Am 13.03.18 bekam ich eine Mail von meinem Sohn Robert mit einem Link und den kurzen Worten "schau mal, ich will uns da anmelden". Nun ich war mitten in den letzten Urlaubsvorbereitungen, hatte eine kranke Lebensgefährtin zu Hause und musste Lösungen für Haus, Hund, Katze und Blumen finden, also eigentlich keine Zeit. Aber warum nicht und so antwortete ich, "dann mach mal, aber ich habe für Anmeldung, etc. keine Zeit". Die nächste Mail kam: "Du musst dich aber selbst anmelden". Ich wollte trotz aller eigener Probleme kein Spielverderber sein und erledigte meinen Teil der Anmeldung. Und hatte dann damit abgeschlossen bis von Motor-Talk die Nachricht kam: „Du und dein Teampartner, ihr seid für die Vorentscheidung des Spirit of Amarok 2018 am 05.05.18 in Klettwitz nominiert“. Am 31.03.18 wieder im kalten Deutschland gelandet, am 01.04.18 die erforderliche Mail an VW Nutzfahrzeuge gesendet und dann waren wir fest dabei. Das Event: 05.05.2018 LausitzringMotor-Talk spendierte einen Tankgutschein für die Anreise, (Danke Motor-Talk) und am 05.05.18 trafen wir gegen 08:45 Uhr auf dem Dekra Gelände auf dem Lausitzring ein. Die Anmeldung war schnell erledigt, noch einen Kaffee und ein Brötchen und wir lernten Jessica, Svenja und Marlene von Motor-Talk kennen (zur Erklärung; Motor-Talk ist ein Markenunabhängiges Forum und schickte jeweils ein Team, zu den Vorentscheidungen, Ost, Süd, West und Nord). Selbstbewusst erklärten Robert und ich, auf die Frage nach dem Tagesziel, wir wollen gewinnen. Wir wollen das Deutschlandfinale erreichen, wir wollen Deutschland in Südafrika vertreten. Wir sind früher schon Offroad gefahren, haben im Trail schon den ein oder anderen Pokal erkämpft, aber auch Offroaderfahrung in Rumäniens Karpaten gesammelt. Damit war das Ziel klar und das Abenteuer konnte beginnen. 18 silberfarbene AmarokEs begann mit der Begrüßung durch den Veranstalter, die VW Nutzfahrzeuge Abteilung, die Auslosung der Fahrzeuge und Einweisung in die Technik des Amarok 3.0 V6. Robert hatte die Startnummer 16 gezogen und der Amarok mit dieser Nummer sollte nun für einen Tag unser Fahrzeug sein. Und dann ging es zu den Fahrzeugen, in einem großen Halbkreis standen sie, 16 silberfarbene VW Amarok + 2 Orgafahrzeuge, natürlich ebenfalls silberne Amarok. Noch die obligatorischen Fotos, das komplette Teilnehmerfeld, dann Fahrzeug plus Besatzung und dann hieß es. „Gentlemen, start your engine“. Alle Fahrzeuge waren mittels Funk verbunden, der Instruktor gab die notwendigen Informationen und so fuhren wir im „Gänsemarsch“ durchs Gelände, um die Fahrzeuge kennen zu lernen. Wir, mit der Startnummer 16, waren die Letzten. Es war ein beeindruckender Konvoi. Nach der ersten Runde gab es einen Fahrerwechsel und Robert übernahm das Lenkrad, fuhr die Einführungsrunde und uns dann zum Mittagessen. In punkto Versorgung ließ sich der Veranstalter nicht lumpen, es gab Steaks, Bratwurst, Vegetarisches und Salate und reichlich von allem, so dass niemand hungrig vom Tisch aufstehen musste. Die einzelnen SektionenNach dem Mittag begann der Wettbewerb. Sektion 1: klassischer Trial. Sektion 2: Trialsektion, aber komplett rückwärts zu befahren. Sektion 3: Speedslalom mit einem präzisen Stopp in einer Box und Sektion 4: zeigeteilt, Trial bergauf und Trial bergab. Das Reglement sah folgende Punktwertung vor; Stopp: 2 Pkt., Rückwärts fahren: 5 Pkt., Kugel von der Stange werfen: 10 Pkt., Stange 45° schrägfahren: 10 Pkt., Stange ziehen lassen: 10 Pkt., Stange umfahren: 30 Pkt. Am Fahrzeug durfte nichts verändert werden, Spiegel anklappen war verboten. Das Ablaufen der Sektion, um sie kennen zu lernen, war nur in der Rückwärtssektion gestattet. Die Speedsektion wurde zweimal zum Kennenlernen durchfahren. Gestartet wurde in der Reihenfolge der Startnummern, in Sektion 1 begann Startnummer 1, in Sektion 2 startete Startnummer 16 als erste, in Sektion 3 wieder Startnummer 1 und in Sektion 4 wieder Startnummer 16. Das fanden wir nicht wirklich fair, aber was soll’s, dann ist das eben so. Also ab in die Sektion 1, mit 3 Kugeln und 3 Stopps lief es nicht optimal, Sektion 2, als erstes Fahrzeug war mit nur 2 Stopp’s und 1x Rückwärts, im konkreten Fall vorwärts, nicht so schlecht, hätte aber auch besser sein können (müssen), die Speedsektion lief gut und die letzte Sektion war richtig gut, gemessen an den Mitbewerbern. Am Ende reichte es leider „nur“ für Platz 6, für das Deutschlandfinale hat es damit nicht gereicht. 404 Pkt. Platz 6, 414 Pkt. hatte Platz 4 und die Plätze 1 - 4 fahren zum Finale. Robert war sichtlich frustriert, aber so ist das eben, niemand an diesem Tag wollte 5er – 16er werden, also haben alle gekämpft und wer selber einen Amarok fährt, hat schon einen „kleinen“ Vorteil. FazitEs war ein schöner Tag, der Amarok ist ein klasse Pickup, ich persönlich vermisse die Untersetzung, obwohl die elektronischen Helfer schon sehr viel kompensieren können. Organisation, Versorgung, Fahrzeuge alles Top und so bleibt mir nur zu sagen: Danke Motor-Talk, Danke VW Nutzfahrzeuge, viel Erfolg und Spaß den 4 Teams, welche sich für das Finale qualifiziert haben. … und wenn die Möglichkeit besteht, sind wir, Robert und ich, zum Spirit of Amarok 2019 wieder mit dabei.
Motorsportliche Grüße Joerg Thiele |