Die ersten fünf MOTOR-TALKer Derk aka der_Derk, Dirk aka keksedoik, Frank aka WalkersAstra, Jörg aka hungryeinstein und Thomas aka tommyhome testen für die Community den Jeep Renegade. Sie sind seit etwa 1 1/2 Wochen unterwegs und konnten schon einiges an Erfahrungen sammeln. Im Zwischenbericht Nummer zwei geht es um das Fahrverhalten und den Verbrauch des Jeep Renegade. Fahrverhalten und ÜbersichtlichkeitEin entscheidendes Kriterium, ob das Fahrzeug einem zusagt oder nicht, ist das Fahrverhalten. Frank sagt dazu: “Der Renegade ist gut abgestimmt und fährt sich nicht zu hart, aber auch nicht zu schwammig. Die Kurven nimmt der Jeep gut. Selbst auf der Autobahn liegt das Fahrwerk stabil und ruhig auf der Straße und steckt manche Bodenwelle gut weg.” Einen Unterschied hat er bei der Sitzverteilung festgestellt: “Hier sind die vorderen ‘glatten’ Sitze mit dem geringeren Seitenhalt eher die Schwachstelle. Dort bekommt man schnell das Gefühl, die Fliehkraft würde über einen siegen.” Auch Derks 2,0-Multijet-Diesel-Renegade ist gut unterwegs: “Der Geradeauslauf ist untadelig, die Lenkung relativ direkt übersetzt, und die Seitenneigung in Kurven geradezu beeindruckend niedrig.” Diese Eigenschaften haben allerdings ihren Preis in Form einer recht harten Fahrwerksabstimmung: “Der Wagen liegt härter als mein BMW X3, und ungefähr auf dem Niveau eines tiefergelegten Toyota RAV4 XA2. Man wird schon kräftig durchgeschüttelt. Demgegenüber steht aber eine weitestgehende Unempfindlichkeit für Seitenwind und ein guter Geradeauslauf bei höheren Geschwindigkeiten.” Die Übersichtlichkeit ist hingegen sehr gelungen: “Man kann den Renegade in alle Richtungen gut abschätzen, wobei auch die großen Außenspiegel helfen. In Verbindung mit der direkten Lenkung hat man damit einen erstaunlich handlichen Stadtwagen.” AllradantriebWer will, kann mit dem Jeep Renegade abseits befestigter Wege unterwegs sein. Die MOTOR-TALK-Tester haben das natürlich ausprobiert. Dirk testet den 1,6-Mulitijet-Diesel mit 120 PS auch außerhalb der Stadt: “Auf Feld- und Waldwegen machte er einen recht guten Eindruck, aber sobald der Boden tiefer und schwerer wurde, erwies sich der Jeep schnell als untermotorisiert. Um einigermaßen vorwärts zu kommen, musste ich den Jeep im drehzahlhohen Bereich bewegen.” Tester Derk benötigt den Allradantrieb im Alltag hingegen nur eher selten: “Auf der Straße eignet sich nur die Einstellung ‘Auto’, da die Wahl der Programme ‘Snow’, ‘Sand’, ‘Mud’ und ‘Rock’ mit der Sperrung des Mitteldifferentialersatzes einher geht, was man auch in Form von Verspannungen bei Kurvenfahrten merkt.” Verbrauch“Der Normverbrauch des 2,0-Diesel mit 140 PS ist mit 5,1 Litern angegeben – und im Grunde genommen ist das auch erreichbar. Zumindest solange das Streckenprofil nicht ausschließlich aus Stadtverkehr und/oder Autobahn besteht.” So schätzt Derk den Verbrauch des Renegades ein. Er gibt aber zu bedenken: “Für einen SUV ist der Verbrauch in Ordnung, wenn auch nicht sensationell niedrig. Man merkt, dass gerade Autobahnstrecken den Verbrauch in die Höhe treiben – trotz gar nicht mal so hoher Drehzahlen.” Auch Jörg hat das erklärte Ziel, eine 6 vor dem Komma zu erreichen, verfehlt: “Der Durchschnittsverbrauch bei den bisher gefahrenen 760 Kilometern beträgt 7,8 Liter pro 100 Kilometer. Das sind 0,9 Liter über dem Prüfstandwert, eine Abweichung von 13 Prozent. Wobei ich da eine Menge getestet habe, was den Verbrauch nach oben treibt und nicht meiner regulären Fahrweise entspricht. Normal liegt mein Verbrauch bei 7,5 Litern auf 100 Kilometern, eine Abweichung von gerade einmal 0,6 Litern (7,2 Prozent) vom Normwert. Gut: Dem Motor des Renegades reicht Super Kraftstoff mit 95 Oktan, teures Super Plus ist nicht notwendig.” Der Bordrechner Für Derk scheint die Anzeige des Bordcomputers seines Diesels dagegen recht präzise zu sein: “Beim ersten Nachtanken nach 580 Kilometern – die Anzeige des 48-Liter-Tanks verkündet Reserve – passen exakt 40 Liter rein, was einem Verbrauch von knapp 6,9 Litern auf 100 Kilometern entspricht. Angezeigt werden 6,8 Liter – da kann man jetzt keine schummelnde Anzeige unterstellen.”
Die nächsten Zwischenberichte folgen in Kürze. Zum ersten Teil geht es hier. |









Sehr interessante Eindrücke.
Bin gespannt ob die Phase 2 Tester ähnliches feststellen
Der Verbrauch von 7,5l/100km (bei relativ normaler Fahrweise) ist doch für einen Allrad-170PS-Benziner mit dem cw-Wert einer rollenden Schrankwand schon fast sensationell niedrig. Da hatte ich mit deutlich mehr gerechnet.
Nur 0,6l Mehrverbrauch gegenüber der Labormessung (NEFZ) ist absolut ok. Da kenne ich andere Fahrzeuge, die diesen Wert mal so eben mit 30-40% überschreiten...
Mfg
Andi
Stimmt, unser Yeti (1.8TSI 4x4 160PS) schluckt 2 Liter mehr. Finde ich schon ordentlich.
Ich ärgere mich schwarz dass ich die Kisten nicht fahren konnte.
Wer hat eigentlich meinen Platz eingenommen?
Ich hoffe die- /derjenige hat sich mindestens genau so darüber gefreut wie ich?
Der Wert wäre wirklich absolut in Ordnung, jedoch hatte ich mich da noch auf den Bordcomputer verlassen, der recht zuverlässig einen halben Liter daneben lag.
Über die gesamte Distanz (1.800 km) bin ich bei 8,7 l/100 km (BC:8,2) gelandet, kein sooo schlechter Wert, da ich da auch viel getestet habe, auch im Gelände beispielsweise. Aber eben auch nicht so niedrig wie ausgewiesen.
Mit rund 8,5 l/100 km lässt sich der Wagen bewegen, bei ruhiger Fahrweise ein halber Liter weniger. Wer aber die Leistung auch gern mal nutzt und auf der Autobahn auch mal links fahren will, ist schnell im zweistelligen Bereich.
Moin Moin,
wer nimmt den bitte schön bei einer Diskussion den Verbrauch gem. Bordcomputer und nicht den realen errechneten???
Gruß, Werner
Nach meiner Erfahrung?
Die Meisten. Viele beherrschen nicht mal den Dreisatz um den Verbrauch zu errechnen.
Also verlassen sich die Leute auf den BC.
Das sind dann auch die Zeitgenossen, die weniger verbrauchen als der präparierte Wagen im Labor....
Ganz genau.