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Der VW Tiguan II im Test – Der erste Zwischenbericht
MOTOR-TALK
Thu Oct 26 11:44:26 CEST 2017 um Thu Oct 26 11:44:26 CEST 2017 UhrVolkswagen, Community Testdrive (1 weitere)

Vor mehr als einer Woche startete unser Community Testdrive mit dem VW Tiguan II. Seither sind Andreas aka Maxfli, Kostas aka telephonopoulos, Dieter aka Bartman, Zeljko aka zk1 und Steffen aka Dark-Angel712  mit dem SUV unterwegs und testen für Euch. Im ersten Zwischenbericht geht es um den Antrieb, das Platzangebot sowie die Assistenzsysteme.

Erster Eindruck

Mit dem Testwagen auf Tour Mit dem Testwagen auf Tour Nach der Übergabe in Berlin machten sich die fünf Testpiloten auf den Heimweg. Der erste Eindruck war bei allen durchweg positiv. Zeljko fasst sein Empfinden beim Anblick des VW Tiguan II 2.0 TDI mit 240 PS in zwei Worten zusammen: „Begeisterung pur!“ Maxfli berichtet: „Der große Innenraum hat es mir direkt angetan. Als ehemaliger Volkswagen-Fahrer habe ich mich auch schnell in der Armatur und den Bedienelementen zurechtfinden können. Gleich fiel mir mein Lieblings-Gimmick auf – das Head-Up-Display, welches ich nicht mehr missen möchte. Ich kann nun mit Sicht auf die Straße ebenfalls die wichtigsten Informationen sehen.“

Auch Dark-Angel712 ist vom Auto angetan: „Man findet sich nach kurzer Zeit gut zurecht mit den Bedieneinheiten. Der Radioklang wird auch höheren Ansprüchen gerecht. Vor allem, dass das Radio DAB hat, finde ich persönlich sehr gut.“ Kostas testet einen Tiguan II 2.0 TDI mit 190 PS. Er freut sich über die technischen Finessen: „Keyless Entry vorhanden, also ran ans Fahrzeug, Tür geöffnet und reingesetzt. Die Sitze sind teilelektrisch mit Massagefunktion und Sitzflächenverlängerung. Es gibt ein digitales Instrumentendisplay, ein großes Navi mit CarPlay sowie Sitzheizung vorne und hinten. Die Rundumsicht ist tadellos, die Surround-View-Kamera aber noch etwas gewöhnungsbedürftig.“

Motor und Getriebe

"Bei 100 km/h pendelt sich der Verbrauch bei ca. 5,7 l/100 km ein", schrieb Kostas. "Bei 100 km/h pendelt sich der Verbrauch bei ca. 5,7 l/100 km ein", schrieb Kostas. Viel wichtiger als die Optik ist den MOTOR-TALKern allerdings, was unterm Blech steckt – und was das leistet. Steffen beurteilt nach der ersten Tour, dass sich der Tiguan II „trotz des hohen Schwerpunkts und des hohen Gewichts recht sportlich fahren lässt. Er ist bei normaler Fahrweise schön laufruhig und so kaum zu hören.“ Das bestätigt auch Andreas: „Bestes Reisetempo sind 130 km/h bei ca. 2.800 Umdrehungen – hier gleitet man schön mit dem Verkehr. Als störend empfinde ich die „Gedenkminute“ des DSG-Getriebes beim Anfahren und Spurwechsel. Der Druck aufs Fahrpedal kommt erst verzögert an.“

Dem schließt sich auch Kostas an: „Das volle Drehmoment steht erst nach einer kleinen Gedenksekunde an.“ „Das DSG schaltet unmerklich und flott und lässt sich nur beim Abfordern hoher Leistung und dem damit einhergehenden Herunterschalten mehrerer Gänge etwas Zeit“, schreibt Kostas. Steffen geht ein stückweit mit: „Das DSG ist angenehm zu fahren, es schaltet sauber“. Er räumt aber ein, dass es „nicht wie in der Werbung“ unmerklich schaltet. „Wer ein feines ‚Popometer‘ hat, merkt die Schaltvorgänge“, schließt er ab.

Ein wenig mehr Schwung wünschen sich die MOTOR-TALKer vor allem im kalten Zustand. Denn kalt ist Kostas der Motor zu laut. Aber „im warmgefahrenen Zustand wird die Laufkultur besser“, findet er. Andreas ist insgesamt zufrieden: „Der 150 PS Turbobenziner bringt den gut 1,6 Tonnen schweren Wagen zügig in Fahrt. Um auf seine Höchstgeschwindigkeit zu kommen, braucht er aber einen kleinen Anlauf.“

Platzangebot

Für Maxfli's Schnauzer war der Kofferraum wie gemacht Für Maxfli's Schnauzer war der Kofferraum wie gemacht Ein SUV muss vor allem eines bieten: Platz. Kostas griff als erstes zum Zollstock und vermaß den Kofferraum. Andreas war voller Vorfreude auf eine Tour mit seiner Frau, seiner Tochter und der Hundedame. Bei der Übergabe schaute er sofort in den Kofferraum. „Das Platzangebot im Tiguan ll ist wie erwartet sehr gut, im Kofferraum perfekt. Unser Riesenschnauzer hat genügend Platz und sogar kleines Gepäck kann noch zusätzlich verstaut werden. Auch Wocheneinkäufe lassen sich problemlos gestalten.“ Doch nicht nur der Kofferraum zählt: „Alle Passagiere haben genügend Platz, ob vorne oder hinten. Auch erwachsene Personen können im hinteren Bereich genügend Platz finden.“

Beim Kinderwagen stieß der Kofferraum an seine Grenzen Beim Kinderwagen stieß der Kofferraum an seine Grenzen Ein Riesenschnauzer findet Platz, aber der Kombikinderwagen von Steffen passte nicht ganz. „Man muss leider die Hutablage zuhause lassen und mit Einkäufen dann doch etwas aufpassen.“ Positiv fielen ihm clevere Verwahrmöglichkeit auf: „Es ist praktisch, dass man seitlich kleine Stauräume hat, wo man mal schnell was Kleines wegpacken kann, ohne dass es im Kofferraum rumfliegt. Auch den Haken für Einkaufstüten finde ich ein schönes kleines Gimmick.“

Assistenzsysteme

Was für ein Gefühl haben die Fahrassistenzsysteme bei den Testern hinterlassen? Kostas hat die Fahrassistenzsysteme besonders ausgiebig getestet: Den Tempomaten mit Abstandshalter (ACC), den Stauassistenten, die Verkehrszeichenerkennung und den Totwinkelwarner. „Es ist schon gewöhnungsbedürftig, wenn das System erstmalig selbst abbremst, um den Abstand zu halten“, fasst er seinen ersten Eindruck vom ACC zusammen.

Ihm sagen vor allem die Einstellungsmöglichkeiten der Assistenten zu und dass er die Option hat, alle Assistenten ausschalten zu können. So ganz möchte er die Kontrolle noch nicht abgeben: „Vielleicht bin ich etwas ‚oldschool‘. Es hat mich viel Überwindung gekostet, den Stauassistenten zu nutzen. Ich habe es dann aber doch versucht. Das Ergebnis hat mich wirklich verblüfft. Im dichtesten Stadtverkehr hält der Wagen den Abstand zum Vordermann, kommt selbständig zum Stillstand und fährt wie von Geisterhand wieder los.“ Etwas Verbesserungspotential sieht er bei der Verkehrszeichenerkennung: „Was mir nicht so gut gefällt ist, dass immer Tempolimits angezeigt werden, welche nur zu bestimmten Zeiten gelten, weil das System die zusätzlichen Zeitangaben nicht erkennt.“

Das Head-Up-Display Das Head-Up-Display Andreas berichtet von seiner Erfahrung mit dem Spurhalteassistenten: „Sind auf der rechten und linken Spurseite Fahrbahnmarkierungen gelegt, lenkt sich das Fahrzeug automatisch in die richtige Position. Die Warnung, dass man sich nicht in der korrekten Position befindet, meldet der Tiguan sehr früh. Zu Beginn empfand ich diesen Assistenten als recht befremdlich, da es sich anfühlt, als würde jemand ganz ‚K.I.T.T.-like‘ in mein Lenkrad greifen. Nach kurzer Eingewöhnung bin ich jedoch sehr positiv gestellt.“ Kostas gefiel der Spurhalteassistent nach einer kurzen Eingewöhnung. „Bei kleinen Unachtsamkeiten hielt er das Fahrzeug sachte in der Spur. Dies tut er mehrmals, fordert den Fahrer aber auch auf, wieder das Steuer zu übernehmen.“

Beim Stauassistenten war sich Steffen zunächst nicht ganz sicher, was er von ihm halten soll. Er kam aber zu einem positiven Urteil. „Er reagiert nicht über, bremst normal und lässt etwas Abstand zum Vordermann. Nach anfänglicher Skepsis würde ich ihm jetzt vertrauen.“ So ging es ihm auch mit dem Front Assist: „Selbst, wenn kurz vor einem jemand einschert, haut er nicht gleich voll auf die Bremse, sondern bremst gut ab und versucht, den Abstand wiederaufzubauen.“

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