ForumVerkehr & Sicherheit
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. "Rechts Überholen" wird zum Kavaliersdelikt

"Rechts Überholen" wird zum Kavaliersdelikt

Themenstarteram 22. Juli 2014 um 0:14

Hallo Forum,

es ist erstaunlich.

Seit diesem Jahr beobachte ich, das das rechts Überholen zum Kavaliersdelikt mutiert.

Laut Wikipedia heißt es:

"Ein Kavaliersdelikt ist eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat, die von der Allgemeinheit als geringfügiger, legitimer Gesetzesverstoß akzeptiert oder sogar befürwortet wird, mithin nicht als unmoralisch gilt."

Es sind wohl jeden Tag tausende Rechtsüberholer und vorne wieder reindrängler, aber auf 3 Spurigen Strassen auch Mittelspurfahrer, die einfach rechts vorbeifahren (über 60km/h). Offensichtlich wird die Fortbewegung mit 90km/h oder 100km/h schon als Stockender Verkehr wahrgenommen und gibt einem moralisch das Recht, wie selbstverständich, auch bei diesen Geschwindigkeiten schon rechts schneller als links zu fahren.

Hunderte mal ist das allein mir in der letzten woche passiert.

Polizei sieht man auch kaum.

Es scheint überhaupt nichts mehr auszumachen.

Kann hier das Autofahrer Volk, sowie 1989, die exekutive beeinflussen?

Besonders die nicht Deutschen Zulassungen scheinen nicht von einem Verbot vom rechts überholen zu wissen. Aber es sind auch genug deutsche Zulassungen und zwar noch nicht mal die Premiummarken sondern eher "normale" Marken.

Ob das was mit den Marken und Ihren Fahrern zu tun hat, weiß ich nicht.

Gruss

W.

Ähnliche Themen
490 Antworten

Was soll ich dazusagen.

Gerne mache ich es nicht.

Wenn aber jemand mit 90 in der Mitte rumeiert fahre ich auch mit 100 rechts vorbei.

100 ist aber mein Maximum

Ich halte mich auch stets und gerne an das Rechtsfahrgebot, auch wenn es andere missachten.

Zitat:

Original geschrieben von Wolfgang Wegner

Hallo Forum,

es ist erstaunlich.

Seit diesem Jahr beobachte ich, das das rechts Überholen zum Kavaliersdelikt mutiert.

[...]

Hunderte mal ist das allein mir in der letzten woche passiert.

[...]

Wenn dir das 100 Mal in der Woche passiert, solltest du eventuell mal überlegen, etwas an deinem Fahrstil zu ändern. ;)

Ich wurde tatsächlich noch nie rechts überholt. Wird man rechts überholt, hat man sich wohl in den meisten Fällen nicht an das Rechtsfahrgebot gehalten.

Oder hab ich dich jetzt irgendwie missverstanden? :confused:

Ich sehe das so.

Solange die Kolonne noch mit 120 rollt um einen LKW zu überholen ist alles in Ordnung.

Wenn aber mal alle links so mit 90 hinten nachkriechen dann stimmt etwas nicht.

Das Problem sind inzwischen wohl überwiegend die Links- und Mittelspur Blockierer.

Warum sind die rechten Spuren oft kilometerlang leer und in der Mitte und Links drängen sich die ganzen Spezialisten? Hat die rechte Spur eine ansteckende Krankheit?

Ich musste am Samstag wegen eines technischen Problems 200 km im Notlauf, also mit gefühlten 30 PS und nicht schneller als 120 auf der BAB fahren.

Es war ERSCHRECKEND, dass es kaum einmal 3 km möglich war, konstant auf der rechten Spur zu fahren, weil man unweigerlich auf einen Mittelspur-Blockierer auflief, der einen zwang, auf 100 oder langsamer zu reduzieren, um ihn nicht rechts zu überholen.

Diese Medaillie, lieber TE, hat auf jeden Fall zwei Seiten!

in der Welt der Nichtblinker und Mittelspurschleicher ist es nicht verwunderlich wenn der ein oder andere rechts überholt. Ich ziehe es vor über 3 Spuren zu wechseln um dran vorbei zu kommen aber ich erlebe auch arbeitstäglich das irgentwelche Penner mit 70 km/h die linke Spur (von zwei) eines breiten und übersichtlichen Zubringers blockieren obwohl 130km/h erlaubt sind.

Auch die LKW-Fahrer die schon 1,5 oder 2 km vor einer Abahrt auf die mittlere Spur wechseln kann ich nicht vertehen aber in Zeiten von Navis scheinen Schilder mit Entfernungsangaben übersehen zu werden.

Ja, das wäre dann auch noch so ein Thema.

Liebe Berufskraftfahrer!

Falls es der eine oder ander vergessen hat:

Nur weil eine Autobahn drei Spuren hat, heißt das nicht, dass jeder LKW oder Bus, der meint, 1 kmh schneller als sein Vordermann zu sein, sofort in die Mitte ziehen muss.

Ich versichere Euch, ihr seid keine Minute schneller zuhause damit. Aber die Staus, die das verursacht, weil ihr auf einen Schlag 2/3 der Autobahn ausbremst, sind enorm. Jeden Tag zu beobachten auf der A81-A6...

Besonders beliebt: wenn man an Bord des LKW dann nach 2 km merkt, dass man raus muss und den Brummi schön in der Mitte abstellt, weil die rechte Spur plötzlich dicht ist und man nicht rüber kommt.

Ganz großes Kino.

Und als Antwort kommt dann meistens:

Dann hol dir den Rotwein doch selbst aus Spanien.

Dann ist dein Kühlschrank leer.

Dann fahr gefälligst Landstraße.

Und natürlich haben nur Lkw-Fahrer Druck bei der Arbeit.

Dass man nicht mehr einen sauberen Strich auf der rechten Spur mehr runterfahren kann, daran habe ich mich seit Jahren gewöhnt.

Und im Moment ist noch Urlaubszeit.

Viele Fahrer sind einfach - sorry - saudumm in der Birne und trödeln mit 100 in der Mitte, so wie hier auf der A1 im Hamburg Dunstgebiet. Da kannst du den ganzen Tag Bockspringen über drei Fahrspuren machen wegen solchen Idioten.

cheerio

Tja das Rechtsfahrgebot---oh das muss schwer sein-grösser

ca 20 bis 25 sek Lücken und jetzt nach rechts oder nicht

Zitat:

Original geschrieben von Hafi545

Das Problem sind inzwischen wohl überwiegend die Links- und Mittelspur Blockierer.

Warum sind die rechten Spuren oft kilometerlang leer und in der Mitte und Links drängen sich die ganzen Spezialisten? Hat die rechte Spur eine ansteckende Krankheit?

Hallo,

jeder, der rechts überholt werden kann, hat meiner Meinung nach das Rechtsfahrgebot missachtet.

Aber zum Thema Mittelspurblockierer sehe ich die Ursache in der blödsinnigen Aufweichung des Rechtsfahrgebots durch die StVO:

§7 (3c):
Sind außerhalb geschlossener Ortschaften für eine Richtung drei Fahrstreifen mit Zeichen 340 gekennzeichnet, dürfen Kraftfahrzeuge, abweichend von dem Gebot möglichst weit rechts zu fahren, den mittleren Fahrstreifen dort durchgängig befahren, wo – auch nur hin und wieder – rechts davon ein Fahrzeug hält oder fährt. Dasselbe gilt auf Fahrbahnen mit mehr als drei so markierten Fahrstreifen für eine Richtung für den zweiten Fahrstreifen von rechts.

Doch was ist hin und wieder? 15 Minuten?

 

Grüße,

diezge

Wenn es Rechts schneller geht, ja dann bin ich in der Falschen Spur ;) Und ja, ich ueberhole wenn ich mal ne BAB sehe auch rechts. Man erlebt nicht selten, zu gewissen Zeiten, wo die BAB ziemlich leer ist, dass man nach paar km in der rechten Spur ploetzlich auf einen auflaeuft der in der Mitte mit 100 unterwegs ist. Weit und breit nix. Sorry, aber fuer so einen Deppen Rammel ich nicht ueber 3 Spuren. Im Spiegel sieht man dann zu 99% das er es immer noch nicht gerafft hat.

Auch nicht selten auf einer 2 Spurigen. Absolut nix los, da es Sonntags zeitig in der Morgendaemmerung ist. Man sieht das Elend schon von weitem. BAB leer und ein Blindfisch mit ca 100 in der linken Spur. Warum? Und immer haeufiger juengere Fahrer.

Moin!

Lieber TE, meinst Du das ernst...?

Schön, dass sich, wie die Antworten zeigen, ein paar Realisten hier im Forum eingefunden haben.

Die einzige Antwort ist: scher´ Dich nach rechts!

M. D.

Ich habe noch nie rechts überholt, aber oft bin ich rechts vorbei gefahren. Das ist kein Kavaliersdelikt, das ist Notwehr. Es ist auch der Aufrechterhaltung des zügigen Verkehrsflusses zuträglich.

Ich bin ja bekennender Rechtsüberholer und mache dies tagtäglich.

Dabei ist es mir auch völlig egal, ob links die Geschwindigkeit bei 60, 90 oder auch 150 km/h liegt...solange rechts ausreichend lang frei ist, zieh ich rüber und dort mit meiner Wunschgeschwindigkeit bis ran ans nächste Hindernis und wechsel erst dann wieder nach links. Da dürfen die hinter mir sich gern aufregen, aber jeder von denen hätte sich ans Rechtsfahrgebot halten können.

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. "Rechts Überholen" wird zum Kavaliersdelikt