Fünf MOTOR-TALKer waren zwei Wochen lang mit dem VW Tiguan II unterwegs. Während dieser Zeit haben sie zahlreiche Eindrücke gesammelt. Was Andreas aka Maxfli, Kostas aka telephonopoulos, Dieter aka Bartman, Zeljko aka zk1 und Steffen aka Dark-Angel712 zu den Assistenzsystemen, der Konnektivität, dem Komfort und der Ausstattung zu sagen haben, lest Ihr hier: Konnektivität, Bedienung und Sprachsteuerung Dieter koppelte sein Handy ohne Probleme via Bluetooth mit dem Auto: „Nicht schlecht ist das Senden von Zielen per App an das Auto. Das erspart das lästige Eintippen im Auto.“ Die Bedienung des Touchscreens während der Fahrt empfand er allerdings als schwierig, da es keine Ablage für die Hand gibt. „Da mag ich Knöpfe oder Systeme wie iDrive lieber.“ Knöpfe haben zudem den Vorteil, dass sie nicht verschmieren können. Spannend findet Dieter die Fahrdaten, die „eine Statistik über die tägliche Fahrstrecke, Durchschnittsgeschwindigkeit, Fahrzeit und Durchschnittsverbrauch in verschiedenen Darstellungsoptionen“ anzeigen. Das Telefonieren über die Freisprecheinrichtung gefiel den Testern. Die Sprachqualität überzeugte alle. Steffen hob die Tonqualität des Entertainmentsystems hervor: „Der Klang ist super und auch für Leute, die gerne mal etwas härtere Bässe hören wollen. Der Subwoofer übersteuert auch nicht gleich, selbst wenn man ihn hoch reguliert. Die Lautstärkeregelung für das Navi ist auch sehr einfach, da man nur lauter oder leiser stellen muss, wenn gerade eine Ansage kommt. Man muss also nicht extra ins Setup gehen.“ Zeljko hat während der Testzeit ganz viele Videos gedreht. Hier seht Ihr, wie er sein Handy mit dem Auto koppelt:
Wie nützlich sind die Assistenzsysteme?Andreas testete zahlreiche Assistenzsysteme: die automatische Einparkfunktion 'Park Assist', die kamerabasierte Rundumsicht 'Area View', der Bremsassistent 'Front Assist' und die intelligente Lichtregulierung 'Dynamic Light Assist'. Besonders wegen der Größe des Tiguan freute er sich in der Innenstadt über den Park Assist und die Area-View-Funktion. „Mithilfe des Park Assist kann ich sicher vor Parkremplern mit dem großen Wagen einparken. Die Area-View-Funktion ist meiner Meinung nach ein gelungenes Hilfsmittel für einen großen Wagen. Vor allem beim Rückwärtsfahren oder in engeren Parkhäusern, da man mit ihrer Hilfe auch die kleinen toten Winkelchen einsehen kann. Auch die Einstellung der verschiedenen Winkel, wie zum Beispiel die Draufsicht, kann in manchen Situationen sehr nützlich sein.“ Da setzt auch Zeljko seinen Haken drunter: „Einer meiner Lieblingsassistenten.“ Bei Andreas griff einmal der Front Assist ein. „Der Front Assist hat mich in meiner Testphase einmal vor einer möglichen Kollision gewarnt. Er agierte rasch und auf meinem Display erschien eine rote Warnmeldung begleitet von einem Warnton, sodass ich reagieren konnte.“ Dieter schließt sich an: „Das System ist wirklich eine Erleichterung im täglichen Einsatz.“ Ein kleines Aber hat er jedoch: „Auf der Autobahn hatte ich zwei ungewollte und unvorhergesehene, automatische Bremsvorgänge auf der linken Spur, weil das Auto anscheinend den Lkw auf der rechten Spur als Hindernis wahrgenommen hat. Parallel wurde der Gurt anscheinend gestrafft. Trotzdem ist der Assistent gut und würde ein Häkchen von mir in der Optionsliste bekommen.“ Zeljko hat gefilmt, wie der den Park Assist testet: Kostas räumt zwar gewisse Vorbehalte gegenüber der Assistenzsysteme ein, aber der Spurhalteassistent und der adaptive Tempomat mit Abstandshalter (ACC) hinterließen einen guten Eindruck. „Den Spurhalteassistenten empfinde ich als äußerst hilfreich, weil dieser bei kleinen Unachtsamkeiten sachte, aber bestimmt das Fahrzeug in der Spur hält. Es war anfangs schon etwas irritierend, wenn das Lenkrad einen Lenkimpuls zur Mitte des Fahrstreifens gab. Der ACC ermöglicht es, anderen Fahrzeugen mit konstantem Abstand zu folgen. Das entbindet einen zwar davon, ständig selbst zu bremsen und wieder zu beschleunigen, aber nicht davon, die Augen offen zu halten und bei Bedarf selbst einzugreifen. Es ist schön, wenn das System erstmalig selbst abbremst, um den Abstand zu halten - gewöhnungsbedürftig, aber das Fahren wird dadurch entspannter.“ Intelligentes Licht und entspannte FahrerDer Dynamic Light Assist sorgt dafür, dass der entgegenkommende Verkehr nicht geblendet wird. „Für mich ist es eine wunderbare Sache“, urteilt Andreas. So erging es auch Kostas bei seiner Nachtfahrt: „Ich muss mich jetzt als leidenschaftlicher Nachtfahrer outen. Da man nachts schnell müde wird und zwischen 2 und 4 Uhr seinen toten Punkt erreicht, ist gutes Licht enorm wichtig. Auf der Rückfahrt vom Pokalspiel in Leipzig habe ich den Dynamic Light Assist erstmalig ausgiebig nutzen können und weiß jetzt, was mir in meinen bisherigen Fahrzeugen gefehlt hat. So entspannt bei so guter Sicht bin ich noch nie nachts gefahren.“ Dieter ist vom Licht an sich überzeugt, aber vom Assistenten hätte er sich mehr erwartet: „Negativ ist mir aufgefallen, dass die Kamera manchmal etwas kurzsichtig wirkt. Entgegenkommende Fahrzeuge werden manchmal spät erkannt.“ Dem schließt sich Steffen an. „Das automatische Fernlicht reagiert stellenweise etwas träge, sodass ich einige Male vom Gegenverkehr eine Lichthupe bekommen habe. Er hielt scheinbar manchmal einige Schilder für Gegenverkehr, sodass er öfter abgeblendet hat, obwohl er es nicht musste.“ Komfort und Ausstattung„Die Windgeräusche sind bis ca. 130 km/h normal, danach wird es etwas lauter, was aber nicht zu laut oder unangenehm wird, ich halte es für normal bei einem Fahrzeug dieser Größe“, schreibt Steffen. Dem schließt sich auch Andreas an: „Innerstädtisch, wie auf der Autobahn, dringen so gut wie keine Geräusche ins Fahrzeug. Man fährt wie in einer Sänfte, selbst auf nicht so glatter Fahrbahn.“ Die Sitze beschreibt Andreas als bequem. „Beide Vordersitze lassen sich einfach in die gewünschte Position einstellen. Die Rücksitze lassen dies ebenfalls zu. Für angenehme Innenraumatmosphäre sorgt die Drei-Zonen-Klimaanlage.“ Dieter wollte nicht so recht die passende Sitzposition finden: „Entweder Lenkrad zu hoch oder Sitz zu hoch. Beides in verschiedensten Einstellungen versucht, aber die Arme musste ich gefühlt immer zu weit anheben, um das Lenkrad richtig in den Händen zu halten.“ Als praktisch erwies sich die elektrische Parkbremse mit Autohold: „Die ist einfach genau da, wo man sie braucht. An der Ampel einfach bremsen, dann Fuß von der Bremse und warten, bis man Gas geben kann. Genau so und nicht anders darf das sein. Auch praktisch, wenn man das Auto verschließt, dass die Handbremse automatisch angezogen wird.“ Beim Head-Up-Display gehen die Meinungen auseinander: Dieter empfindet es als „lächerlich“ in Bezug auf die abgebildeten Informationen. Steffen lobt, dass es selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbar ist. „Es ist auch praktisch, dass man die Position der Anzeige einstellen kann, sodass man es je nach Körpergröße optimal einstellen kann.“ Wie die Tester über den Verbrauch und das Fahrverhalten urteilen und zu welchen Endergebnis sie kommen, lest Ihr in Kürze im Fazit. Hier könnt Ihr Euch noch weitere Videos von Zeljko anschauen: |






