Drei Flüge und ein Hotel Drei Flüge später saßen wir zusammen, in einem Flughafenhotel in Bergen, Journalisten und Gewinner. Im Rückblick waren es nur Gewinner, von denen einige auch Journalisten sind. Bekannte Gesichter von der Qualifikation am Bilster Berg, Häppchen vom Buffet und vielversprechende Worte von Dino, dem Marketingdirektor Mazda Deutschland. Es kann losgehen. Wir haben einen Schalter erwischt, der erste Gang ist schnell eingelegt und 14 Tage Erlebnisse und Blicke, Staunen und Drifts, Gletscher und Mazdas können beginnen, und das alles in nur 4 Tagen. Von Gletschern Gibt es etwas, was Du Dir nicht vorstellen kannst? Was Du siehst, aber nicht glauben kannst, dass es wahr ist? Für mich gibt es so etwas, und es ist Norwegen. Während in den mir bekannten Teilen Europas immer Zeichen der Zivilisation zu erkennen sind, ob Felder oder Dörfer, ist Norwegen wie ein unentdeckter Planet, unbewohnt und wild, zufälligerweise aber mit einer wundervollen Straße, mit Kurven und perfektem Asphalt. Man ist alleine in einer Welt, die hinter jeder Kurve nach einem Foto schreit, obwohl kein Bild diesem Planeten gerecht werden kann. Alles passt. Keine Wolke, nur die Sonne, 15 bis 20 Grad und Wasser, klar und glatt, das ein perfektes Spiegelbild der Szenerie zeichnet. Es braucht nur noch den richtigen Begleiter für eine unvergessliche Tour. Davon waren gleich zwei dabei: Der eine ist Fabian von Motor-Talk und der andere ist der Mazda MX5 RF. Viele suchen in Norwegen sich selbst, wandern alleine. Ich bin froh, die Erlebnisse der nächsten vier Tage zu teilen, mit Fabian, und auch mit den anderen Teilnehmern, die man zwischendurch, spätestens aber abends am tollen Buffet wieder trifft. Von Mazdas Obgleich ich mir sicher bin, dass es sich um einen unbewohnten Planeten handelt, habe ich mich stets an das 80 km/h Tempolimit gehalten. Für diese Tour gibt es deshalb kaum ein Auto, was ich lieber gefahren wäre. Offen, um das volle Erlebnis zu haben, mit einem Targadach für das Gefühl der Geborgenheit, leicht und klein für die Kehren der eindrucksvollen Pässe, kraftvoll für die Geraden dazwischen. Meine Skepsis an der Größe des Innenraumes legte sich über die Zeit. Mit meinen 1,90 m Größe passe ich in den MX5 RF wie in einen Maßanzug - es passt perfekt, solange ich keine 3 Zentimeter größer werde. Umnähen geht hier nicht. Auch nach 8 Stunden Fahrtzeit blieben die Sitze bequem, das Auto fühlt sich für mich immer wie die Verlängerung meines Körpers an, als wäre ich eins mit dem Wagen. Einzig meine Ohren blieben zwar dank Mütze warm, wurden aber nicht warm mit dem MX5 RF. Einerseits ziehen schon bei unter 80 km/h unschöne Windgeräusche am Ohr vorbei, andererseits keine Klangerlebnisse. Ein reines Spaßfahrzeug darf unter Last nicht wie ein gequälter Kleinwagen klingen, auch akustisch muss jeder Gasstoß eine Freude sein. An beiden Punkten sollte Mazda noch nacharbeiten. Mazdas auf Gletschern
Wie ist es nun, mit dem MX5 RF, ohne Dach, aber mit knappen 1.000 Kilometern der schönsten Straßen Europas vor sich? Unvergesslich, für ein ganzes Leben! Ganz besonders die Passstraße über einen Gletscher werde ich immer vor Augen haben. Ein langes Tal endet augenscheinlich an einer großen Felswand, doch es schlängelt sich eine Serpentinenstraße hinauf. Der Schnee liegt noch vereinzelt, doch mit jedem weiteren Höhenmeter wird er dichter und schließlich höher, mit kleinen Drifts geht es hinauf, immer höher, bis sich schließlich eine neue Welt auftut: Schnee, soweit das Auge reicht, glatt und unberührt, atemraubend, nicht nur aufgrund der dünneren Luft in der Höhe. Einzig eine Straße lässt einen zweifeln, ob hier vielleicht doch schon Menschen vor einem waren. Eine Straße, durch Schnee, der höher liegt als unsere Köpfe im Mazda, zum Glück ist sie geräumt. Die Fahrt durch diese Eiswelt, im offenem MX5 RF, locker bekleidet im T-Shirt, hat sich als Highlight in meinen Kopf gebrannt. Und doch steht es stellvertretend für hunderte unvergessliche Kilometer, die ich jedem ans Herz lege. Wenn die Sonne scheint und der Sommer ruft, ist es Zeit nach Norwegen zu fahren. Über Gletscher, in Mazdas. |



