Online: 3.702
ANZEIGE
Zwischenbericht zu Navi, Tempomat und weiteren Assistenzsystemen

Zwei Wochen waren fünf MOTOR-TALKer wieder mit dem Jeep Renegade unterwegs. Yvonne aka Yvonne0907, Levi aka intheair, Martin aka Meadow 69', Michael aka Sumnam und Robert aka dromeracer haben das SUV umfangreich im Alltag getestet. Hier lest Ihr, welche Erfahrungen sie mit Navi, Tempomat und weiteren Assistenzsystemen gemacht haben.

Die Anzeige im Infodisplay Die Anzeige im Infodisplay

Unsere Testfahrer kämen auch ohne Navi sicher ans Ziel, aber wenn es schon mal da ist, wird es auch getestet. Levi ist damit voll zufrieden: “Das Navigationssystem ist intuitiv bedienbar, die Eingabe ist simpel gehalten und auch POIs in der Nähe sind einfach zu finden. Die Darstellung der Umgebung und die Routenführung sind leicht verständlich und die Ansagen eindeutig.

Die Sprachsteuerung funktioniert einwandfrei. Das TMC ändert bei Verkehrsmeldungen zügig die Routenführung. Manchmal springt es während der Fahrt zu einer nächstbesseren Route, auch wenn man dann wahrscheinlich nur minimal Zeit spart.”

Yvonne gefällt das System ebenfalls: “Die aktuelle Karte ist sehr übersichtlich und toll beschriftet. Die Adresseingabe ist intuitiv – man kann keine Fehler machen. Die Anzeige im Bordcomputer ist groß und gut erkennbar und die freundliche Stimme ist gut zu verstehen. Das einzige Manko war, dass man relativ fest auf den Bildschirm drücken muss.”

Michaels Einschätzung zum Navi: “Die Eingabe des Zielortes, sowohl von Hand als auch über Spracheingabe, funktioniert gut und schnell. Die Zielführung war auch immer plausibel. Das Kartendesign sieht etwas altbacken aus, hier hätte ich von einem Auto aus 2016 etwas mehr erwartet.” Die Naviansagen gefallen ihm gut: “Die Musik läuft auf der rechten Seite weiter, die Navistimme ist dafür nur links zu hören. Obwohl beides parallel läuft, ist die Durchsage gut zu verstehen. Die Navistimme kann zudem getrennt in der Lautstärke geregelt werden.

Christina und Martin sind von der Position des Gerätes überrascht: “Der Einbauort des Systems hat den Vorteil, dass es bequem mit der Hand zu erreichen ist. Allerdings hat das den Nachteil, dass der Blick auf das Navi während der Fahrt nach unten gehen muss und somit nicht mehr auf die Fahrbahn gerichtet ist. Die wichtigsten Infos werden aber auch im Infodisplay eingeblendet.”

Die beiden wurden jedoch manchmal von dem Assistenten fehlgeleitet: “Es kommt jedoch gelegentlich auf der Autobahn zu kurzzeitigem Verlust des GPS-Signals. Zweimal hat das Navi versucht, uns auf schnurgerader, freier Strecke abfahren zu lassen und uns durch Orte entlang der Autobahn zu führen.” Das hat auch Robert erlebt: “Das Navigationsgerät hat öfter seltsame Routen berechnet und ist relativ un?exibel mit neuen Routen. Verfährt man sich, lässt es einen gern umdrehen. Auch mitten in der Stadt, wo es genug Alternativen gäbe.”

Anzeige der Rückfahrkamera beim Einparken Anzeige der Rückfahrkamera beim Einparken

Einparkhilfe

Der “Parkview”-Assistent hilft im Renegade beim Einparken. Mit dem System sind die Testfahrer zufrieden. Michael beschreibt die Funktionsweise so: “Die Einparkhilfe funktioniert, wie ich es auch von meinem Auto gewöhnt bin. Zusätzlich zu einem akustischen Warnton wird auch im Display des Cockpits der noch verbleibende Abstand visualisiert. Nachdem das Piepen in einen schrillen Dauerton übergeht und ein roter Halbkreis die nahende Kollision anzeigt, verbleiben aber noch etwa 30 Zentimeter Abstand zu dem ‘Störkörper’.”

Robert führt weiter aus: “Die Rückfahrkamera ‘Parkview’ zeigt einen sehr großen Bereich hinter dem Fahrzeug an. Das weitwinklige Bild ist zwar etwas verzerrt, aber mit Hilfe der eingeblendeten Linien kann man den Abstand zu Hindernissen auf wenige Zentimeter genau einschätzen. Einziger Kritikpunkt ist, dass sie immer ausgeklappt ist und somit verschmutzen kann und dementsprechend regelmäßig gereinigt werden muss.”

Auch Levi gefällt der Assistent, er hätte ihn sich jedoch noch umfangreicher gewünscht: “Die Einparkhilfe funktioniert wunderbar. Die optische Anzeige im Kombiinstrument ist absolut zuverlässig. Die Lautstärke ist optimal und der Dauerpiepton ertönt nicht zu früh. Vordere Sensoren vermisse ich dagegen beim Renegade.” Dem kann sich Yvonne anschließen: “Die Einparkhilfe arbeitet zuverlässig. Meiner Meinung nach könnten die Sensoren an der Seite etwas weiter reichen. Der Renegade ist durch die abfallende Schnauze vorn unübersichtlich. Deswegen würde ich mir dort auch Sensoren wünschen.”

Tempomat

Vom Tempomat ist Robert enttäuscht: “Der Assistent lässt sich zwar gut einstellen und aktivieren, doch nachdem man kurz die Bremse betätigt hat und wieder auf Reset geht, um auf die zuletzt eingestellte Geschwindigkeit zu erreichen, beschleunigt der Tempomat extrem langsam. Außerdem erscheint jedes Mal eine Meldung im Tachometer, dass der Tempomat nun wieder deaktiviert bzw. in Bereitschaft ist. Das nervt, da in dieser Zeit die anderen eingestellten Informationen nicht sichtbar sind.” Michael ist dieses Verhalten aufgefallen: “Der Tempomat beschleunigt sehr ruppig bzw. verzögert wenn man die Geschwindigkeit schrittweise erhöht oder erniedrigt. Möglicherweise liegt das aber an der Automatik. Ein ‘No-Go’ ist allerdings für mich ist, dass der Tempomat erst ab 40 km/h funktioniert. Ich bin auch viel in Tempo-30-Zonen unterwegs und nutze dort sonst immer den Tempomaten.”

Der Spurwarner zeigt an, wenn ohne zu Blinken die Spur verlassen wird Der Spurwarner zeigt an, wenn ohne zu Blinken die Spur verlassen wird

Spurhalteassistent

Michael wusste zunächst nichts von der Existenz eines Spurhalteassistenten im Renegade. Auf seiner ersten Fahrt macht er sich jedoch gleich bemerkbar: “Ich befand mich auf dem Beschleunigungsstreifen einer Autobahnauffahrt und das Auto hat beim Spurwechsel plötzlich gegengelenkt. Ich dachte im ersten Augenblick an Spurrillen. Erst beim Lesen der Bedienungsanleitung zu Hause wurde mir klar, dass der Spurhalteassistent aktiviert war.” Yvonne ging es ähnlich und sie hat dazu folgenden Tipp: “In der Stadt ist es sinnvoll, den Spurhalteassistent auszuschalten, da er tatsächlich dagegen lenkt, auch wenn man selbst nur einen kurzen Ausweichschlenker macht.”

Nachdem Michael sich mit dem System vertraut gemacht hat, gefällt es ihm gut: “Die Fahrspurbegrenzungen werden immer recht schnell gefunden und das Auto lenkt zum richtigen Zeitpunkt gegen. Das ‘Überlenken’, wenn man doch die Spur wechseln möchte, ist relativ leicht möglich, was ich als sehr positiv ansehe. Hier habe ich bei einem aktuellen VW andere Erfahrungen gemacht.”

Yvonne hat das System auch außerhalb des Stadtverkehrs ausprobiert: “Auf der Autobahn erkennt er die Fahrbahn gut. Wenn man die Spur ohne Blinker verlässt, wird dagegengelenkt und ein Warnton erklingt. In Baustellen, wenn es mehrere Fahrbahnmarkierungen gibt, erkennt er nicht automatisch die richtige Spur.” Robert rät deswegen zum Abschalten: “Der Spurhalteassistent funktioniert sehr zuverlässig und greift konsequent und doch recht stark ein. In einer Baustelle oder ähnlichen Situationen sollte man ihn daher lieber deaktivieren, sonst wird es auf Zweimeterspuren schnell gefährlich.”

Christina und Martin ist das nicht aufgefallen: “Auf der Autobahn haben wir an einer engen Baustelle den Assistenten geprüft. Unsere Befürchtung war, dass er Probleme haben könnte bei der engen gelben Markierung der linken Spur. Allerdings erfolgte hier kein Eingriff bei Geradeausfahrt auf der engen Spur.”

Die ersten drei Zwischenberichte der 2. Runde lest Ihr hier:

Teil 1 zu Design, Innenraum und Kofferraum

Teil 2 zu Fahrverhalten, Antrieb und Fahrten im Gelände

Teil 3 zu Verbrauch, Keyless-Go, Konnektivität, Sound und Licht

Die zusammenfassende Ergebnisseite findet Ihr hier in den nächsten Tagen. Wenn Ihr die Erfahrungen der zweiten Tester mit denen der ersten Testfahrer vergleichen wollt, findet Ihr hier die Zwischenberichte der ersten Testphase.

Zwischenbericht zu erstem Eindruck, Motor und Antrieb

Zwischenbericht zu Fahrverhalten und Verbrauch

Zwischenbericht zu Assistenten und Konnektivität

Diesen Artikel teilen:
1 Kommentar
Avatar von hungryeinstein
Honda
1. Mai 2016 um 08:20:04 Uhr

Wenn man einen Schlenker macht oder auf die Autobahn fährt sollte selbstverständlich geblinkt werden. Dann klappt es auch mit dem Spurhalteassistenten. Und da er sich erst oberhalb von 60 km/h in meinem Fahrzeug einschaltete, frage ich mich, wie er in der Stadt gegenlenken konnte. Leute, wie Fahrt Ihr denn? ;)

Habe mich über die Aussage mit dem Tempomaten gewundert, der funktionierte bei mir ab 32 km/h.

Jeep auf MOTOR-TALK

Auf dieser Seite findet Ihr die spannendsten Einblicke, die neuesten Blogartikel, exklusive Fotos und Event-Ankündigungen rund um die Marke Jeep auf MOTOR-TALK.

Blogautor(en)
  • Jeep

    1
    2
    3
    4
    5
    6
    7
    8
    9
    10
    11
    12
    XXL > 1420.02px XL 1300.02px - 1420px L 1000.02px - 1290px M 640.02px - 1000px S 480.02px - 640px XS 0 - 480px