Ambientebeleuchtung mit LED einfach nachrüsten
Das Auto als Komfortzone

Wer viel im Auto unterwegs ist, möchte die Zeit so komfortabel wie möglich verbringen. Dazu gehört neben bequemen Sitzen oder der Lieblingsmusik auch das richtige Licht. Wir sind verschiedensten Lichtsituationen ausgesetzt: Neonlicht im Büro, warmes Licht im Café, Tageslicht beim Spaziergang in der Mittagspause, Lasershows bei Rockkonzerten. Nicht einmal in der Nacht wird es so richtig dunkel in den Städten.
Zumindest im eigenen Auto können wir dank moderner LED-Ambientebeleuchtung selbst entscheiden, wonach uns ist. Mit Hilfe von Nachrüstsets wie dem Osram LEDriving lassen sich auch ältere Fahrzeuge damit ausstatten. Der Wechsel auf LED hat einige Vorteile: Es leuchtet dezent und blendet nicht, es lässt sich an die eigene Stimmung anpassen, fördert je nach Farbe bei langen Fahrten die Konzentration und reduziert Stress. Die wichtigsten Infos zum Thema LEDs im Innenraum und Ambientelicht liest Du hier im Themenspezial.
Vorteile der LED-Technik
Aufgrund ihrer kompakten Bauweise benötigen die Leuchtdioden nur sehr wenig Platz. Sie sind stoßfest, geben selbst kaum Wärme ab und funktionieren bei allen Temperaturen gleichermaßen gut. Das eröffnet vor allem bei Designfragen ganz neue Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise bei der Installation in Türleisten oder Konsolenritzen.
LEDs reagieren sehr schnell, in 0,001 Sekunden leuchten sie mit voller Helligkeit. Dabei flackern sie kaum und geben Farben sehr realistisch wieder. Pro Lampe sind mehrere Farben möglich, die individuell per App oder Fernbedienung gesteuert werden können. Gegenüber herkömmlichen Halogenleuchten zeichnen sich LEDs durch ihre Sparsamkeit aus. Abhängig von ihrer Funktion verbrauchen sie im direkten Vergleich bis zu 80 Prozent weniger Energie. Zudem gehen sie seltener kaputt und haben eine extrem lange Lebensdauer zwischen 20.000 und 50.000 Stunden. Der Wartungsaufwand ist dadurch viel geringer. Wer wechselt schon gerne öfter schwer zugängliche Lampen im Autoinnenraum?
Ein weiterer Vorteil ist die Umweltverträglichkeit. Von Umweltverbänden werden LEDs gern als Leuchtmittel der Zukunft angepriesen. Und in der Tat: Sie kommen ohne das giftige Schwermetall Quecksilber und andere gesundheitsgefährdende Stoffe aus. Dadurch sind sie nach ihrem Einsatz kein Sondermüll.

- Kompakte Bauweise
- Hohe Energieeffizienz
- Lange Lebensdauer zwischen 20.000 und 50.000 Stunden
- Licht lässt sich leicht lenken, strahlt fast ohne zu flackern und ist stufenlos dimmbar
Farbakzente mit LEDs schaffen


Ambientelicht bringt Stimmung ins Auto
MontagevideoWie sehr eine andere Farbe die Stimmung verändert, kannst Du hier sehen. Verschiebe den Regler nach links oder rechts – und schon erstrahlt das Cockpit in einem anderen Ambientelicht. Welche Farbe welchen Einfluss auf Dich hat, liest Du im nächsten Teil.
So wirken Farben auf Dich
Neben der Lichtintensität beeinflusst vor allem die Lichtfarbe die Psyche des Menschen. Mit LED-Lampen kannst Du die Beleuchtung ganz einfach an Tageszeit, Stimmung und den Fahrzweck anpassen. Beim Osram LEDriving funktioniert das für alle Smartphone-Betriebssysteme ganz einfach per App.
Die Farben Lila und Rosa sorgen für inneres Gleichgewicht und fördern die Konzentrationsfähigkeit.
Tipp: Wird der Stadtverkehr zu hektisch, helfen Lila- und Rosatöne, wieder etwas gelassener zu werden.
Nicht umsonst zieht es Menschen ans Wasser: Die Farbe Blau wirkt entspannend bei Unruhe, dämpft Aggressionen und erhöht die Konzentrationsfähigkeit.
Tipp: Für lange Fahrten die Farbe Blau wählen.
Grünes Ambientelicht erinnert an die Natur. Die Farbe Grün unterstützt uns bei Nervosität und Überreiztheit. Sie wirkt harmonisierend, erholsam, stärkt die Sinne und Konzentrationsfähigkeit.
Tipp: Du steckst im Stau und bist genervt? Grünes Licht erdet Dich wieder.
Gelb unterstützt den Geist und die Nerven. Die Farbe erinnert an die Sonne und macht gute Laune. Gelbes Licht muntert auf, hilft bei Spannungen und gegen schlechte Laune.
Tipp: Nach einem stressigen Tag auf der Arbeit für die Fahrt nach Hause ein gelbes Ambientelicht wählen.
Die Farbe Orange strahlt Wärme aus, wirkt gemütlich und entspannend. Daneben hilft sie bei Stress und wirkt leistungssteigernd.
Tipp: Wer morgens schwer in Gang kommt, kann auf der Fahrt zur Arbeit orangefarbenes Licht nutzen.
Rot ist eine der stärksten Farben, die wir kennen, und wird daher überall da verwendet, wo besondere Aufmerksamkeit erforderlich ist. Sie wirkt aktivierend und anregend.
Tipp: Wer eher nervös und leicht reizbar ist, sollte auf rotes Licht verzichten.
Farbtemperatur und Helligkeit
Welchen Unterschied herkömmliche Glühbirnen und LED-Retrofits im Autoinnenraum machen, kannst Du hier ausprobieren. Verschiebe den Regler nach links oder rechts.
Wie werden LED-Stripes angebracht
Wem der Fahrzeuginnenraum zu dröge ist, kann ihn auch nachträglich mit Ambientebeleuchtung auf LED-Basis pimpen. Lichtleisten oder Spots lassen Türverkleidung, Mittelkonsole, Fußraum oder Dachhimmel im neuen Look erstrahlen. Der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt. Der Einbau kann mit im Handel erhältlichen Kits problemlos selbst vorgenommen werden.
Du wünschst Dir mehr Atmosphäre für Dein Auto? In diesem Video findest Du eine Schritt-für Schritt-Anleitung, um die LED-Stripes anzubringen.
Wie viele LED-Kits benötige ich?
Du hast beim Tapezieren zu Hause immer eine Rolle zu wenig? Damit Dir das bei den LED-Stripes nicht auch passiert, kannst Du mit diesem Werkzeug berechnen, wie viele Basis-Kits bzw. Erweiterungs-Kits Du voraussichtlich brauchst.
Was möchtest Du ausleuchten?


Einfache Steuerung per App
Wer es vernetzt mag, nutzt für die Steuerung seiner nachgerüsteten Ambientebeleuchtung die passende App. Diese gibt es zum Beispiel von Osram für die LED-Kits der Connect-Familie. Mit Hilfe der App steuert Ihr das Licht per Smartphone oder Tablett. Allerdings sollte das während der Fahrt Euer Beifahrer übernehmen.
- Die App ist bluetoothfähig und kann Lichtfarbe, Helligkeit und Reihenfolge steuern
- Synchronisation der eigenen Playlist mit bis zu 10 nachgerüsteten LED-Modulen. Das Ambientelicht pulsiert dann je nach Song langsam oder schnell
- Die App ist kostenlos, Ihr könnt sie im Google Play Store oder App Store herunterladen. Systemvoraussetzungen: mindestens Android-Version 4.3 bzw. iOS-System 7.0
Wissenswertes zum Thema LED im Innenraum
Was tun, wenn eine LED-Lampe defekt ist?
LED haben eine hohe Lebensdauer. Fällt trotzdem einmal eine Lampe aus, kann das mehrere Ursachen haben. Als erstes sollte überprüft werden, ob die Leuchte beschädigt wurde. Dann folgt ein Check der Stromversorgung: Ist eventuell die Batterie leer? Oder gibt es einen Wackelkontakt bei Kabeln oder Steckern? Wenn zum Beispiel eine komplette LED-Leiste nicht mehr funktioniert, wird dies vermutlich eher an der Elektronik oder den Anschlüssen liegen als an den einzelnen Leuchtdioden.
Lässt sich der Fehler nicht beheben, muss die Lampe ausgetauscht werden. Bei vielen Leuchten lassen sich die kaputten Dioden problemlos selbst auswechseln. Neue Leuchtmittel gibt es im Fachhandel.
Welche Lichttechnik kann ich im Innenraum legal nachrüsten?
Im Gegensatz zur Außenbeleuchtung von Autos gibt der Gesetzgeber für den Innenraum keine klaren Regeln vor. In der StVZO steht lediglich, dass Licht nicht nach außen abgestrahlt werden darf, denn es könnte die eigenen Signalleuchten verändern oder andere Verkehrsteilnehmer blenden. Zudem sollte der Fahrer nicht durch die Innenbeleuchtung geblendet oder abgelenkt werden. Das gilt auch für die Fußraum- und die Tachobeleuchtung. Die Farbe des Lichts ist nicht festgelegt.
In der Praxis bedeutet das: Wer LED-Deckenbeleuchtung und –Einstiegshilfen einbaut, sollte diese mit einem Türsensor versehen. Das stellt sicher, dass sie während der Fahrt nicht nach außen strahlen oder den Fahrer blenden. Amaturenbeleuchtung und Leselampen können individuell verändert werden, sie dürfen nur nicht zu grell sein.
Was hat es mit der ECE-Regelung auf sich?
Beim Lichttuning sind neben der StVZO auch die Vorschriften der Economic Commission for Europe (ECE) relevant, die alle genehmigungspflichtigen Bauteile an Kraftfahrzeugen prüft. Mit dem sogenannten E-Zeichen gekennzeichnet werden nur Fahrzeugteile, die den ECE-Regelungen entsprechen. Die Zahlen hinter dem „E“ geben an, in welchem der 58 Länder eine Lampe zugelassen wurde. Deutschland hat dabei die Kennung 1. Die Genehmigung gilt dann automatisch für alle Mitgliedsstaaten.
Welches Licht hat welche Kelvin-Angabe?
Die Farbtemperatur von Leuchtmitteln wird in Kelvin angegeben. Damit ist jedoch nicht die wirkliche Temperatur einer Lampe gemeint, sondern der Farbeindruck der Lichtquelle. Dabei wird das Spektrum grob in drei Stufen unterteilt: Das warmweiße Licht liegt unter 3.300 Kelvin. Zwischen 3.300 und 5.300 Kelvin wird Licht als Neutralweiß wahrgenommen und über 5.300 Kelvin als Tageslichtweiß bzw. Kaltweiß. Unterschiedliche Farbtemperaturen haben verschiedene Auswirkungen auf das Empfinden und die Psyche von Menschen. Der Kelvin-Wert von Leuchtmitteln wird auf der Verpackung angegeben.





