Online: 1.741
ANZEIGE
Zwischenbericht zu Verbrauch, Keyless-Go, Konnektivität, Sound und Licht

Nach zwei Wochen Testfahrt konnten sich Yvonne aka Yvonne0907, Levi aka intheair, Martin aka Meadow 69', Michael aka Sumnam und Robert aka dromeracer ein umfangreiches Bild vom Jeep Renegade machen. Das haben sie zu Verbrauch, Keyless-Go, Konnektivität, Soundanlage und Licht herausgefunden.

Yvonnes Durchschnittsverbrauch auf der Autobahn Yvonnes Durchschnittsverbrauch auf der Autobahn

Verbrauch

Dass beim Verbrauch die Herstellerangaben manchmal von der Realität abweichen, ist den meisten Autofahrern bekannt. Unsere Tester haben deshalb auch den Spritbedarf genau überprüft. Yvonne ist werktags zu Stoßzeiten in der Stadt unterwegs gewesen: “Bei etwas rasanterer Fahrweise hatte ich einen Verbrauch von 9,5 Litern auf 100 Kilometer. Allerdings bin ich auch bei ökonomischer Fahrweise nicht unter 9 Liter gekommen. Das ist ganz schön viel. Auf der freien Stadtautobahn habe ich am Wochenende dann jedoch genau 6,0 Liter verbraucht.”

Michael war mit seinem 2-Liter-Diesel-Renegade mit 170 PS und Automatikschaltung zwei Wochen unterwegs: “Ich bin insgesamt etwa 700 Kilometer gefahren und habe ungefähr 7,5 Liter/100 Kilometer über diese Distanz verbraucht. Auf dem Weg zur Arbeit (30 Kilometer auf Landstraße und Autobahn) war es aber auch möglich, den Jeep mit etwa 6,5 Litern zu fahren.”

Martin und seine Frau Christina kommen zu diesen Ergebnissen: “Am vorletzten Tag des Testzeitraums wurde ein Durchschnittsverbrauch von 6,8 Litern/100 Kilometer im Display angezeigt. Gefahren wurde ein täglicher Weg zur Arbeit von 60 Kilometern mit 40 Prozent Stadt und 60 Prozent Schnellstraße/Stadtautobahn. Nach der Arbeit wurde etwa alle zwei bis drei Tage eine Fahrt zum Einkaufen oder zum Nachgehen eines Hobbys durchgeführt (Kurzstrecke, Stadt).” Die beiden haben allerdings auch eine längere Fahrt auf der Autobahn unternommen. Das war dabei der ungefähre Momentanverbrauch: “Bei 80 km/h betrug der Spritbedarf um die 4,5 Liter, bei 100 km/h um die 6 Liter, bei 120 km/h um die 6,5 Liter, bei 140 km/h um die 8 Liter und bei 160 km/h um die 10 Liter. Vor der längeren Fahrt lag der gesamte Durchschnittsverbrauch bei 6,5 Litern, nach dieser Fahrt dann bei 7,2 Litern."

Roberts Renegade hat etwas mehr geschluckt: “Im Alltagsmix von Stadt-, Überland- und Autobahnfahrten halte ich bei meiner flotten, aber durchaus vorausschauenden Fahrweise einen Verbrauch von 10 Litern auf 100 Kilometer. Erhofft hatte ich etwas weniger.” Diese Werte befinden sich für ihn aber noch im vertretbaren Rahmen: “Für die Leistung in Kombination mit dem Automatikgetriebe sowie dem Gewicht und Proportionen des Renegades finde ich es aber (noch) tragbar.

Dem schließt sich Martin an: “Die Verbrauchswerte sind in Ordnung. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Wagen durch die steil stehende und hohe Front wahrscheinlich den cw-Wert einer Wohnzimmerschrankwand hat.” Robert gibt jedoch noch zu bedenken: “Die Tankanzeige ist eine Katastrophe, denn sie ist sehr ungenau. Das letzte Viertel im Display ist ein gefühltes Achtel oder sogar weniger. Auch doof ist, dass keine Reichweite mehr angezeigt wird, sobald der Treibstofftank im roten Bereich liegt.”

Mit dem kleinen schwarzen Knopf wird der Renegade verschlossen Mit dem kleinen schwarzen Knopf wird der Renegade verschlossen

Schlüsselersatz Keyless-Go

Fummeleien mit dem Schlüssel gehören bei vielen modernen Autos der Vergangenheit an. Die meisten Fahrzeuge kommen heutzutage mit einem Keyless-Go-System. Auch der Renegade ist mit so einem Schlüsselersatz ausgestattet. Robert berichtet: “Das Keyless-Go System beim Jeep funktioniert absolut zuverlässig und tadellos. Man kann an das verschlossene Fahrzeug gehen und am Türgriff ziehen, als wäre es bereits aufgeschlossen. Das System reagiert äußerst schnell. Es ist nicht notwendig, ein oder zwei Sekunden die Hand an den Griff zu halten und zu warten bis das System reagiert.”

Martin und Christina sind ebenfalls von dem System überzeugt. Allerdings wird der positive Eindruck leicht von der Anordnung des Kofferraumschalters getrübt: “Das System funktioniert super und nach dem Einkaufen entfällt das ‘Herauskramen’ des Schlüssels. Was wir weniger gut fanden, war die Positionierung des Öffnungsschalters des Kofferraums über der Stoßstange. Da hätte uns der übliche Ort über dem Kennzeichen besser gefallen.”

Diesen Eindruck kann auch Levi bestätigen: “Ein Zündschloss sucht man vergebens. Keyless-Go übernimmt diese Funktion hervorragend. Wenn ich wieder mit meinem Auto unterwegs bin, werde ich diesen Komfort vermissen. Lediglich beim Kofferraum bin ich mir noch nicht ganz sicher, welcher Knopf den Wagen verriegelt.”

Auch Michael gefällt das System, der Schlüssel ist ihm aber zu groß: “Der Keyless-Zugang gefällt mir sehr gut. Der Schlüssel wird immer zuverlässig erkannt, sowohl beim Türöffnen als auch beim Starten des Motors. Ich werde dieses System vermissen. Was aber nervt, ist der überdimensionierte Funkschlüsssel, da ich diesen gewohnheitsmäßig immer in der Hosentasche trage. Dieser hätte ruhig etwas kleiner ausfallen können.”

Kopplung mit dem iPhone Kopplung mit dem iPhone

Konnektivität

Ein Smartphone oder Tablet hat inzwischen fast jeder dabei. Autofahrer von heute erwarten eine einfache Kopplung mit dem Fahrzeug. Im Renegade kann der Fahrer Handy-Funktionen unkompliziert über den Bordcomputer nutzen. Levi ist damit zufrieden: “Die Verbindung zwischen dem Renegade und dem Smartphone funktioniert einwandfrei und ist selbsterklärend: Über die Schnellwahltaste des Radios ‘Phone’ wählen, Telefon hinzufügen drücken und es folgen Anweisungen, wie die Verbindung gestartet werden kann. Ist das Handy verbunden, hat man leichten Zugriff auf die Anruferliste und auf das Telefonbuch.”

Testfahrerin Yvonne ist mit der Klangqualität zufrieden: “Mein Telefon war sehr schnell über Bluetooth mit dem Fahrzeug verbunden. Die Freisprecheinrichtung funktioniert tadellos. Ich bin gut zu verstehen und der Anrufer auch.” Das sieht Michael jedoch anders: “Von der Klangqualität war ich enttäuscht. Gespräche hörten sich leider etwas dünn und blechern an. Für kurze Telefonate ist das sicherlich noch ausreichend, aber für längere Unterhaltungen nicht wirklich zu empfehlen.”

Robert hatte generelle Probleme mit der Bedienung: “Die Sprachsteuerung ist nicht auf der Höhe der Zeit. Das fällt insbesondere dann auf, wenn man zum Beispiel andere Systeme wie die SYNC2 von Ford gewöhnt ist. So kann man weder das Navigationssystem damit bedienen, noch Befehle wie: ‘Kevin Mustermann anrufen’ verwenden. Stattdessen muss man sich dann auf dem kleinen Touchscreen durchs Telefonbuch durchklicken. Das dauert, nervt und lenkt vor allem vom Verkehr ab.”

Anzeige der Musikalben bei einem gekoppelten iPod Anzeige der Musikalben bei einem gekoppelten iPod

Soundanlage

Musikhören beim Autofahren hilft gegen Langeweile auf langen Strecken oder Frust im städtischen Stau. Doch wie kommen die Klänge in die Soundanlage des Renegade? Christina und Martin haben es ausprobiert: “Wir haben das Smartphone mit Bluetooth, USB und Klinke (Aux) verbunden und einen USB-Stick mit MP3-Dateien angeschlossen. Alles funktionierte einwandfrei. Einen CD-Spieler haben wir zu keiner Zeit vermisst. Praktisch ist der zweite USB-Anschluss, falls ein weiteres Smartphone mit Strom versorgt werden muss, während ein anderes als ‘Musikspender’ angeschlossen ist.”

Mit der Soundqualität waren die beiden zufrieden: “Der Klang des Radios ist in der Grundeinstellung sehr angenehm. Sowohl die hohen Töne als auch die Bässe wurden gut dargestellt.” Auch Yvonne hat Musik von ihrem Smartphone im Renegade abgespielt: “Über den Bildschirm kann man auswählen, ob die Musikdateien nach Alben oder Künstlern geordnet werden sollen. Hört man ein Album, wird auch das Cover im Bildschirm angezeigt. Die Lautstärke lässt sich einfach über die Knöpfe regeln, die hinten am Lenkrad angebracht sind. Der Klang ist zufriedenstellend – allerdings sind die Bässe etwas dumpf.” Michael ist mit dem Klang nicht voll zufrieden: “Der Sound im Jeep ist etwas dünn und blechern. Hier ist noch Luft nach oben.”

Levi ist von dem Radio enttäuscht: “Der Empfang außerhalb vom Stadtgebiet ist extrem schlecht. Es funktioniert zwar die Lokalfunktion, mit der eine Frequenz gesucht wird, die für den Sender in der Region am stärksten ist, jedoch schnarrt der Ton gewaltig oder es wird zeitweise gar nichts empfangen.” Das können auch Christina und Martin bestätigen: “Der Empfang von Radiosendern war nicht ganz optimal. Bei Tempo 130 sahen wir durch das Rauschen uns schon nach relativ kurzer Zeit genötigt, einen neuen Sender zu suchen.”

Das Frontlicht im Detail Das Frontlicht im Detail

Licht

Wie ist die Lichtanlage des Renegades? Levi ist mehr als zufrieden: “Von den 25W-Xenon-Leuchten bin ich begeistert. Sie sind um Welten besser als das Licht von Halogen-Linsenscheinwerfern.” Die Lichtassistenten beurteilt Levi so: “Der Fahrlichtassistent schaltet nicht ständig zwischen ‘An’ und ‘Aus’ hin und her. Der Fernlichtassistent schaltet sich für meinen Geschmack manchmal zu zögerlich ein. Ich vermute, dass er Reflexionen von Verkehrsschildern als Gegenverkehr erkennt. Manchmal schaltet sich das Fernlicht auch ein, wenn die eigene Fahrbahn und der Gegenverkehr durch eine Leitplanke getrennt sind. Kommt einem jemand auf der Landstraße entgegen, erkennt das System dies rechtzeitig und schaltet ab. Genauso gut erkennt es, wenn man auf den Verkehr vor einem auffährt.”

Bei Christina und Michael hat alles geklappt: “Wir haben das Licht auf ‘auto’ gestellt und das Ein- und Ausschalten (z. B. bei Tunneln) verläuft dann sehr schnell und zuverlässig. Die Kopplung der Nebelscheinwerfer als ‘Kurvenlicht’ bringt ebenfalls einen Sicherheitsgewinn und es macht ein echtes mitlenkendes Licht zumindest beim Abbiegen überflüssig.”

Die ersten beiden Zwischenberichte der 2. Runde lest Ihr hier:

Teil 1 zu Design, Innenraum und Kofferraum

Teil 2 zu Fahrverhalten, Antrieb und Fahrten im Gelände

 

Den letzten Zwischenbericht lest Ihr hier in den nächsten Tagen. Wenn Ihr ihre Erfahrungen mit denen der ersten Testfahrer vergleichen wollt, findet Ihr hier die Zwischenberichte der ersten Testphase.

Zwischenbericht zu erstem Eindruck, Motor und Antrieb

Zwischenbericht zu Fahrverhalten und Verbrauch

Zwischenbericht zu Assistenten und Konnektivität

Diesen Artikel teilen:
4 Kommentare
Avatar von hungryeinstein
Honda
21. April 2016 um 19:34:18 Uhr

Mensch dromeracer, wie hast Du den Wagen auf 10 Liter Verbrauch gekriegt? Ich bin ja auch nicht geschlichen, denke ich. ;)

Zitat:

@hungryeinstein schrieb am 21. April 2016 um 19:34:18 Uhr:

Mensch dromeracer, wie hast Du den Wagen auf 10 Liter Verbrauch gekriegt? Ich bin ja auch nicht geschlichen, denke ich. ;)

Was hattest du verbraucht ?

 

Also ich bin normal bis zügig gefahren. Und Autobahn um die 160km/h.

Also eben normal. Nicht besonders sparsam aber auch nicht besonders fordernd.

Avatar von hungryeinstein
Honda
22. April 2016 um 17:40:38 Uhr

Ich hatte 8,7 Liter Schnitt über 1.800 km. Da war natürlich auch Autobahn, also auch mal Vollgas und Gelände mit drin. Wobei bei der längeren Autobahn Tour bin ich eher bei 130 km/h geblieben, ging auch gar nicht schneller.

Zitat:

@hungryeinstein schrieb am 22. April 2016 um 17:40:38 Uhr:

Ich hatte 8,7 Liter Schnitt über 1.800 km. Da war natürlich auch Autobahn, also auch mal Vollgas und Gelände mit drin. Wobei bei der längeren Autobahn Tour bin ich eher bei 130 km/h geblieben, ging auch gar nicht schneller.

Na der eine Liter mehr bei mir resultiert dann wohl aus den 160km/h :)

Jeep auf MOTOR-TALK

Auf dieser Seite findet Ihr die spannendsten Einblicke, die neuesten Blogartikel, exklusive Fotos und Event-Ankündigungen rund um die Marke Jeep auf MOTOR-TALK.

Blogautor(en)
  • Jeep
Abonnenten (1485)

    1
    2
    3
    4
    5
    6
    7
    8
    9
    10
    11
    12
    XXL > 1420.02px XL 1300.02px - 1420px L 1000.02px - 1290px M 640.02px - 1000px S 480.02px - 640px XS 0 - 480px