Online: 5.778
ANZEIGE
Was verbraucht der Fiat 500X und wie fährt er sich?

Der Verbrauch interessierte die Testfahrer Günter, Karin, Jens, Wiebke und Thomas sehr. Je nach Motorisierung und ob sie einen Benziner oder Diesel fuhren, wichen die Ergebnisse voneinander ab. Lest selbst.

Verbrauch des Fiat 500X

Thomas tankt voll Thomas tankt voll Der Verbrauch des kleinen roten Flitzers hält sich sehr im Rahmen, sofern man im Verkehr mitschwimmt. Auf der Autobahn nahm er sich bei Tempo 80 4,6 Liter, bei 100 km/h 5,4 Liter, bei 120 km/h gab es ein Schnapsgläschen mehr, hier lag ich bei 5,7 Liter. Mit 18-Zoll-Winterreifen bestückt und angesichts der hohen Bauform des 500X finde ich das bei 2 Litern Hubraum und 140 PS unter der Haube einen guten Wert. [...] Bei einem kleinen Zwischensprint auf der Autobahn (A9 Berlin-Nürnberg) brachte der rote Matchboxfeuerwehrwagen es auf 211 km/h (Anzeige laut Tacho). Der dadurch angewachsene Durchschnittsverbrauch war mit ca. 9,2 Litern mit Vollgasanteilen sehr moderat,“ schreibt Thomas. Er fuhr den den Fiat 500X Cross PLUS 2.0 MultiJet 4X4 mit 140 PS, einen Diesel Automatik.

Wiebke ist ihren 500X sparsam gefahren Wiebke ist ihren 500X sparsam gefahren Wiebke testete den Verbrauch des Fiat 500X 1.6 MultiJet Lounge mit 120 PS, einem Diesel mit Schaltgetriebe, auf einer Fahrt nach Kiel: „Da bin ich gefahren, wie es der Verkehr hergab, d. h. auf einigen Strecken auch Vollgas mit übrigens maximal 195 km/h. Hier die Zahlen dazu: 343,3 km, 3,13 Stunden, Durchschnittsgeschwindigkeit 106 km/h, Durchschnittsverbrauch 6,9 Liter.

Interessant jetzt die Rückfahrt am Sonntag. Bei etwas weniger Verkehr bin ich maximal 135 km/h mit Tempomat gefahren: 338,7 km, 3,14 Std., Durchschnittsgeschwindigkeit 104 km, Durchschnittsverbrauch nur noch 5,6 Liter.“ Im Stadtverkehr hatte Wiebke einen höheren Verbrauch. Selbst in den Ferien und ohne Stau:

Fahrstrecke hin und zurück 41,7 km
Fahrzeit 1 Stunde 27 Minuten
Durchschnittsgeschwindigkeit 28 km/h
Durchschnittsverbrauch 6,1 Liter

Jens ermittelte die Verbrauchswerte bei Tempomat-Fahrten in der Stadt und auf der ersten Fahrt von Berlin nach Leipzig. Er fuhr den Fiat 500X Cross 1.4 MultiAir mit 140 PS, einen Benziner mit Schaltgetriebe:

Geschwindigkeit Verbrauch Sonstiges
80 km/h 5,6 l/100km mit Tempomat
100km/h 6,9 l/100km mit Tempomat
120km/h 8,1 l/100km mit Tempomat
Stadt 7,9–8,9 l/100km -----
Durchschnitt 120km/h 9,7 l/100km Berlin-Leipzig

Karin überprüfte die Angaben des Bordcomputers auf die konventionelle Art und Weise. Sie fuhr den Fiat 500X Cross Plus 2.0 MultiJet mit 140 PS (Diesel, Automatik): „Nach exakt 510 km tankten wir das Fahrzeug, das uns vollgetankt übergeben worden war, erneut auf, um den realen Verbrauch zu ermitteln. 38,38 Liter passen in den Tank, was einem Durchschnittsverbrauch von 7,53 l/100km entspricht. Der Bordcomputer zeigte jedoch nur 7,0 l/100km an, obwohl wir ihn bei der Abfahrt zurückgesetzt hatten. Das ist aus meiner Sicht eine heftige Abweichung. Soll da dem Fahrer ein sparsamerer Verbrauch vermittelt werden? Zur Info: Wir hatten für die 510 km bedingt durch zwei Staus 5:30 Stunden gebraucht und waren mit einer Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h unterwegs, da uns sonst die Fahrgeräusche zu laut gewesen wären.“

Insgesamt jedoch ein positives Fazit von ihr: „Ansonsten hat uns die Fahrt Spaß gemacht, da der 140-PS-Diesel zusammen mit der 9-Stufen-Automatik eine sehr entspannte Fahrweise ermöglicht. Langstreckentest bestanden!

Fahrmodi beim 500X mit Schaltgetriebe

Jens hat sich Gedanken zu den Fahrmodi ‚Auto’ und ‚Sport’ des Schalt-Benziners gemacht:

Jens' roter Fiat 500X Jens' roter Fiat 500X 140 PS aus 1,4-Liter-Turbo aufgeladen. Im ECO-Modus wirken die 140 Pferdchen auf mich wie an die kurze Leine gelegt, da der Gaspedalweg doch recht lang ist und anfänglich nicht viel passiert. Erst nach einem beherzten Tritt auf dasselbe geht er dann nach vorn. Im Modus ‚Sport’ – das Gaspedal reagiert hier sehr prompt – ist er mir für ein Mini-SUV dann fast schon zu giftig: Man ist gerade bei den Modellen mit Handschalter fleißig am Schalten. Vom Spritverbrauch in diesem Modus mal ganz zu schweigen. Eine Kombination aus beiden Fahrprofilen wäre optimal und würde besser zum 500X passen. Sinnvoll und hilfreich dagegen ist der Modus Traktionskontrolle für schwierige Bodenverhältnisse. Im unteren Drehzahlbereich merkt man natürlich den fehlenden Hubraum. Bis zum Einsetzen des Turbos will es nicht so recht vorwärts gehen. Wenn man flott aus dem Drehzahlkeller beschleunigen will, ist Runterschalten angesagt oder Geduld haben. Wenn man in der Stadt unterwegs ist kann man aber gut im unteren Drehzahlbereich fahren und schon bei 2.000 U/min in den nächsthöheren Gang schalten. Auch ein Fahren kurz über der 1.000-U/min-Marke ist problemlos möglich.

Das 6-Gang-Getriebe lässt sich leicht schalten, aber eine präzisere und knackigere Führung wären wünschenswert. Manchmal landete ich im falschen Gang. Auffallend waren deutlich vernehmbare Lastwechselgeräusche aus dem Antriebsstrang im unteren Drehzahlbereich. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich mich wohl doch eher für die Kombination aus Diesel und Automatik entscheiden.

Handling

Angenehm überrascht war ich von der Straßenlage und vom Handling. Nix von schwammig wie es SUV gern einmal haben, sondern schön straff und in der Kurve kaum Seitenneigung. Bremsen packen gut zu. Geräuschentwicklung in der Stadt kaum zu merken und sehr angenehm“, schreibt Jens.

Fahrwerk

Wie die vorherigen Testfahrer kamen auch die fünf Tester aus Phase zwei zu der Erkenntnis, dass das Fahrwerk des 500X sportlich ist: „Der erste Eindruck des Fahrwerks in der Stadt, aber auch auf der Autobahn war sportlich bis straff. Bedingt durch die 18-Zöller? Ich war etwas überrascht, hatte ich doch aufgrund der Bauweise und der scheinbaren Familientauglichkeit erwartet, ich würde auf einer Sänfte nach Hause getragen werden“, meint Thomas.

Wiebkes 500X Wiebkes 500X Zum Fahrwerk muss man nicht viele Worte verlieren. Knackig und straff und auf allen Untergründen, die ich bis jetzt gefahren bin, vom Asphalt über das Kopfsteinpflaster bis zum leichten Gelände, überzeugend und jederzeit souverän. Man kann mit dem Fiat sowohl sportlich die kurvenreiche Landstraße erkunden als auch Off-Road abseits der Straße die Landschaft erfahren. Die Lenkung ist bei schneller Fahrt schön straff und direkt und beim Einparken und Manövrieren schön leichtgängig. Bremsen und ABS packen kräftig zu und verzögern gut. Querfugen werden auf Grund des kurzen Radstandes und der Härte des Fahrwerks ziemlich deutlich an die Insassen weitergegeben. Hier wäre ein adaptives Fahrwerk, welches man über die Fahrprofile in der Härte einstellen kann, sehr hilfreich und würde das jeweilige Fahrprofil noch weiter individualisieren“, schreibt Jens.

Der Wagen fährt sich weiterhin sehr angenehm, ist nicht zu laut und fix unterwegs. Mit dem angenehm straffen Fahrwerk kann ich gut leben und auch die Lenkung ist mir bisher an keiner Stelle zu leichtgängig“, fasst Wiebke zusammen.

Die fünf Testfahrer aus Phase 2 haben ihre Fiat 500X mittlerweile in Berlin wieder abgeben. Vielen Dank an Günter, Karin, Jens, Wiebke und Thomas für die Berichte.

Diesen Artikel teilen:
1 Kommentar

Das gehört ins Fiat-Forum. Man erkennt an den (fehlenden) Posts das Desinteresse seitens der Abarth-Community. Erst beim kommenden Abarth 500X wirds für uns interessant:cool:.

FIAT auf MOTOR-TALK

Auf dieser Seite bekommst Du die aktuellsten Infos zu allen exklusiven Angeboten von FIAT für MOTOR-TALKer: Specials, Events, Verlosungen und vieles mehr.

Blogautor(en)
  • Fiat
Abonnenten (1272)

    1
    2
    3
    4
    5
    6
    7
    8
    9
    10
    11
    12
    XXL > 1420.02px XL 1300.02px - 1420px L 1000.02px - 1290px M 640.02px - 1000px S 480.02px - 640px XS 0 - 480px