniert braucht es aber drei Dinge:
- weitere Erzeugungskapazitäten
- Netzausbau (Hallo Horst!)
- Speichertechnik. (Sagen ja auch dei Kombikraftwerkjungs.)
Zitat:
Und nochmal, wenn du erstmal die Strukturen erschaffen musst um diese miesen 30% zu überführen, dann fährst du eine ganze Weile einfach energetisch Minus ein. Sehr lange.
Weiterzumachen wie bisher kann aber auch keine Lösung sein, da sind wir uns doch einig? Irgendwo muß der Strom in Schwachwindzeiten und bei Dunkelheit ja herkommen. Das läuft entweder auf fossile Energieträger heraus - oder auf Akkus und Wasserstoff. Oder Kernkraft.
Zitat:
@aero84 schrieb am 13. November 2015 um 11:49:27 Uhr:
Zitat:
@hudemcv schrieb am 13. November 2015 um 11:08:07 Uhr:
Wo kann ich das nachlesen? Meines Wissens nach ist Dänemark bisher das einzige EU-Land, dass es an wenigen Tagen in diesem Jahr geschafft hat über 100% aus EEG zu erzeugen.
Moment, ich suche mal. Aber mir war so, als hätten wir das letztes Jahr ein paarmal geschafft.
Es mir ja auch nur darum, auf die riesige Lücke hinzuweisen zwischen dem, was unter Optimalbedingungen möglich ist und den "schlechten" Tagen. Diese Lücke muß man irgendwie schließen. Entweder, indem man speichert, oder man fährt die Lücke dann halt mit anderen Mitteln zu. Gas wäre sauber und schnell zu regeln, ist aber finanziell nicht zur Kohle konkurrenzfähig. Was uns zum nächsten Grund führt:
Zitat:
@aero84 schrieb am 13. November 2015 um 11:49:27 Uhr:
Zitat:
Der Grund, dass bei uns "zu viel" EEG vorhanden ist liegt schlicht an der Tatsache, dass die BIG4 ihre drecks Kohlekraftwerke immer laufen lassen, weil die zu langsam zu regeln sind.
Außerdem könnte man schon heute bis zu 39 von diesen Dreckschleudern abschalten, sofort!
Wie gesagt, irgendwie muß man die Lücke zufahren. Sinnvoll wäre es, das natürlich nur dann zu machen, wenn es benötigt wird, also mit Gas. Das ist aber teuer. Also läßt man die tlw schon längst abgeschriebenen Kohlekraftwerke weiter laufen, und weil die zu träge sind, hat man dann an "guten" Tagen absurde Überschüsse. Preislich zur Kohle konkurrenzfähig wäre halt die Kernkraft gewesen, aber nachdem uns eine plötzliche Angst vor Tsunamis an Rhein, Weser und Isar erfaßt hat... Die Big4 müssen halt auch irgendwie Geld verdienen, das ist ihr einziger Daseinszweck.
Zitat:
@aero84 schrieb am 13. November 2015 um 11:49:27 Uhr:
Zitat:
Desweiteren könnte man schon heute, so man wollte Kombi-Kraftwerke etablieren.
Natürlich! Damit das funktioniert braucht es aber drei Dinge:
- weitere Erzeugungskapazitäten
- Netzausbau (Hallo Horst!)
- Speichertechnik. (Sagen ja auch dei Kombikraftwerkjungs.)
Zitat:
@aero84 schrieb am 13. November 2015 um 11:49:27 Uhr:
Zitat:
Und nochmal, wenn du erstmal die Strukturen erschaffen musst um diese miesen 30% zu überführen, dann fährst du eine ganze Weile einfach energetisch Minus ein. Sehr lange.
Weiterzumachen wie bisher kann aber auch keine Lösung sein, da sind wir uns doch einig? Irgendwo muß der Strom in Schwachwindzeiten und bei Dunkelheit ja herkommen. Das läuft entweder auf fossile Energieträger heraus - oder auf Akkus und Wasserstoff. Oder Kernkraft.
ich merke schon,w ir sind grundsätzlich beim gleichen Ansatz, aber...
Kernkraft ist nicht wirklich günstiger, nur weil die Rückstellungen bisher immer viel zu niedrig angesetzt wurden.
Kohle ist nur deshalb billiger, weil sie indirekt subventioniert wird unzwar volles Programm.
Deshalb wäre ich ja auch für eine Umweltsteuer für Kohlekraftwerke.
Wir haben mit die dreckigsten Kohlekraftwerke der Welt, selbst amerikanische Kraftwerke sind sauberer!
Klar, sollte man nict weitermachen wie bisher, aber niemand wird in etwas investieren, dass ihm am Ende nichts bringt.
Das heißt keiner baut einen Speicher, wenn er für seinen gespeciherten Strom am Ende nicht mehr bekommt, als er investiert hat.
So ists ja im privaten im Moment auch noch. Selbstgenutzter (gespeicherter) Strom ist teurer als der aus dem Netz wegen der Anschubinvestition.
Man müsste die Stromherstellung einfach solidarisieren. Netzdienste müssten von staatlicher Seite bereitgestellt werden und alle! Hersteller von Energie müssten einfach in einen "Pool" speisen, dabei könnte man Regelung etablieren, die die Produzenten gegenüber den reinen Konsumenten etwas besser stellt, um Investitionen in dieser Richtung anzutreiben.
Zitat:
@gla schrieb am 13. November 2015 um 08:20:52 Uhr:
Zitat:
Das ist schon richtig.
Aber in den Ballungszentren, wo Autos haufenweise unterwegs sind, da fährt das Wasserstoffauto praktisch abgasfrei.
Die Konzentration der Abgase in den Ballungszentren ist meines Erachtens noch mehr das Problem als eine Summenrechnung.
Ein Benziner (auch mit Erdgas betrieben) stößt bei warmen Kat eigentlich keine Schadstoffe (nur CO2 aber das ist ja erstmal ungiftig). Beim DI haben wir evtl noch ein Partikelproblem, aber das sollte machbar sein. Ich denke das Problem in den Ballungszentren sind eigentlich nur die Diesel ohne NOx Reinigung. Mit SCR o.ä. sollte aber auch der Rein zu kriegen sein.
Also am Ende denke ich ist es eine Frage des Preises wobei ich für den Innestadtverkehr klar das Elektroauto als Favoriten sehe, schon allein aus Wirkungsgradgründen.
Zitat:
@hudemcv schrieb am 13. November 2015 um 11:58:56 Uhr:
ich merke schon,w ir sind grundsätzlich beim gleichen Ansatz, aber...
Kernkraft ist nicht wirklich günstiger, nur weil die Rückstellungen bisher immer viel zu niedrig angesetzt wurden.
Wobei das an aktuellen der Niedrigzinspolitik der EZB liegt. Nähme man eine Verzinsung im historischen Durchschnitt an reicht das locker. Nimmt man aktuelle Zinssätze, reicht es nicht. Aber daß die aktuelle Geldpolitik nicht unbegrenzt fortgeführt werden kann ist ja auch eigentlich jedem klar.
Zitat:
Kohle ist nur deshalb billiger, weil sie indirekt subventioniert wird unzwar volles Programm.
Deshalb wäre ich ja auch für eine Umweltsteuer für Kohlekraftwerke.
Wir haben mit die dreckigsten Kohlekraftwerke der Welt, selbst amerikanische Kraftwerke sind sauberer!
Unser Hauptproblem ist die Braunkohle.
Zitat:
Klar, sollte man nict weitermachen wie bisher, aber niemand wird in etwas investieren, dass ihm am Ende nichts bringt.
Das heißt keiner baut einen Speicher, wenn er für seinen gespeciherten Strom am Ende nicht mehr bekommt, als er investiert hat.
So ists ja im privaten im Moment auch noch. Selbstgenutzter (gespeicherter) Strom ist teurer als der aus dem Netz wegen der Anschubinvestition.
Man müsste die Stromherstellung einfach solidarisieren. Netzdienste müssten von staatlicher Seite bereitgestellt werden und alle! Hersteller von Energie müssten einfach in einen "Pool" speisen, dabei könnte man Regelung etablieren, die die Produzenten gegenüber den reinen Konsumenten etwas besser stellt, um Investitionen in dieser Richtung anzutreiben.
Darüber, ob natürliche Monopole nicht doch besser in Staatshand gehören kann man sogar mit einem Liberalen wie mir diskutieren. (Die einzig gangbare Alternative wären private Investitionen mit einer sehr straffen Regulierung, die Leistungserbringung und Entgelte überwacht, um ein Ausnutzen des Monopols zu unterbinden - also der Status quo. Der Vorteil liegt darin, daß privates Kapital beteiligt wird und der Staatshaushalt nicht belastet wird. Andererseits kann der Staat immer günstiger Kapital aufnehmen als die Privatwirtschaft, eine staatliche Netzgesellschaft hätte also geringere Kosten. Außerdem wäre sie nicht zwangsweise profitorientiert. Damit wären geringere Entgelte möglich, vorausgesetzt sie wäre genauso effizient wie der private Netzbetreiber. An dessen konzeptioneller Überlegenheit darf man in einer Monopolsituation auch zweifeln.)
Wie aber entscheidet man, wer einspeisen darf und wer nicht? Wenn alle Erzeuger in der gleichen Hand wären wäre das einfach, in einer dezentralen Umgebung ist es das nicht. Jeder der Erzeuger hat investiert und darf dann auch Erträge erwarten, zumindest aber, daß er erstens gegenüber anderen nicht diskriminiert wird, und zweitens, daß seine Erträge zumindest in einem gewissen Rahmen planbar bleiben.
Auflösen wird man das nur können, indem nicht nur die tatsächliche Stromerzeugung, sondern auch das Bereithalten von Reserven honoriert wird. (Das würde übrigens auch die Abkehr von der Kohle beschleunigen und Gaskraftwerke wieder wirtschaftlich machen.) Genau das hat Gabriel aber doch gerade verhindert...
Zitat:
@aero84 schrieb am 13. November 2015 um 12:31:02 Uhr:
Zitat:
@hudemcv schrieb am 13. November 2015 um 11:58:56 Uhr:
ich merke schon,w ir sind grundsätzlich beim gleichen Ansatz, aber...
Kernkraft ist nicht wirklich günstiger, nur weil die Rückstellungen bisher immer viel zu niedrig angesetzt wurden.
Wobei das an aktuellen der Niedrigzinspolitik der EZB liegt. Nähme man eine Verzinsung im historischen Durchschnitt an reicht das locker. Nimmt man aktuelle Zinssätze, reicht es nicht. Aber daß die aktuelle Geldpolitik nicht unbegrenzt fortgeführt werden kann ist ja auch eigentlich jedem klar.
Zitat:
@aero84 schrieb am 13. November 2015 um 12:31:02 Uhr:
Zitat:
Kohle ist nur deshalb billiger, weil sie indirekt subventioniert wird unzwar volles Programm.
Deshalb wäre ich ja auch für eine Umweltsteuer für Kohlekraftwerke.
Wir haben mit die dreckigsten Kohlekraftwerke der Welt, selbst amerikanische Kraftwerke sind sauberer!
Unser Hauptproblem ist die Braunkohle.
Zitat:
@aero84 schrieb am 13. November 2015 um 12:31:02 Uhr:
Zitat:
Klar, sollte man nict weitermachen wie bisher, aber niemand wird in etwas investieren, dass ihm am Ende nichts bringt.
Das heißt keiner baut einen Speicher, wenn er für seinen gespeciherten Strom am Ende nicht mehr bekommt, als er investiert hat.
So ists ja im privaten im Moment auch noch. Selbstgenutzter (gespeicherter) Strom ist teurer als der aus dem Netz wegen der Anschubinvestition.
Man müsste die Stromherstellung einfach solidarisieren. Netzdienste müssten von staatlicher Seite bereitgestellt werden und alle! Hersteller von Energie müssten einfach in einen "Pool" speisen, dabei könnte man Regelung etablieren, die die Produzenten gegenüber den reinen Konsumenten etwas besser stellt, um Investitionen in dieser Richtung anzutreiben.
Darüber, ob natürliche Monopole nicht doch besser in Staatshand gehören kann man sogar mit einem Liberalen wie mir diskutieren. (Die einzig gangbare Alternative wären private Investitionen mit einer sehr straffen Regulierung, die Leistungserbringung und Entgelte überwacht, um ein Ausnutzen des Monopols zu unterbinden - also der Status quo. Der Vorteil liegt darin, daß privates Kapital beteiligt wird und der Staatshaushalt nicht belastet wird. Andererseits kann der Staat immer günstiger Kapital aufnehmen als die Privatwirtschaft, eine staatliche Netzgesellschaft hätte also geringere Kosten. Außerdem wäre sie nicht zwangsweise profitorientiert. Damit wären geringere Entgelte möglich, vorausgesetzt sie wäre genauso effizient wie der private Netzbetreiber. An dessen konzeptioneller Überlegenheit darf man in einer Monopolsituation auch zweifeln.)
Wie aber entscheidet man, wer einspeisen darf und wer nicht? Wenn alle Erzeuger in der gleichen Hand wären wäre das einfach, in einer dezentralen Umgebung ist es das nicht. Jeder der Erzeuger hat investiert und darf dann auch Erträge erwarten, zumindest aber, daß er erstens gegenüber anderen nicht diskriminiert wird, und zweitens, daß seine Erträge zumindest in einem gewissen Rahmen planbar bleiben.
Auflösen wird man das nur können, indem nicht nur die tatsächliche Stromerzeugung, sondern auch das Bereithalten von Reserven honoriert wird. (Das würde übrigens auch die Abkehr von der Kohle beschleunigen und Gaskraftwerke wieder wirtschaftlich machen.) Genau das hat Gabriel aber doch gerade verhindert...
Dem kann man eigentlich nichts mehr wirklich hinzufügen.
Am simpelsten könnte man es ja angehen in dem man eben einfach die vorgehaltene Kapazität in einem angemessenen Verhältnis vergütet. Natürlich nur bei EE. Weiviel am Ende davon abgerufen wird ist letztlich auch egal. Jeder braucht Strom.
Das Entgelt des Nutzers geht an die staatliche Netzgesellschaft, die damit a: das Netz betreibt und b: die Vergütung der Kapazitäten inne hat.
Damit wäre auch für Investoren planbar, wieviel man pro kWh zB bekommt.
Man müsste jedoch eine Regulierung erdenken, damit nicht einige riesige Überkapazitäten aufbauen.
Das haben wir ja heute schon!
Man muss ja nicht gleich so riesig anfangen sondern auf verschiedene Ebenen.
E Kleinwagen ohne überfrachtete Ausstattung für Stadt und Kurzstrecke zum günstigen Preis.
Die Hersteller bauen ihre Fahrzeuge ab Werk mit gehärtete Ventilsitze und nitrierte Ventile und bieten sie ab Werk mit LPG an (z.b. Dacia aufpreis 800€) bzw der Kunde macht es selber mit einer höherwertigen Anlage.
LPG ist ein Abfallprodukt was meistens abgefackelt wird kostet ab 0,43€ der Liter.
Benziner/Hybrid für den Kurz und Mittelstrecken Verkehr.
Diesel/Wasserstoff für große Langstrecken PKW und Nutzfahrzeuge.
Zitat:
@Holger-TDI schrieb am 12. November 2015 um 09:20:24 Uhr:
Aber auf jeden Fall haben Toyoto ihr erstes serienreifes Wasserstoffauto vorgestellt. Das läßt hoffen.
Auf was? Dass die nicht verstanden haben, wo aktuell Wasserstoff herkommt? Übrigens gehen über 10% des europ. Gasverbrauchs in die chemische Industrie, davon die Masse in die industrielle Wasserstofferzeugung. Hydrieranlagen (Entschwefelung) und vor allem Ammoniak.
Für PKW machts aktuell mehr Sinn Methan zu verbrennen als daraus erst Wasserstoff zu erzeugen und diesen dann durch eine BZ zu scheuchen. Vor allem, da der Wirkungsgrad von BZ leider nicht so hoch ist wie alle glauben. Ein Otto-Hybrid kommt zu einem Bruchteil der Kosten an den Wirkungsgrad eine BZ-Fahrzeugs. Wasserstoff ist kein langstreckentreibstoff, dazu ist die volumetrische Speicherdichte zu niedrig.
Apropos Wirkungsgrad: Ein CAES Kraftwerk kann auf 70% Speichereffizienz kommen. Leider sind im EEG Preis nicht die Kosten enthalten, die anfallen um auch bei Wind- und Sonnenausfall eine Stromgarantie abgeben zu können (Standby-Kosten und die Kostensteigerung durch Unterauslastung während der Vorrangeinspeisung).
Wir donnern mittlerweile 9 Mrd Euro jährlich(!) als EEG Umlage in Solarstrom (der gerade mal 25TWh Strom bringt, Gesamtverbrauch 625 TWh in DE), statt die absolut gesehen 1/2 so teuren Windanlagen mit der doppelten Stromerzeugung zu puffern. Aktuell und im Mittel aller Anlagen kostet die kWh Solar vier mal mehr Umlage als eine kWh Windstrom.
Besonders dämlich: Aktuell müsste ein CAES Stromspeicher sogar eine EEG Abgabe während der "Ladephase" bezahlen. Methanizer müssen auch eine EEG umlage berappen. Was den Speicher noch vor dem ersten Plan bereits bei der Kostenschätzung unrentabel macht. Wer mag, der schaue sich http://www.bine.info/.../2007-05_Abschlussbericht.pdf an und rechne nach, was alleine die Solarstromvergütung von 9 Mrd Euro für ein einziges Jahr an CAES Kapazität gestatten würde. Dass Solaranlagen aktuell 12 Cent schaffen interessiert im Mix aller Anlagen gerade gar nicht. Die Überförderung der Altanlagen wurde für 20 Jahre ab Inbetriebnahme garantiert (Wind nur für ca. 10 Jahre), ab da gibts "Marktpreis".
Mit solchen Speichern könnten "wir" wirklich brauchbar gepufferten Strom haben, der die Abschaltung von Uralt-Anlagen gestattet. Aber bevor das passiert und die politisch gut verfilzten^wvernetzten ehemaligen Staatsbetriebe wie RWE, EON & Co auch diese Einnahmequelle verlieren, platzt der dicke Gabriel eher. Mit Hirn hat unsere Energiepilitik gerade gar nichts zu tun. Weder damals beim Solarausbau "koste es was es wolle" unter Rot/Grün noch vor ein paar Jahren beim Thema "scheiße, die 6 Cent/kWh EEG Umlage kommen garantiert" noch beim "Wir bauen die Netze aus, aber NICHT IN MEINEM WAHLKREIS" aktuell. Keiner will Hochspannungstrassen vor seiner Nase sehen und die Erdkabel will im Gegenzug auch niemand bezahlen. Aber Strom muss billig bleiben. Klaro.
Zitat:
@GaryK schrieb am 13. November 2015 um 14:02:22 Uhr:
... Solarstrom (der gerade mal 25TWh Strom bringt, Gesamtverbrauch 625 TWh in DE), ...
Ganz so gering ist der Anteil inzwischen nicht mehr. Dieses Jahr schon >6% und im Sommer sogar 16%.
Zitat:
Besonders dämlich: Aktuell müsste ein CAES Stromspeicher sogar eine EEG Abgabe während der "Ladephase" bezahlen.
Ja, das geht sogar soweit, dass man bei Betrieb einer Inselanlage (also ohne Verbindung zum öffentlichen Netz) die EEG Abgabe zahlt.
Im ursprünglichen Entwurf hätte man sogar für jede noch so kleine Anlage gezahlt, selbst für 50W auf dem Gartenhäuschen. Das wurde dann wenigstens auf Anlagen >10kW eingeschränkt.
Finde ich aber trotzdem idiotisch, von einem Privatbetrieb, der seinen selbst erzeugten Strom verbraucht, dafür die Abgabe zu verlangen. Sogar dann noch, wenn er keinen Netzanschluß besitzt.
Das ist eine Sonnensteuer in Reinkultur.
http://www.netztransparenz.de/de/file/EEG-Jahresabrechnung_2014.pdf
6% haste nicht wenn wir unseren Stromexport mit berücksichtigen. Auf unseren Eigenverbrauch bezogen mag das passen, aber der ist halt niedriger. Mein Hauptkritikpunkt am EEG ist (a) die anfängliche Überförderung von Solar unter Rot/Grün und das zu langsame Abschmelzen dieser. Wenn die maximale Vergütung auf den Nettostrompreis von ca 20 Cent begrenzt worden wäre, wäre Solar erst etwas später gekommen. Aber massiv billiger - auf den Wind hätte das keinen Einfluss gehabt. Und (b) dass die Speicher / Strompuffer vergessen worden sind. Aktuell werden die sogar bestraft. Siehe auch deine Insel-Anlagen.
Mit der vollen EEG Umlage auf sämtlichen Strom wie von manchen "Grünen" gefordert, wäre in Sekunden kein Elektrostahlwerk, Aluhütte oder Elektrolyse in DE mehr Wettbewerbsfähig. Die EEG Umlage bei einer Aluhütte auf den Strom wäre z.B. teurer als der Weltmarktpreis von Alu überhaupt ist.
Und um zum Thema zurückzukommen: Der sauberste Diesel wäre ein Hybrid-Benziner, der obendrein mit LPG oder Erdgas bei Lambda=1 läuft.