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"Grüne" wollen Diesel-und Benzinautos verbieten

Themenstarteram 29. September 2016 um 10:36

Da fällt einem nichts mehr zu ein. Was haben die eigentlich geraucht? :rolleyes::rolleyes::rolleyes:

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/84462-gruene-autos-verbot

Beste Antwort im Thema

Es ist erschreckend, wie naiv manche hier an langfristige politische Prozesse herangehen.

Was ist eigentlich passiert? Eine Partei hat ein Ziel. In diesem Fall hat sie ein ökologisches Ziel. Also wird dazu eine Maßnahme formuliert, die noch weit in der Zukunft liegt - wohlwissend, dass diese Maßnahme sowieso nicht exakt so umgesetzt wird. Vielmehr geht es darum, eine Diskussion anzustoßen. In einer solchen Diskussion wird man dann möglicherweise irgendwann mal zu einem tragfähigen Kompromiss kommen.

Es ist also keine Gesetzesverkündung. Es ist auch nicht der Untergang des Abendlandes oder der motorisierten Fortbewegung. Es ist einfach die Eröffnung einer Diskussion mit dem langfristigen Ziel, eine Veränderung zu erreichen, die weit unterhalb des jetzt formulierten Gesprächsbeginns entfernt liegt.

Aber bei einigen geht die Klappe ja leider sofort schon runter, nur weil die Grünen etwas sagen.

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Zitat:

@Jupp78 schrieb am 21. Okt. 2016 um 16:42:36 Uhr:

Entweder die Infrastruktur muss angepasst werden oder es braucht regelungstechnische Eingriffe, wann ein Auto am Ende geladen wird.

Beides ist möglich, beides ist umsetzbar, aber min. eine der beiden Maßnahmen muss gemacht werden, wenn man wirklich signifikant hohe E-Auto-Quoten realisieren möchte. Die Frage ist nur, wer macht das?

Wenn man's genau nimmt, gaebe es schon die Smartmeter, die jeder Neubau sich einpflanzen sollen muss. Jetzt fehlen nur noch atttaktive Lieferangebote von Seiten der Stromanbieter an den Endverbraucher, damit letzterer auch wirklich erst dann groessere Stromverbraucher anschaltet, wenn es fuer den Endverbraucher tatsaechlich guenstiger ist. Aber hier bekommen die grossen 4 halt ihren Hals immer noch nicht voll genug und verkaufen ihren ueberschuessigen Strom lieber ins Ausland - und werfen bei der Gelegenheit auch mal gutes Geld hinterher, bisher zumindest mind. 6 Mal.

Um beim Thema zu bleiben:

Ausgerechnet die GRÜNEN in BW haben den Beschluss des Bundestags, EAutos ab 2030 verpflichtend einzufuehren ABgelehnt! LOL

Jetzt kommt bestimmt wieder wer mit von wegen "Blockiererpartei" - ich schmeiss mich weg!

Das der Threadtitel an der Realität vorbeigeht, war mir von Anfang an klar.

am 22. Oktober 2016 um 8:30

Ich finde es schon erschreckend wie naiv hier einige sind und meinen man könnte die Fahrzeuge zum Laden mal eben so nebenbei ans Netz stöpseln.

In D waren 2015 über 53.000.000 KfZ zugelassen. Tendenz weiter steigend.

Der Großteil dieser Fahrzeuge wird eben nicht über eine normale 230V Schukusteckdose geladen werden, wenn der Ladezyklus dort 40 Stunden dauert.

Die Regel dürfte werden bei Wenigfahreren 24 Stunden Ladezyklus zu 3,7kW Anschlussleistung. Wenn ich solche Anschlüsse an den Laternen verfügbar machen möchte, dann bedeutet das mal eben mehrere Milliarden Euro Investition ins Strassenbeleuchtungsnetz zzgl. dem Aufreißen aller (!) Bürgersteige in D um die Kabel, die für die Belastung der Strassenbeleuchtung ausgelegt sind, auf den notwendigen Querschnitt zu bringen. Rechnen wir mal 20 Laternen an einem Strang. Macht dann 74kW Anschlussleistung zusätzlich. Bedeutet 100A Stromfluß und einen Querschnitt von mind. 5x25qmm.Hinzu kommt dann noch der Umbau der Schaltanlagen. Gleichzeitigkeitsfaktor dürfte für diese Anwendung wohl 1,0 sein.

Allein das wird schon technisch nicht realisierbar sein.

Ein Vielfahrer wird wohl zu Hause den 11kW bzw. 22kW Anschluss benötigen um auf 8 bzw. 6 Stunden Ladezeit zu kommen. Hier kommen wir dann in den Bereich der Elektrspeicherheizungen. Wohl dem der welche hatte, denn dort passt die Infratruktur. Der Großteil der Haushalte ist aber garnicht für solche Lasten ausgelegt worden. Hier wird eine Lasterhöhung des Hausanschlusses notwendig. Mit etwas Pech (sehr wahrscheinlich sogar) mit neuer Anshlußleitung ins Haus. Baggerarbeiten im Vorgarten inkl. Natürlich zu Lasten des Hauseigentümers, da ja Kundenwunsch. Da könnte der Traum von der Elektromobilität schnell zum finanziellen Alptraum der Ökolatschenkiefer werden. Nicht zu vergessen, dass gerade im ländlichen Bereich viele Haushalte noch über Freileitungen statt Erdkabel eingespeist werden. Oder viele sogar nur Wechselstrom statt Drehstromanschlüsse haben.

Die Kosten für den Umbau der restlichen Infratruktur beim Versorger wird dann wohl auf den Kunden abgewälzt. Sofern ein Umbau stattfindet und die Anträge auch Lasterhöhung nicht reihenweise abgelehnt werden bzw. die Anmeldung einer Ladestation verwehrt wird (TAB sei dank). Dann tritt nämlich der Telekomeffekt ein, der in vielen Klein und Mittelstädten zu beobachten ist. Netzausbai bei DSL16 gestoppt. Warum soll man teuer das Netz ausbauen und der Kunde wechselt zum nächstgünstigeren Abbieter? Wird beim Stromnetz dann genauso kommen. Greift der Staat hier ein, wird der Ladestrom entsprechen teuer und die kWh Autoladestrom kostet dann 4,50 Euro statt 0,28 Euro Haushaltsstrom.

Wie schon erwähnt. Totgeburt. Flächendeckende EAutos sind in den nächsten 100 Jahren nicht realisierbar. Dafür müsste die gesamte Energieinfrastruktur Deutschlands umgebaut werden, die in den letzten 70 Jahren gewachsen ist.

am 22. Oktober 2016 um 8:37

Und Solarladung:

11kW Peak sind ca. 40 PV Module. Da kann der Reihenhausbesitzer schon mal nachdenken wo er sich die wohl hinpackt :D

Natürlich reicht das nur bei Hochsommertagen. Realistisch dürfte für täglichen Betrieb so einer Ladestation eher die Größenordnung 120 bis 160 PV Module sein, um die Akkus ständig so geladen zu haben, dass die Energie für die Ladestation des PKWs abrufbar ist.

Tja elektro funktioniert nicht, fossil wird verboten dann heißt es wohl wieder zu Fuß gehen; )

Zitat:

@zille1976 schrieb am 22. Oktober 2016 um 10:30:23 Uhr:

Ich finde es schon erschreckend wie naiv hier einige sind und meinen man könnte die Fahrzeuge zum Laden mal eben so nebenbei ans Netz stöpseln.

In D waren 2015 über 53.000.000 KfZ zugelassen. Tendenz weiter steigend.(...)

Wenn ich solche Anschlüsse an den Laternen verfügbar machen möchte, dann bedeutet das mal eben mehrere Milliarden Euro Investition ins Strassenbeleuchtungsnetz zzgl. dem Aufreißen aller (!) Bürgersteige in D um die Kabel, die für die Belastung der Strassenbeleuchtung ausgelegt sind, auf den notwendigen Querschnitt zu bringen.

Das ist doch nicht der Punkt.

Man hätte zwischen Heute und etwa dem Jahr 2040 - 2045 Zeit, das Netz von Lademöglichkeiten zu verdichten, wenn man ab 2030 nur noch Elektrofahrzeuge mit Steckdose als "Energiequelle" neu zulassen würde (was erstens nicht der Vorschlag ist und zweitens weder beschlossen noch spruchreif ist).

Die Abdeckung mit Lademöglichkeiten hätte also durchaus 30 Jahre Zeit, um den Entwicklungen (die wir nicht kennen) zu folgen. Dazu müsste man aber irgendwann mal umdenken und weniger darüber reden, wie/warum es nicht geht.

Zitat:

@zille1976 schrieb am 22. Oktober 2016 um 10:30:23 Uhr:

Wie schon erwähnt. Totgeburt. Flächendeckende EAutos sind in den nächsten 100 Jahren nicht realisierbar. Dafür müsste die gesamte Energieinfrastruktur Deutschlands umgebaut werden, die in den letzten 70 Jahren gewachsen ist.

Das Problem ist:

Es hat schon angefangen. 80 deutsche Städte und Ballungsräume haben derartige Probleme mit Stickoxiden, dass man sich besser auf Konsequenzen einstellen sollte. Verbot von Dieseln rückt dort näher. 8 Städte haben schon die entsprechenden Prozesse verloren.

Edit, hier noch die Quelle (etwa ab 01:50 Min): http://www.daserste.de/.../diesel-fahrverbote-politikversagen-100.html

Das nächste Ziel bleibt, 2050 so gut wie CO2- frei. Ich sehe nicht, wie man die inidividuelle Mobilität beibehalten kann, wenn man einfach weitermacht wie bisher. Am Ende kannst du bloss noch zu Fuß gehen, wenn du sämtliche Alternativen ausschliesst (wie "Turbotobi ..." schon meinte).

 

 

Zitat:

@zille1976 schrieb am 22. Oktober 2016 um 10:30:23 Uhr:

Dafür müsste die gesamte Energieinfrastruktur Deutschlands umgebaut werden, die in den letzten 70 Jahren gewachsen ist.

Diesen Kraftakt haben wir doch nach 1945 schon einmal gemeistert. Warum sollte das jetzt nicht ein zweites Mal funktionieren?

Als man das Telefon erfunden hatte, hat man es auch gleich wieder vergessen. Die Idee, jedes Haus an ein Telefonnetz anzuschließen, war völlig absurd.

Zitat:

@zille1976 schrieb am 22. Oktober 2016 um 10:30:23 Uhr:

Wenn ich solche Anschlüsse an den Laternen verfügbar machen möchte, dann bedeutet das mal eben mehrere Milliarden Euro Investition ins Strassenbeleuchtungsnetz zzgl. dem Aufreißen aller (!) Bürgersteige in D um die Kabel, die für die Belastung der Strassenbeleuchtung ausgelegt sind, auf den notwendigen Querschnitt zu bringen. Rechnen wir mal 20 Laternen an einem Strang. Macht dann 74kW Anschlussleistung zusätzlich. Bedeutet 100A Stromfluß und einen Querschnitt von mind. 5x25qmm.Hinzu kommt dann noch der Umbau der Schaltanlagen. Gleichzeitigkeitsfaktor dürfte für diese Anwendung wohl 1,0 sein.

Allein das wird schon technisch nicht realisierbar sein.

Wo siehst du da unüberwindbare technische Hindernisse? :confused:

Zitat:

@Hannes1971 schrieb am 21. Oktober 2016 um 11:49:38 Uhr:

Zitat:

@Bikerleo66 schrieb am 21. Oktober 2016 um 09:09:07 Uhr:

Eventuell mal zum Lesen und verinnerlichen für alle die, die glauben, dass die Infrastruktur in Nullkommanix bereitgestellt ist!

https://www.elektormagazine.de/.../einmal-volltanken-mit-400-a?...

Einfach mal über die Zahlen nachdenken und mit dem Verbrauch eines Haushaltes vergleichen.

(Tesla-Akku: 85 kWh, 15 min laden, 85/4=21,25x Ladefaktor ca. 1.3 = ca 28kWh! für eine Ladung. Das reicht für einen durchschnittlichen Haushalt 3-4 Tagen!)

Wo soll dieses Plus so schnell herkommen? Aus Solarzellen auf den Dächern? AKWs sind bald passé, Kohle und Erdgas Auslaufmodelle und der Energieverbrauch wird sich bei flächendeckender Umstellung auf E-Mobile deutlich erhöhen, sehr deutlich. Wenn man den Energiegehalt eines Liters Benzin/Diesel mit etwa über 9/12 kWh (Deckt locker den Tagesbedarf eines 4-Köpfigen Haushaltes!) betrachtet, kann man leicht abschätzen, welcher Energiebedarf bei der Elektomobilität erforderlich werden wird!

Du unterstellst, dass das Schnellladen der Regelfall ist. Es wird aber der Sonderfall sein. Die allermeisten Fahrzeuge werden mit teilentladenem Akku abends an die Ladestation gehängt und müssen am nächsten Morgen geladen zur Verfügung stehen. Das schafft jeder Hausanschluss.

Das war eine Betrachtung zu dem Beispiel aus dem Link! Der Rest hat einfach nur eine Betrachtung der Energiemenge zur Grundlage, die mit dem Zeitfaktor nur nebensächlich zu tun hat!

Zitat:

@Drahkke schrieb am 22. Oktober 2016 um 12:26:05 Uhr:

Zitat:

@zille1976 schrieb am 22. Oktober 2016 um 10:30:23 Uhr:

Dafür müsste die gesamte Energieinfrastruktur Deutschlands umgebaut werden, die in den letzten 70 Jahren gewachsen ist.

Diesen Kraftakt haben wir doch nach 1945 schon einmal gemeistert. Warum sollte das jetzt nicht ein zweites Mal funktionieren?

Da war aber alles zerstört und die Lohnkosten lagen in einem komplett anderen Bereich! Vieles wurde unentgeltlich geleistet, meist nur für Verpflegung und (Not)Unterkunft!

Das ist ein Vergleich von Äpfeln und Pflaumen.

Mag sein - mir ging es aber lediglich darum, daß ein solcher Kraftakt nach wie vor möglich ist.

Zitat:

@Bikerleo66 schrieb am 22. Oktober 2016 um 13:06:47 Uhr:

Zitat:

@Drahkke schrieb am 22. Oktober 2016 um 12:26:05 Uhr:

 

Diesen Kraftakt haben wir doch nach 1945 schon einmal gemeistert. Warum sollte das jetzt nicht ein zweites Mal funktionieren?

Da war aber alles zerstört und die Lohnkosten lagen in einem komplett anderen Bereich! Vieles wurde unentgeltlich geleistet, meist nur für Verpflegung und (Not)Unterkunft!

Das ist ein Vergleich von Äpfeln und Pflaumen.

Spielt aber auch keine Rolle. Schließlich leben wir in einer Industrienation. Wenn die das nicht hinbekommt, können wir gleich nach dem Ende der Ölvorkommen mit dem Rad fahren. Aber daran glaubt doch ernsthaft niemand. Daß in absehbarem Zeitrahmen genug Ladestellen mit ausreichender Kapazität in vertretbarer Ladedauer zur Verfügung stehen werden, ist für mich keine Frage.

Zitat:

@zille1976 schrieb am 22. Oktober 2016 um 10:30:23 Uhr:

Der Großteil der Haushalte ist aber garnicht für solche Lasten ausgelegt worden. Hier wird eine Lasterhöhung des Hausanschlusses notwendig. Mit etwas Pech (sehr wahrscheinlich sogar) mit neuer Anshlußleitung ins Haus. Baggerarbeiten im Vorgarten inkl. Natürlich zu Lasten des Hauseigentümers, da ja Kundenwunsch. Da könnte der Traum von der Elektromobilität schnell zum finanziellen Alptraum der Ökolatschenkiefer werden.

Daß es den Fortschritt zum Nulltarif geben wird, hat niemand behauptet. Darüber hinaus lassen sich auch solche Investitionen finanzieren, wenn die Zahlungspflichtigen das Geld gerade nicht auf dem Konto haben.

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