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"Grüne" wollen Diesel-und Benzinautos verbieten
Da fällt einem nichts mehr zu ein. Was haben die eigentlich geraucht? :rolleyes::rolleyes::rolleyes:
http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/84462-gruene-autos-verbot
Beste Antwort im Thema
Es ist erschreckend, wie naiv manche hier an langfristige politische Prozesse herangehen.
Was ist eigentlich passiert? Eine Partei hat ein Ziel. In diesem Fall hat sie ein ökologisches Ziel. Also wird dazu eine Maßnahme formuliert, die noch weit in der Zukunft liegt - wohlwissend, dass diese Maßnahme sowieso nicht exakt so umgesetzt wird. Vielmehr geht es darum, eine Diskussion anzustoßen. In einer solchen Diskussion wird man dann möglicherweise irgendwann mal zu einem tragfähigen Kompromiss kommen.
Es ist also keine Gesetzesverkündung. Es ist auch nicht der Untergang des Abendlandes oder der motorisierten Fortbewegung. Es ist einfach die Eröffnung einer Diskussion mit dem langfristigen Ziel, eine Veränderung zu erreichen, die weit unterhalb des jetzt formulierten Gesprächsbeginns entfernt liegt.
Aber bei einigen geht die Klappe ja leider sofort schon runter, nur weil die Grünen etwas sagen.
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2694 Antworten
Zitat:
@R 129 Fan schrieb am 9. November 2016 um 06:48:29 Uhr:
Zitat:
@dodo32 schrieb am 8. November 2016 um 22:03:12 Uhr:
Eine sicher interessant zu verfolgende Entwicklung, die da kommt
Ja, eine Entwicklung haben wir. Aber eine andere, als dir vorschwebt.
Meinst Du? ;) Schau mer mal ;). Da hilft nur abwarten. Darüber hinaus habe ich wohl mehr als klar gemacht, dass ich sowohl das eine Extrem "der Verbrennerdrops ist gelutscht" als auch das Andere "E-Autos sind Müll", für überzogen halte. Man muss das einfach abwarten bzw. etwas emotionslos betrachten. Wenn mir einer ein E-Auto hinstellt, welches meine Anforderungen erfüllt und obendrein nicht nur lokal sondern generell emissionsfrei fährt, ab dann spricht doch nichts dagegen, wenn man sich dadurch nicht andere ökologische Nachteile einhandelt. Oder doch? Da das aber im Moment noch nicht so ist kommt es für mich nicht in Frage und ich erlaube mir daher, das Ganze auch kritisch zu hinterfragen. Was im Umkehrschluss aber nicht mit einer völligen Ablehnung gleichzusetzen ist.
Wenn ich das Bedürfnis nach Krawall, Benzingeruch und einem anachronistischen Fahrverhalten verspüre, setze ich mich in mein historisches Rennfahrzeug und brumme los. :)
Zitat:
@Bahnfrei schrieb am 8. November 2016 um 21:09:31 Uhr:
Schon mal eine originalverpackte Sektflasche im Gefrierfach vergessen? Kein schoener Anblick ;)
Sind dann aber auch die Gase, die die große Sauerei verursachen. Der Sekt selbst sorgt nur für das Aufbrechen/Bersten des Glases. ;)
Zitat:
@Bikerleo66 schrieb am 9. November 2016 um 12:31:00 Uhr:
Sind dann aber auch die Gase, die die große Sauerei verursachen. Der Sekt selbst sorgt nur für das Aufbrechen/Berstendes Glases. ;)
Abgesehen davon, dass das Explodieren nur ein Seitenhieb auf die Diskussion war, ob ein Erdgastank nun explodiert oder "nur" geborsten ist...
habe ich hier zudem noch den Fehler gemacht, dass die Sektflasche trotzdem ganz bleibt, solange der Sekt flüssig ist. Erst wenn es gefroren ist - also zu einem Feststoffkörper geworden ist - bringt die Flasche aus ihrer stabilen Seitenlage.
Zitat:
@Bahnfrei schrieb am 9. November 2016 um 12:50:49 Uhr:
Zitat:
@Bikerleo66 schrieb am 9. November 2016 um 12:31:00 Uhr:
Sind dann aber auch die Gase, die die große Sauerei verursachen. Der Sekt selbst sorgt nur für das Aufbrechen/Berstendes Glases. ;)
Abgesehen davon, dass das Explodieren nur ein Seitenhieb auf die Diskussion war, ob ein Erdgastank nun explodiert oder "nur" geborsten ist...
habe ich hier zudem noch den Fehler gemacht, dass die Sektflasche trotzdem ganz bleibt, solange der Sekt flüssig ist. Erst wenn es gefroren ist - also zu einem Feststoffkörper geworden ist - bringt die Flasche aus ihrer stabilen Seitenlage.
...ich weiß!
Zitat:
@dodo32 schrieb am 9. November 2016 um 11:59:23 Uhr:
Was im Umkehrschluss aber nicht mit einer völligen Ablehnung gleichzusetzen ist.
Was eine "Ablehnung"? Die Aufzählung der bis heute nicht gelösten Nachteile dieser steinzeitlichen Akku-Technik bedarf keiner "Ablehnung". Aber vielleicht geschieht ja noch ein Wunder: https://www.youtube.com/watch?v=LFKM2VYDPjg :D
Zumindest wird aus den USA in den nächsten Jahren nichts innovatives an Öko-Technik zu befürchten sein. Somit können die deutschen Autobauer noch ein paar Jahre weiterschlafen.
Ja, das stimmt.
Wobei ich geneigt bin zu behaupten, aus den USA kam noch nie sonderlich innovatives hinsichtlich der Öko-Technik.
Wird sich also nicht viel ändern.
Mit Ausnahme dessen, dass es für deutsche Autobauer generell schwieriger (teurer) werden wird, in den USA Autos zu verkaufen.
Zitat:
@zille1976 schrieb am 9. November 2016 um 16:33:15 Uhr:
Zumindest wird aus den USA in den nächsten Jahren nichts innovatives an Öko-Technik zu befürchten sein. Somit können die deutschen Autobauer noch ein paar Jahre weiterschlafen.
Da kam bisher noch nie irgendetwas innovatives. Asien wird den beiden Dauerschläfern mal wieder den Rang ablaufen.
Zitat:
@R 129 Fan schrieb am 9. November 2016 um 13:02:59 Uhr:
Zitat:
@dodo32 schrieb am 9. November 2016 um 11:59:23 Uhr:
Was im Umkehrschluss aber nicht mit einer völligen Ablehnung gleichzusetzen ist.
Was eine "Ablehnung"? Die Aufzählung der bis heute nicht gelösten Nachteile dieser steinzeitlichen Akku-Technik bedarf keiner "Ablehnung". Aber vielleicht geschieht ja noch ein Wunder: https://www.youtube.com/watch?v=LFKM2VYDPjg :D
Natürlich hat diese Technologie Nachteile und daher sehe ich, wie bereits gesagt, einiges auch kritisch bzw. von einer zu hohen Erwartungshaltung geprägt. Das ändert aber nichts daran, dass es bereits heute für einige völlig problemlos möglich wäre, ein E-Fahrzeug zu nutzen. Ob das Sinn macht, steht auf einem anderen Papier bzw. muss jeder für sich entscheiden.
Noch kurz ein paar Worte zur steinzeitlichen Technologie. Als ich Mitte der 80er Jahre begann mich mit ferngesteuerten Modellautos und Flugzeugen zu befassen, dominierte der Verbrenner. Insbesondere bei den Fliegern und Hubschraubern. Im Car Bereich war man da bereits seit den 70ern am experimentieren konnte aber wirkliche Erfolge nur im Glattbahnbereich erzielen, da die dort fließenden Ströme von den damaligen Zellen verhältnismäßig gut verkraftet wurden. Im Offroadbereich war es ein stetiger Kampf um gerade so die 5 Minuten Laufzeit zu schaffen. Da wurde viel Pionierarbeit geleistet auf die ich im Detail nicht weiter eingehen möchte, da das hier den Rahmen sprengt.
Es wurden Zellen selektiert, "gepusht" und zu horrenden Preisen angeboten und verkauft. Erschwingliche Schnelladegeräte gab es nicht. Erst Ende der 80er Anfang der 90er kamen die ersten (halbwegs) erschwinglichen Lader mit Delta Peak Abschaltautomatik. Rund 20 Jahre wurde diese Akkutechnik (NC / Nimh) stetig weiterentwickelt und verbessert bis Anfang der 2000er der Lipo (Lithium Ionen) Akku populär wurde. Innerhalb weniger Jahre hat sich diese Technik durchgesetzt und diesem Hobby einen nie dagewesenen Schub nach vorne gegeben. Elektrisch Hubschrauber fliegen? Vor 20 Jahren? Möglich aber eher etwas für den experimentierfreudigen Daniel Düsentrieb.
Seit einigen Jahren dem Verbrenner sogar überlegen. Es gibt fast keine Gründe mehr im Modellbau auf Glühzünder zu setzen. Ich selbst hätte schon 2007 die Möglichkeit gehabt mir einen E-Hubschrauber anzuschaffen der meine damaligen Anforderungen locker (!) erfüllt hätte. Habe ich aber nicht. Ich habe aus gutem Grund auf den Verbrenner gesetzt. Und somit sind wir wieder beim Auto denn die Gründe waren ziemlich pragmatisch.
- die Akkus waren und sind teuer
- wie laden, am Flugplatz?
- Akku bei einem Absturz mit hoher Wahrscheinlichkeit zerstört
- empfindlich
- Flugzeit (damals)
Diese Gründe treffen heute fast 1 zu 1 auch auf PKW Akkus zu. Im Modellbau geht man in den meisten Fällen auf Lipos weil man in Verbindung mit den heutigen Reglern / Motoren gewaltige Leistungen erzielt und weil viele Modellflugplätze enorme Lärmschutzauflagen haben. Die Flug- bzw. Fahrzeit ist heute nach meinem Kenntnisstand nicht zwingend mehr das Thema.
Ob es ökologisch sinnvoll ist, ein Notstromaggregat laufen zu lassen um Ladeleistungen von teils über 300 Watt erzielen zu können, sei mal dahingestellt. Ich hatte mir damals eine LKW Batterie besorgt um die Akkus der Segler laden zu können. Dieser Speicher wurde freilich mit Atomstrom aufgefüllt.
Und genau da, ob Modell oder PKW, sehe ich das Problem. Kohle anzünden oder Kerne spalten nur um auf Benzin verzichten zu können ist zwar ein Schritt in eine andere, aber sicher nicht in die richtige Richtung.
Das obige um darzulegen, dass die Akkuentwicklung gewaltige Fortschritte gemacht und daher würde es mich auch nicht "wundern" :D, wenn man diese Entwicklung anhält. Aufgrund meiner obigen Erfahrungen und da wiederhole ich mich gerne halte ich es nach wie vor für Unsinn, von gelutschten Verbrennerdrops zu sprechen oder aber das andere Extrem, die Akkutechnologie als vorsintflutlich zu bezeichnen. Die Wahrheit liegt imho irgendwo in der Mitte und wir werden sehen, was kommt.
Es muss aus meiner Sicht möglich sein beim führen dieser Debatte auch bei den Realitäten zu bleiben. Das gilt denke ich auch für Herrn Hofreiter aber der macht auch nur das, was diese Partei schon immer gemacht hat: dagegen sein und Verbote fordern. Ist auch irgendwie gut so. Dann wird den anderen im Bundestag schon nicht langweilig :D https://www.youtube.com/watch?v=x6RXyYeNiPU und uns hier auf MT auch nicht :D
Zitat:
@dodo32 schrieb am 9. November 2016 um 19:45:27 Uhr:
Natürlich hat diese Technologie Nachteile und daher sehe ich, wie bereits gesagt, einiges auch kritisch bzw. von einer zu hohen Erwartungshaltung geprägt. Das ändert aber nichts daran, dass es bereits heute für einige völlig problemlos möglich wäre, ein E-Fahrzeug zu nutzen. Ob das Sinn macht, steht auf einem anderen Papier bzw. muss jeder für sich entscheiden.
Ich bin an sich voll bei dir. Man braucht die Zukunft des E-Autos nicht schlecht reden und man sollte dieses keinesfalls als zukünftige Option ausschließen. Auch ich will das keinesfalls, allerdings glaube ich nicht an Durchbrücke so schnell (vielleicht werde ich aber auch eines Besseren belehrt).
Aktuell ist es aber an sich keine Option, da es die drei Problemfelder gibt:
1. Preis
2. Reichweite
3. Lademöglichkeit
Klar, 2. und 3. trifft nicht auf jeden zu, da gibt es einen Anteil, der das nicht als Problem hat.
Aber 1. trifft aktuell eigentlich jeden, es sei den, man scheißt Dukaten, aber das ist sicher solch eine Minderheit, die kann man ignorieren.
Daher ist grade 1. ganz sicher der Knackpunkt, um zumindest einen Teildurchbruch zu erzielen.
Es ist sachlich falsch, von einer kontinuierlichen Entwicklung der Elektromobiltät über 100 Jahre auszugehen.
Genauso ist es falsch, zukünftig von einer rein linear stattfindenden Fortentwicklung auszugehen.
und:
Wenn die Technik sich etabliert, wird höchstwahrscheinlich keiner der 3 Punkte ein Problem bleiben - umgekehrt wird sich die Technik aber nicht durchsetzen, sofern die 3 Punkte ein Problem bleiben.
Zitat:
@Brunolp12 schrieb am 9. November 2016 um 20:21:58 Uhr:
Wenn die Technik sich etabliert, wird höchstwahrscheinlich keiner der 3 Punkte ein Problem bleiben - umgekehrt wird sich die Technik aber nicht durchsetzen, sofern die 3 Punkte ein Problem bleiben.
Absolut richtig, zumal sich die Punkte zwei und drei definitiv mit Geld lösen lassen. Der entscheidende Punkt ist, was macht die Kostenseite?
Und da sind wir aktuell nicht knapp dran, sondern noch sehr weit weg.
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 9. November 2016 um 20:31:32 Uhr:
Zitat:
@Brunolp12 schrieb am 9. November 2016 um 20:21:58 Uhr:
Wenn die Technik sich etabliert, wird höchstwahrscheinlich keiner der 3 Punkte ein Problem bleiben - umgekehrt wird sich die Technik aber nicht durchsetzen, sofern die 3 Punkte ein Problem bleiben.
Absolut richtig, zumal sich die Punkte zwei und drei definitiv mit Geld lösen lassen. Der entscheidende Punkt ist, was macht die Kostenseite?
Ein Henne- Ei- Problem.
Deshalb ist das Model S & X ja so teuer und deshalb hat Tesla kontinuierlich so hohe Investitionen.
Der Hersteller kann den Markt nur über die preisliche Oberklasse öffnen und hoffen, so das Henne- Ei Szenario aufzubrechen.
Zitat:
@Brunolp12 schrieb am 9. November 2016 um 20:58:10 Uhr:
Ein Henne- Ei- Problem.
Deshalb ist das Model S & X ja so teuer und deshalb hat Tesla kontinuierlich so hohe Investitionen.
Jein, sicher ein wenig, aber welches Teil eines E-Autos wird denn an sich nicht in hohen Stückzahlen gefertigt?
Und jetzt bitte nicht die Akkus des Tesla nennen ;).
Etwas geht sicher noch, aber wie Welt sehe ich da eben nicht.
Es gibt inzwischen alles, schon sehr lange, aber wirklich rentabel wird es einfach nicht. Im Gegenteil, es ist weit entfernt.
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 9. November 2016 um 21:05:13 Uhr:
Jein, sicher ein wenig, aber welches Teil eines E-Autos wird denn an sich nicht in hohen Stückzahlen gefertigt?
Und jetzt bitte nicht die Akkus des Tesla nennen
- Es gibt ja überhaupt (noch) keinen Tesla für den Massenmarkt.
- Es gibt "eine Untersuchung*, nach welcher sich die Produktionskosten pro Fahrzeug um circa 20 Prozent reduzieren, mit jeder Verdopplung der Produktionsmenge.
- Klar, auch wenn du es nicht hören willst: Es geht um die Akkus und Akku- Packs. Diese sind die teuerste Einzelkomponente.
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 9. November 2016 um 21:05:13 Uhr:
Es gibt inzwischen alles, schon sehr lange, aber wirklich rentabel wird es einfach nicht. Im Gegenteil, es ist weit entfernt
Naja. Ein Notebook hat 4 - 8 Zellen eines dem Model S vergleichbaren Akku- Typs. Da sind aber ganz andere Parameter im Spiel und die Zellen sind nicht unbedingt ein Wettbewerbsfaktor im Notebook gewesen. Ob dies vergleichbare Skaleneffekte erzielen konnte, das wage ich zu bezweifeln, zumal es dabei nicht nur um Effekte für die Einzelzelle, sondern auch für die Konfektionierung der AkkuPacks geht.
Übrigens sind -auch zu dem Zweck- bei Tesla jetzt ohnehin andere Zellen in Vorbereitung.