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Zwischenbericht zu Design, Innenraum und Kofferraum

Der Community Testdrive zum Jeep Renegade geht in die zweite Runde. Die nächsten fünf MOTOR-TALKer testen zwei Wochen lang das SUV. Hier erfahrt Ihr, was Yvonne aka Yvonne0907, Levi aka intheair, Martin aka Meadow 69', Michael aka Sumnam und Robert aka dromeracer zum Design, Innenraum und Kofferraum herausgefunden haben.

Der Jeep Renegade von der Seite Der Jeep Renegade von der Seite

Aussehen und Design

Mit dem Jeep Renegade fällt man auf der Straße auf, und das nicht nur wegen der teilweise sehr knalligen Lackfarben. Davon berichteten schon die Testfahrer in der ersten Runde des Community Testdrives. Auch in der zweiten Phase spielt zunächst das Aussehen des SUV eine große Rolle.

Testfahrer Robert ist vom Design begeistert: “Der Renegade hat Charme und Charakter und ist vom Äußeren keineswegs langweilig. Mir gefallen die Proportionen sehr gut. Die hohe, steile Front mit den großen runden, senkrecht stehenden Scheinwerfern geht angenehm in die steilstehende Windschutzscheibe über. Auch die Seitenlinie mit der ansteigenden Fensterlinie und den etwas nach außen stehenden hinteren Radhäusern ist sehr schön. Die recht kleine Heckscheibe sowie der kleine Heckspoiler mit den Rückleuchten gefallen mir ebenfalls. Nur das sportlich designte Doppelrohr des Auspuffs will nicht so richtig ins Bild passen.”

Das Rücklicht mit dem eingearbeiteten "X" Das Rücklicht mit dem eingearbeiteten "X" Martin und Christina dürfen den Renegade in ihrer Wunschfarbe Weiß testen. Nicht nur deswegen sind die beiden mit seinem Aussehen sehr zufrieden: “Die Front wirkt schön bullig und klassisch zugleich, die Seitenlinie mit der breiten C-Säule kräftig und maskulin. Uns gefällt besonders das Zusammenspiel von schwarzen Stoßfängern und Radkästen mit dem schwarzen Dach in Kontrast mit der weißen Karosserie. Die Gestaltung des Dachs wirkt sehr hochwertig. Wir würden uns jedoch wünschen, dass die Dachträger auch abnehmbar wären.”

Für Robert passt farblich alles gut zusammen: “Was mir an der Limited-Ausstattungsreihe gut gefällt ist, dass man sich bei der Farbgestaltung Gedanken gemacht hat. So passen die silber-chromfarbenen Außenspiegel zu dem silber-chromfarbenen Kühlergrill und auch die Dachzierleisten erstrahlen in derselben Farbe – das unterstreicht den stimmigen Auftritt des Renegades.” Er freut sich vor allem darüber, klassisches Jeep-Design wieder zu finden: “Der Hersteller hat es geschafft viele Merkmale des Ur-Jeeps modern in das Aussehen des Renegades einzuarbeiten. So hat der Frontgrill beispielsweise exakt sieben Reihen und die Scheinwerfer sind kreisrund. Die Rückleuchten sind nahezu quadratisch und haben ein helles „X“ eingearbeitet, was auf einen Kanister hindeuten soll – ein schön anzusehendes Design-Gimmik.”

Martin und Christina sind bei den Heckleuchten allerdings geteilter Meinung: “Ich finde die Idee mit den Lichtern in Anlehnung an die Benzinkanister sehr originell. Meiner Frau gefällt das dagegen nicht. Ihr Kommentar dazu: ‘Das sieht aus wie leuchtende Blümchen – soll das so sein?’”

Innenraum des Jeep Renegade

Blick auf das Lenkrad und die anzeigen für den Fahrer Blick auf das Lenkrad und die anzeigen für den Fahrer Nicht nur das äußerliche Design ist wichtig. Für besonders den Fahrer muss auch die Innenausstattung passen, denn er hat sie ständig im Blick. Testerin Yvonne ist damit sehr zufrieden: “Der Renegade sieht innen sehr hochwertig aus. Das Armaturenbrett hat einen weichen, strukturierten Überzug und fühlt sich sehr gut an. Die Bedienelemente lassen sich durch die etwas dickere Gummierung mit Struktur sehr gut greifen. Zudem haben sie eine tolle Größe und Anordnung.”

Auch Michael gefällt das Innere des SUV: “Trotz des vielen Hartplastiks macht der Innenraum einen hochwertigen Eindruck. Vor allem die roten Alu-Einfassungen der Luftaustrittsdüsen und um den Getriebewahlschalter setzen Akzente. Hier hätte ich mir allerdings gewünscht, dass auch die Umrandung des Navis rot ausgeführt worden wäre.”

Martin und Christina sind von den Feinheiten positiv überrascht: “Uns gefällt die Detailtreue – davon können sich andere Hersteller gerne etwas abschauen. Kleinigkeiten, wie der eingeprägte Schriftzug ‘Since 1941’ über dem Navi oder die Prägung um den Startknopf herum, zeigen, dass sich die Designer nicht nur mit der Ergonomie beschäftigt haben, sondern ein gewisses ‘Feeling’ rüber bringen wollten.”

Allerdings haben sie einen Kritikpunkt: “Die Instrumente und die Lautsprecher in den Vordertüren sehen so aus, als hätte man sie im Spielzeugladen eingekauft. Negativer ‘Höhepunkt’ ist das Tachometer: Dicke gekerbte Zierringe in schlimmster Plastik-Optik. Diese Elemente passen leider nicht in den sonst sehr stimmigen Innenraum. Wie es besser geht, sieht man nur wenige Blicke weiter an der Mittelkonsole: Hier werden die Schalter von schmalen Chromzierringen eingefasst, das Material sieht hochwertig aus und fasst sich auch so an.“

In die Lehnen ist der Grill eingeprägt In die Lehnen ist der Grill eingeprägt Das Design ist das eine. Viel interessanter sind Komfort und Platz im Innenraum für unsere Tester. Michael hat große Menschen zum Probesitzen eingeladen: “Vier Erwachsene, die größer als 1,80 Meter sind, haben gut Platz. Vor allem an der Höhe gibt es nichts zu meckern, auch nicht im Fond.”

Auch Testfahrer Levi ist zufrieden: “Auf dem Fahrerplatz sitzt man super. Die Sitzlehnenverstellung ist ein wenig hakelig. Dafür begeistert die elektrisch einstellbare Lordosenstütze. Die vorderen Sitze sind breit und bieten einen guten Seitenhalt und eine große Auflagefläche für die Beine. Die Beinfreiheit ist für ein 4,23 Meter langes Auto beachtlich. Selbst groß gewachsene Menschen haben gut Platz. Auf der Rücksitzbank sind allerdings die Gurte ungünstig angebracht, sodass sie manchmal in den Hals einschneiden.”

Auch Yvonne sitzt im Jeep sehr bequem: “Die Lederausstattung der Sitze fühlt sich gut an. Die Kopfstützen sind für mich in einer sehr angenehmen Position angebracht. Bei vielen Fahrzeugen sind diese zu weit hinten. Ich mag es allerdings, wenn man auch im Lendenwirbelbereich Einstellungen vornehmen kann – das geht beim Renegade leider nicht.”

Ein Kindersitz wurde per Isofix befestigt Ein Kindersitz wurde per Isofix befestigt Michael ist ein Unterschied zu seinem BMW aufgefallen: “Dass es im Jeep Renegade doch enger zugeht als in meinem 3er, merkte ich, als zum ersten Mal mein Sohn im Kindersitz mitfuhr. Dieser hatte deutlich weniger Beinfreiheit als im BMW und seine Füße stießen schon an die Lehne des Fahrersitzes.”

Zudem passt die Armlehne nicht ganz zu seiner Armlänge: “Beim Fahren kann ich meinen linken Arm nicht wirklich ablegen, da die Auflage dafür zu tief ist. Der obere Bereich ist sehr wulstig und würde sich zwar zur Armauflage anbieten, er ist aber leider zu hoch.”

Martins Frau Christina würde sich wünschen, dass die Schaltkulisse höher angeordnet wäre: „Meine Frau muss mit ihren 1,60 Metern Körpergröße den Sitz hochstellen. Sie hat dann aber beim Schalten das Problem, dass sie sich mit dem Oberkörper zum Schalthebel hinbeugen muss.”

Der Kofferraum reicht für einen normalen Einkauf aus Der Kofferraum reicht für einen normalen Einkauf aus

Kofferraum

Der Jeep Renegade ist vom Kofferraum her eher ein Stadtwagen für den Alltag und weniger ein Reisemobil oder für Ausflüge mit viel Gepäck geschaffen. So lassen sich die Erfahrungen der MOTOR-TALKer zusammenfassen. Levi meint: “Der Kofferraum ist maximal für einen Zweipersonenhaushalt ausreichend. Mit einer Kleinfamilie und einer Fahrt in den Urlaub ist der Wagen überfordert. Aber auch wenn ich alleine unterwegs bin und eine Werkzeugkiste dabei habe, wird es dann beim einem Sechserträger Wasser und einer Kiste Bier schon eng.” Yvonne stieß nach dem Supermarktbesuch an die Grenzen: “Der Wochenendeinkauf in zwei großen Beuteln und die Fußballtasche meines Sohnes passten rein. Aber als wir dann noch gestapelte Blumenkästen einpacken wollten, war für die Tasche kein Platz mehr. Für einen Urlaub zu viert, der länger als eine Woche dauert, ist der Renegade definitiv nicht geeignet.”

Für Michaels Ansprüche ist der Kofferraum zwar zu klein, er sieht das Platzproblem aber differenzierter: “In den Kofferraum des Jeeps passt gerade einmal mein Hundereisebett hinein. Die Grundfläche ist dann bereits zu 100 Prozent ausgefüllt. Da ist selbst in meinem 3er BMW mehr Platz. Aber der Renegade ist auch nur so groß wie ein aktueller Golf und der hat ja bekanntlich auch keinen riesigen Kofferraum. Menschen ohne Hund, Kind und Kinderwagen kommen sicherlich ganz gut damit aus.”

Blick in den Kofferraum, wenn die Rückbank umgeklappt ist Blick in den Kofferraum, wenn die Rückbank umgeklappt ist Der Ladeboden des Renegade lässt sich allerdings variabel verstellen und an verschiedene Bedürfnisse anpassen. Robert dazu: “Positiv zu bewerten ist der doppelte Ladeboden. Klappt man die Sitze hinten um und stellt den Boden auf die obere Position fest, entsteht eine nahezu ebene Ladefläche. Leider lässt sich die Sitzfläche der Rücksitzbank nicht nach vorn klappen.”

Levi fährt den Renegade Trailhawk mit den herausnehmbaren Dachmodulen. Das sorgt bei schönem Wetter für tolle Ausblicke, hat aber einen Haken: “Wenn sich die Dachteile in dem Fach unter dem Kofferraumboden befinden, lassen sich die Sitze leider nur zum Teil umlegen.”

Michaels Fellnase kam die modular umklappbare Rückbank sehr gelegen: “Wenn man die mittlere Armlehne der Rücksitzbank herunterklappt, entsteht ein offener Spalt zum Kofferraum. Das ist erst einmal ungewohnt, aber so konnte der Hund, auch wenn er lag, seine Menschen vorn beobachten. Ich glaube, ihm hat es gut gefallen.”

Den nächsten Zwischenbericht unserer zweiten Testgruppe lest Ihr hier in den nächsten Tagen. Wenn Ihr ihre Erfahrungen mit denen der ersten Testfahrer vergleichen wollt, findet Ihr hier die Zwischenberichte der ersten Testphase.

Zwischenbericht zu erstem Eindruck, Motor und Antrieb

Zwischenbericht zu Fahrverhalten und Verbrauch

Zwischenbericht zu Assistenten und Konnektivität

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3 Kommentare
Avatar von der_Derk "Relax-Ing."
Smart
14. April 2016 um 13:31:54 Uhr

Interessant, wie unterschiedlich der Sitzeindruck ausfällt... Wobei, wenn ich das so vergleiche hatte ich die Lehne auch steiler eingestellt.

Zitat:

@der_Derk schrieb am 14. April 2016 um 13:31:54 Uhr:

Interessant, wie unterschiedlich der Sitzeindruck ausfällt... Wobei, wenn ich das so vergleiche hatte ich die Lehne auch steiler eingestellt.

Auf welchen Punkt beziehst du das ?

Ich saß am Anfang auch sehr aufrecht und ziemlich weit vorn, da bin ich dann aber ständig mit dem Knie gegen die Verkleidung auf Höhe der Klimabedienung gekommen. Ich bin dann ein Stück nach hinten gerutscht und dann saß ich ingesamt entspannter.

Avatar von der_Derk "Relax-Ing."
Smart
15. April 2016 um 16:00:52 Uhr

Hab' mich jetzt an dem orientiert, was auf den neuen Bildern zu sehen ist. Ich fahr' lieber mit etwas aufrechterer Sitzposition, allerdings habe ich dann auch den Nachteil gehabt, dass die nicht verstellbare Kopfstütze für meinen Geschmack zu dicht sitzt. Mehr Lehnenneigung macht's entspannter, stimmt, dann kommt auch die Lordosenstütze langsam wieder in die Region, in der sie sein sollte. Aber dafür schwindet mein Gefühl für's Fahrzeug,

 

Daher war ich dann mit der Sitzqualität halt auch nicht so wirklich zufrieden ;).

Platz und Seitenhalt genügen, aber ich würde gerne anders sitzen als das Mobiliar es erlaubt.

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