Kasten, Pritsche, Tourer, kurz, mittel oder lang, flach, mittel oder hoch, gezogen, geschoben oder allradgetrieben, geschaltet oder automatisch, als Diesel und ab 2019 auch noch elektrisch - der Sprinter ist multifunktionaler denn je. Seit Juni ist die dritte Generation auf dem Markt. Das wichtigste Modell bleibt der Kasten. Dank der boomenden Online-Geschäfte ist er gefragter denn je. Die Kasten-Variante mit dem neuen Frontantrieb nimmt deshalb vor allem die Kurier-, Express- und Paket-Dienstleister (KEP) ins Visier. Hier dürfen im Vergleich zum Heckantrieb bis zu 50 Kilogramm mehr geladen werden. Außerdem ist die Ladekante um acht Zentimeter niedriger als bei den heckangetriebenen Modellen. Wer täglich ein paar hundert Mal ein- und aussteigt, merkt den Unterschied am Abend im Rücken. Natürlich soll auch der günstigere Preis die Unternehmen überzeugen, den Kasten mit Frontantrieb zu ordern. Bei gleichem Ladevolumen (9,5 Kubikmeter) ist er über 2.380 Euro brutto günstiger. Mit Mercedes PRO Connect perfekt vernetztFür eine weitere Steigerung der Wirtschaftlichkeit bietet Mercedes-Benz Vans seinen Kunden das Flottenwerkzeug „PRO Connect“ an. Es ist Teil eines Mobilitätsdienstleistungsangebots. Ziel ist, den Arbeitsalltag leichter und papierloser zu gestalten, indem zum Beispiel Flottenmanager und Fahrer Zugriff auf Fahrzeugstatus, Wartungs- und Reparaturmanagement oder ein digitales Fahrtenbuch erhalten. Das digitale Angebot wird baukastenartig offeriert. Je nach Bedarf und Größe der Flotten sowie der Finanzkraft des Kunden gibt es acht maßgeschneiderte Pakete. Der Flottenmanager hat seinen gesamten Fuhrpark stets im Blick, weiß dank GPS-Tracking jederzeit, wo sich die Fahrzeuge befinden. Er sieht, ob ein Sprinter mit niedrigem Tankfüllstand oder zu wenig Luftdruck unterwegs ist, ob die Batterie schwächelt oder Öl fehlt und kann den Fahrer informieren. Das geschieht entweder über eine App-Funktion an das Smartphone des Fahrers oder wird als Nachricht direkt ins Fahrzeugsystem gesendet. Auch zusätzliche Fahrtaufträge können leicht aufs Smartphone des Fahrers übertragen werden. Die Adresse lässt sich als Sprachbefehl über das neue MBUX-Multimediasystem (Mercedes-Benz User Experience) ins Navigationssystem eingeben. Alternativ spielt der Flottenmanager die Adresse direkt ins System. Als Besonderheit verfügt MBUX über das Adresssystem „what3words“. Es benötigt keine Straßennamen oder Postleitzahlen, sondern nutzt ein Koordinatensystem, das jeden Fleck der Erde in 3 mal 3 Meter große Felder aufteilt und jedem Feld drei Worte als Adresse zuordnet. Es genügt also, diese drei Worte zu sagen, schon ist die Adresse gesetzt. Ein geniales System, das zum Beispiel auf unübersichtlichen Großbaustellen hilft, wo der Sprinter metergenau zum richtigen Platz gelotst werden kann.
Komforteinstellungen per SprachbefehlApropos Kommunikation: MBUX hilft auch in anderen Fällen. Die Ansage: „Hey Mercedes, ich habe Hunger!“ lässt das System zum Beispiel Vorschläge mit Restaurants in der Nähe auflisten. Die Befehle „Schalte die Sitzheizung an“ oder „Stelle den Radiosender XYZ ein“ oder „Verbinde mich mit Kontakt ABC“ funktionieren ebenfalls. Das gleiche System ist in der neuen A-Klasse erhältlich. Auf Pkw-Niveau ist auch die Auswahl an Sicherheitssystemen. Das Angebot reicht vom radarbasierten Abstandsassistenten DISTRONIC über den aktiven Brems-Assistenten, die Verkehrszeichenerkennung Traffic Sign Assist und den aktiven Spurhalteassistenten bis zum Aufmerksamkeitsassistenten ATTENTION ASSIST. Den wichtigen Seitenwindassistenten gibt’s serienmäßig. Das Park-Paket mit 360-Grad-Kamera kostet zwar Aufpreis, erspart aber sicher manch teuren Rangierrempler. Zu den vielen guten Ideen im Sprinter gehört außerdem das Wet Wiper System mit Regensensor. Dabei wird das Wischwasser direkt aus dem Wischerarm vor den Wischer gespritzt, was das Trockenwischen und Verkratzen der Scheibe verhindert und sofort für gute Sicht sorgt. Fahrer und Passagiere sind im Sprinter auf Wunsch always on. Dafür sorgt ein optionaler Wi-Fi-Hotspot und USB-Lademöglichkeiten (im Tourer an jeder Sitzreihe) für Smartphone, Laptop oder Tablet. Technische DatenNutzfahrzeug als Kastenwagen, Kombi, Pritsche oder Fahrgestell mit Einzel- oder Doppelkabine, Heck-, Front- und Allradantrieb
Die kräftigere Variante
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Der neue Transporter ist variabel wie nie
Mercedes-Benz Sprinter: Total vernetzt und in über 1700 Varianten zu haben
Die Zeiten, in denen man nur zwischen vier Außenfarben, drei Sitzpolstern und zwei Motoren wählen konnte, sind Geschichte. Heute ist Individualität gefragt. Ein Wunsch, den Mercedes-Benz Vans seinen Kunden mit der dritten Sprinter-Generation besonders umfangreich erfüllt. 17 Kubikmeter Ladevolumen, ein Tonnage-Spektrum bis 5,5 Tonnen, 3,5 Tonnen Anhängelast, ein Zuggesamtgewicht von bis zu 8,75 Tonnen. Dazu vier Fahrzeuglängen, drei Fahrzeughöhen und Radstände, drei Antriebskonzepte als Kasten-, Kombi- oder Pritschenwagen, mit 1 bis 20 Sitzplätzen. Der neue Sprinter bietet mehr als 1.700 Varianten. Und total vernetzt ist er auch noch.
von MOTOR-TALK am 13.09.2018 um 16:37
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Deine Antwort auf "Mercedes-Benz Sprinter: Total vernetzt und in über 1700 Varianten zu haben"
Ein Freund ist Paketfahrer. Der freut sich über jeden Zentimeter weniger Ladebodenhöhe, wenn er jeden Tag über 100 Pakete mehrmals rein-und rausschleppt. Ist der E-Sprinter eigentlich auch tiefer?