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"Rechts Überholen" wird zum Kavaliersdelikt

Themenstarteram 21. Juli 2014 um 22:14

Hallo Forum,

es ist erstaunlich.

Seit diesem Jahr beobachte ich, das das rechts Überholen zum Kavaliersdelikt mutiert.

Laut Wikipedia heißt es:

"Ein Kavaliersdelikt ist eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat, die von der Allgemeinheit als geringfügiger, legitimer Gesetzesverstoß akzeptiert oder sogar befürwortet wird, mithin nicht als unmoralisch gilt."

Es sind wohl jeden Tag tausende Rechtsüberholer und vorne wieder reindrängler, aber auf 3 Spurigen Strassen auch Mittelspurfahrer, die einfach rechts vorbeifahren (über 60km/h). Offensichtlich wird die Fortbewegung mit 90km/h oder 100km/h schon als Stockender Verkehr wahrgenommen und gibt einem moralisch das Recht, wie selbstverständich, auch bei diesen Geschwindigkeiten schon rechts schneller als links zu fahren.

Hunderte mal ist das allein mir in der letzten woche passiert.

Polizei sieht man auch kaum.

Es scheint überhaupt nichts mehr auszumachen.

Kann hier das Autofahrer Volk, sowie 1989, die exekutive beeinflussen?

Besonders die nicht Deutschen Zulassungen scheinen nicht von einem Verbot vom rechts überholen zu wissen. Aber es sind auch genug deutsche Zulassungen und zwar noch nicht mal die Premiummarken sondern eher "normale" Marken.

Ob das was mit den Marken und Ihren Fahrern zu tun hat, weiß ich nicht.

Gruss

W.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Wolfgang Wegner

Hallo Forum,

es ist erstaunlich.

Seit diesem Jahr beobachte ich, das das rechts Überholen zum Kavaliersdelikt mutiert.

[...]

Hunderte mal ist das allein mir in der letzten woche passiert.

[...]

Wenn dir das 100 Mal in der Woche passiert, solltest du eventuell mal überlegen, etwas an deinem Fahrstil zu ändern. ;)

Ich wurde tatsächlich noch nie rechts überholt. Wird man rechts überholt, hat man sich wohl in den meisten Fällen nicht an das Rechtsfahrgebot gehalten.

Oder hab ich dich jetzt irgendwie missverstanden? :confused:

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Zitat:

Original geschrieben von CV626

Meiner Erfahrung nach ist der subjektive Eindruck EXTREM unterschiedlich, je nachdem wie eilig man es aktuell hat. Der Unterschied ist viel größer, als man denkt.

Sehr lehrreich ist auch folgendes: Man fahre mal testhalber eine Strecke im "anderen Stil", dann erfährt man hautnah, wie sich die eigene Bewertung bei bestimmten Vorgänge verändert.

Also für den RG-130-Fahrer, mal 100 km Autobahn mit 160-180 absolvieren. Und andersrum.

am 27. Juli 2014 um 19:54

Zitat:

Original geschrieben von Wolfgang Wegner

Hallo Forum,

es ist erstaunlich.

Seit diesem Jahr beobachte ich, das das rechts Überholen zum Kavaliersdelikt mutiert.

Laut Wikipedia heißt es:

"Ein Kavaliersdelikt ist eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat, die von der Allgemeinheit als geringfügiger, legitimer Gesetzesverstoß akzeptiert oder sogar befürwortet wird, mithin nicht als unmoralisch gilt."

Es sind wohl jeden Tag tausende Rechtsüberholer und vorne wieder reindrängler, aber auf 3 Spurigen Strassen auch Mittelspurfahrer, die einfach rechts vorbeifahren (über 60km/h). Offensichtlich wird die Fortbewegung mit 90km/h oder 100km/h schon als Stockender Verkehr wahrgenommen und gibt einem moralisch das Recht, wie selbstverständich, auch bei diesen Geschwindigkeiten schon rechts schneller als links zu fahren.

Hunderte mal ist das allein mir in der letzten woche passiert.

Polizei sieht man auch kaum.

Es scheint überhaupt nichts mehr auszumachen.

Kann hier das Autofahrer Volk, sowie 1989, die exekutive beeinflussen?

Besonders die nicht Deutschen Zulassungen scheinen nicht von einem Verbot vom rechts überholen zu wissen. Aber es sind auch genug deutsche Zulassungen und zwar noch nicht mal die Premiummarken sondern eher "normale" Marken.

Ob das was mit den Marken und Ihren Fahrern zu tun hat, weiß ich nicht.

Gruss

W.

Überleg mal, was du falsch gemacht hast, falls du rechts überholt werden kannst!

Themenstarteram 27. Juli 2014 um 20:02

Ich lach mich tot .....

Zitat:

 

Überleg mal, was du falsch gemacht hast, falls du rechts überholt werden kannst!

99% der rechts Überholten haben nichts falsch gemacht.

100% der Rechtsüberholer >80km/h jedoch schon.

am 27. Juli 2014 um 21:10

Zitat:

Original geschrieben von CV626

Zitat:

 

Überleg mal, was du falsch gemacht hast, falls du rechts überholt werden kannst!

99% der rechts Überholten haben nichts falsch gemacht.

100% der Rechtsüberholer >80km/h jedoch schon.

Das würde ich so nicht sagen! Wenn jemand ohne Probleme rechts überholt werden kann, hat er definitiv das Rechtsfahrgebot missachtet. Wäre der Rechtsüberholte einfach rechts eingescherrt, wie es vorgeschrieben ist, wäre er einfach links überholt worden... Von daher würde ich sagen, beide verhalten sich falsch...

Bin heute wieder 300 km Autobahn gefahren (größtenteils 3-spurig). Ich bin konstant mit Tempomat 130 km/h gefahren, sofern kein TL vorlag und musste ständig von der ganz rechten auf die ganze linke Spur wechseln, um nicht zum Rechtsüberholer zu werden. War schon ziemlich nervig... Meiner Meinung nach hätte der Thread treffender "Missachtung des Rechtsfahrgebots wird zum Kavaliersdelikt" heißen sollen...

Zitat:

Original geschrieben von tresas

Zitat:

Original geschrieben von CV626

 

99% der rechts Überholten haben nichts falsch gemacht.

100% der Rechtsüberholer >80km/h jedoch schon.

Das würde ich so nicht sagen! Wenn jemand ohne Probleme rechts überholt werden kann, hat er definitiv das Rechtsfahrgebot missachtet.

Nicht unbedingt. Oft genug wird das, was eigentlich nur der normale Sicherheitsabstand ist, von ungeduldigen Zeitgenossen als eine Riesenlücke wahrgenommen.

Zitat:

Bin heute wieder 300 km Autobahn gefahren (größtenteils 3-spurig). Ich bin konstant mit Tempomat 130 km/h gefahren, sofern kein TL vorlag und musste ständig von der ganz rechten auf die ganze linke Spur wechseln, um nicht zum Rechtsüberholer zu werden. War schon ziemlich nervig... Meiner Meinung nach hätte der Thread treffender "Missachtung des Rechtsfahrgebots wird zum Kavaliersdelikt" heißen sollen...

War denn die rechte Spur ganz frei? In der Mitte zu fahren ist ja schließlich auf dann zulässig, wenn rechts "hin und wieder" ein Auto ist. Muss noch nicht mal schneller fahren als der Mittelspurfahrer selbst.

am 27. Juli 2014 um 22:01

Zitat:

Original geschrieben von tresas

Zitat:

Original geschrieben von CV626

 

99% der rechts Überholten haben nichts falsch gemacht.

100% der Rechtsüberholer >80km/h jedoch schon.

Das würde ich so nicht sagen! Wenn jemand ohne Probleme rechts überholt werden kann, hat er definitiv das Rechtsfahrgebot missachtet.

Richtig. Den größeren Fehler begeht aber immer noch der rechts Überholende.

Falls der Überholte keinen Sicherheitsabstand aufbauen konnte, dann hat er auch nicht genug Differenzgeschwindigkeit aufgebaut.

Zitat:

Original geschrieben von CV626

Zitat:

 

Überleg mal, was du falsch gemacht hast, falls du rechts überholt werden kannst!

99% 9,9 % der rechts Überholten haben nichts falsch gemacht.

100% der Rechtsüberholer >80km/h jedoch schon.

So meine Meinung.

Gestern erst wieder gehabt.

Zwei Spuren.

Begrenzt auf 100km/h Bundesstraße.

Links auf der Spur fuhr ein "äterer Opa" mit 70km/h -.-

Dann erinnerte ich mich an das Thema hier. Dachte ich mir... bist ein vorbildlicher Fahrer und sagst und machst lieber nichts. Also fuhr ich ihm hinterher. Auch weil ich wusste das gleich auf 80km/h begrenzt wird. Als ich jedoch bei 70km/h seine Bremslichter sah und er nun mit knapp 60km/h bei 2 Fahrstreifen auf der linken Spur fuhr.....

Und nun meine Damen und Herren haltet euch fest ;)

durch meinen Rückspiegel sah ich eine Streife fahren ;) da ich auf 180 war (wegen dem Linksfahrar***) setzte ich meinen Blinker, beschleunigte und fuhr rechts vorbei..

Und nun ratet was passierte... die Polizeistreife machte es nicht anders. Sie signalisierte dem *** das er gefälligste rechts fahren sollte :D

Und siehe da, das tat er auch dann.

Ich weiß beim besten Willen nicht wo von einigen das Problem liegt?!

Bzw.ich weiß es schon. Ich kann es mir nur nicht vorstellen :D

 

 

am 28. Juli 2014 um 8:24

Moin!

Viele dieser Probleme liessen sich durch eine zyklische Überprüfung der Fahrtauglichkeit aller Führerscheininhaber alle 5 Jahre lösen.

Dass es natürlich in jeder Altersgruppe sture Säcke gibt, ist auch klar.

Ich für meinen Teil erwarte insbes. von der Autobahnpolizei, dass sie nicht Provida-Abzocke bei Kinkerlitzchen betreibt, sondern die echten Gefährder herauspickt. Spurwechselvergehen, Rechtsfahrgebotsvergehen, illegale LKW-Überholvorgänge Bremsen ohne Not, Nichtblinken, Drängeln.

Das sind die Themen, um die man sich kümmern sollte. Nicht um diejeongen, die 25 Km/h zu viel bei einem ohnehin überflüssigen Limit fahren.

M. D.

Also alles was recht ist.

So sehr ich mich auch über Linksschleicher aufrege: aber zu sagen, dass Providas sich mehr um die wirklich gefährlichen Dinge kümmern sollten und dann das Linksschleichen auf die selbe Stufe mit Drängeln (Nötigung = Straftatbestand) zu stellen und Geschwindigkeitsverstöße dafür zu verharmlosen, ist wohl mit Schwung am Ziel vorbei...

am 28. Juli 2014 um 9:52

Zitat:

Original geschrieben von Hafi545

Also alles was recht ist.

So sehr ich mich auch über Linksschleicher aufrege: aber zu sagen, dass Providas sich mehr um die wirklich gefährlichen Dinge kümmern sollten und dann das Linksschleichen auf die selbe Stufe mit Drängeln (Nötigung = Straftatbestand) zu stellen und Geschwindigkeitsverstöße dafür zu verharmlosen, ist wohl mit Schwung am Ziel vorbei...

Das denke ich nicht. Exzessiv auf der mittleren oder linken Spur zu schleichen, führt oft dazu, dass sich andere Verkehrsteilnehmer aufregen (wie du ja selbst auch). Bei manchem geht's schneller, manche sind da gelassener. Kommt natürlich auch noch auf die jeweilige Situation an (Terminstreß, Ärger mit Frau/Freundin, etc.). Im Verlauf steigern sich viele in die Wut über den Schleicher hinein, so dass es meistens unweigerlich zu einem gefährlichen und unüberlegten Handeln kommt, wie bspw. penetrant dicht auffahren oder rechts überholen.

Was ich sagen will: Öfters sind Schleicher die eigentliche Ursache für die gefährlichen Dinge, die du genannt hast (dicht Auffahren, Drängeln, gefährliches überholen, etc.). In der Medizin gilt der Grundsatz, dass man die Ursache und nicht die Symptome bekämpfen muss... Von daher wäre es in meinen Augen durchaus sinnvoll auch mal solche VTs zu belangen, auch weil es von vielen als harmlos erachtet wird, was es de facto nicht ist...

Zitat:

Original geschrieben von Hafi545

Also alles was recht ist.

So sehr ich mich auch über Linksschleicher aufrege: aber zu sagen, dass Providas sich mehr um die wirklich gefährlichen Dinge kümmern sollten und dann das Linksschleichen auf die selbe Stufe mit Drängeln (Nötigung = Straftatbestand) zu stellen und Geschwindigkeitsverstöße dafür zu verharmlosen, ist wohl mit Schwung am Ziel vorbei...

Nein ist es definitiv nicht. Irgendwo ist die Geduld mit Schleichern auch zu Ende! Ich habe selber mal auf der AB erlebt wie einer ganze 60 km auf der linken Spur geschlichen ist. Wie soll man bitte einem solchen Genossen ohne Blinker, Lichthupe oder rechts überholen klar machen, dass er die Spur blockiert?

Schleicher provozieren selbstverständlich auf Dauer aggressives Verhalten!

Zitat:

Original geschrieben von tresas

Was ich sagen will: Öfters sind Schleicher die eigentliche Ursache für die gefährlichen Dinge, die du genannt hast (dicht Auffahren, Drängeln, gefährliches überholen, etc.). In der Medizin gilt der Grundsatz, dass man die Ursache und nicht die Symptome bekämpfen muss... Von daher wäre es in meinen Augen durchaus sinnvoll auch mal solche VTs zu belangen, auch weil es von vielen als harmlos erachtet wird, was es de facto nicht ist...

Wenn du danach gehst müsstest du aber den Leuten, die sich zu schnell aufregen den Führerschein abnehmen und/oder diese in ein Training zur Selbstkontrolle schicken. Wer weiß, wie die Reagieren wenn vor denen eine Ampel rot wird? Oder Fußgänger über einen Zebrastreifen gehen? :rolleyes:

Schleicher sind sicherlich alles andere als schön, aber längst nicht der Staatsfeind Nr. 1 wie sie hier scheinbar von manchen Foristen gesehen werden.

am 28. Juli 2014 um 10:49

Zitat:

Original geschrieben von MB Spirit

Zitat:

Original geschrieben von Hafi545

Also alles was recht ist.

So sehr ich mich auch über Linksschleicher aufrege: aber zu sagen, dass Providas sich mehr um die wirklich gefährlichen Dinge kümmern sollten und dann das Linksschleichen auf die selbe Stufe mit Drängeln (Nötigung = Straftatbestand) zu stellen und Geschwindigkeitsverstöße dafür zu verharmlosen, ist wohl mit Schwung am Ziel vorbei...

Nein ist es definitiv nicht. Irgendwo ist die Geduld mit Schleichern auch zu Ende! Ich habe selber mal auf der AB erlebt wie einer ganze 60 km auf der linken Spur geschlichen ist. Wie soll man bitte einem solchen Genossen ohne Blinker, Lichthupe oder rechts überholen klar machen, dass er die Spur blockiert?

Schleicher provozieren selbstverständlich auf Dauer aggressives Verhalten!

45km hab ich auch erlebt. Mir sind sicher fast die Ardern geplatzt. 2 Spurig und der Idiot fuhr 95 und zog dabei einen LKW nach dem anderen ab. Auch wenn die 1km Abstand hatten, er hielt du Spur. Hupen, Lichthupe, Blinken half alles nix. Irgendwann Schoss die ganze Kolonne wild Hupend und tobend an dem Spinner vorbei. Wer da nicht ausflippt oder rechts ueberholt ist noch nicht geboren;) Ich habe zum Schutze des Schleichers gehoft das kein Stau kommt :D

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