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Silverstone und McLaren - Tradition trifft auf brachiale Supersport DNA

Es passiert ja nicht so oft, dass man etwas gewinnt. Noch seltener ist es allerdings, etwas zu gewinnen, was man sich auch wirklich wünscht. So ist es mir ergangen, als Motor-Talk das Preisausschreiben für die Einladung nach Silverstone veröffentlicht hat und ich ohne lange Nachzudenken auf den Teilnahme-Knopf gedrückt hatte.

Als der Anruf mit der Gewinnbenachrichtigung kam, was ich so perplex, dass meine erste Frage war, was mich das kostet. Ihr kennt ja alle die dieserUrlaubistfürsieabsolutkostenlossiemüssennurdiegetränkeunddenflugzahlen Gewinnbenachrichtigungen. Nun denn, der Termin hat gepasst, es blieb noch 1 Woche Vorfreude und dann ging es auch schon los. Gleich vorweg darf ich sagen, dass ich selten einen so professionell organisierten Termin erlebt habe. Es hat von Anfang bis Ende ausnahmslos alles so wie geplant geklappt. Chapeau an das McLaren-Marketing-Team um Raluca und Fransziska.

McLaren Woking McLaren Woking Flugs ging es von Frankfurt nach London Heathrow, wo Christoph und ich von unserem professioneller Fahrer Stephen abgeholt wurden. Mit dem Mercedes-Van in standesgemäßem Silber ging es direkt nach Woking in die Zentrale von McLaren. Was jetzt kam, war ein Stück Folter.

Woking: "Nur gucken, nicht anfassen!"

In einer ausführlichen Tour konnten wir Geschichte, Technik und Rekorde erfahren, einem Formel-1-Team beim Üben des Reifenwechsels und den Ingenieuren beim Modellieren von Fahrzeugteilen zuschauen. Ein Besuch der Produktionshalle, in der die Autos noch von Hand zusammengebaut werden, und ein Treffen mit dem Chefdesigner in geselliger Runde mit Häppchen rundete den 1. Teil ab. Besonderen Respekt verdient der viel zu früh verstorbene Gründer Bruce McLaren. Es ist unfassbar, was er in wenigen Jahren alles erreicht hatte.

Dieses Warmup war super, aber wir wollten endlich fahren. YES, es war soweit. Wir wurden noch brav unseren Instruktoren, beides professionelle Rennfahrer, vorgestellt und schon ging es auch los. Die ließen uns tatsächlich trotz falscher Straßenseite, fehlender Einweisung und in Unkenntnis unser Fahrkünste direkt ans Steuer eines McLaren 570GT. Respekt ;) Respekt auch an meinen Instruktor Ollie Millroy, der die ganze Zeit über eine unglaublich professionelle Ruhe, gepaart mit den notwendigen Instruktionen ohne überflüssigen Schnickschnack, zur Schau stellte. So macht Fahren mit Beifahrer Spaß.

Mein erstes Mal! Mein erstes Mal!

Ich werde hier nicht auf die technischen Daten eingehen; das lässt sich an geeigneter Stelle viel detaillierter abrufen. Aber das Fahrgefühl soll nicht zu kurz kommen. Wenn man das erste Mal in dem Fahrzeug sitzt, ist auf Anhieb alles komfortabel und gibt wenig Rätsel auf. Aber wehe, wenn der Geist aus der Flasche gelassen. Die Spontanität am Gas, die Kraft und die Präzision machen sofort Lust auf mehr... Leider viel mehr. Erstmal machten wir nämlich Bekanntschaft mit Rush-hour, Baustellen und Geschwindigkeitsbegrenzung auf unserem Weg zum Hotel.

Die Unterbringung in einem Landhotel, das im 7. Jahrhundert erbaut wurde, war schon eine Reise wert und das abendliche Barbecue mit ausgewählten Kunden und Mitarbeitern gelungen. Viel mehr möchte ich hiervon gar nicht erzählen, denn es soll nicht in eine Reiseempfehlung ausarten.

Der nächste Morgen war schon wieder ein Highlight. Jetzt durften wir die 570er alleine vom Hotel in das ca. 35 Meilen entfernte Silverstone fahren. Ihr glaubt gar nicht, wie schön deutsche Straßen sind und wie breit ein McLaren auf einer englischen Landstraße werden kann! An Renneinlagen war nicht zu denken. Christoph und ich waren definitiv schon mal warm gefahren bei unser Ankunft in Silverstone!

Tradition, Kurven, Geschwindigkeit... McLaren. Was für eine Kombination!

Impressionen in der McLaren Box (Silverstone) Impressionen in der McLaren Box (Silverstone)

In der Box herrscht bereits beim Briefing professionelle Atmosphäre, ich spüre die Ungeduld in der mir immer stärker aufsteigen; endlich Platz nehmen in der verschärften Version des 570GT, dem 570S, die Zügel loslassen und an die eigenen Grenzen gehen. Auch Ollie ist jetzt voll fokussiert, sicherlich ist es für ihn auch spannend zu sehen, wie ich mich auf der Strecke schlage. Raluca und Franziska sind auch dabei, stellen neugierig Fragen, wie es uns bisher gefällt und wie wir uns fühlen. Meine Antwort: Großartig!

Und dann ist es soweit. Erstmal nehme ich noch auf dem Beifahrersitz Platz. Da ich das erste Mal in Silverstone bin, sauge ich erstmal so viele Streckendetails wie möglich bei der äußerst dynamischen "Streckenbegehung" auf. Nach 3 Runden wechselten wir die Plätze und ich war dran. Showtime!

Raus aus der Box, rauf auf die Strecke Raus aus der Box, rauf auf die Strecke

Jeder, der so etwas schon mal mitgemacht hat, wird mir beipflichten: Dass es beim Profi so spielerisch aussieht, bedeutet nicht, dass es auch so leicht ist. Nach ein paar ersten Runden sind wir rein gefahren und Ollie hat mir die notwendigen Tipps zur Verbesserung sowie ein paar theoretische technische Informationen angedeihen lassen. Der Status "Anfänger" liegt zum Glück nicht in der Luft aber ich kriege das große Potenzial des 570S erklärt, das ich noch nicht abrufe.

Herausforderung angenommen!

Wir fahren für den nächsten Stint raus. Ich kürze das jetzt ab. Der Schweiß wurde immer mehr durch das Schädelbrummen abgelöst. Echte Kopfarbeit. Die Anstrengung hat sich aber gelohnt. Meine Technik und die Zeiten wurden sprichwörtlich mit jeder Runde besser. Na bitte!

Zum Schluss zeigt Ollie, was geht. Hot laps! Der Abstand zwischen Profi und Wannabee ist wieder hergestellt. Ich hätte durchaus noch ein paar Runden gedreht aber der Zeitplan wurde bis zum Schluss perfekt eingehalten. Beim Debriefing genossen wir ein letztes Mal die Gastfreundschaft und dann ging es auch schon zurück zum Flughafen.

Jetzt blicke ich auf 2 aufregende Tage zurück, die ein einziges großartiges Erlebnis waren. Mein Dank geht an das Team bei McLaren und Motor-Talk, die das ermöglicht haben. Daran werde ich mich noch lange erinnern. Und wer weiß, vielleicht muss ich irgendwann doch noch das McLaren-Forum abonnieren. Ich hätte nichts dagegen.

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2 Kommentare

Ich hatte ebenfalls teilgenommen, bin aber leider kein "Auserwählter" geworden. Nach dem lesenswerten Bericht bedauere ich dies umso mehr. Gleichzeitig freut es mich für die Gewinner, dass es offenbar eine rundum gelungene Veranstaltung war.

Zitat:

@AMenge schrieb am 29. September 2016 um 19:03:19 Uhr:

Ich hatte ebenfalls teilgenommen, bin aber leider kein "Auserwählter" geworden. Nach dem lesenswerten Bericht bedauere ich dies umso mehr. Gleichzeitig freut es mich für die Gewinner, dass es offenbar eine rundum gelungene Veranstaltung war.

Ja ich kann das sehr gut verstehen, das ist etwas wo man sehr lange von zehren kann.

Nochmal Glückwunsch ;-)

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