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Berlin Tag & Nacht - C-Coupé on tour
Günter W.
18.09.2016 um 21:39 UhrBerlin-Rallye

‚Testbericht‘ wäre übertrieben, nennen wir es mal .. Berlin Tag & Nacht – oder nein, die Nacht war eher von Müdigkeit geprägt, also erzähle ich was vom folgenden Tage.

Vor der Mercedes-Benz-Zentrale Vor der Mercedes-Benz-Zentrale Alles fing ja schon früher an, mit einem Newsletter, von Motor-Talk. Angeboten wurde ein Tag mit verschiedenen Mercedes-Benz-Pkw, als Aktion der Daimler-AG. "Klingt ja an sich schon interessant".. dachte ich mir und habe einfach mal den Bewerberbogen ausgefüllt. Der Veranstaltungsort versprach eine problemlose Anfahrt und die Aufgabe klang nach Spaß, wie spaßig so etwas werden kann, dies hatte ich allerdings nicht vorhergesehen.

Also am Freitag nach der Arbeit noch bis zum frühen Morgen am Stadtrand mit paar Bikerkumpels gegrillt und um 3 Uhr in der Nacht zu Hause ins Bett. Dann recht schnell wieder aufgestanden, wieder reingefahren in die Stadt, noch voll im Dusel und nun kurz vor dem Mittag wieder in Berlin auf der Matte gestanden, zur Begrüßung durch Bianca von Motor-Talk.

Es ging los – vom AmanoGrand Hotel im Shuttle-Service wie ein VIP bei der FashionWeek, das versprach schon mal: Das kann ein besonderer Tag werden. Wir kommen also recht zügig bei der O2world an, oder nein – inzwischen ja die MercedesBenz-Arena ;) ...und werden im Mercedes-Haus bei einigen Ausstellungsfahrzeugen empfangen. Es gibt weitere Begrüßungserklärungen und einen Überblick über die schon auf uns vor dem Haus wartenden Testfahrzeuge.

Schnell ist mein Teampartner identifiziert und wir dürfen zunächst einmal in 15-minütigen Durchgängen die Fahrzeuge der jeweils anderen Teams „um den Block“ fahren. Natürlich werden die Grundeinstellungen der Fahrzeuge, soweit für uns möglich, gleich mal auf eine vernünftige Position eingerichtet ;) Sportiv ist der Plan des Tages.

"Sportlich" ist der Plan des Tages "Sportlich" ist der Plan des Tages

Herausforderung angenommen

Denn es zeigt sich der Kamerastab der PR-Abteilung von Daimler und Motor-Talk auch schon enorm motiviert, zumindest deutlich einsatzfreudig. Und wie sehr diese ‚sportlichen Talente‘ der Kameraleute und des Fotografen noch nötig sein werden, ja das hatten wir uns wohl alle zu dem Zeitpunkt noch nicht recht vorstellen können.

Bei der Einweisung in die eigentliche Aufgabe, also zur Schnitzeljagd, da gab es einige herzhafte Lacher, sehr begründet, wie sich als Fazit des Sonnabends nun sagen lässt. Wir waren herausgefordert und nun stieg jedes Team auch mehr oder weniger wohlüberlegt in den „eigenen“ fahrbaren Untersatz, um die ersten Punkte in der auf dem Tablet dargestellten Aufgabenliste einzusammeln.

Wir vom Team *C-Coupé on tour* waren uns einig, zunächst einmal die relativ nahe gelegenen Aufgaben in der Umgebung des Startpunktes zu lösen. Das ging gut und so zogen wir in einem größer werdenden Bogen unsere Bahn durch andere Stadtbezirke von Berlin. Bis zur Hälfte der vorher angekündigten Fahrzeit folgten wir noch strikt dem ersten Plan mit der sauberen Fahrstrecke durch die Kartenpunkte. Unterbrechungen gab es nur durch die Anrufe von Motor-Talk, um trotz zahlreicher Sperrungen und Polizeieinsätzen an diesem We eine Rücksprache zu den gewünschten Haltepunkten der Fotocrew zu halten. Als man uns dann bei solch einem Wechsel der etappenweisen Foto Passagiere mit einem humorvollen Unterton erzählte, wir hätten zwar gut performt, doch „ein anderes Team“ sei derzeit „gaaaaanz weit in den Punkten“ vorangekommen, da wurden wir relativ entspannt.

Entspannt kommt weiter

Es galt von nun an einfach nur zu fahren, einfach für den Spaß an der Sache mitzumachen, zumindest war es offenbar gut, sich das einzureden. Also sind wir locker flockig durch die Stadt, damit sammelten wir Haltepunkt um Haltepunkt, waren auch nicht zu scheu, unsere Zeit für vermeintliche 20 Punkte Scherzfragen zu opfern. Der Fahrstil des Teams harmonierte einfach mit der Motorcharakteristik des Wagens. Das Wissen um Berliner Details und deutsche Zeitgeschichte, zusammen mit Hintergrunddaten aus Kulturberichten im Netz brachte uns dabei auf so manche Lösung.

Natürlich war für die Beantwortung der Fragen auch etwas Querdenken - um die Beschreibung „Querlenken“ mal zu umgehen :D und spontanes Handeln gefragt. Solch eine Fahrweise, wie man sie für ein Multitasking aus Autofahren und ‚Wer wird Millionär'–Fragen benötigt, die passt einfach sehr gut zum üblichen kreativen Verkehr in Berlin. Wer schon einmal als Besucher im Taxi unterwegs war versteht was ich meine .. Vorsichtig gesagt: Die Fahrzeuge hatten dabei ihren ganz eigenen prominenten Auftritt in der Stadt ..unser der Auftrag, oder sagen wir die Zielsetzung von Mercedes-Benz wurde somit in jedem Fall erfüllt !

Wie gut wir mit unserer „Kleinvieh macht auch Mist“-Taktik die Punkte zusammen getragen hatten, das haben wir beide bis zur Siegerehrung trotzdem nicht erwartet. Beim Abendessen nach der Stadt-Rallye hat sich der Planungsstab von Daimler-PR und Motor-Talk nochmals ins Zeug gelegt. Wir bekommen ein mehrgängiges Menü mit Wahlmöglichkeit, das war richtig toll geplant. Nur der Einrichtungsstil im Lokal, mit den beengten Platzverhältnissen an der Speisentafel, den hätte man für die Gästeanzahl ruhig modifizieren können. Es war freundlich gesagt „kuschelig“. Nach dem Essen ging es mit dem Shuttlebus zum Hotel vom Vormittag, dort konnten wir für eine Nacht einchecken und mehr oder minder abschalten.

Zu den Fahrzeugen kann ich nachfolgende Anmerkung geben:

  • Eine Ausstattungsversion *Brabus* ist beim Smart mehr als unnötig ..die Erwartungen an den Namen wurden vor allem im Bezug auf Fahrperformance in der Realität nicht wirklich erfüllt. Da hat auch der ruckelnde Leerlauf nicht wirklich Kraft erzeugt :rolleyes:
  • Der beste satteste Klang hingegen entstand beim Endtopfsystem des SLC, deutlich voluminöser, als es die kompakte Erscheinung des Wagens erwarten ließ. Die Dachbedienung funktioniert übrigens recht zügig, auch bei Stadtverkehrstempo, nicht nur im Stand an der Ampel – jedoch muss man, sofern ich hier keinen Fehler beging, offenbar permanent mit dem Finger am Bedienhebel bleiben. Die Bewegung bricht sonst mittendrin ab. Dies kann in gewisser Art als unpraktisch bezeichnet werden, da man so eingebunden ist in den Funktionsablauf und mit der Hand in dieser Zeit keinerlei andere Bedienungen des fahrenden Fahrzeugs ausüben kann.
  • Das C-Klasse Cabrio hat auch ein angenehmes Fahrverhalten in der Stadt, selbst auf Berliner Pflaster. Die meisten Blicke zog man damit am vergangenen Sonnabend ohnehin auf sich – oder lag es am Begleitfahrzeug? Na, zumindest konnte man uns da schon für irgendwelche DailySoap-Stars bei Dreharbeiten halten :cool: .. zusammen mit der originalen Soundanlage reichte das für einen „großen Auftritt“ bei den Leuten im Kiez in der Nähe vom bekannten KitKat Club - und sogar mitten im Stadtverkehr, im Oberdeck eines BVG Linienbusses gab es Begeisterung und deutliches Interesse an dem Wagen

    Beim Warmfahren im GLC Beim Warmfahren im GLC

  • Im GLC verwundert mich auf der Rückbank als Passagier in einem so großen Fahrzeug nicht nur die Enge der Dachlinie, mit einer für eine amtlich eingetragene 3er Sitzbank doch deutlich begrenzten Kopffreiheit bei den Außenplätzen, nein auch der Mangel an Bedienmöglichkeiten. Es gab keinen Zugriff auf eine eigene Temperaturregelung, trotz zusätzlichem Luftausströmer für die Passagiere auf der Rückbank. Ebenso ist im Heck keine Bedieneinheit für zumindest Grundfunktionen der HighFi-Anlage im Testwagen vorhanden, obwohl das Fahrzeug doch mit Begrifflichkeiten wie „Edition“(one) und Ausstattungsdetails von „Burmester“ bzw. AMG in einer gehobenen Klasse angesiedelt ist? :confused:
  • Das C-Coupé ist vom Fahrempfinden vorn super. Beinfreiheit und Kopfraum waren für uns mit jeweils stattlicher Statur von über 1.80m Körperhöhe völlig angemessen. Im Heck ist ein echtes Coupé von Natur aus eher beengt geschnitten, doch das hielt an diesem Tag den ‚Plätzchen‘ genannten Mitarbeiter von Motor-Talk nicht davon ab, auch bei uns hinten ins Fahrzeug zu krabbeln - und weil er es so wollte, da musste er für die Dokumentationsfotos immer wieder heraus. :p
  • Beim Verbrauch selbst im Stadtverkehr war ich positiv erstaunt, sofern ich die Anzeige im Cockpit richtig interpretiere, so haben wir für diesen mehr als deutlich von der Normung abweichenden Fahrzyklus lediglich einen Balken der Füllstandsanzeige benötigt. Und das nach mehreren Stunden äußerst unökonomischer Fahrmanöver.

    Bedienelemente wie den für moderne Mercedes seit einigen Jahren leider typischen Lenkstock-Schalthebel findet man auch im neuen C-Coupé wieder. Die wegen der Strategie im Konzern genutzten Übernahmeteile aus der Renault-Nissan-Verwandtschaft findet man allerdings bewusst nicht an den offensichtlichen Punkten, zumindest nicht wo äußerlich sichtbar täglich mehrfacher Kontakt als Fahrzeugnutzer mit dem Wagen entsteht. Will meinen es sieht zwar schon lange nichts mehr aus wie in der soliden guten alten Zeit beim Stern ..doch das hemdsärmelige Ambiente des Renault-Daimler Kangoo ist eben (noch) nicht so weit in die Mercedes Modellreihen durchgedrungen.

    Der Wendekreis ist für ein Mittelklasse-Coupé auf dieser Plattform erstaunlich klein. Insbesondere Wendemanöver auf zweispurigen Berliner Verbindungsstraßen gelingen in einem Bogen – ohne kratzenden Kontakt mit der Bordsteinkante der Fahrbahn Gegenrichtung.

    Zum Punkt Emotion möchte ich sagen – ja, die Version *250* ist von der Abstimmung her für die Fahrzeuggröße gelungen. Mir hätte es von der persönlichen Präferenz her halt gefallen das Fahrzeug als Handschalter zu fahren – statt immer am „Plaste-Wisch-Schalthebel“-Dingens zwischen den Fahrstufen *P* & *D* zu springen.

Für einen gründlicheren Test des Fahrzeugs blieb durch die Ablenkung mit der Stadt-Rallye-Aufgabe leider keine Zeit.

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Mercedes-Benz auf MOTOR-TALK

Auf dieser Seite findest Du Informationen zu Aktionen von Mercedes-Benz und MOTOR-TALK. Anschließend berichten die Teilnehmer und MOTOR-TALK über die Events.

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