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PURE MCLAREN DRIVING EXPERIENCE in Silverstone
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30.09.2016 um 10:43 UhrDriving Experience

Wenn ich McLaren hörte, kam mir immer Formel 1 und Motorsport in den Sinn. Die Sportwagen der Marke waren mir jedoch nicht so sehr im Gedächtnis hängen geblieben, bis zu diesem einen magischen Moment im Jahr 2014, zum 24h-Rennen am Nürburgring. Da stand er, der 650S, in McLaren-Orange. Ein Supersportwagen, ein Traum auf vier Rädern, eine Designikone, ich war hin und weg!

Der 650s in McLaren Orange - 24h Rennen 2014 Der 650s in McLaren Orange - 24h Rennen 2014 Einmal McLaren fahren, dachte ich mir damals und ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie erstaunt ich war, als Bianca mir am Telefon die freudige Nachricht übermittelte.

Auf nach Woking

Erst nach dem Telefonat schoss der Puls so richtig in die Höhe. „McLaren fahren, in Silverstone, den 570GT und den 570S! Unter der Woche? Ich brauch' Urlaub!“ Am nächsten Tag gratulierte mir auch schon Raluca Novak, McLaren Marketing Managerin für die Region Europa, und schickte die ersten Details zum Trip nach Woking bzw. Silverstone.

Natürlich ging es nicht nur darum die Fahrzeuge zwei Tage über den Rundkurs zu quälen, sondern auch McLaren und das Technology Center etwas genauer kennen zulernen. Ich zählte die Tage, 14 sehr lange Tage.

McLaren Technology Center

Am 07.09. war es dann so weit. Ich flog von Berlin-Tegel, ja, den Flughafen gibt es noch :D, nach London-Heathrow, drehte einige Ehrenrunden über der Stadt und landete doch tatsächlich pünktlich. Am Ausgang warteten bereits Shrekmachine und unser Fahrer auf mich.

Stilvoll ging es dann in einem schwarzen Mercedes Vito weiter in Richtung Woking zum McLaren Technology Center. Space-Center trifft es wohl eher, obwohl bereits im Jahr 2004 eröffnet, könnte man meinen es wurde erst in diesem Jahr fertig gestellt. Die geschwungene Formsprache der Fahrzeuge spiegelt sich auch in diesem Gebäude wieder, selbst die Fahrstühle erinnern an einen Kolben, der sich in einem Zylinder auf und ab bewegt.

Begeistern tut hier vor allem die Ausstellung der McLaren-Rennfahrzeug-Historie. Vom ersten handgefertigten Fahrzeug, das Bruce McLaren gehörte, bis hin zu aktuellen Formel-1-Boliden.

Nach einem Lunch mit interessanten Gesprächen mit Raluca und Robert Melville, dem Chefdesigner der Marke, begann unsere Tour durch das Center. Stolz wurden uns die einzelnen Evolutionsstufen an den Rennfahrzeugen erklärt sowie ein kleiner Einblick in die Formel-1-Werkstatt und Carbon Herstellung gewährt. Höhepunkt war die Fahrzeugherstellung, jedes produzierte Fahrzeug ist ein Unikat in Handfertigung. Die Leidenschaft und Professionalität, die McLaren in die Produktion ihrer Fahrzeuge steckt, ist bemerkenswert. Würde das Herz nicht beim Anblick eines 570 oder 650 höher schlagen, überzeugt spätestens dieser Fakt einen potenziellen Käufer.

570GT in Cobalt Violet und Pacific 570GT in Cobalt Violet und Pacific

Road Test Drive mit Rennfahrer Olivier Muytjens

Nach dieser atemberaubenden Tour ging es nun endlich zu den beiden 570GT-Modellen in Pacific und Cobalt Violet, die am Eingang bereits auf uns warteten.

Ein Kohlefaser Chassis, das den 3.8-Liter-Bi-Turbo V8 elegant umschließt, um seine geballten 570 PS und 600 Nm kraftvoll auf die Straße zu bringen. Ich hatte Schnappatmung. Nach einer kurzen Einweisung von Olivier Muytjens, meinem Profi-Rennfahrer für die nächsten zwei Tage, ging es auf zum Road Test Drive in Richtung Fawsley-Hall-Hotel. Ein Druck auf den Startknopf und der V8 erwachte bellend zum Leben, schöner kann ein zwangsbeatmeter Motor kaum klingen.

In den rund 140 km zum Hotel konnte der 570GT seine Alltagstauglichkeit voll unter Beweis stellen, denn kaum hatten wir die Autobahn erreicht, standen wir im Stop&Go-Verkehr. Die Sitze des 570GT sind unglaublich bequem und boten selbst mir, mit einer Größe von 193 cm, ausreichend Platz. Dazu ist der Motor nicht nur sehr agil und mit seinen 8500 U/min extrem drehfreudig, er lässt sich zudem wunderbar dosieren. Ich könnte ihn mir gut im Berliner Stadtverkehr vorstellen! Durch die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 mph ist die Beschleunigung und Geschwindigkeit zwar etwas zu kurz gekommen, dazu bot jedoch Silverstone noch genügend Raum am nächsten Tag. Eins sei noch gesagt, die engen, britischen Landstraßen können einem zeitweise die Schweißperlen auf die Stirn treiben!

Den Abend ließen wir mit weiteren Gästen der Pure McLaren Driving Experience bei einem Dinner ausklingen.

Silverstone

Am nächsten Morgen, um 8 Uhr, ging es im 570GT zur 30 Minuten entfernten Silverstone Rennstrecke. Perfektes Wetter erwartete uns und McLaren-Fahrzeuge, so weit das Auge reicht.

Silverstone: Boxengasse Silverstone: Boxengasse Für den Tag auf dem Kurs wurden jeweils ein 570S zur Verfügung gestellt. Dieser unterscheidet sich unter anderem durch 6-Kolben-Carbon-Keramik-Bremsen, eine optimierte und lautere Auspuffanlage oder das Brake-Steer-System aus der Formel 1.

Nach einem kurzem Briefing über das Verhalten auf der Rennstrecke konnte Olivier mir nun zeigen, wie man den 570S richtig über die Rennstrecke bewegt. Helm ausgesucht, ein paar Erklärungen zur Boxengasse und auf ging es zu Wagen #16.

Alles fühlt sich im ersten Moment wie im 570GT an, dann bemerkt man die feinen Unterschiede. Z. B. erfolgt die Sitzverstellung mechanisch, das spart Gewicht, beim Anlassen grollt der V8 kampfbereit hinter den Sitzen. Olivier zeigte mir zunächst die Rennstrecke, ich nahm auf dem Beifahrersitz Platz. Dann ging es los, pures Formel-1-Feeling kam auf, in der Boxengasse sind maximal 20 mph erlaubt. Es geht leicht bergauf, die erste Kurve kommt in Sicht, ein 650S passierte uns auf der Rennstrecke und dann kommt der Kick der Beschleunigung.

Olivier ließ es zunächst "langsam" angehen um das Fahrzeug warm zu fahren. Ich hingegen flog im Sitz regelrecht hin und her, der V8 bellte, alles fühlte sich irgendwie nach GoKart fahren an. Wären da nicht die 570PS, die unermüdlich von hinten drücken.

Nach 3 Runden geht es erneut in die Boxengasse, wir wechselten die Plätze. Ein breites Grinsen machte sich auf meinem Gesicht breit, es geht erneut auf den Kurs. So einen perfekten Wagen bin ich bisher noch nicht gefahren, der 570S lässt sich gerade im rechten Winkel durch die Kurven bewegen. Der Grenzbereich kommt unglaublich spät und auch nur dann, wenn man es mit dem Gas in der Kurve zu gut meint. Hart abbremsen, herunter schalten, Einlenkpunkt finden, in die Kurve und wieder heraus beschleunigen. Das macht süchtig!

Auf dem Silverstone Track Auf dem Silverstone Track Nach 6 Runden a 5,89 km und einigen Tipps vom Profi ging es wieder in die Boxengasse und wir schauten gemeinsam auf den Kurs. Olivier zeichnete mit mir die Idealllinie ein, erklärte mir die Bremspunkte und wo ich den Wagen auslaufen lassen kann. Hier merkt man die geballte Kompetenz eines Profi-Rennfahrers.

Nach insgesamt 16 Runden war ich total verschwitzt, die Muskeln schmerzten und ich merkte wie sehr man hinter dem Lenkrad arbeitet. Aber es hatte sich gelohnt, mein Fahrstil hatte sich von Runde zu Runde verbessert und wir konnten einige Fahrzeuge passieren.

Nach einem großen Lunch an der Rennstrecke ging es dann am frühen Nachmittag wieder zurück nach Berlin. Immer noch mit einem breiten Grinsen im Gesicht!

Fazit:

Die 570 Serie hat eine Formsprache, die ihresgleichen sucht. Man merkt sofort, wo die Gene von McLaren herkommen und dass in erster Linie alles auf Performance und Rennsport ausgelegt ist, man jedoch die perfekte Symbiose zu einem komfortablen Supersportwagen geschaffen hat. Für den täglichen Gebrauch fehlt es einem an nichts in diesen Fahrzeugen und sie lassen sich bedingungslos über die Rennstrecke bewegen. Ich bin verliebt!

Fahrzeugdaten:

McLaren 570 GT/S

  • Motor: 3.8 Liter V8 Bi-Turbo mit 570 PS und 600NM
  • Gewicht: 1.344 kg
  • Beschleunigung: 3,2 s
  • Vmax: 328 km/h
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9 Kommentare

Klingt nach einem schönen Event. :)

Hoffe McLaren wiederholt das mal^^

 

Berlin Tegel wird wohl noch eine Weile bleiben :D

Mit wem muss ich schlafen damit ich da auch hin darf? :)

 

 

Edit: Der 570 in giftgrün - der ultimative Wahnsinn!

Zitat:

@stef 320i schrieb am 4. Oktober 2016 um 13:21:16 Uhr:

Mit wem muss ich schlafen damit ich da auch hin darf? :)

Ich fürchte mit Charlize Theron ;)

Zitat:

@Pharmathlet schrieb am 4. Oktober 2016 um 13:37:25 Uhr:

Zitat:

@stef 320i schrieb am 4. Oktober 2016 um 13:21:16 Uhr:

Mit wem muss ich schlafen damit ich da auch hin darf? :)

Ich fürchte mit Charlize Theron ;)

Manchmal muss man eben Opfer bringen....

 

 

:D

Avatar von XC70D5 "Tuppermartin®"
7. Oktober 2016 um 11:18:39 Uhr

Danke für den kurzweilig geschriebenen Bericht :cool:

 

Ich bin froh, dass ich das nicht gewonnen habe. Ich brauche mindestens 2 Tage, um mich an den Rechtslenker zu gewöhnen :D ;)

Avatar von Christoph Springer
Themenstarter
16. Oktober 2016 um 19:54:47 Uhr

Zitat:

@XC70D5 schrieb am 7. Oktober 2016 um 11:18:39 Uhr:

Danke für den kurzweilig geschriebenen Bericht :cool:

 

Ich bin froh, dass ich das nicht gewonnen habe. Ich brauche mindestens 2 Tage, um mich an den Rechtslenker zu gewöhnen :D ;)

War auch mein erstes Mal, ging schneller als gedacht. Nur bei den Kreisverkehren muss man extrem aufpassen. Auf Dauer aber nichts für mich :cool:

Auf der Rennstrecke war alles ok. Komischerweise sind die "richtig" rum gefahren. Geht doch!

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