Dr. Michael Hajesch: Unser Unternehmen hat seinen Sitz in München und ist ein Joint Venture der Automobilhersteller BMW Group, Daimler AG, Ford Motor Company sowie des Volkswagen-Konzerns mit Audi und Porsche. Die Hersteller verfolgen das gemeinsame Ziel, eine High-Power-Charging-Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zu schaffen. Selbstverständlich können Fahrzeuge aller Marken mit CCS-Stecker bei IONITY aufladen. MT: Was kostet der IONITY Strom? Hajesch: Seit dem 1. September 2018 bieten wir europaweit eine Flatrate an – für acht Euro pro „Charging Session“ kann also an einem unserer Ladeparks einmal vollgetankt werden. In Deutschland bezieht IONITY den grünen Strom übrigens von Ökostromanbieter Polarstern. MT: Wie wird bezahlt? Hajesch: Sie loggen sich mit Ihrem Smartphone ein, abgerechnet wird nach einmaliger Registrierung. Bargeld oder eine Kreditkarte werden für die Acht-Euro-Flatrate nicht benötigt. Für Businesskunden gibt es außerdem individuelle Abrechnungsangebote. MT: Wie lange dauert es, mein Elektrofahrzeug bei IONITY aufzuladen? Hajesch: Das hängt von Ihrem Fahrzeug ab. Schon in zwei Jahren gibt es Fahrzeuge, die 350 kW laden können. Dann gilt die Faustformel, dass in 5 Minuten Energie für 100 Kilometer geladen werden kann. Um 400 Kilometer Reichweite zu tanken, benötigt man also nur noch 20 Minuten Zeit. Ideal für eine kurze Rast und einen leckeren Kaffee. MT: Kann jedes Elektroauto an den IONITY Schnellladestationen Strom tanken? Hajesch: Alle Fahrzeuge mit dem europäischen Ladestandard Combined Charging System (CCS-Stecker) können an unseren Stationen laden - gleichgültig ob Pkw oder Transporter. MT: Wo stehen die Ladesäulen von IONITY? Hajesch: Unsere Ladestationen werden an den Hauptachsen der Autobahnen ausgebaut. In Deutschland kooperieren wir mit dem Partner Tank & Rast. Bis 2020 werden wir 400 Schnellladestationen installiert haben – davon 340 in der Europäischen Union, davon 100 in Deutschland. Alle 120 Kilometer gibt es dann Ladestationen mit bis zu sechs Ladesäulen. |
Dieses Vorgehen ist zwar lobenswert, aber zum Scheitern verurteilt, weil die momentane Batterietechnik noch zu teuer ist und man nichts über Langzeiteinsatz im Alltag weiß. Außerdem ist sie versteckt umweltschädigend hoch fünf.
- Zum Scheitern verurteilt? Hast Du da Beweise? Glaubst Du, die stecken so viel Geld da rein, wenn schon der Laie glaubt, dass es scheitert ?
- Es geht um die zukünftigen Batterien, nicht um den aktuellen Zustand
- Wieso werden die Batterien, die in der Zukunft mit 350kW geladen werden können, umweltschädigend sein ??? Weißt du denn, wie die produziert werden ?
Die Technologie schreitet rasch voran.
Und so nebenbei: Durch Öl entstehen Kriege, werden Menschen erschossen, Tankerunfälle haben viele Tiere getötet, viele Strände verseucht, täglich gibt es irgenwo Ölspuren auf STraßen,.......
Wie schädlich ist das denn ?
In 10 Minuten Energie für 300 km laden - das ist ja noch besser. Aber die ersten Fahrzeuge, die mit 350 kW laden können, ziehen sicher mehr als 20 kWh/Std. Der Erste wird wohl 2020 der Porsche Taycan sein.
So traurig diese Suv Entwicklung ist.
Aber an den teuren fahrzeugen verdient die Industrie am meisten und so sorgen diese Fahrzeuge für einen schnellen Ausbau eines leistungsfähigen Netzes.
Die günstigen E-Autos kommen dann hinterher.
Lassen wir mal die Folgen und angebliche Umwelt-Unverträglichkeit von Verbrennungsmotoren kurz außer Acht.
Die Öko Bilanz von Elektrisch mit Batterien versorgten Kfz ist nachweislich (Siehe Untersuchungsberichte) grottenschlecht. Der ganze Hype darum Kundenblenderei. daran wird so bald auch zukünftige Batterietechnik (bezahlbare) nichts ändern. Was ist mit der Entsorgung verbrauchter Zellen? Geht wahrscheinlich auch nach dem Motto: Die Hauptsache, die westliche Welt ist sauber, den Müll entsorgen wir wo anders. Wer zahlt da die Zeche?
Es ist erstmal geplant die Batterien einem 2. Leben in Hausspeichern zuzuordnen.
Da können sie mind. weitere 15 Jahre arbeiten.
In der Zwischenzeit wird man eine Recycling Lösung gefunden haben.
Man kann ja auch wirklich nicht alles gleichzeitig schaffen.
Außerdem wird sich die Batterietechnik noch mal ändern.
Nun, in der Zeit wird sich die Wasserstoff-Technik so weit entwickelt haben, dass niemand mehr ernsthaft ein batterie-gepowertes Kraftfahrzeug haben will. Dafür müsste man nur bestehende Tankstellen umrüsten und nicht die Landschaft mit Kabeln oder Windrädern und Ladesäulen verschandeln , wobei letztere auch noch Gefahr laufen, per Vandalismus unbrauchbar zu werden.
IONITY hat ein "kritisches" Abrechnungsmodell und neigt tendenziell dazu für das "Notladen" da zu sein. Das Modell protegiert die wenigen Hochleistungsfahrzeuge a lá PORSCHE & Co. und straft die Masse der kleinere eFahrzeuge durch überhöhte Preise ab. Es gibt jedoch Alternativen. So baut z.B. ALDI Süd an der klassischen Autobahnroute im Süden ebenfalls ein Ladenetz auf:
ALDI SÜD: " Im Sommer 2018 erhalten 28 weitere ALDI SÜD Filialen eine Schnellladestation. Das Besondere daran: Diese liegen im Abstand von maximal 160 Kilometern. Sie sind über das ganze ALDI SÜD Gebiet verteilt und ganz nah an den wichtigsten Autobahnen. Von der A3, der A5, der A6, A7, A8 und der A9 kann man so in maximal fünf Minuten eine ALDI SÜD Filiale mit Elektrotankstelle erreichen. Damit man nach dem Reiseproviant-Einkauf und einem leckeren Fairtrade-Kaffee aus unserem Kaffeeautomaten zügig weiterfahren kann, geht das Aufladen an den neuen Ladesäulen besonders schnell. Dank 50 kW-Leistung bekommt ein E-Auto in 30 Minuten bis zu 200 Kilometer Reichweite."
Aber natürlich ist es schön, dass es IONITY gibt, denn auch für den Fall des Notladens gilt: Besser teuer Notzuladen ... als NIX zum Laden vorzufinden.
IONITY ist auch mehr auf die eZukunft ausgerichtet, da es den CCS-Stecker betont:
"Hajesch: Alle Fahrzeuge mit dem europäischen Ladestandard Combined Charging System (CCS-Stecker) können an unseren Stationen laden - gleichgültig ob Pkw oder Transporter."
Im aktuellen derzeitigen Fahrzeugbestand ist dieser Standard noch wenig vertreten; aber auch bei manchen neuen Fahrzeugen ist mehr der "Typ 2" vertreten, als CCS. Der neue LEAF hat als Schnellader z.B. CHADEMO. ALDI Süd hat Multistecker-Ladesäulen, die mehrere Standards aufnehmen. Bei IONITY weiß ich es nicht; eine Erläuterung ist im Artikel nicht zu entnehmen.
Die Ladestandards befinden sich noch in der globalen Wettbewerbsphase. Der Krieg der Stecker dauert noch an. Daher sind Multistecker-Säulen im Bereich der Autobahnen eine gute Entscheidung. ALDI Süd lebt es so. Ob IONITY es lebt ?
In CHINA wird noch ein anderer Stecker-Standard aus Taufe gehoben.:
https://www.electrive.net/.../
Leider scheint sich in China nicht CCS durchzusetzen.
Stecker-Normen sind in Zukunft kein Problem mehr. Der Universalstecker mit Systemadapter ist schon fertig. Große und kleine Autos, SUV und LKW - alles Wurscht. Die Innovationsgeschwindigkeit ist so gigantisch, dass sie schon wieder als Bremse wirkt. Auf die Investitionen, denn keiner will in eine Technik investieren, die drei Jahre später schon eine Episode der E-Entwicklungsgeschichte darstellt. Laderoboter, Induktion, Laser-Laden. Und das in wenigen Jahren lokal aus dem 3d-Drucker angepasst, wo was fehlt wird nachgedruckt. Alles nur noch eine Frage von Software - und die auch noch auf jedem Handy verfügbar. Leute, wir sind grad im Auge des Hurricans.
Nachtrag zur Wasserstoff-Technik: keine Ladesäulen notwendig ausser evtl. die heimische, keine Steckernirmprobleme und kleinere Batterien, die länger halten. Nochmals: Tankstellen umrüsten ist billiger als Ladesäulen samt Versorgunngskabeln zu installieren.
Das interessiert aber keinen. Die Tankstellen gehören den Ölkonzernen und die haben daran nicht das geringste Interesse.
Zur Zeit kostet ein Ladepunkt samt Installation ca. 1700 Euro, Tendenz rapide fallend.
Versorgungskabelprobleme gibt es auch nur partiell, da die Infrastruktur für die nächsten 5 Jahre völlig ausreichend ist und erst nach Bedarf angepasst werden muss. Die Investitionen sind marginal und werden bereits zum Teil von privaten Investoren oder Marktbeherrschenden Unternehmen im voraus gestemmt.
Deine Antwort auf "Bei uns kostet Volltanken pauschal acht Euro"
Verstehe die Rechnung nicht:
Den e-Golf fährt man so bei 120km/h mit unter 20kWh/100km, auch im Winter.
Wenn in Zukunft Fahrzeuge mit 350kW laden können, dann haben sie pro 5 Minuten
5/60 * 350kWh = 29,2 kWh geladen, also für rund 150 km Energie.
Also kann man in ein paar Jahren bei 350kW in 10 Minuten für 300km laden.