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„IHR MÜSST RICHTIG REINTRETEN!“: AUTOFAHREN AM LIMIT IM OPEL TESTCENTER DUDENHOFEN

MOTOR-TALK und Opel luden zum Fahrertraining und zur Testfahrt des neuen Mokka X ein. Neun MOTOR-TALKer kamen, gingen an ihre Grenzen - und hatten dabei auch noch eine Menge Spaß.

„Tritt feste zu. Bis das Pedal pulsiert“, ruft Jörg Osberger. Die mahnenden Worte scheinen nötig: „Die meisten Fahrer streicheln nur das Bremspedal. Ihr müsst aber richtig reintreten“, erklärt er. Jörg ist Fahrinstruktor bei Opel. Neun MOTOR-TALKer hören ihm an diesem Samstag gespannt zu. Einen Tag lang konnten sie im Opel Testcenter in Dudenhofen Autos im Grenzbereich bewegen und zusätzlich den neuen Mokka X testen. bikerfuzzi, Evoeinrodgau, OSDW, mythea, Beate1965, Lenny Clubsport, Feivel88, Jenny-FfM, Jack1989LA und Thinky123 hatten Glück – das Los fiel auf sie.

Mit Adam S, Astra, Zafira und Insignia OPC arbeiten sich die MTler durch die verschiedenen Fahrübungen Mit Adam S, Astra, Zafira und Insignia OPC arbeiten sich die MTler durch die verschiedenen Fahrübungen

GUTEN GEWISSENS GRENZEN AUSTESTEN

OSDW ist begeistert: „Hier kann ich schön das Material ärgern“, sagt er. Mit seinem Privatauto, einem Opel Insignia, würde er nicht so hart am Limit fahren. „Es ist auch spannend zu sehen, wie wenig sich die Autos in den Bremsübungen unterscheiden“, sagt MOTOR-TALKer bikerfuzzi.

Er nimmt das erste Mal an einem Fahrertraining teil und ist von den Übungen und den vielen Wiederholungen begeistert. Auch Beate1965 wollte immer ein Training mit Ausweichmanöver und Vollbremsung absolvieren, am besten mit einem gestellten Auto. Ihr W124 ist ihr dafür zu schade. „Hier kann ich an meine Grenzen und an die der Autos gehen, ohne dass ich etwas kaputt mache. Das ist genial“, grinst sie.

DER VERBOTENE ORT: DAS TESTCENTER DUDENHOFEN

Nicht nur das Training, sondern auch der Ort ist besonders: Dudenhofen ist kein normales Fahrsicherheitszentrum. Es ist DAS Labor von Opel, die Keimzelle aller neuen Autos. Normalerweise ist das 2,8-Quadratkilometer-große Gelände streng abgeschirmt. Das Testcenter existiert schon seit 50 Jahren, vergangenes Jahr wurde es erweitert. Ein paar Erlkönige drehen hier ihre Runden. MOTOR-TALKer OSDW vermutet den neuen Insignia unter der Tarnfolie eines Fahrzeugs. Auf den rund 80 Kilometern der verschiedenen Strecken und Beläge spulen professionelle Testfahrer jeden Tag etwa 40.000 Kilometer ab, verbrennen bis zu 6.000 Liter Sprit am Tag.

Die Rüttelstrecke ist der Härtetest für Karosserie und Fahrwerk Die Rüttelstrecke ist der Härtetest für Karosserie und Fahrwerk Auf der 4,8 Kilometer langen Rundbahn mit 40 Grad Neigung können sie bis zu 250 km/h fahren – wenn nötig stundenlang. Die Marterstrecke rüttelt am Fahrwerk und der Karosserie, hat einen Raffungsfaktor von 1:75. Das heißt: Ein Kilometer hier entspricht 75 Kilometern auf öffentlichen Straßen. Extreme Schlaglöcher, Höcker, Waschbrett und diverse Pflasterarten gehen aufs Material, verkürzen das Prozedere deutlich.

Dudenhofen passt zum Tag: Das MOTOR-TALK-Programm ist straff. Nach der Begrüßung durch Jörg Osberger und Tino Schwarz erklären die beiden Instruktoren die Grundlagen der Fahrphysik. Übersteuer, Untersteuer, Reaktionszeit und Bremsweg. Die MOTOR-TALKer hören gespannt zu, obwohl ihnen der Gasfuß juckt. Das bleibt Jörg nicht verborgen: „Was ihr jetzt braucht, ist Geschwindigkeit“, weiß Jörg. Recht hat er.

STRAFFES PROGRAMM, STRAFFE FAHRWEISE

Also raus in die Autos. In Adam S, Astra, Zafira und Insignia OPC schlängeln sich die MOTOR-TALKer flott durch den Slalomparcours. Jörg gibt Anweisungen über Funk, ist bei den ersten Runden schon zufrieden: „Ich sehe, dass ihr Spaß an Autos habt und gut zurecht kommt“, freut er sich. Dennoch hat er einige Verbesserungsvorschläge. Vor allem Sitzposition und Lenkradhaltung gefallen ihm nicht. „Lenken ist das A und O, ihr müsst die Hände auf neun und drei Uhr halten, damit ihr das Auto im Griff habt“, sagt er. Die Haltung wird wieder und wieder geübt, die Geschwindigkeit erhöht. Den Fahrerwechsel nutzt Jörg, um gezielt auf seine Schüler einzugehen und Tipps und Hinweise zu geben. Nach einer Stunde geht es mit 60 km/h durch die Gasse – ohne dass eine Pylone fällt. Jörg ist zufrieden. „Man merkt, dass ihr eine hohe Affinität zu Autos habt, meine Tipps habt ihr alle schnell umgesetzt“, lobt er.

Auf einer bewässerten Fläche rutscht der Adam S lange über den Asphalt Auf einer bewässerten Fläche rutscht der Adam S lange über den Asphalt

Bremsweg bei Nässe

Die Gruppe fährt sicher, die Geschwindigkeit steigert sich. Anfangs liegen noch 50 km/h an, auf einer leicht bewässerten Strecke. Das schont die Reifen, zeigt aber auch, wie lang der Bremsweg bei Regen ist. Jörg ermutigt die Gruppe, mehr Gas zu geben. Aus bis zu 100 km/h legen die MOTOR-TALKer ihre Vollbremsung hin, schlittern 50 Meter auf der Bahn entlang. „Da seht ihr mal, wie lange euer Bremsweg bei Nässe ist“, sagt der Instruktor.

Doch Geradeausfahren und Bremsen kann jeder. Komplizierter wird es in der Schikane: Mit 60 km/h fahren die MOTOR-TALKer durch eine Pylonengasse, müssen vor einem Hindernis eine Vollbremsung hinlegen – im gleichen Moment gibt der Instruktor die Richtung zum Ausweichen vor. Bei den ersten Versuchen fliegen die Pylonen durch die Luft, mit der Zeit haben es die MOTOR-TALKer raus. Nicht nur Jörg ist zufrieden. „Es ist super, dass man jede Übung so oft wiederholen kann und der Instruktor auf jeden eingeht und ihn verbessert“, sagt Evoinrodgau. Auch er ist zum ersten Mal bei einem Fahrertraining dabei und begeistert. „Die Strecken sind toll und die Autos auch gut. Der Adam S geht richtig gut, das hätte ich nicht gedacht“, sagt er und grinst.

Vor allem in der VDA-Ausweichkurve, dem sogenannten Elchtest, ist der Kleinstwagen beliebt. Immer wieder wedeln die Teilnehmer in den Fahrzeugen durch die Pylonengasse, steigern langsam ihre Geschwindigkeit, lenken gefühlvoll ein und wieder aus – ohne zu bremsen und ohne, dass das Auto ausbricht. „So eine Situation kann jeden Tag im Straßenverkehr passieren. Dann ist es gut, wenn ihr richtig reagiert“, sagt Instruktor Jörg. Für mythea sind diese Übungen nichts Neues. Sie trainiert alle paar Jahre bei einem Sicherheitstraining ihre Fähigkeiten. „Weil ich nur hier das ausprobieren kann, was auf öffentlichen Straßen nicht möglich ist: Vollbremsungen und Ausweichmanöver aus hohen Geschwindigkeiten sowie am Limit Auto fahren. Ohne Angst“, sagt sie.

Mit dem neuen Opel Mokka X geht es über die verschiedenen Teststrecken in Dudenhofen Mit dem neuen Opel Mokka X geht es über die verschiedenen Teststrecken in Dudenhofen

DAS BESTE ZUM SCHLUSS: TESTFAHRT IM MOKKA X

Die Übungen strengen an, die Augen werden kleiner, die Konzentration lässt nach. Doch den Höhepunkt hat sich der Instruktor als Abschluss aufbewahrt. Exklusiv für MOTOR-TALK hat Opel eine Testfahrt im neuen Mokka X arrangiert. Sechs Fahrzeuge mit verschiedenen Motorisierungen stehen für anderthalb Stunden bereit – und zwar für Fahrten quer über das Testgelände von Opel.

Im Konvoi fahren die MOTOR-TALKer mit den Mokka-X-Modellen über Rüttelpisten, Komfort- und Geräusch- sowie Berg- und Talstrecken. Bis zu 30 Grad geht es steil einen Berg hinunter, danach wieder rauf. „Ich habe am Anfang nur Himmel gesehen, das war ein mulmiges Gefühl. Aber der Mokka ist da easy hochgeklettert“, sagt bikerfuzzi.

Auf den mehr als zehn verschiedenen Fahrbahnoberflächen überzeugen sich die MOTOR-TALKer vom Feder- und Dämpfungskomfort des Autos. Der Mokka X steckt die Tortur locker weg, bietet selbst auf den schlechten Straßenabschnitten viel Komfort. „Trotz der extrem schlechten Straßen knirscht und knarzt nichts im Innenraum, das wirkt alles sehr solide“, sagt mythea.

Das Hochgeschwindigkeitsoval hat maximal 40 Grad Neigung, bis zu 250 km/h können gefahren werden. Die MTler fuhren den Rundkurs mit 160 km/h Das Hochgeschwindigkeitsoval hat maximal 40 Grad Neigung, bis zu 250 km/h können gefahren werden. Die MTler fuhren den Rundkurs mit 160 km/h

Mit 160 km/h die Rundbahn entlang

Auf dem Hochgeschwindigkeitsoval kann das SUV dann zeigen, was das ‚Sport‘ im Namen bedeutet. Sportlich liegt der Opel in der Kurve, zieht mit mehr als 160 km/h seine Bahnen im Oval. „Das Oval war der absolute Wahnsinn, da kommt man sich vor wie Tom Cruise in ‚Tage des Donners‘“, so die Meinung einiger Teilnehmer.

Abschließend führt Jörg die Gruppe noch über die Handlingstrecke mit ihren sechzehn Kurven und Bodensenken. Eine Art Rennstrecke im Mini-Format. „Der Opel geht aber gut in den Kurven, liegt satt auf der Straße“, sagt Evoinrodgau begeistert. Ob er seinen Evoque gegen einen Mokka tauschen würde? Eher nicht, dafür gefällt ihm sein Auto einfach zu gut. Aber ein Fahrsicherheitstraining, das will er noch mal machen. Auch gerne wieder bei Opel im Testcenter Dudenhofen.

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9 Kommentare

Danke für die Erfahrung auf dem Testgelände. War ein echt geiler Tag! :cool:

Übrigens, toll geschrieben der Bericht!! ;)

Ach ja, ...nein, mein Evoque würde ich nicht eintauschen wollen. :D

Allein schon die Überschrift stößt mich ab.

Bildzeitungsniveau.

Auf den rund 80 Kilometern der verschiedenen Strecken und Beläge spulen professionelle Testfahrer jeden Tag etwa 40.000 Kilometer ab, verbrennen bis zu 6.000 Liter Sprit am Tag

 

 

ob das nicht etwas zu übertrieben ist?

 

Egal, hauptsache den Gewinnern hat es Spass gemacht.....

 

 

;-)

Zitat:

@he2lmuth schrieb am 24. November 2016 um 12:36:36 Uhr:

Allein schon die Überschrift stößt mich ab.

Bildzeitungsniveau.

Schon den Artikel gelesen was gemeint ist?

Es geht um das Bremsen und zwar um das richtige Bremsen.

Viele wagen sich nicht, voll auf das Bremspedal zu treten um die volle Bremswirkung unter Einwirkung von ABS und ESP auszunutzen!

Ja es muss pulsieren unter dem Bremspedal und viele schrecken davor zurück, weil die es noch nie gemacht haben.

Ich mache das immer in gewissen Abständen um zu prüfen ob alles funktioniert.

schade für Opel, solche Autos braucht kein Mensch, ich hatte vor einigen Jahren ein Combo B mit 1.7 ISUTZU Motor, Bj 93, das war das sparsamste umd dankbarste Auto was ich jemals hatte, danach kam nur noch Schrott, man versuche nur mal am Zafira A oder B Servoöl zu kontrollieren oder nachzufüllen... was habt ihr geraucht????

Zitat:

@blue-shadow schrieb am 25. November 2016 um 00:10:21 Uhr:

schade für Opel, solche Autos braucht kein Mensch,...

Unsinn, solche Autos werden heutzutage von Kunden gekauft und sorgen für Umsatz bei Opel.

 

Bastler kaufen sich natürlich irgendwelche Oldtimer, weil jedes moderne Fahrzeug Hürden hat beim Zugang.

 

Fahre selbst einen Isuzu Motor im Meriva, nannte sich früher Diesel-Kompetenz. Mein "Schrott" - so deine Aussage - fährt sich prima. :)

Zitat:

@he2lmuth schrieb am 24. November 2016 um 12:36:36 Uhr:

Allein schon die Überschrift stößt mich ab.

Bildzeitungsniveau.

Hast du, bzw musstest du schon mal RICHTIG bremsen???

 

Warscheinlich nicht, denn da muss man "richtig rein treten" !

Dabei ist es völlig egal ob man vorausschauend und defensiv oder wie die sprichwörtliche Sau fährt, denn in den allermeisten Fällen muss man wegen (menschlichen!) Fehlern von anderen bremsen.

-----------------------

Ich durfte kürzlich am Event von Motortalk / Conti teilnehmen und kann nur eins sagen:

 

Diese Events sind absolut saugeil und deshalb auch hier nochmal DANKE!

"Mit 160 km/h die Rundbahn entlang"

 

Die macht erst mit 220 km/h Spaß.

... und wenn du noch 2 Jahre wartest macht sie erst ab 240 Spass. :p

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