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Peugeot RCZ R Ultimate Test Drive

Ja, auch so kann ein Dienstagmorgen einmal beginnen. Anruf aus der Motor-Talk Werkstatt. Du bist dabei beim „Peugeot RCZ R Ultimate Test Drive“. Ich stellte ja beim Bewerbungsfoto die Frage in den Raum, ob der Peugeot RCZ R seinem Motto „SchnellR, StärkR, WeitR“ auch wirklich treu bleiben wird. Das wollte ich natürlich am liebsten selbst testen. Somit war die Vorfreude auf das kommende Wochenende groß.

Das Wochenende im Elsass und Baden-Baden

Mit dem Mietwagen endlich am Flughafen Basel angekommen, hatten wir noch kleine Komplikationen Theresa zu finden, die uns abholen wollte. Eine ständig zusammenbrechende Handyverbindung und die Tatsache, dass es am Flughafen Basel eine Schweizer und eine Französische Seite gibt, hat uns das planmäßige Zusammenfinden etwas erschwert. Wir warteten vor der Ankunft auf der Schweizer Seite, Sie auf der Französischen. Wir haben allerdings einige Zeit gebraucht, dies herauszufinden.

Dann noch schnell die 70 km nach Belfort zurückgelegt und im Hotel eingecheckt. Nach dem wir, die 3 Gewinner nebst Begleitung, die Organisatoren, das Fotografen-/Kamerateam und Nicola von MT uns in der Lobby trafen, ließen wir den Tag beim Abendessen in einem kleinen Familienrestaurant „Le Bar du Palais“, bei Französischen Spezialitäten (ja, auch Froschschenkel standen auf der Karte und wurden prompt getestet) ausklingen. Frédéric Renard, Marketingleiter von Peugeot Deutschland, stieß noch vor dem Essen zu uns und begleitete uns ebenfalls durch das Wochenende. Okay, ausklingen ließen einige Wenige den Abend dann doch noch im Irish Pub um die Ecke. Der Aufmerksame Leser mag sich jetzt zu Recht fragen: „Irish Pub, wenn man in Frankreich ist?“ Das wäre auch ein Fauxpa, aber die Brasserie war am Freitagabend einfach überfüllt.

Am Morgen, bei einem kurzen Blick aus dem Zimmerfenster in den Hinterhof, wohlgemerkt noch mit etwas kleinen Äugelein, entdeckte ich doch gleich den ersten RCZ R. Das macht ja schon mal Appetit auf mehr. Nach dem Frühstück machten wir uns gemeinsam auf den Weg nach Sochaux.

Das Peugeot Museum in Sochaux

Dort erwarteten uns nicht nur die RCZ R, die uns aber erst später vorgestellt wurden, sondern auch die beeindruckende Geschichte der Marke Peugeot. Nicht nur zahlreiche Fahrzeuge aus allen Epochen (Peugeot begann bereits 1891 mit der Serienproduktion) gehören zu den Exponaten, sondern auch viele andere Dinge, wie Sägeblätter, Werkzeuge, Haushaltsgeräte, Gewehre usw., die seit 1810 hergestellt wurden. Bis heute produziert Peugeot neben Fahrzeugen übrigens immer noch Werkzeuge, Pfeffer- und Kaffeemühlen.

Bei den ausgestellten Autos konnte man sich einen schönen Überblick über die weitreichende Modellpalette seit der Firmengründung verschaffen. Neben alternativen Antriebskonzepten, innovativen Ideen und Concept Cars, kommt auch der Rennsport nicht zu kurz. Viele Fahrzeuge und Pokale aus unterschiedlichsten Rennserien lassen einen an den sportlichen Erfolgen Peugeots teilhaben.

Beim Mittagessen im Museum wurde schon viel gefachsimpelt. Seit heute Morgen waren auch Michael Bohrer und seine Verlobte mit dabei. Somit drehten sich die Gespräche über Markenstrategien der Automobilhersteller, Rennsport, Oldtimer und die Berufe aller Beteiligter. Es zeichnete sich schon bald ab, dass die Chemie in der Gruppe stimmte.

 

Die Ausfahrt

Vor dem Museum waren bereits ein RCZ 1,6 200 THP und die beiden RCZ R drapiert und glänzten in der Sonne um die Wette. Alle drei Fahrzeuge waren in Metallic Erithrea Rot lackiert, was sich meiner Meinung nach besonders gut mit den schwarzen Applikationen verträgt. Michael Bohrer und Frédéric Renard stellten uns die Fahrzeuge mit ihren technischen Details vor. Nach einem kurzen Shooting und dem obligatorischen Gruppenfoto, konnte die Ausfahrt dann auch schon starten.

Kurzerhand die Adressdaten vom ersten Zwischenstopp ins Navigationssystem eingegeben und schon trennten sich die Wege der drei Testfahrer. Wir hatten uns für die kürzeste Route auf den "Grand Ballon" entschieden. Nach durchfahren von etlichen aneinandergereihten Ortschaften, entschieden wir uns dann doch dazu, zumindest eine Teilstrecke auf der Autobahn zurückzulegen. So konnten wir ein wenig Boden gut machen. Ganz spontan haben wir die Autobahn vorzeitig verlassen und näherten uns durch idyllische Dörfer und über schöne Landstraßen den Südvogesen. Unser Navigationssystem führte uns zielstrebig auf dem kürzestem Weg über kleine Sträßchen die Berge hinauf. Zumindest bis zu einem „Durchfahrt verboten“ Schild. Genau hier trafen wir aber auf den RCZ aus unserer Gruppe, der sich gerade nach dem richtigen Weg erkundigte. Da der Einheimische und das Navigationsgerät sich einig waren, dass es dort lang gehe und wir mangels Französischkenntnissen die Zusatzkennzeichnungen unter dem Schild nicht deuten konnten, entschlossen wir uns, es darauf ankommen zu lassen. Über eine schmale Straße, durch Wälder und Wiesen, erreichten wir nach einer gefühlten Stunde endlich wieder die Hauptstraße in Richtung Treffpunkt. Später stellte sich heraus, dass alle drei Fahrzeuge über diesen Weg geleitet wurden und doch ein leicht mulmiges Gefühl dabei hatten. Umdrehen und die andere Route finden hätte sicher noch einmal eine Stunde Zeit gekostet. Und diese war am heutigen Mittag eher ein wenig knapp, wie sich später noch herausstellen sollte. Also schnell die letzten Kurven und Höhenmeter abgespult um dann am Treffpunkt auf dem "Grand Ballon", der mit seinen 1424 Metern Höhe der höchste Berg der Vogesen ist, anzukommen. Auch hier hieß es wieder „Fromage“ für das Gruppenbild.

Also weiter auf den nächsten Etappenabschnitt. Doch auch hier erwartete uns ein kleines Hindernis. Ein „Durchfahrt verboten“ Schild. Den „Kollegen“ kennen wir doch schon? Hier allerdings, konnte man auf eigene Gefahr durchfahren. Es bestand lediglich die Gefahr auf Schnee zu treffen. Die ersten paar Kilometer waren, wie nicht anders zu erwarten, gesäumt von Schneepassagen. Aber wir hatten ja Winterräder aufgezogen und sind ja schließlich auf einem Test-Drive. Also kein Problem. Die nächste Überraschung ließ aber nicht lange auf sich warten. Ab hier war die Durchfahrt tatsächlich gesperrt. Also schnell umdisponiert und einmal außen herum. Am Hang entlang hinab ins Tal und dann wieder über Serpentinen hinauf. Das war mal ein Umweg der sich gelohnt hat! Ich hatte beim ersten Treffpunkt den Zündschlüssel meiner Begleitung überlassen. Somit konnte ich die tolle Landschaft und er das Auto genießen.

Im „Formationsflug“ ging es mit den drei Fahrzeugen bis zum nächsten Treffpunkt. Nun gut, wir sind alle samt erst einmal am Aussichtspunkt „Belvédère de Spitzenfels“ vorbeigerauscht und den „Col de la Schlucht“ heruntergefahren. Dass war ja nicht das erste Mal, wo wir hätten umkehren müssen. Also kleines Wendemanöver eingeleitet, zurück zum Aussichtspunkt, kurz den Weitblick genießen und ein paar Fahrminuten später mit dem gesamten Team auf einem Parkplatz zusammentreffen um einen Fahrzeugwechsel durchzuführen. Wir sind die ersten beiden Etappen mit dem RCZ R gefahren und wechselten nun für die letzte Etappe auf den RCZ 1,6 200 THP. Es sollte ja schließlich jeder Tester auch die beiden R-Modelle ausgiebig fahren können.

Wir waren bereits weit hinter dem Zeitplan, als der nächste Teil der geplanten Route wieder gesperrt war. Also erneut eine Alternativroute einschlagen. Nach einem weiteren kurzen Zwischenstopp, entschieden wir drei Tester uns, trotz fortgeschrittener Zeit, noch den Umweg zum letzten geplanten Ziel auf uns zu nehmen. Das Kamerateam begleitete uns, während die anderen den direkten Weg nach Baden-Baden einschlugen. Auch wegen der einsetzenden Dämmerung ließen wir es auf den 36 km zur "Haut-Kœnigsbourg" gemächlicher angehen. Die 260 m lange Anlage thront als Gipfelburg in 757 m Höhe am Ostrand der Vogesen auf einem mächtigen Buntsandsteinfelsen hoch über der Oberrheinischen Tiefebene und ist eine der höchstgelegenen Burgen im Elsass. Mit dem letzten Tageslicht angekommen, machten wir uns doch recht zügig auch schon wieder auf den Weg nach Baden-Baden. Schon bald waren wir auf der Autobahn und konnten dann später auf deutschem Boden die Qualitäten der Fahrzeuge in diesem Gefilde testen. Gegen 20.30 Uhr erreichten wir erschöpft die hoteleigene Tiefgarage in Baden-Baden.

Schnell das Gepäck schnappen, einchecken, Katzenwäsche und direkt wieder los. Denn die anderen warteten bereits in der Hotellobby auf uns "Testfahrer". Bei einem wunderbaren Abendessen in tollem Ambiente kreisten die Gespräche, wie sollte es anders sein, um die Erlebnisse des heutigen Tages und die ersten Eindrücke des Peugeot RCZ R.

Es war schon spät und durch die kommende Zeitumstellung drohte die Nacht kurz zu werden. Aber einen Schlummertrunk an der Hotelbar ließen wir uns dennoch nicht nehmen.

Früh raus aus den Federn war das Motto des heutigen Morgens, denn das Highlight des Wochenendes wartete auf uns. Nach dem Frühstück fuhren wir die RCZs, nach kurzem Auftanken, zum Driving Center Baden.

Der Tag im Driving Center Baden

Benjamin, unser Instruktor an diesem Morgen, bereitete uns einen netten Empfang und ließ schon erahnen, was uns heute noch so alles erwarten sollte. Schnell noch das Gepäck aus den Fahrzeugen, dann konnte es auch gleich losgehen. Wir fuhren auf die Dynamikfläche um dort vorab noch ein paar Grundlegende Dinge in der Theorie eingebläut zu bekommen. Nun wurden wir mit der Slalomfahrt an die Materie herangeführt. Erneut stiegen wir aus und ließen uns die richtige Sitzposition zeigen, welche doch eine immense Rolle bei der Fahrzeugbeherrschung und des Verletzungsrisikos bei einem Unfall spielt. Man tastete sich nach und nach an höhere Geschwindigkeiten heran. Gegen Ende der Übung wurde des ESP abgeschaltet und Lastwechselreaktionen provoziert. Dabei fiel dann auch das ein oder andere Hütchen. Man konnte schon schön die sportliche Auslegung des Fahrwerks erkennen.

Auf zum nächsten Punkt. Das Bremsen. Auch hier wurden wir wieder in der Theorie eingewiesen. Jeder musste ein Hütchen aufstellen, wo man selbste meinte, dass das Fahrzeug nach einer Vollbremsung aus 50 km/h zum Stehen kommen würde. Wir lagen alle weit daneben. Nach mehreren Durchgängen aus 50 und 70 km/h kamen wir auch gleich zur nächsten Steigerung. Bremsen und ausweichen aus 90 und 100 km/h. Da wirken schon enorme Kräfte. Das Aufwärmprogramm hat mir bereits ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Benjamin gab per Funk oder durchs offene Fenster seine Anweisungen und verbesserte einen, wenn sich Fahrfehler einschlichen. Immer wieder stieg man aus und erhielt im lockeren Frage und Antwort Spiel fahrdynamische Grundlagen vermittelt.

Jetzt aber schnell auf den Handlingkurs. Das konnten wir wohl alle kaum erwarten. Erst einmal die Einführungsrunden, um die Strecke kennen zu lernen. Per Funk wurden von unserem Instruktor die Strecke mit ihren Eigenschaften erläutert, sowie Einlenk- und Scheitelpunkte der einzelnen Kurven aufgezeigt. So konnte man sich nach und nach die Ideallinie einprägen. Raus in die Boxengasse und Fahrzeugwechsel. Ab jetzt fuhr Benjamin im “kleinen“ RCZ voraus und wir Tester, in den beiden R hinterher. Meine Begleitung und ich setzten zuerst aus. Vad und Superstrose fuhren nun den ersten Turn des Tages. Mit einem Erfrischungsgetränk in der Hand, bei bestem Wetter, stand ich am Streckenrand und konnte beobachten, wie die Geschwindigkeit von Runde zu Runde gesteigert wurde. Quietschende Reifen, aufheulende Motoren und der Geruch von Rennsport lag in der Luft. Da wurde ich dann doch etwas nervös, als der erste Turn zu Ende ging und die Anderen die Boxengasse ansteuerten.

Rein in den Wagen, nochmal die optimale Sitzposition finden, Klimaanlage und Radio ausschalten (das kostet ja schließlich nur unnötig Leistung :)) und los kann es gehen. Hinter Benjamin gab es nochmal eine Aufwärmrunde. Dann wurde das Tempo stetig erhöht. Hart anbremsen, zurückschalten, einlenken und möglichst flach an den Scheitelpunkt der Kurve fahren, wieder rauf aufs Gas, sich raustreiben lassen. Ausdrehen, nächster Gang rein und das Ganze wieder von vorne. Der Handlingkurs ist gespickt mit Kurvenfolgen. Das geht natürlich auf das Material. Sowohl beim Fahrer, als auch beim Fahrzeug. Mir war jedenfalls mindestens genau so warm, wie den armen Winterreifen, die stark um Haftung rangen und den Bremsen, die kaum Zeit zum Abkühlen fanden. Vielleicht lag das jedoch auch an den geschlossenen Fenstern und der abgeschalteten Klimaanlage. In der Box die Fenster zu öffnen, war die reinste Wohltat. Rennsportfeeling pur! Wenn auch durch manuelles Ausschalten der Komfortfunktionen selbst herbeigeführt. :D

Überhaupt nicht so leicht auf dem ersten Turn die optimalen Bremspunkte zu finden und immer den richtigen Gang parat zu haben. Man befindet sich ständig im inneren Zwist. Doch noch schnell in den Dritten? Kann ich hier kurz die rechte Hand vom Lenkrad nehmen um zu schalten? Wie viel Gas kann ich nach dem Scheitelpunkt der Kurve geben, ohne mit Traktionsproblemen zu kämpfen? Aber eigentlich hat man überhaupt keine Zeit zum Nachdenken. Alles geht von alleine. Man saugt sich am Vordermann fest und folgt seinen Instinkten. Schon waren ein Paar Runden vergangen und wir fuhren wieder raus in die Boxengasse, auch um den Bremsen eine kleine Abkühlung zu verschaffen. Diese qualmten und knackten doch schon etwas stärker. Michael Bohrer übernahm die Abkühlrunden mit den Fahrzeugen um sich schon mal die Strecke für die "Taxifahrten" einzuprägen. Das sollte aber einem Rennfahrer seines Kalibers ja keine Probleme bereiten. Noch war es nicht so weit. Ich hatte noch meinen zweiten Turn vor mir. Ich wurde schnell sicherer und man konnte auch gleich die Fehler vom ersten Turn ausmerzen. Allerdings bin ich auch etwas übermütiger geworden, was sich dann im Schieben über die Vorderräder zeigte, wenn ich die Kurve zu schnell angefahren bin. Etwas zu früh, oder zu fest aufs Gas, etwas zu schnell in die engen Kurven und man hat reichlich Zeit verloren. Wenn man hier schnell sein will, gilt es eher die saubere Linie zu fahren und sachte mit dem Gasfuß zu sein. Erstaunlich übrigens, wie Benjamin im kleinen Bruder des R, mit nominell 70 PS weniger und dem nicht ganz so agilen Fahrwerk, hier Problemlos vorrausfahren konnte. Und das Ganze mit dem Funkgerät in der Hand. Da hab ich schon nicht schlecht gestaunt. Alle schönen Dinge sind einmal vorüber, so auch der zweite und letzte Turn. Schade, jetzt wäre ich doch gerade warm. Aber ein weiteres Highlight stand ja nun noch bevor.

Die schnelle Runde mit Michael Bohrer. Einsteigen, anschnallen, Kamera(s) anschalten und los kann es gehen. Immer einen flotten Spruch auf den Lippen und ständig am Erklären, zeigte Michael was hier wirklich geht und was nicht. Jetzt warf es mich doch deutlich mehr im Sitz herum, als noch bei meinen eigenen Runden. Gut, ich hatte auch kein Lenkrad mehr um mich festzuhalten. Aber Michael packte überall noch einen oben drauf und fuhr eigentlich immer einen Gang höher als ich. Er nutze jeden Millimeter der Strecke aus und bretterte über die Curbs. Die Winterreifen kamen hier natürlich noch viel mehr an ihre Grenzen. Als er mir zeigen wollte, dass man mit diesen, das Auto hier nicht in der Kurve auf der Bremse anstellen könne, machten wir doch prompt einen kleinen Ausflug über die Wiese. Ups, halb so schlimm, weiter geht’s. Viel zu früh kam die Durchsage über Funk: „Michael, kommst du wieder rein?“ Schade, hat wirklich Spaß gemacht und ich hätte noch den ganzen Tag mitfahren können.

Die schnelle Runde war dann eigentlich auch schon der letzte Programmpunkt auf der Tagesordnung. Gemeinsam genossen wir noch das Mittagessen im Hangar, wobei wieder viel gefachsimpelt wurde. Nochmal raus in die Boxengasse um ein letztes Gruppenfotos zu machen. Das gehörte mittlerweile zum festen Tagesablauf. Dann wurde es schon langsam Zeit, sich zu verabschieden. Die Gruppe war am Wochenende richtig zusammengewachsen. Somit viel das Lebewohl umso herzlicher aus. Mit dem Großraumtaxi wurden wir an den Bahnhof gebracht. Nach einer langen Zugreise kamen wir dann erschöpft aber glücklich gegen 21.00 Uhr zuhause an.

Was für ein Wochenende!

Der Peugeot RCZ R

Als der Peugeot RCZ wurde 2007 als Concept Car vorgestellt und erhielt so viel positive Resonanzen, dass sich Peugeot dazu entschied ihn beinahe unverändert zu produzieren. Produziert wird er seit 2010 in Kooperation mit Magna Steyr in Österreich. Seit Ende letzten Jahres ist im Zuge der Modellpflege die Speerspitze des RCZ zu bestellen. Der RCZ R. Dieser ist zu gleich der Stärkste Serienwagen, den Peugeot je angeboten hat. So durften sich die Entwickler von Peugeot Sport unter anderem an Motor, Getriebe, Fahrwerk und Bremse mächtig austoben.

Design / Innenraum / Bedienung

Der deutsche Designer Boris Reinmöller gab dem Coupé mit der Doppelwölbung des Dachs und der Heckscheibe nebst den markanten Dachholmen wohl sein charakterstärkstes Merkmal. Schön, dass es noch Designelemente in die Serie schaffen, die in der Konstruktion und Produktion aufwendig sind.

Der RCZ R steht serienmäßig bereits 10 mm tiefer als seine kleinen Brüder auf ebenfalls standardmäßigen, sehr schönen, zweifarbigen, 8,5“ breiten, 19-Zoll-Felgen. Das direkt aus dem Alu gefräste „R“ ist ein schönes kleines Detail. Bereift ist das R-Modell mit 235/40 R19 (in unserem Fall) Pirelli Sottozero Winterreifen.

So steht er ja schon einmal satt da. Die ausgestellten Radkästen, die Tatsache, dass die hintere Spur 15 mm breiter ist, der feste Heckspoiler, die großen roten Bremssättel mit „Peugeot Sport“ Schriftzug und die beiden Chrom-Abgasendrohre nebst Diffusor tragen ihr Übriges zum sportlichen Erscheinungsbild bei. Für meinen Geschmack ist das noch zurückhaltend genug. Wer es etwas auffälliger möchte, kann auch noch „Kriegsbemalung“ in Form von Design-Streifen ordern. Oder er entscheidet sich für eine Carbon-Beschichtung des Daches, wahlweise in seidenmatt, oder glänzend. Auch mit den Außen- und der Spiegelfarbe kann man spielen. Es sollte also von dezent, bis hin zu „hier bin ich“ also alles drin sein.

Im Innenraum heißt es klotzen statt kleckern. Die Türschwellen empfangen einen mit dem Peugeot Sport Schriftzug. Zwangsweise fällt der erste Blick auf das Gestühl. Die Sportschalensitze zeigen auf den ersten Blick, welchen Halt sie bieten können. Sie sind mit ihrer Kombination aus Nappa-Leder und Alcantara mit den roten Ziernähten ein Traum. Und das nicht nur optisch. Sie sind mir beim gesamten Test, in allen Belangen, nur positiv aufgefallen. Das Leder mit den roten Nähten zieht sich durch das ganze Innere. Vom Armaturenbrett, über die Mittelkonsole und Armlehne bis hin zu den Türen. Zum Leder gibt es sonst nur Applikationen in Alu oder schwarz Hochglanz. Alles in Allem sehr stimmig und wertig. Der Schaltknauf ist auch ein absoluter Blickfang. Ich empfand ihn jedoch als ergonomisch etwas ungeschickt. Die analoge Uhr auf dem Armaturenbrett zwischen den Lüftungsdüsen hat mich auch erfreut. Solche Details machen den Unterschied. Das Lenkrad ist, wie mittlerweile bei vielen Herstellern und ihren sportlichen Modellen, unten abgeflacht. Darüber mag es ja kontroverse Meinungen geben. Mir gefällt es optisch und meine Knie haben etwas mehr Platz. Was mir jedoch sofort gefehlt hat, waren die Multifunktionstasten. Alles muss über einen der unzähligen Hebel am Lenkrad gesteuert werden. Das hat es zumindest mir verwehrt, direkt und intuitiv alles Relevante zu bedienen. Aber ganz klar ist, dass man sich auch daran gewöhnt. Weiß man welches „Hebelchen“ man wie anfassen muss, dann flutscht die Bedienung eigentlich. Man sitzt schön Tief im RCZ R, allerdings nicht so extrem, dass man zum Aussteigen eine Leiter bräuchte. Wer damit allerdings Probleme hat, sollte sich das vorher mal in Natura anschauen. So ganz Ohne ist das Ein- und Aussteigen, auch auf Grund der hohen Sitzwangen, nicht. Ich würde aber wegen dem grandiosen Seitenhalt und dem hohen Restkomfort der Sitze , gerne darüber hinwegsehen können. Die Übersicht ist eigentlich recht gut. Nur die A-Säule schränkt in manchen Situationen etwas die Sicht ein. Das ist vermutlich der Dachkonstruktion geschuldet. Die beiden hinteren Sitze sind wohl eher eine Gepäckraumerweiterung, als eine vollwertige Sitzmöglichkeit für einen Erwachsenen. Wenn wir schon bei Gepäckraum sind, der Kofferraum ist auch ohne Umklappen der einteiligen Sitzbank überraschend geräumig. Hohes Ladegut hat da natürlich keine Chance. Aber es gehen doch so einige Koffer und Taschen hinein.

Motor

Angetrieben wird der RCZ R von einem 1,6l Reihen-Vier-Zylinder Direkteinspritzer mit vier Ventilen pro Zylinder (DOHC). Luftpumpe, mögen manche jetzt wohl denken. Aber befeuert wird der THP-Motor, wie der Name schon sagt von einem Turbo. Genau genommen von einem Twin-Scroll Turbolader, der mit 1,6 Bar Ladedruck für 270 PS (199 kW) bei 6000 U/min und ordentlich Vorschub sorgt. Das entspricht 169 PS (125kW) / Liter Hubraum. Ein wirklich beachtlicher Wert. Bei 1900 U/min liegen 330 Nm Drehmoment an. Der Motor arbeitet mit einer variablen Nockenwellensteuerung für die Ein- und Auslassventile. Der Grundmotor ist eine Gemeinschaftsentwicklung von BMW und Peugeot. Beim RCZ R wurden aber der Zylinderkopf, die Kolben und der Turbolader überarbeitet.

Von 0 auf 100 km/h spurtet er laut Werksangabe in 5,9 s. Erst bei 250 km/h ist Schluss.

Der Motor hat eine schönen Drehmomentverlauf und für einen aufgeladenen Motor ein sehr direktes Ansprechverhalten. Im oberen Drehzahlband geht im etwas die Puste aus. Es macht trotzdem Laune ihn auch mal bis in den Begrenzer drehen zu lassen. Unten heraus schiebt er dank seines Drehmoments früh an, entfaltet seine Leistung jedoch sehr homogen. So lässt er sich im Stadtverkehr völlig unaufgeregt, aber auch impulsiv, bei sportlicher Gangart bewegen.

Der Klang des kleinen „Motörchens“ ist auch nicht von schlechten Eltern. Nicht zu aufdringlich in den Unteren Drehzahlen, jedoch deutlich wahrnehmbar unter Last und bei mehr Umdrehungen. Auf jeden Fall lässt er auch außen seine Potenz erahnen. Im Innenraum wird mittels „Soundrohr“ aus dem Motorraum nachgeholfen. Für so einen kleinvolumigen Vier-Zylinder wirklich nicht schlecht, aber man darf auch keine Klangwunder erwarten.

Der Verbrauch bei unserem Test lag übrigens trotz Fahrevent und Pässe räubern, stets knapp unter 10 l / 100 km. Hut ab, auch wenn das den Herstellerangaben wiederspricht. Aber unter 10 l Verbrauch bei der Gangart, sind schon beachtlich.

Bei einer zügigen Serpentinenpassage bekamen wir kurz die Meldung, dass wir wegen zu hoher Motortemperatur den Wagen stoppen sollten. Dies ließ sich bevor die nächste Haltebucht kam, jedoch durch Ausrollen und Heizung aufdrehen innerhalb von Sekunden beheben. Dieselbe Fehlermeldung tauchte noch bei einem anderen Tester auf der Autobahn auf. Man muss aber fairerweise dazu sagen, dass wir noch Vorserienmodelle, wenn auch im späten Stadium, fuhren. Auf der Teststrecke war Ruhe und der Fehler war wohl eher ein defekter Sensor, oder ein Elektronikproblem, als dass der Motor wirklich thermische Probleme gehabt hätte.

Antriebskonzept

Ja der Peugeot RCZ R ist frontangetrieben. Ich bin ja eher ein Verfechter des Allradantriebs, aber lasse mich gerne eines Besseren belehren. Aber wenn eine Achse alle Aufgaben (Antrieb,Lenkung, Verzögerung), bis auf die Spurstabilität übernimmt, wird es bei einem Sportler schon kniffelig. Er verteilt sein Leergewicht von 1280 kg mit 830 kg auf die Vorderachse und 450 kg auf die Hinterachse. Ein Torsen-Frontdifferenzial sorg dafür, dass die kraft auch auf die Straße gebracht wird. Und das arbeitet tatsächlich ziemlich gut. Ist schon beeindruckend wie sich die Vorderräder in den Asphalt krallen. Gerade auf den Passstraßen machte das überraschend viel Spaß und ließ uns immer wieder schmunzeln. Im ersten Gang scheint das Drehmoment noch begrenzt zu sein. Ab dem zweiten Gang ist aber die volle Leistung da. Das sorgt gerade in diesem Gang dazu, dass die Lenkeinflüsse, gerade auf etwas unebenen Straßen, beim Beschleunigen, relativ hoch sind. Dafür ist der Traktion wirklich gut.

Das Getriebe

Das manuelle Sechsgang-Getriebe lässt sich knackig und präzise schalten. Es ist allerdings recht kurz übersetzt. Das ist natürlich bei sportlicher Gangart super, will man jedoch gediegen dahingleiten und die Drehzahl niedrig halten, ist man entweder ständig am herumrudern, oder am Gänge überspringen. Auch zügige Autobahnreisen sind wohl nicht so ganz die Spezialität des RCZ R. V-Max dürfte so ziemlich am Ende des Drehzahlbandes des sechsten Gangs liegen. Schon ab 170 km/h wird es auf Dauer etwas unangenehm im Innenraum.

Fahrwerk / Lenkung/Handling

Das Fahrwerk hat seine Stärken auch ganz eindeutig eher bei der sportlichen Fahrweise. Im Alltag muss man es schon hart mögen, denn kurze Schläge kommen schon recht deutlich beim Fahrer an. Die Federn und die Dämpfer sind deutlich Straffer als bei seinem kleinen Bruder. Die 15 mm breitere, hintere Spur, sorgt für die nötige Fahrstabilität. Der RCZ R fährt tatsächlich wie auf Schienen. Unglaublich wie neutral er bei höheren Geschwindigkeiten um die Ecken geht. Das Untersteuern konnte man ihm aber wohl auch nicht ganz abgewöhnen. Wie auch, bei diesem Antriebskonzept und der Gewichtsverteilung? Man kann aber auch mit hartem Anbremsen dafür sorgen, dass das Heck mit einlenkt. Man merkt schön wie das Heck leicht wird und kann es dann beim Öffnen der Bremse mit einem Lenkimpuls steuern. Da muss ich aber noch ein wenig für üben. Die Winterreifen sind sicher ein nicht zu vernachlässigender Faktor beim Thema untersteuern. Ich kann mir gut vorstellen, dass Sommerreifen bei diesen Temperaturen deutliche Vorteile bringen würden. Die Lenkung ist eine gute Mischung aus Alltagskomfort und präzisem Arbeitsgerät. Jedoch würde ich eine noch direktere Auslegung schlicht als Konsequenz aus den sonst relativ kompromisslos sportlichen Eigenschaften sehen. Der kurze, enge Handlingkurs im Baden Driving Center ist auch eher suboptimal um die Vorteile eines frontgetriebenen Sport Coupé aufzuzeigen. Dieser kann auf der Nordschleife sicherlich mehr überzeugen, wie auch Michael Bohrer bereits mehrfach eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.

Bremsanlage

Die geschlitzten 380 mm Bremsscheiben an der Vorderachse mit den Vierkolben Festsättel Bremszangen, sehen nicht nur schick aus, sie lassen sich gut dosieren und packen ordentlich zu. Die Verzögerung ist schon enorm. Nach ein paar Runden auf der Teststrecke ließ sich schon ein leichtes Fading feststellen. Nach zwei Turns qualmten und knackten die Bremsscheiben doch schon so bedenklich, dass man sich sicherheitshalber für ein paar Abkühlrunden entschied. Zu recht. Die Strecke bietet natürlich kaum eine Pause für die Bremsanlage, bzw. längere Belüftungsphasen mit höherer Geschwindigkeit. Da gibt jede Bremse irgendwann auf. Sie hat nach einer kurzen Abkühlung aber wieder gearbeitet wie sie soll und keine Zicken gemacht. Auch die wirklich schnellen Runden mit Michael Bohrer haben sie völlig unbeeindruckt gelassen. Tja: „Wer später bremst ist länger schnell!“ :D

Fazit

Um es kurz zu fassen:

SupeR Fahrzeug, SupeR Wetter, SupeR Landschaft, SupeR Leute, SupeR Programm!

Wir hatten die einmalige Möglichkeit den Peugeot RCZ R in verträumten Dörfern, auf Passstraßen, auf Schnee, auf der Autobahn, in der Stadt und auf der Rennstrecke zu testen. Das ganze wurde umrahmt von einem unvergesslichen Programm. Das war wirklich der "Ultimate Test Drive"!

Danke Peugeot, danke Motor-Talk und danke an alle Beteiligten! Bitte mehr davon! ?

Scoundrel

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21 Kommentare

Optisch mit der neuen Front eine echte Augenweide. Austattungsmäßig zwar etwa dünn, aber viel mehr wollen die Kunden bei so einem Auto vermutlich gar nicht.

Avatar von Superstrose "needs no Connectivity"
BMW
4. April 2014 um 13:45:23 Uhr

Daumen hoch für den Bericht.

@illStyle

Was willst Du denn noch mehr an Ausstattung? Der R bringt serienmäßig alles mit, was Du beispielsweise bei einem TT über gebühr extra bezahlen musst (Navi, Klimaautomatik, Tempomat, Parksensoren etc...)

Avatar von Scoundrel
Themenstarter
4. April 2014 um 15:40:48 Uhr

Ich finde auch das der RCZ R schon sehr gut ausgestattet ist. Viele Optionen an Zusatzausstattung bleiben da beim bestellen überhaupt nicht mehr. Mir würde jetzt nichts wichtiges fehlen.

 

Ach ja, wenn ihr Fragen habt, immer her damit! Ich versuch sie alle zu beantworten. :)

Avatar von Mr. Moe "May contain nuts"
Jaguar
4. April 2014 um 22:52:58 Uhr

Toller Fahrbericht, danke!

 

Wie bewertest du den "kleinen" THP 200 im Vergleich zum R? Gibt es einfach über das ganze Drehzahlband etwas weniger Drehmoment, oder fällt das Drehmoment nur früher ab?

Avatar von Scoundrel
Themenstarter
4. April 2014 um 22:59:01 Uhr

Zitat:

Original geschrieben von Mr. Moe

Toller Fahrbericht, danke!

 

Wie bewertest du den "kleinen" THP 200 im Vergleich zum R? Gibt es einfach über das ganze Drehzahlband etwas weniger Drehmoment, oder fällt das Drehmoment nur früher ab?

Hi Mr. Moe, dank dir. Meinst du jetzt rein den Motor?

Der ist überraschend nah dran am R. Durch die andere Übersetzung auch etwas "unaufgeregter" zu fahren. Er ist nicht ganz so spritzig, vor allem bei der Gasannahme. Dreht aber genau so homogen hoch wie der R. Nur mit etwas weniger Leistung und Drehmoment. Man konnte aber trotzdem erstaunlich gut am R dranbleiben. Also gerade vom THP 200 war ich mehr als positiv überrascht! :)

Avatar von Caruso777 "Sesselpupser"
5. April 2014 um 11:58:22 Uhr

Leider fehlt der Heckantrieb.Wie auch beim TT wird somit nie der Fahrspaß aufkommen den man in Heckgetriebenen Fahrzeugen erleben kann...selbst wenn diese deutlich weniger Leistung haben.

 

Aber immerhin eine nette optische Erscheinung zwischen der Massenware im Straßenverkehr.

Avatar von bbbbbbbbbbbb "Kfz - Mech."
5. April 2014 um 14:27:54 Uhr

Der bis zum Abwinken aufgeblasene 1.6 - Liter des RCZ-R scheint hier die Nachteile von Aggregaten mit kleinen Hubräumen (hohe Drehzahlen, magerer Klang) perfekt mit denen mit großem Hubraum (hoher Verbrauch, laut Aussage hier nicht unter 10 l / 100 km) zu kombinieren. Die Überhitzung spricht auch nicht gerade für die aberwitzigen 1.6 bar Ladedruck, die hier gefahren werden (ein für Ottomotoren extremer Wert im Serienbau, nur der A 45 AMG hat mehr). Hoch lebe das Downsizing. :p

Avatar von Mr. Moe "May contain nuts"
Jaguar
5. April 2014 um 14:40:10 Uhr

Zitat:

Original geschrieben von bbbbbbbbbbbb

Der bis zum Abwinken aufgeblasene 1.6 - Liter des RCZ-R scheint hier die Nachteile von Aggregaten mit kleinen Hubräumen (hohe Drehzahlen, magerer Klang) perfekt mit denen mit großem Hubraum (hoher Verbrauch, laut Aussage hier nicht unter 10 l / 100 km) zu kombinieren.

Na Meister, was würde denn ein Motor mit 3-4 l Hubraum mit der gleichen Leistung brauchen, wenn man ihn über Handlingkurse, Slalom-Pacours und Serpentinen-Strecken prügelt?:rolleyes:

Avatar von Scoundrel
Themenstarter
5. April 2014 um 14:50:02 Uhr

Zitat:

Original geschrieben von bbbbbbbbbbbb

Der bis zum Abwinken aufgeblasene 1.6 - Liter des RCZ-R scheint hier die Nachteile von Aggregaten mit kleinen Hubräumen (hohe Drehzahlen, magerer Klang) perfekt mit denen mit großem Hubraum (hoher Verbrauch, laut Aussage hier nicht unter 10 l / 100 km) zu kombinieren. Die Überhitzung spricht auch nicht gerade für die aberwitzigen 1.6 bar Ladedruck, die hier gefahren werden (ein für Ottomotoren extremer Wert im Serienbau, nur der A 45 AMG hat mehr). Hoch lebe das Downsizing. :p

Hi, ich dachte, ich hätte geschrieben: "stets knapp unter 10 l /100 km".

So war es ja auch. und das finde ich mit der Leistung bei diesem Fahrstil mehr als angemessen.

 

Beim A45 AMG standen 18 Liter auf der Uhr! :D

 

Meiner würde sich da auch mehr genehmigen, als der RCZ R.

 

Zum Thema überhitzen:

Wie gesagt, Vorserienfahrzeug. Der "Fehler" trat auch nur bei einem der Beiden Fahrzeuge auf. Das andere wurde gleich bewegt und hatte keinerlei "Zicken" gemacht. ICh glaube nicht, dass der motor wirklich thermische Probleme hatte, sondern, dass ein Sensor etwas nicht wirklich wollte. ;)

Avatar von bbbbbbbbbbbb "Kfz - Mech."
5. April 2014 um 15:34:59 Uhr

Zitat:

Original geschrieben von Mr. Moe

Na Meister, was würde denn ein Motor mit 3-4 l Hubraum mit der gleichen Leistung brauchen, wenn man ihn über Handlingkurse, Slalom-Pacours und Serpentinen-Strecken prügelt?:rolleyes:

Gerade im Hochlastbereich tendiert der Verbrauchsvorteil von kleinvolumigen, stark aufgeladenen Motoren gegen Null (oder sogar in´s Gegensätzliche). Nur beim Schleichen spart man mit kleineren Hubräumen. Leistung kommt von Kraftstoff, egal ob ich jetzt 1.6 Liter Hubraum mit 1.6 bar Druck befülle oder 4 Liter Hubraum mit dem atmospärischen Luftdruck.

Avatar von Caruso777 "Sesselpupser"
5. April 2014 um 16:51:13 Uhr

Weniger Gewicht macht mehr Spaß...also gerne leichtere ( kleinere ) Motoren.Haltbar sollten die natürlich schon sein...

Avatar von Mr. Moe "May contain nuts"
Jaguar
5. April 2014 um 18:03:51 Uhr

Zitat:

Original geschrieben von bbbbbbbbbbbb

 

Gerade im Hochlastbereich tendiert der Verbrauchsvorteil von kleinvolumigen, stark aufgeladenen Motoren gegen Null (oder sogar in´s Gegensätzliche). Nur beim Schleichen spart man mit kleineren Hubräumen. Leistung kommt von Kraftstoff, egal ob ich jetzt 1.6 Liter Hubraum mit 1.6 bar Druck befülle oder 4 Liter Hubraum mit dem atmospärischen Luftdruck.

So sieht es aus. Beide Motorkonzepte verbrauchen etwa gleich viel im Volllastbereich. Wo der Turbo zur Kühlung noch etwas anfettet spart er aber auch durch geringere Reibung. Wenn sie gefordert werden lass beide von mir aus 15 l/100 km brauchen. Aber bei gemächlicher Gangart, dort wo der aufgeladene Motor mit ~7 l Punkten kann, braucht der Hubraumstarke immer noch ~9 l. Und in der Elastizität sieht der Sauger erst recht kein Land mehr.

Schönes Auto, aber so billig ist er nicht unbedingt. Ich denke, ich würde eher zum kleinen Audi S1 tendieren. Der ist zwar nur unwesentlich schneller auf 100, hat aber ein enormes Understatement zu bieten :D. Und man kann sich noch ca. 12000 € für Extras gönnen. Bei 39 PS weniger hat er dafür 40 Nm mehr :) und Allrad. Aber so ein direkter Konkurrent ist er wegen der Karosse wohl nicht.

j.

Peugeot auf MOTOR-TALK

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