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"Grüne" wollen Diesel-und Benzinautos verbieten
Da fällt einem nichts mehr zu ein. Was haben die eigentlich geraucht? :rolleyes::rolleyes::rolleyes:
http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/84462-gruene-autos-verbot
Beste Antwort im Thema
Es ist erschreckend, wie naiv manche hier an langfristige politische Prozesse herangehen.
Was ist eigentlich passiert? Eine Partei hat ein Ziel. In diesem Fall hat sie ein ökologisches Ziel. Also wird dazu eine Maßnahme formuliert, die noch weit in der Zukunft liegt - wohlwissend, dass diese Maßnahme sowieso nicht exakt so umgesetzt wird. Vielmehr geht es darum, eine Diskussion anzustoßen. In einer solchen Diskussion wird man dann möglicherweise irgendwann mal zu einem tragfähigen Kompromiss kommen.
Es ist also keine Gesetzesverkündung. Es ist auch nicht der Untergang des Abendlandes oder der motorisierten Fortbewegung. Es ist einfach die Eröffnung einer Diskussion mit dem langfristigen Ziel, eine Veränderung zu erreichen, die weit unterhalb des jetzt formulierten Gesprächsbeginns entfernt liegt.
Aber bei einigen geht die Klappe ja leider sofort schon runter, nur weil die Grünen etwas sagen.
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2694 Antworten
Zitat:
@Blubber-AWD schrieb am 10. Oktober 2016 um 09:17:59 Uhr:
Zitat:
@R 129 Fan schrieb am 10. Oktober 2016 um 09:06:53 Uhr:
...Über allem schwebt eh die Frage, wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld?:confused: ...
Frau Bundeskanzler Dr. Angela Merkel hat schon vor vielen, vielen Jahren, noch in ihrer ersten Regierungsperiode, vor laufenden Kameras berichtet, dass "die Deutschen"* so und so viel Billionen Privatvermögen horten. Dieses Privatvermögen produktiv in den Wirtschaftskreislauf einzubinden sah sie damals als eine ihrer vordringlichen Aufgaben an.
----------------------
* sorry für die Wortwahl, aber so wurde es eben gesagt. Es fragt sich denn nun lediglich, wer das denn ist, "die Deutschen", und wessen Vermögen in welchem Maße "produktiv in den Wirtschaftskreislauf einzubinden" sei.
Was ihr ja auch, mit Hilfe der EZB-Zinspolitik, fast zu gelingen scheint!
Zitat:
@Bikerleo66 schrieb am 10. Oktober 2016 um 09:25:33 Uhr:
Was ihr ja auch, mit Hilfe der EZB-Zinspolitik, fast zu gelingen scheint!
Nun ja, auch da scheint sich niemand wirklich aufzuregen:
Noch Gerhard-hol-mir-mal-ne-Flasche-Bier Schröder hat die Bevölkerung zuhauf in die private Altersvorsorge gezwungen (die sich ein Großteil nicht einmal ansatzweise leisten konnte und kann), hat öffentlich-rechtliche Daseinsvorsorge durch Privatisierung und die private Versicherungswirtschaft ersetzt (nein, das hat nichts mit seinem Kumpel Maschmeyer zu tun...), und nun werden eben die privaten Finanzierungsinstrumente zugunsten billigster Staatsfinanzierung an die Wand gefahren. Sicher, dem Bundeshaushalt kommt es sehr zugute, dass die Bundesrepublik keine Zinsen mehr bezahlen muss, wenn sie Geld braucht. Nur dem einzelnen Bundesbürger schadet das leider in jeder Hinsicht.
Und hinsichtlich der Niedrigstzinspolitik sind sich alle europäischen Regierungschefs so wunderbar einig.
Zitat:
@S Klasse Fan schrieb am 10. Oktober 2016 um 09:13:45 Uhr:
Wenn ich 1984 eine E Klasse mit kleinstem Diesel gekauft habe, bin ich mit 70 Litern Tank irgendwas um 1200 KM weit gefahren, das is heute nicht wirklich anders.
Nichtmal die Abgase waren damals wirklich schädlicher, jedenfalls ist das Vertrauen darauf dass sie tatsächlich schädlicher waren erschüttert. Und PM4 gibt es auch für 30 Jahre alte Fahrzeuge
1984 hatte die kleinste E-Klasse aber auch nur 60PS,oder waren es sogar nur 55 ;) Heute liegt die Mindestleistung locker doppelt so hoch. Da hat sich ne "Kleinigkeit" getan.
Heute würden übrigens viele behaupten Fahrzeuge mit dem Leistungsgewicht einer damaligen E-Klasse (w123) wäre auf der Straße wegen zu wenig Leistung gar nicht fahrbar.
Und in den 80er Jahren war Waldsterben ein großes Thema, dank Katalysator heute auch kein Thema mehr. Für viele Petrolheads war die Einführung des Kats ja schon das Ende des Automobils,aber wie sich gezeigt hat alles gar nicht so wild. Wird beim EV genauso ablaufen,mehr oder weniger.
Gruß Tobias
Zitat:
@R 129 Fan schrieb am 9. Oktober 2016 um 19:54:51 Uhr:
. Der private Sektor spielt so gut wie keine Rolle, kein Wunder, die Entwiclung ist sit dem seligen E W 123er , den gab es tatsächlich, nicht ein Deut weiter.
Hmm, Du meinst dieses eine Versuchsfahrzeug mit einer Leistung von 25 (Dauer) -33 kW(Spitze) , knapp 80 km/h HG und unter 100km Reichweite bei zweieinhalb Tonnen Leergewicht (1000kg Mehrgewicht im Vergleich zum Benziner)?
Preis? Etwa der Gegenwert eines gehobenen Einfamilienhauses, hätte man das Ding je kaufen können.
Aktuelle Elektrofahrzeuge dieser Klasse leisten 250, 300 kW, laufen >200km/h, haben eine Reichweite von >450 km zum Preis einer gut ausgestatteten konventionell angetriebenen Limousine der gleichen Klasse.
Für mich ist da durchaus eine kleine Weiterentwicklung erkennbar.
Erkennt man den nicht, ist man entweder blind oder dumm.
Alternative: Man will ihn nicht erkennen. Dann ist man nur starrsinnig.
Zitat:
@Turbotobi28 schrieb am 10. Oktober 2016 um 10:52:13 Uhr:
Zitat:
@S Klasse Fan schrieb am 10. Oktober 2016 um 09:13:45 Uhr:
Wenn ich 1984 eine E Klasse mit kleinstem Diesel gekauft habe, bin ich mit 70 Litern Tank irgendwas um 1200 KM weit gefahren, das is heute nicht wirklich anders.
Nichtmal die Abgase waren damals wirklich schädlicher, jedenfalls ist das Vertrauen darauf dass sie tatsächlich schädlicher waren erschüttert. Und PM4 gibt es auch für 30 Jahre alte Fahrzeuge
1984 hatte die kleinste E-Klasse aber auch nur 60PS,oder waren es sogar nur 55 ;) Heute liegt die Mindestleistung locker doppelt so hoch. Da hat sich ne "Kleinigkeit" getan.
Heute würden übrigens viele behaupten Fahrzeuge mit dem Leistungsgewicht einer damaligen E-Klasse (w123) wäre auf der Straße wegen zu wenig Leistung gar nicht fahrbar.
Und in den 80er Jahren war Waldsterben ein großes Thema, dank Katalysator heute auch kein Thema mehr. Für viele Petrolheads war die Einführung des Kats ja schon das Ende des Automobils,aber wie sich gezeigt hat alles gar nicht so wild. Wird beim EV genauso ablaufen,mehr oder weniger.
Gruß Tobias
Hm, also 1984 ging W124 los, das waren immerhin 72 PS, und die Fuhre lief auf 160 ;)
Ich schrieb ja weiter oben schon, dass sich in Bezug auf Leistung viel getan hat, bei gleichbleibendem Verbrauch.
Aber von Umweltaspekt her hat sich nicht so besonders viel getan. In den USA ging das mit Kat vor etwas mehr als 35 Jahren los, hier war das Thema vor ca 28 Jahren auch keins mehr.
Bei den Dieseln gabs nen Oxikat, auch daran hat sich bis zur Einführung des Rußfilters zwischen 1989 und ungefähr 2009 auch nicht viel getan. Und ob ein Filter so erhebliche Verbesserungen bringt ist medizinisch auch nicht unumstritten.
Klar, aufm Papier sind die Abgaswerte unter Euro 6 natürlich besser als bei Euro 2, aber da fehlt nach den letzten 16 Monaten jegliches Vertrauen darein, was das in der Praxis zu sagen hat.
Zitat:
@dodo32 schrieb am 9. Oktober 2016 um 17:00:01 Uhr:
Was mich generell wundert ist, dass der Verkauf von Hybriden auch nach wie vor schleppend läuft. Eigentlich eine gute Sache bzw. Übergangslösung. Nur, warum wird nicht gekauft? Zu teuer? Kein Vertrauen in die neue Technik? Es gibt doch massig Leute für die so ein Fahrzeug ideal wäre.
Der Grund ist eigentlich simpel:
Zumindest in Deutschland und in Teilen Europas ist der Dieselantrieb als Alternative noch zu attraktiv.
Die Regierungen arbeitan zwar daran dies zu ändern, aber augenblicklich ist das noch so.
Dazu kommt eine Herstellerlobby, die sich den Wettbewerbsvorteil durch ihre Dieselantriebe unbedingt erhalten möchte.
So lange Hybride keinen finanziellen Vorteil gegenüber Selbstzündern haben wird das aber so bleiben.
Baue irgendeinen handelsüblichen 1,5l Diesel in einen Prius, schmeisse alles was mit Elektroantrieb zu tun hat über Bord und Du wirst bei über 5 Jahre gesehen zu sehr ähnlichen Klosten unterwegs sein.
Es gibt daher eigentlich zwei Möglichkeiten:
A: Hybride werden kostengünstiger
B: Diesel werden incl. aller Randbedingungen so unattraktiv, dass trotzdem Hybride gekauft werden..
Aus dem Bauch heraus würde ich zu „B“ tendieren, zumindest war das in der Vergangenheit IMMER so.
Warum haben die Leute Autos mit KAT, Partikelfiltern oder Euro 5/6 trotz Leistungs- Verbrauchs- und Kostennachteil gekauft?
Weil die Gesetzgebung dafür gesorgt hat, dass die alten Modelle durch Steuern, Fahrverbote, u.s.w. unattraktiv genug wurden.
Wird sie diesmal genau so machen.
Umweltschutz funktioniert – zumindest in Deutschland – NUR über den Geldbeutel.
Nur, dass im Gegensatz zu Deinem KAT Beispiel, der Umstieg von Diesel auf Benzinhybrid weniger mit Umwelt- als mehr mit Industrie und Wettbewerbspolitik zu tun hat.
Der Grund ist egal.
Es geht darum, dass die Politik etwas durchsetzen möchte, warum nun auch immer.
Und das tut sie (tat sie bisher) rein über die Kostenschraube.
Was wären denn Alternativen?
Jahr lang wurde dem Deutschen in Autozeitschriften der Durchzugsvorteil des Diesels vermittelt und selbst sportliche Spitzenaggregate waren zum Teil Diesel, die Alternativen auf Ottomotorbasis mit mindestens 1,5-fachem Verbrauch. Hybride sind dagegen immer die Verzichtserklärung, mit zu kleinen Motoren, zu sehr Spar- statt Spaßantrieb. Seit einem Jahr ist der Diesel jetzt böse. Aber so schnell tickt der Markt nicht. Ehe sich der Kunde weg vom Diesel hin zu einer Alternative bewegt, das dauert. Mindestens drei bis fünf Jahre, wie die Erfahrung zeigt
Zitat:
@S Klasse Fan schrieb am 10. Oktober 2016 um 11:35:42 Uhr:
Was wären denn Alternativen?
Du meinst Alternativen hinsichtlich einer „Förderung“ bzw. Attraktivitätssteigerung alternativer Antriebe?
Das obläge der Industrie. Nur diese hätte es in der Hand, dem Kunden ein Produkt anzubieten das dieser nicht kauft weil die alternativen zu teurer geworden sind, sondern weil das Produkt besser / attraktiver als das alternative ist.
Z.B. in den USA oder in Japan funktioniert das in Ansätzen:
Der Diesel spielt dort kenerlei Rolle, Hybridbenziner haben bessere Fahrleistungen bei weniger Verbrauch und vergleichbaren Kosten, verglichen mit herkömmlichen Otto – Motoren.
Blöderweise (damit meine ich blöderweise für die Politik) schert sich die (deutsche) Automobilindustrie aber einen feuchten Kehrricht um die Ablösung konventioneller Antriebe, stemmt sich im Gegenteil mit allen vieren dagegen um sie zu verhindern.
Vielmehr schiebt die Industrie den schwarzen Peter der Politik zu: „Fördert ihr endlich mal ordentlich, dann kaufen die Leute auch. Wir können nix dafür.“
Und damit kommt (kam) nun der Mechanismus in Gang, den der Staat gemeinhin unter einer Förderung versteht:
Stufe 1:
Schaffung eines spontanen Anreizes durch eine Einmalzahlung.
Stufe 2:
Staatliche Verteuerung der bisherigen Technologie („Steuererhöhung“)
Stufe3:
(Partielle) Fahrverbote sowie Nicht – Zulassungsfähigkeit der bisherigen Technologie.
Im Moment befinden wir uns hinsichtlich der Elektromobilität in Stufe 1.
Stufe zwei wird in Kürze kommen, dazu zählt beispielsweise der Wegfall der Steuervsubvention für Dieselkraftstoff, Gabriels diskutierte (und vermutlich bereits geplante) Flexi Steuer oder die generelle Verteuerung von fossilen Brennstoffen.
Bis Stufe 3 ist es dann nur noch eine Frage der Zeit (Threadtitel, bzw. „blaue Plakette“)
Lief so, läuft so, wird so laufen.
Warum sollte der Staat denn die von Dir angesprochenen Dinge fördern?
Und inwiefern sind Deine 3 Punkte keine, die über den Geldbeutel gehen?
Zitat:
@flat_D schrieb am 10. Oktober 2016 um 11:57:21 Uhr:
... Aber so schnell tickt der Markt nicht. Ehe sich der Kunde weg vom Diesel hin zu einer Alternative bewegt, das dauert. Mindestens drei bis fünf Jahre, wie die Erfahrung zeigt
Und genau deshalb will die Politik ja, sagen wir mal, "Motivationshilfe" in Form von Verboten leisten - was naturgenmäß nicht überall gleich gut ankommt und irgendwie auch sehr nach Aktionismus klingt.
Zitat:
@S Klasse Fan schrieb am 10. Oktober 2016 um 12:03:31 Uhr:
Und inwiefern sind Deine 3 Punkte keine, die über den Geldbeutel gehen?
Was meinst Du?
Natürlich gehen die über den Geldbeutel.
Ich sagte doch, anders gehts in Deutschland meiner Ansicht nach auch nicht?
Zitat:
@Matsches schrieb am 10. Oktober 2016 um 12:01:03 Uhr:
Du meinst Alternativen hinsichtlich einer „Förderung“ bzw. Attraktivitätssteigerung alternativer Antriebe?
Das obläge der Industrie. Nur diese hätte es in der Hand, dem Kunden ein Produkt anzubieten das dieser nicht kauft weil die alternativen zu teurer geworden sind, sondern weil das Produkt besser / attraktiver als das alternative ist.
Blöderweise (damit meine ich blöderweise für die Politik) schert sich die (deutsche) Automobilindustrie aber einen feuchten Kehrricht um die Ablösung konventioneller Antriebe, stemmt sich im Gegenteil mit allen vieren dagegen um sie zu verhindern.
Vielmehr schiebt die Industrie den schwarzen Peter der Politik zu: „Fördert ihr endlich mal ordentlich, dann kaufen die Leute auch. Wir können nix dafür.“
Wobei das sehr kurz gesprungen ist. Aus meiner Sicht ist aktuell einfach niemand in der Lage ein konkurrenzfähiges E-Fahrzeug zu bauen. Das liegt nicht daran, dass das niemand will, sondern daran, dass es technologisch nicht möglich ist.
Und ein Verbot bedeutet für den Verbraucher dann am Ende eigentlich nur, dass er die Nachteile verordnet bekommt. Denn dadurch wird das E-Fahrzeug an sich erst einmal nicht besser und nicht günstiger.