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Elektromobilität mit Stern

Elektrofahrzeuge sind leise, emissionsarm und machen Spaß. Trotzdem haben viele Menschen Vorbehalte: Die Reichweite ist zu gering, der Ladevorgang zu langwierig, Motorengeräusche fehlen. Wir wollten wissen, welche Bereiche der Elektromobilität Euch am meisten interessieren. „Lade-Infrastruktur und Reichweite”, „Brennstoffzellen” sowie „Batterietechnik und Lebensdauer” sind nun die Punkte, denen wir uns in unserem Themenspezial widmen.

von MOTOR-TALK am 27.09.2018 um 17:30

Geht es um E-Mobilität, geht es fast immer auch um die Frage nach der Reichweite. Von einem Verbrenner ist man es gewohnt, mit einer Tankladung 500 oder gar 600 Kilometer weit zu kommen und innerhalb von Minuten nachtanken zu können.

Die Umstellung auf Elektro bedeutete in den vergangenen Jahren meist eine deutlich geringere Reichweite und einen langen Ladevorgang. Neuere E-Fahrzeuge erreichen jedoch bereits Reichweiten vergleichbar mit denen von Benzinern. Und Schnellladestationen verkürzen den Stopp an der Raststätte.

Doch wie entscheidend ist die Reichweite überhaupt? Einer Studie des Verkehrsministeriums zufolge legen deutsche Autofahrer im Schnitt täglich nur knapp 40 Kilometer zurück. Die Reichweite eines Elektrofahrzeugs liegt aktuell bei 150 bis zu rund 630 Kilometern (laut NEFZ). Mehr als genug also für die Alltagsbedürfnisse der Deutschen.

Hybrid-Autos und Brennstoffzellen-Antriebe

Neben reinen E-Autos gibt es noch eine ganze Reihe anderer Konzepte, bei denen Elektromotoren unter der Haube stecken: Hybrid-Autos, Plug-in-Hybride und Brennstoffzellen-Autos. Doch wo liegt der Unterschied?

Bei Hybrid-Fahrzeugen wird der Verbrenner vor allem in der Anfahrts- und Warmlaufphase von einem Elektromotor unterstützt. So werden Emissionen verringert und Sprit gespart. Die rein elektrische Reichweite ist allerdings gering und liegt bei wenigen Kilometern. Ist die Batterie leer, wird sie durch Rekuperation geladen.

Der Plug-in-Hybrid kann über längere Strecken rein elektrisch betrieben werden. Zusätzlich unterstützt der E-Motor den Verbrenner beim Beschleunigen. Die Batterie wird vor allem über einen externen Ladeanschluss geladen. Die rein elektrische Reichweite liegt bei den aktuellen Generationen von Plug-in-Hybriden bei circa 50 Kilometern.

Brennstoffzellen-Fahrzeuge tanken Wasserstoff, aus dem während der Fahrt Strom für den E-Motor generiert wird. Das hat im Vergleich zu Fahrzeugen mit Batterien den Vorteil, dass das Auto bei Bedarf schnell betankt werden kann. Allerdings gibt es deutschlandweit bisher erst 40 Wasserstoff-Tankstellen, von denen die wenigsten öffentlich sind. Bis 2019 sollen deutschlandweit 100 Tankstellen entstehen. In Zukunft sind bis zu 400 Stationen geplant.

Als weltweit erstes Fahrzeug kombiniert der Mercedes GLC F-Cell die Vorteile von Plug-in-Hybriden und Brennstoffzellen-Autos. Denn sein Motor kann sowohl mit Strom aus einer Batterie als auch mit Energie aus Wasserstoff betrieben werden. So kann er notfalls schnell betankt werden oder aber an einer Steckdose laden. Seine Reichweite beträgt mehr als 400 Kilometer bei einer Leistung von 211 PS.

Das Laden von Elektroautos

Zuhause laden

Die Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten ist eng mit der Attraktivität von Elektromobilität verknüpft. Die wichtigste Lademöglichkeit für E-Auto-Besitzer ist in der Regel der heimische Stellplatz.

Ob Garage oder Carport - für das Laden zuhause gibt es sogenannte Wallboxen, die ein schnelleres Laden als an einer Haushaltssteckdose ermöglichen. Die Mercedes-Benz Wallbox leistet bis zu 22 kW mehr als eine herkömmliche Steckdose. Das Fahrzeug lädt bis zu viermal schneller. Zudem lässt sich die Wallbox mithilfe von Apps steuern. Seit Sommer 2018 ist sie europaweit in drei Versionen erhältlich. Eine davon ermöglicht das gleichzeitige Laden von zwei Fahrzeugen.

Laden unterwegs

Wer weite Entfernungen elektrisch zurücklegen möchte, muss seine Fahrt sorgfältig planen. Denn dann muss auch unterwegs geladen werden. Die Daimler AG hat mit anderen Autoherstellern das Joint Venture Ionity gestartet, das an einem ultraschnellen Hochleistungsladenetz arbeitet und die wichtigsten Verkehrsachsen in Europa abdecken soll. Bis zum Jahr 2020 sind 400 ultraschnelle Ladestationen geplant. 20 Stationen sind bereits errichtet. Das Netzwerk basiert auf dem Combined-Charging-System und ist kompatibel mit den meisten Elektrofahrzeugen.

Für öffentliche Ladestationen brauchen Fahrer für gewöhnlich eine Zugangskarte oder eine spezielle App. Das ist umständlich und wenig kundenfreundlich. Daimler und Hubject, ein Berliner Elektrospezialist, haben deshalb Plug&Charge entwickelt. Dabei bekommen Kunden über ein digitales Zertifikat im Fahrzeug Zugang zu den Ladestationen – ganz ohne Handy oder Chipkarte.

Die Plug&Charge-Technologie regelt den Datenaustausch zwischen Fahrzeug und Ladeinfrastruktur: Steht die Verbindung zwischen Fahrzeug und Ladestation, werden die Autorisierungsdaten des Fahrers verschlüsselt ausgetauscht und abgeglichen. Nach erfolgreicher Prüfung startet der Ladeprozess und der abschließende Bezahlvorgang.

Präsentation des neuen GLC F-Cell

Batterietechnik und Lebensdauer

Am häufigsten kritisiert werden beim Thema Elektromobilität die Bereiche Nachhaltigkeit und Batterie-Lebensdauer. Während frühere Generationen von Elektrofahrzeugen noch mit schweren, leistungsschwachen Bleibatterien arbeiteten, verfügen neuere E-Autos über Lithium-Ionen-Batterien. Damit ist ein großer Schritt gelungen. Lithium-Ionen-Batterien sind klein, leicht und leistungsstark. Alle Mercedes-Benz Plug-in-Hybride und Elektrofahrzeuge verfügen über derartige Akkus. Als nächster Technologiesprung bei Batterien wird die Einführung von Post-Lithium-Ionen-Systemen erwartet. Lithium-Schwefel-Akkus sind momentan am vielversprechendsten. Sie sollen vor allem die Kosten senken und die Reichweite erhöhen.

Verliert eine Batterie an Leistung oder ist komplett defekt, muss sie ausgetauscht werden. Damit das Konzept Nachhaltigkeit weitergedacht wird, hat Mercedes-Benz Energy einen Speicher gebaut, der den Batterien ein zweites Leben ermöglicht. Der stationäre Energiespeicher in Kamenz mit 1.000 Batterien versorgt unter anderem Supermärkte und weitere Unternehmen mit Energie. Darüber hinaus stellt Mercedes-Benz eine Garantie aus: Entweder hält die Batterie 100.000 Kilometer oder 6 Jahre, je nachdem, was zuerst eintritt.

Mehr dazu erfährst Du auf MOTOR-TALK: Mercedes-Benz Energy und die Power von 1.000 Smarts.

von MOTOR-TALK am 27.09.2018 um 17:30
FAQ

Häufig gestellte Fragen

Hier fassen wir die häufigsten Fragen und Antworten zum Thema Elektromobilität zusammen.

Verringert die Klimaanlage die Reichweite?

Die Sorge, dass Komfort-Features wie die Klimaanlage die Reichweite mindern, ist berechtigt. Aber auch dafür gibt es Lösungen. Per App kann die Vorklimatisierung aktiviert werden, während das Auto noch lädt. Dafür wählt man vorab die gewünschte Innenraumtemperatur und spart so Energie für die Fahrt.

Sinkt bei Kälte die Reichweite?

Ja, die Leistungsfähigkeit einer Batterie sinkt bei niedrigen Temperaturen. Fakt ist aber auch, dass man durch vorausschauendes Fahren, Rekuperation und durch den sparsamen Einsatz von Klimaanlage, Sitzheizung und Co. die Reichweite steigern kann.

Was ist eine Wallbox?

Eine Wallbox ist eine Vorrichtung für das Laden zuhause. Mit ihr funktioniert das Laden eines Elektrofahrzeugs bedeutend schneller als an einer Haushaltssteckdose. In manchen Versionen ist das Laden von mehr als einem Fahrzeug möglich.

Was versteht man unter Plug&Charge?

Plug&Charge ist ein Produkt der Daimler AG und dem Elektrospezialisten Hubject, der das marken- und anbieterübergreifende Laden von Fahrzeugen ermöglicht. Die Pilotphase wurde vor Kurzem abgeschlossen. Die neuen Modelle Smart EQ Fortwo und Forfour unterstützen bereits Plug&Charge.

Was passiert mit ausrangierten E-Auto-Batterien?

Ausrangierte Batterien von Elektrofahrzeugen werden beispielsweise im Second-Life-Speicher von Mercedes in Kamenz gelagert. Derzeit befinden sich dort mehr als 1.000 Lithium-Ionen-Batterien aus der zweiten Generation Smart Fortwo Electric Drive. Alte Fahrzeugbatterien werden zu einem stationären Batteriespeicher gebündelt. Somit dienen sie noch weit über ihr Leben als Fahrzeugbatterie hinaus als Speicher.

Was ist Rekuperation?

Rekuperation bezeichnet die Rückgewinnung von Bremskraftenergie. Denn beim Bremsen und im Schubbetrieb wird Energie freigesetzt, die ansonsten verloren gehen würde. Durch Rekuperation wir diese in den Batterien von Elektro- und Hybridfahrzeugen gespeichert.

214 Kommentare
Trennschleifer49315 Avatar
von Trennschleifer49315Thu Sep 27 18:10:03 CEST 2018

Freue mich dass auch der "gute Stern auf allen Straßen" den Schritt in die Elektromobilität vollzieht

papa51 Avatar
von papa51Thu Sep 27 18:40:02 CEST 2018

Ich brauche auch die Möglichkeit mindestens 2t Anhänger ziehen zu können.

Das können die wenigsten e-Autos ( bisher )

Koelner67 Avatar
von Koelner67Thu Sep 27 18:41:23 CEST 2018

Der Schritt kommt viel zu spät.

 

Ich kann mir keine 2 3 Autos leisten, daher brauche ich einen Wagen der für den Alltag taugt und auch für den Urlaub.

Und hört auf von Reichenwroten zu sprechen die man nur unter optimalen Voraussetzungen erreicht, also im Sommer ohne Klima und 80 auf der Autobahn usw.

Ich will wissen wie weit ich bei Minus 10 Grad im Winter komme mit Licht an.

 

Dazu müssen die Autos bezahlbar sein, für alle!

Conan Avatar
von ConanThu Sep 27 19:09:46 CEST 2018

Die Hersteller sollen endlich ehrlich sein ,und uns Konsumenten verraten, wie lange diese Akkus halten werden, bzw. wie lange die Akkus ihre ursprüngliche Kapazität halten werden.

Außerdem würde ich gern wissen wollen, wie viel über die Jahre an Akkuleistung verloren geht, bzw. gehen wird.

 

Da wir in letzter Zeit gesehen haben, wie ehrlich die ganzen Hersteller waren ,und sind ,dürfen die ganze Aussagen der Hersteller mit Vorsicht zu genießen sein.

papa51 Avatar
von papa51Thu Sep 27 19:21:27 CEST 2018

Ladesäulen sind ja schön und gut aber wenn ich ein e-Auto habe, muss ich einen eigenen Parkplatz mit Stromanschluss haben, damit ich das Auto auch für das Berufspendeln nutzen kann.

cobramarkus Avatar
von cobramarkusThu Sep 27 19:23:35 CEST 2018

Ich kann mich nicht dafür begeistern ,bis das ganze keine vernünftige Reichweite hat und ausgereift ist kauf ich nix.

Ich freute mich eher mal über Fahrzeuge die weniger Elektronik aufweisen.

Bulli500 Avatar
von Bulli500Thu Sep 27 19:31:01 CEST 2018

Bisher noch zu teuer, zu wenig Reichweite, zu lange Ladezeit. Wäre an einem Hybrid mit R6-Zyl. Interessiert, incl. iduktivem laden, aber das gibt es nicht.

kuk-saar Avatar
von kuk-saarThu Sep 27 19:35:32 CEST 2018

Alles schön und gut, nur was passiert nach 6 Jahren oder 100.000 Kilometer? Sind dann die Autos alt?

Was soll dann eine neue Batterie kosten? In 6 Jahren sind die Preise mit Sicherheit gestiegen.

Ohne Batterie ist der Wertverlust nach 6 Jahren enorm.

Reine Wasserstoffantriebe halte ich immer noch für am sinnvollsten. Alles andere ist auf lange Sicht nicht weniger Umweltbelastend.

Auf Kurz oder lang wird auch die Elektromobilität aufgrund von Umweltbelastungen die Straßen räumen müssen, da Energiegewinnung nur durch Energieaufwand möglich ist. Das wird noch was werden, wenn knapp die Hälfte aller Einwohner einen Autoscooter fährt.

Soviele Kraftwerke haben wir gar nicht.

Und dann kommen wieder Superpolitiker, die Sprechen dann für Elektrofahrzeuge mit Bleibatterien ein Fahrverbot in Innenstätten aus.

Da kann genausogut alles bleiben, wie es ist.

Ich bleibe bei meinen Verbrennern, bis die letzte Tankstelle die Schotten dicht gemacht hat.

mikael.ch Avatar
von mikael.chThu Sep 27 20:03:52 CEST 2018

Wir haben einen BMW I3 für den Regionalverkehr und sind zufrieden.

Der reicht uns solange es keinen Schnee gibt. Wir wohnen auf einem Hügel.

Ich hätte einen Mercedes gekauft: es gibt aber leider nur ein EKlasse-Modell

mit geringer Reichweite und ohne 4Matic.

Ich warte - mit freundlichen Grüssen - Uwe

tmodellforever Avatar
von tmodellforeverThu Sep 27 20:59:01 CEST 2018

Seit 24 Jahren bin ich Daimler-Kunde und habe verschiedene T-Modelle gehabt, zuletzt in kürzeren Abständen jeweils das aktuelle Modell. Eigentlich wollte ich auf Mercedes warten, bis ich mein erstes reines E-Auto fahre.

 

Dann aber kam die Enttäuschung mit der EQC-Präsentation mit schwacher Ladeinfrastruktur an Bord, nur mäßiger Reichweite und so reaktionären Gimmicks wie stilisiertem Kühlergrill und Auspuffblenden! Dazu die weiterhin schlechte Ladeinfrastruktur auf den Straßen: Da ist Tesla weit voraus und baut, während die deutschen Autobauer jetzt mühsam damit anfangen, sein Netz immer weiter aus!

 

Die Folge: Seit gestern fahre ich ein Model S. Daimler hat mich enttäuscht und meine Wechselüberlegungen beschleunigt. Natürlich gibt es jetzt ein paar Dinge, die in der Baureihe 213 "schöner" sind, als im Tesla, aber das gleicht die emissionsfreie Fortbewegung wieder aus.

 

Ob ich mal wieder Daimler fahre? Vielleicht. Mal sehen, wann der Vorstand endlich aus dem Quark kommt und sich mal etwas traut!

kandidatnr2 Avatar
von kandidatnr2Thu Sep 27 21:10:43 CEST 2018

Die Glaubwürdigkeit ist dahin. Verbrauchswerte, Abgaswerte, Reichweiten, Öko-Gesamtbilanz, in welchem Prospekt steht die Wahrheit?

Dazu noch der Anspruch, ein Premiumhersteller mit einem Premiumprodukt zu sein. Gepaart mit einem Premium-Marketing .... heraus kommt eh nur eine Karre mit Fehlern und Macken und eine Erprobung beim Kunden.

Mal gucken, was andere so anbieten.

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