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Ihr habt gefragt - die Rallyefahrer haben geantwortet
Opel
23.01.2014 um 12:34 UhrOpel, Kreim (5 weitere)

Derzeit kann ein Rallyefahrer auf spiegelglatten Straßen sein Können bestens beweisen. Fahrzeugkontrolle am Rande des Grenzbereichs ist ja sein ureigenstes Geschäft. Zwei von denen, die genau das lernen, beantworten heute Eure Fragen. Die Opel-Rallye-Nachwuchsfahrer Fabian Kreim und Marijan Griebel haben wir bereits porträtiert. Hier plaudern sie über das, was sie bewegt, außerhalb ihres Autos.

MOTOR-TALKer DSR1 will wissen: Warum fahrt Ihr Rallye? Und nicht Rundstrecke? Das eine ist schwer, das andere wird besser gesponsert.

Marijan Griebel: Mir gefällt die Vielfältigkeit des Rallyesports. Ich bin vor meinem Einstieg in den Rallyesport Motorrad-Trial gefahren. Auch da waren wir im Gelände unterwegs. Da fand ich es viel reizvoller, auch ab und an auf Schotter zu fahren oder die Kurven einmal „cutten“ zu können. Zudem wurde ich von Kindheit an geprägt, da auch mein Vater mal Rallye-Beifahrer war.

Fabian Kreim: Rallyesport ist medial zwar nicht so stark wie der Rundstreckensport. Aber ich finde, eine Rallye macht mehr Spaß als ein Rundstreckenrennen.

Warum erfreut sich die Rundstrecke größerer Beliebtheit und wird eher gefördert?

Griebel: Die Formel 1 mit den vielen deutschen Spitzenpiloten strahlt hier in Deutschland extrem auf die anderen Serien ab. Somit steht der Rundstreckensport mehr im Fokus der Medien. Wenn wir einen deutschen Rallyepiloten in der Weltspitze hätten, sähe die Welt schon ganz anders aus.

Kreim: Außerdem Viel Landschaft statt Rundstrecke Viel Landschaft statt Rundstrecke sind die Zuschauer bei einem Rundstreckenrennen immer hautnah dabei. Von der Tribüne aus sehen sie das Geschehen viel öfter als bei einer Rallye, weil die Rennautos in jeder Runde vorbeikommen. Ein Zuschauer bei einer Rallye sieht das Auto nur einige Sekunden an sich vorbei fahren und muss dann warten, bis das nächste kommt. Womit ich nicht sagen will, dass das Zusehen an einer Wertungsprüfung bei einer Rallye nicht mindestens so intensiv und faszinierend ist. Es ist einfach anders.

Ist ein Rallyefahrer ein besserer Fahrer als ein Rundstreckenfahrer?

Griebel: Das kann ich so einfach nicht beantworten. Ein Rallyefahrer muss ein guter Allrounder sein, der sich schnell auf den verschiedenen Untergründen zurechtfindet. Im Rundstreckensport geht es mehr um Perfektion, dort kann jede Hundertstelsekunde über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Kreim: Nein, finde ich nicht. Das beste Beispiel ist Robert Kubica. Er kommt aus der Formel 1 und mischt nun die Rallye-Szene auf. Wenn man ein Fahrzeug schnell bewegen kann, ist man in allem schnell.

Werden wir irgendwann einen deutschen Fahrer sehen, der um den WM-Titel kämpft?

Griebel: Ich hoffe sehr. Alleine die Vielfalt an anspruchsvollen Strecken ist beispielsweise in Frankreich eine ganz andere, aber speziell Opel und der ADAC sind da mit ihrem Förderkonzept auf einem guten Weg.

Kreim: Ja, das denke ich schon. Eines Tages wird auch wieder ein deutscher Name ganz oben in der Rallye-WM sein.

Speziell von Marijan Griebel möchte DS3R1 wissen: Spürst Du einen Unterschied zwischen dem Citroën C2 R2 max und dem Opel ADAM R2?

Griebel: Es gibt keine Was steckt unter der Haube? Was steckt unter der Haube? bahnbrechenden Unterschiede zwischen den beiden Autos. Aber der Opel ADAM R2 befindet sich noch in einem Entwicklungsprozess, während der Citroën deutlich ausgereifter ist. Am Schluss entscheiden Kleinigkeiten, welches Auto besser ist. Bei meinem Test im ADAM R2 bei der Waldviertel-Rallye Ende vergangenes Jahr hatte ich ein gutes Gefühl.

Mambosunshine hatte folgende Frage an Fabian Kreim und Marijan Griebel: Was war der größte Moment in Eurer Rallye-Fahrer-Karriere?

Griebel: Sportlich gesehen war es Titelgewinn im ADAC Opel Rallye Junior Cup, den wir uns bei der Ostsee Rallye vorzeitig sichern konnten. Aus emotionaler Sicht war es der Auftaktsieg in den HJS Diesel Rallye Masters 2012 bei meinem Heimspiel in St. Wendel. Das war mein erster Einsatz im Opel Astra, der Sieg vor heimischer Kulisse ein unvergesslicher Moment.

Kreim: Meine bisher größten Momente waren der Sieg bei der Rallye Stemweder Berg sowie die Zieldurchfahrt nach der 41 Kilometer langen Wertungsprüfung „Arena Panzerplatte“ bei der ADAC Rallye Deutschland. So habe ich noch nie vor Freude geschrien!

DMW84 hat eine Frage an Marijan Griebel: Diese Saison war überaus erfolgreich, aber wie gehst Du mit Niederlagen um?

Griebel: Gerade aus Das Team fährt knapp am Sieg vorbei Das Team fährt knapp am Sieg vorbei Niederlagen versuche ich zu lernen. Ich analysiere meine Fehler und gebe mein Bestes, dass sie nicht wieder passieren.

noVuz wüsste gern: Erfahrungen aus Berufen, die nicht jeder hat, sind immer interessant. Daher, was gefällt Euch am Beruf des Rallye-Fahrers am besten und was am wenigsten?

Griebel: Sich mit anderen Piloten in einem sportlichen Wettkampf zu messen, das ist schon super. Der Rallyesport ist mit seinen verschiedenen Veranstaltungen zu fast jeder Tages- und Nachtzeit und bei wechselnden Untergründen faszinierend und stellt Fahrer wie Beifahrer immer wieder vor Herausforderungen. Natürlich ist damit immer auch ein Risiko verbunden. Aber anders als auf der Rundstrecke sind wir während der Wertungsprüfungen allein auf der Strecke. Da kann jeder selbst sein Limit bestimmen.

Kreim: Ganz klar ist es die Sportart, die mir am meisten Spaß macht. Bisher habe ich in meiner Karriere als Rallyefahrer noch keinen Aspekt erlebt, der mir nicht gefallen hätte.

DSR1: Werdet Ihr 2014 an anderen Rallyes teilnehmen als an denen, die Ihr im Opel Rallye Junior Team bestreitet?

Griebel: Das kann ich momentan noch nicht sagen. Ich möchte möglichst oft im Auto sitzen. Aber ganz klar gilt mein Hauptaugenmerk dem Engagement im ADAC Opel Rallye Junior Team mit den 12 sehr anspruchsvollen Rallyes.

Kreim: Meine volle Konzentration gilt den Einsätzen im Opel ADAM R2. Ist ja auch immer eine Budgetfrage.

Joker1987 trägt sich offenbar selbst mit dem Gedanken, in den Rallyesport einzusteigen und nutzt die Gelegenheit, Expertenwissen abzufragen: Hallo Ihr zwei. Meine Frage geht an beide. Wir sind absolut Rallye-Begeisterte. Unsere Frage ist, wie seid Ihr dazu gekommen? Was sind die Voraussetzungen, um den Sport ausüben zu können? Wir wollen auch teilnehmen und brauchen da ein paar Anhaltspunkte. Ein bisschen was wissen wir schon vom MC Eisenach, aber von zwei Profis Tipps zu bekommen ist wertvoller ;-) Das Auto steht schon in den Startlöchern. So viel kann ich schon mal verraten.

Griebel: Na dann ist doch schon Die Zuschauer sind begeistert Die Zuschauer sind begeistert mal der schwierigste Teil gemeistert. Ansonsten benötigt Ihr eine Lizenz, die ihr bei den regionalen Veranstaltungen am Rallyetag noch beim Veranstalter direkt erwerben könnt sowie speziell für den Rallyesport zugelassene Bekleidung, wie feuerfeste Unterwäsche und einen zertifizierten Helm. Sicher ist es sinnvoll, den sogenannten „Aufschrieb“ im Vorfeld schon einmal mit dem Beifahrer zu üben oder sich einen erfahrenen Co-Piloten ins Auto zu holen.

Kreim: Ich bin in einer Motorsport-Familie aufgewachsen. Ich saß von klein auf im Kart und habe dort meine ersten Runden gedreht, bis hin zur Teilnahme am traditionellen Winter-Cup in Italien. Mein Vater Achim ist 2010 Vize-Berg-Europameister geworden, und eines Tages hat er mich gefragt, ob ich Lust hätte, am ADAC Opel Rallye Cup teilzunehmen. So begann das tolle Jahr für mich. Die Voraussetzung sind ganz klar: Man braucht Spaß am Fahren, ein bisschen Talent und Glück. Und das nötige Kleingeld :)

Pamski hat gleich drei Fragen an Fabian Kreim und Marijan Griebel: Woran denkt Ihr, bevor eine Rallye losgeht. Habt Ihr ein Ritual, das Glück bringen soll?

Griebel: Selbst nach einigen Jahren Rallyesport bin ich vor einer Veranstaltung noch nervös. Daher versuche ich mich an einen ruhigen Ort zurückzuziehen und die Wertungsprüfungen im Kopf durchzugehen. Unmittelbar vor dem Start jeder Wertungsprüfung klatsche ich mich immer mit meinem Co-Piloten Alex Rath ab.

Kreim: Ja, ich habe ein Ritual. Es ist mehr ein Satz, der von einem heutigen DTM-Piloten stammt, an den ich immer vor dem Start einer Rallye denke. Er bringt vielleicht nicht unbedingt Glück, ist aber sicherlich gut fürs Selbstvertrauen.

Pamski: Würdet Ihr Eure Kinder unterstützen, wenn sie in den Rallyesport möchten?

Griebel: Ich Der Name für Kreims Auto ist geheim Der Name für Kreims Auto ist geheim hoffe, das dauert noch ein bisschen, bis ich eigene Kinder bekomme. (lacht) Aber da ich den Sport selbst faszinierend finde und er mir überaus viel Spaß macht, würde ich auch gewiss meine Kinder darin unterstützen.

Kreim: Ich würde meine Kinder generell im Motorsport, und natürlich auch im Rallyesport, unterstützen.

Vettel hatte für seine Autos jedes Jahr einen neuen Namen. Wie steht das bei Euch?

Griebel: Einen Namen für meine Autos hatte ich bis dato noch nicht.

Kreim: Ja, ich gebe meinem Auto immer ein Namen, aber der bleibt in der Familie.

Wir danken den beiden Rallyefahrern Marijan Griebel und Fabian Kreim für ihre Offenheit, auch wenn das eine oder andere kleine Geheimnis bislang nicht gelüftet wurde. Einen Autonamen müsst Ihr Euch also immer noch selbst ausdenken. Wir wünschen den beiden eine erfolgreiche Saison 2014!

Copyright: Opel

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1 Kommentar

Danke schön für die Chance einmal Fragen nicht nur zu stellen, sondern sie auch beantwortet zu bekommen. :) :D:cool:

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