Vor einigen Wochen kam mir beim Stöbern im Internet auf der Seite von Motor-Talk eine Anzeige in den Blick, dass noch Teilnehmer für den Spirit of Amarok gesucht werden. Kurzentschlossen hatte ich sofort das Anmeldeformular ausgefüllt und meinen Freund Stefan informiert, der sich auch gerne mal abseits der Straßen bewegt. Zack. AusgelostMeine Allraderfahrungen mit diversen geländetauglichen Wohnmobilen (VW LT 40 4x4; Mitsubishi L 300 4WD) hatte ich natürlich ein bisschen herausgeputzt und auch kurz beschrieben, was mich am Offroadfahren begeistert. Aber ich hatte natürlich nicht wirklich daran gedacht, tatsächlich ausgelost zu werden. Nach ein paar Wochen, kurz nach dem Einsendeschluss der Bewerbungen, kam dann doch tatsächlich die Zusage, an der norddeutschen Vorausscheidung auf dem Gelände des Hoope-Parks in Wulsbüttel starten zu können. Ein paar Formalitäten (Führerscheinkopie, Einwilligung zur Verwendung von Bildern, Namen und Daten etc.) waren schnell erledigt und postwendend kam dann auch die endgültige Zusage zusammen mit einem Käppi von Motor-Talk und einem 100-EUR Spritgutschein, damit man auch die Anreise finanzieren kann. Vielen Dank nochmal dafür. Zunächst wurde eine längere Übungsrunde über das gesamte Gelände von allen Teilnehmern absolviert. Dabei war schon der erste Eindruck sowohl vom Gelände als auch vom Fahrzeug durchweg positiv. Sogar mein Teamkollege Stefan, der eigentlich eher kritisch gegenüber Fahrzeugen wie dem Amarok ist, konnte nicht umhin zuzugeben, dass das Gefährt ganz schön wendig für die Größe ist. Dieser erste Eindruck sollte sich dann später in den Prüfungen durchaus bestätigen. Die vier Wertungsprüfungen hatten es in sichVorgesehen waren vier Einzelwertungen. Begonnen wurde mit einem Geschicklichkeits-Trial, in dem auf einer ziemlich anspruchsvollen Piste Tore durchfahren werden mussten. Die waren aus dünnen Stangen gesteckt, auf denen Golfbälle lagen. Für jeden abgeworfenen Ball oder jede umgeknickte Stange sowie auch für das Anhalten oder Rückwärtsfahren gab es Minuspunkte. Jeder startete mit einem Guthaben von 100 Punkten, das dann je nach Glück und Geschicklichkeit mehr oder weniger schnell zusammenschmolz und sogar im Minusbereich enden konnte. Nach nur einem abgeworfenen Ball (-10 Punkte) und einem kurzen Anhalten (-2 Punkte) konnten wir den ersten Test auf Rang drei beenden. Die Hoffnung auf eine Teilnahme an der Deutschland-Ausscheidung im Juni in Stadtoldendorf begann schon zu keimen. Diese Hoffnung wurde jedoch bereits in der nächsten Prüfung jäh zunichte gemacht. Hier mussten in einem etwas leichteren Gelände die Tore aus Stangen und Golfbällen im Rückwärtsgang durchfahren werden. Damit war ich leider völlig überfordert und räumte neben einigen Bällen auch eine Stange komplett ab, die ich nicht nur berührte, sondern vollständig zerstört habe. Das allein brachte schon mindestens 30 Minuspunkte ein. Mit zusätzlichem Minus für Hin- und Hersetzen, Bälle abwerfen und so weiter beendeten wir diese Prüfung dann mit der zweitschlechtesten Wertung von nur 22 Punkten. Alle Hoffnungen auf ein Weiterkommen waren damit ausgeträumt. Zur Ehrenrettung kam dann am Ende nochmal eine Trial-Wertung, die noch deutlich schwerer war als die erste Prüfung. Insbesondere die Abfahrt am Ende des Parcours schien unmöglich fehlerfrei zu bewältigen zu sein. Da wir mit Startnummer 15 erst als Vorletzte starten mussten, konnten wir uns die Bemühungen der Konkurrenten zunächst noch gelassen ansehen. Keiner schaffte den Ritt fehlerfrei. Am Ende konnten wir uns mit der viertbesten Punktzahl und einer fehlerfreien Schluss-Abfahrt zumindest noch einigermaßen aus dem Schlamassel retten, das mit der katastrophalen Rückwärtsfahrt und dem vorletzten Platz bei der Speed-Wertung seinen Verlauf genommen hatte. Platz 11 und viel AdrenalinAm Ende blieb der 11. Platz für uns übrig, was nach dem guten Start im ersten Test insgesamt etwas enttäuschend war. Aber der Tag insgesamt hatte trotzdem sehr viel Spaß gemacht, den Adrenalinspiegel mehrmals in ungeahnte Höhen getrieben und uns dabei doch deutlich unsere Grenzen aufgezeigt. Der Amarok ist ein super Geländefahrzeug, wenn man sich auch über den 4-Motion-Antrieb und die Getriebeautomatik durchaus streiten kann. Für das Event war das sicherlich vorteilhaft, da man sich schneller an ein Automatik-Fahrzeug mit automatisch geregeltem Allradantrieb gewöhnt, als an ein "echtes" Allradgefährt mit zuschaltbarem Allrad und manuell zuschaltbarer Geländeuntersetzung. Die Fehlerpunkte wären sicherlich nochmal in die Höhe geschnellt, wenn man sich um alles hätte selbst kümmern müssen. Ein dickes Lob an die Veranstalter, die es mit viel Mühe und unermüdlichem Einsatz geschafft haben, den Zeitplan weitestgehend einzuhalten und allen die erforderliche Unterstützung zukommen zu lassen. Ich freue mich schon auf die Bilder und Videos von dem Event. Und natürlich werde ich der erste sein, der sich für den Spirit of Amarok 2019 anmeldet! Harro |






Dachte schon man hört gar nichts mehr von dem Event.
Danke für die Story, zum Redakteur taugst du wohl mehr als zum Gelände fahren :-)