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Erster Kontakt mit dem Fiat 500X
Len1979
Wed Oct 07 10:05:21 CEST 2015 um Wed Oct 07 10:05:21 CEST 2015 UhrCommunity Testdrive, Fiat 500X

Wenn ich an Fiat denke, kommen wieder die Erinnerungen hoch, wie ich damals zu meiner Zivildienstzeit mit einem Fiat Punto fuhr.

Machen Rallyestreifen schneller? Machen Rallyestreifen schneller? Was bis heute stark in Erinnerung geblieben ist, ist die Servolenkung, die noch zusätzlich einen Citymodus hatte. Mit dem Citymodus ließ sich der Wagen mit nur einem Finger einparken. Nun, nach 13 Jahren, war ich wirklich sehr gespannt, was Fiat zu bieten hat.

Als ich den Testwagen am 26. September abholte, war ich von der sportlichen Aufmachung sehr überrascht. Das Design mit dem Rallyestreifen und dem Rot-Weiß-Kontrast empfand ich als sehr ansprechend, und es machte mich gleich neugierig, ob das Auto auch im Betrieb so sportlich ist, wie es ausschaut.

 

Im Motorraum des Fiat 500X

Bei gelb nachfüllen Bei gelb nachfüllen Aus Neugier wollte ich mal wissen, wie es unter der Haube so aussah und habe dazu für Euch, natürlich für die, die es auch interessiert, einige Bilder gemacht. Der Motorraum ist relativ überschaubar. Die Anordnung finde ich grundsätzlich gut, da durch die gelben Deckel erkennbar ist, wo was nachgefüllt werden kann. Beim Kühlwasser sieht man zum Glück den Wasserbehälter. Mit dem „Keyless Entry“ wird der Wagen, statt mit einem Autoschlüssel, automatisch bei einer bestimmten Distanz durch das Berühren des Türgriffes mit dem Daumen - ohne den Schlüssel aus der Tasche zu holen - entriegelt, was sehr praktisch ist, wenn man gerade alle Hände voll hat.

Leider funktioniert das Abschließen nicht so, wie es sein sollte. Mal schließt der Wagen beim Berühren des Türgriffs, mal blinken nur die Blinker und das war's. Vielleicht habe ich mich auch blöd angestellt. Nach mehrmaligen Versuchen gab ich es dann auf und schloss das Fahrzeug wie gewohnt mit der Funkfernbedienung.

Keyless Go

Keyless Go Keyless Go Das Starten des Fahrzeugs erfolgt ebenfalls problemlos ohne Schlüssel. Lediglich in der Nähe müsste sich der Schlüssel befinden. Das Starten wird mittels Knopfdruck durchgeführt. Meine erste Testfahrt führte mich durch den Berliner Stadtverkehr auf gut sieben Kilometern nach Hause zu meiner Wohnung. Eine Automatikschaltung wie im Fiat finde ich vor allem im Stadtverkehr sehr praktikabel. Die Übergänge des 9-Gang-Automatikgetriebes sind sehr geschmeidig, sodass das Anfahren und die Beschleunigung wirklich Spaß machen, vor allem, wenn man zusätzlich den Sportmodus aktiviert hat.

 

Rückfahrkamera Rückfahrkamera Beim Einparken vor meiner Wohnung konnte ich dann schon eins der tollen Extras ausprobieren - die Rückfahrkamera mit zusätzlicher Park Distance Control, auch PDC genannt. Beim Einlegen des Rückwärtsgangs schaltet das Infotainmentsystem binnen Sekunden auf die Anzeige der Rückfahrkamera um, deren Bildqualität erstaunlich gut ist. Gerade bei schwierigen Parksituationen ist die Rückfahrkamera sehr hilfreich, da innerhalb der Videoanzeige Spurführungen mit der optimalen Lenkrichtung erscheinen und das PDC akustisch warnt. Die Rückfahrkamera funktioniert auch im Dunkeln sehr gut. Mittels der Kamera konnte ich bequem und schnell den Wagen einparken.

Der Aufbau und die Anordnung im Innenraum

Der Innenraum des Fiat bietet fast alles, was auch eine Oberklasse hat. Die elektrische Sitzverstellung ist ausgesprochen gut und tut was sie soll. Ein mit Funktionen vollgepacktes Multifunktionslenkrad: Neben dem Tempomaten findet man auch Tasten für die Telefonfreisprecheinrichtung, Wippschalter zum Schalten der Gänge sowie Wippschalter für Lautstärkenregelung, Muting und Senderwechsel hinter dem Lenkrad. Die Schalter hinter dem Lenkrad sind versteckt, muss man sich erst ertasten und testen, da sie nicht selbsterklärend sind.

Kommen wir zum Aufbau der Automatikschaltung. Hier bietet der Fiat einige Modi, um die Fahreigenschaften zu verändern. Man findet zunächst die normale Automatik-Anwendung. Die Möglichkeit besteht jedoch auch hier, etwas manuell tätig zu werden. Durch das Umschalten auf Tiptronic kann man den Schaltvorgang manuell bedienen, für jeden der es mag.

Drei Fahrmodi Drei Fahrmodi Zusätzlich gibt es hier drei verschiedene Modi. Ganz links findet sich der Sportmodus. Hier werden die Gänge spät bis zum Ausfahren geschaltet. In der Mitte ist der Komfortmodus. Etwas für den alltäglichen Gebrauch und spritsparende Fahrweise. Ganz rechts ist der Offroad-Modus, für schwer zugängliches Gelände gedacht. Selbst habe ich ihn nicht getestet. Hinter der Automatikschaltung befindet sich eine ausfahrbare Armlehne mit einem Ablagefach, in dem sich auch eine USB-Schnittstelle befindet.

 

Was ich persönlich klasse finde, ist die Sitzheizung. Die Sitzheizung besteht aus zwei Stufen, was aber völlig ausreichend ist. Sie wird in wenigen Minuten warm und sorgt für angenehme Wärme. Zusätzlich findet man Anschlüsse wie AUX, noch eine USB-Schnittstelle sowie einen SD-Kartenslot. Also für fast jeden Anschlusstyp was dabei.

Ladefläche und Rückbank des Fiat 500X

Bei umgeklappter Rückbank bietet der Fiat eine Ladefläche für etwas größere Gegenstände. Um eine genauere Vorstellung zu bekommen, habe ich für Euch erstmal ein Sixpack Wasser verladen. Die Tests mit Fahrrad und Kinderwagen kommen im Anschluss.

Für mich als Autofahrer ist es besonders wichtig, wie komfortabel und spritsparend man mit dem Auto auf Langstrecken unterwegs ist. Daher ließ ich keine Zeit verstreichen, mit dem Fiat zwei längere Touren zu unternehmen, um zu sehen, welche Figur er dabei wohl macht. Bei meiner ersten Tour, die ich mit drei Freunden unternahm, legte ich rund 700 km zurück - einen Großteil davon auf der Autobahn. Die zweite, kürzere Tour mit nur einem Beifahrer umfasste 300 km mit einem Mix aus Autobahn und Landstraße. Für beide Touren wurde der Wagen mit den üblichen Utensilien beladen, die man für einen Tagestrip so benötigt. Zu viert hatte jeder von uns einen größeren Rucksack sowie eine große Wasserflasche dabei. Wir verstauten alle Taschen im Kofferraum, der dann schon gut ausgefüllt war und nur noch wenig freie Staufläche bot. Urlaubsreisen kann man demnach meiner Ansicht nach mit dem Fiat nur zu zweit bequem machen. Der Fiat bietet für Tagesausflüge maximal zu viert noch genügend Platz.

Trotzdem muss ich hier einschränkend anmerken, dass der Fiat für große Menschen nicht so komfortabel ist. Einer meiner Mitfahrer, der über 1,80 Meter ist und sich auf der Rückbank befand, berührte bei aufrechter Sitzhaltung mit seinem Kopf den Fahrzeughimmel. Zudem waren die Anschnallbuchsen für ihn als schlanke Person schwer zugänglich. Die Optik im Innenraum wirkt wegen der nicht so schönen vorderen Kopfstützen und der hinteren Türverkleidung nicht so ansprechend. Ansonsten empfanden wir alle den Innenraum des Fiat für diese Strecke komfortabel, vor allem, weil man vorn wie hinten genug Beinfreiheit hatte und zum Sitznachbar noch Platz war. Meine Freunde haben lediglich auf der Rückbank eine Armlehne in der Mitte vermisst.

Die Musikanlage im Fiat 500X

Leider hat uns die Qualität der Anlage nicht vollends überzeugt, vor allem vor dem Hintergrund, dass diese mit der Marke Beats beworben wird. Da hätten wir alle noch mehr klangliches Volumen und einen intensiveren, sauberen Bass erwartet. Wo wir schon beim Klang sind, möchte ich gleich zu einer meiner wichtigsten Kaufkriterien beim Auto kommen, nämlich der Geräuschkulisse. Im normalen Stadtverkehr und auf Landstraßen war ich völlig zufrieden mit der Dämmung und empfand den Geräuschpegel, der von außen ins Fahrzeug dringt, als sehr gering. Leider konnte der Fiat auf der Autobahn in dieser Hinsicht nicht mehr überzeugen. Auffallend viele Windgeräusche sind schon bei 120km/h zu vernehmen, was ich besonders auf Langstrecken ziemlich schnell als störend und anstrengend empfinde.

Navi im Zentralinstrument Navi im Zentralinstrument Um das Navigationssystem auf Herz und Nieren zu prüfen, wählte ich bei meiner zweiten Tour ein willkürliches Ziel aus, wo die Strecke für mich unbekannt war. Bei der Zieleingabe werden die üblichen Informationen (Ort, Straße, Hausnummer) abgefragt. Man kann hierbei wählen, ob man die Eingaben manuell oder mittels Sprachsteuerung tätigen will. Bei der manuellen Eingabe ist es praktisch, dass der Computer bereits während der Eingabe versucht zu erfassen, auf welches Ziel man hinaus will. Damit wird einem das komplette Ausschreiben des Ortes und der Straße erspart. Leider reagiert das Touch-Display nicht immer optimal, sodass schnell unverschuldete Tippfehler passieren können.

Dass es eine Sprachsteuerung im Fiat gibt, finde ich grundsätzlich total gut, vor allem, weil man so auch auf der Autobahn ohne Ablenkung ein Ziel eingeben oder verändern kann. Im Praxistest ist die Sprachsteuerung bei der Navigation jedoch komplett durchgefallen. Auch beim mehrmaligen Versuch, den Ort und die Straße mitzuteilen, hat der Computer noch nicht mal ansatzweise den richtigen Ort ermittelt und daher leider völlig falsche Vorschläge gebracht. Eine ungünstige Geräuschkulisse kann meiner Ansicht nach hierbei nicht der Grund für das Versagen gewesen sein, da ich den Test sowohl bei Fahrbetrieb als auch beim stehenden Wagen durchführte und zudem so laut und deutlich wie möglich sprach. Nicht nur ich, sondern auch mein Beifahrer blieb hierbei erfolglos, sodass wir am Ende das Ziel doch wieder manuell eingeben mussten.

Die Navigation an sich ist wiederum ausgesprochen gut. Die Berechnung der Route braucht nur wenige Sekunden, was ich im Vergleich zu anderen Navigationssystemen als extrem schnell empfand. Zudem bietet die Navigation zum Beispiel bei wichtigen Autobahnkreuzungen etc. einen Liveview-Modus (das ist ein Standbild der Kreuzung aus Fahrerperspektive mit Markierung der Spur, die man nehmen muss), welcher unmittelbar vor der betreffenden Kreuzung kurz eingeblendet wird, sodass eine Verwechslung der Richtung/Spur nahezu ausgeschlossen ist.

Auch die Ansagen der Navigation kamen immer genau zum richtigen Zeitpunkt und waren durchweg eindeutig, was ebenfalls sehr positiv anzumerken ist. Sehr praktisch ist außerdem, dass zusätzlich zur Navigationsansicht im Infotainment-Display eine Richtungsanzeige aus Links-geradeaus-rechts-Pfeilen im digitalen Tacho auf der Fahrerseite zu finden ist.

Was man vielleicht noch verändern könnte, ist die Lautstärkedrosselung während der Ansage des Navigationssystems und die Lautstärkenanpassung der Audioanlage bei Geschwindigkeitsveränderung. Stellenweise war die Navigation nämlich nur noch schwer zu verstehen, wenn parallel die Audioanlage lief. Was ich zudem noch vermisse, ist das automatische Dimmen des Displays bei Dunkelheit. Auf der Autobahn war es eindeutig zu hell. Ich half mir selbst, indem ich das Dimmen der kompletten Anzeige manuell am Einstellrädchen regulierte.

Der Motor: 2-Liter-Diesel mit 140 PS

Der Fiat ist mit einem 2-Liter-Dieselmotor und 140 PS ausgestattet, die sich bei der Beschleunigung auf der Autobahn bemerkbar machen. Überholvorgänge waren jederzeit schnell möglich, ohne das Gefühl zu haben, dem Wagen damit Mühe zu bereiten. Die Automatikschaltung tut hierzu ihr Übriges, denn kein lästiges Hochschalten verdirbt einem die spontane Geschwindigkeitserhöhung.

Bordcomputer Bordcomputer Und wenn wir schon bei Geschwindigkeitserhöhung sind, ist natürlich der Verbrauch auch ein wichtiges Thema. Nun, da ich am Dienstag, den 29. September einen Verbrauchstest auf der Autobahn durchführen wollte, es aber durch den starken Verkehr nicht möglich war, versuchte ich es mit zwei guten Freunden erneut am späten Freitagabend. Und endlich, die Autobahn war relativ frei, sodass wir die gewählten Geschwindigkeiten auf einer gewissen Strecke konstant halten konnten, ohne jemanden auszubremsen oder hinten drauf zufahren.

Wir wählten als erstes die 80 km/h aus. Mit eingelegtem Tempomat legten wir mit der Geschwindigkeit eine Strecke von etwa 25 Kilometern zurück. Hier ergab sich laut Bordcomputer ein Verbrauch von 4,4 Litern, womit ich persönlich sehr zufrieden bin. Die nächste Messung führten wir bei 120 km/h durch. Ebenfalls wurde der Tempomat eingeschaltet und laut Bordcomputer ein Verbrauch von 5,7 Liter bei einer gefahrenen Strecke von ca. 33 Kilometern errechnet, was ebenfalls für mich in Ordnung war.

Die Messung einer Stadtfahrt führte ich am Freitagnachmittag allein durch und musste erschreckenderweise feststellen, dass der Verbrauch etwas höher als persönlich geschätzt war. Ich muss dazu sagen, dass ich den Test im Berufsverkehr, aber dafür mit aktivem Start/Stop-Modus durchgeführt habe. Somit dachte ich, dass der eingeschaltete Start/Stop-Modus den Verbrauch etwas niedriger halten würde. Das tat er leider nicht. Für einen Diesel finde ich das etwas zu viel.

Feintuning der Display-Anzeige

Zudem fiel meinen Freunden und mir auf, dass es unterschiedliche Schreibweisen im Display gibt. Wie man auf den Bildern erkennen kann, wird einmal bei „Fahrstrecke“ Kilometer das „K“ groß geschrieben (Km), während bei „Durchschnittsgeschwindigkeit“ und „Durchschnittsverbrauch“ das „k“ kleingeschrieben wird. Hier wäre eine Vereinheitlichung besser. Auch fiel uns auf, dass die Zehntel bei „Fahrstrecke“, sobald es eine runde Zahl ist, nicht angezeigt wird. Als Beispiel: es wird angezeigt "33.6 km", aber auch "33 km". Besser wäre es, "33.0 km" anzuzeigen, da es auf dem Display sehr unruhig wirkt.

Dasselbe gilt auch für die „Fahrzeit“. Als Beispiel: Fahrzeit "1:34" wird normal angezeigt. Bei einer Zeit von 1:30 wird "1:3" angezeigt. Außerdem wäre die Anzeige des Formats der Uhrzeit als Text neben der „Fahrzeit“ nicht schlecht. Als Beispiel: "Fahrzeit (hh:mm) 1:34". Die Frage ist außerdem, warum „Reset: A gedr. Halten“ nicht ausgeschrieben wird? Einen Anlass zum Abkürzen besteht hier meiner Meinung nach nicht. Zusätzlich ist ein Rechtschreibfehler am Display vorhanden. Es müsste eigentlich „keine gespeicherten Nachrichten“ heißen. Hier wurde die Groß-/Kleinschreibung missachtet.

Das Fahrrad passt - gerade so Das Fahrrad passt - gerade so Ein weiterer Punkt, der für mich wichtig war, ist die Belademöglichkeit des Fiat 500X. Den ersten Test machte ich mit meinem Fahrrad. Kofferraum auf und die Hutablage abnehmen. Die Rücksitze lassen sich ohne Probleme umklappen. Nun das Fahrrad vorsichtig einladen, ohne etwas zu beschädigen.

Fahrradlenker einfach voll eingeschlagen und es passt. Mein 28er-Fahrrad mit 54er-Rahmen passt also rein, ohne das Vorderrad zu demontieren. Im Übrigen habe ich es auch mit einem 56er-Rahmen probiert. Auch hier keine Probleme. Ein Test mit Kinderwagen folgt.

Hier geht's zu den ersten Erfahrungen der anderen vier Testfahrer aus Phase 1:

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1 Kommentar

Hey... auch ein interressanter Bericht!

Ich hab das Rad nicht reinbekommen.

Sitzt du recht weit vorne?

Keyless go ging bei mir ohne Probleme.

Die Sprachsteuerung war bei mit anfangs auch total gruselig...

Inzwischen versteht sie mich aber evtl. muss sie erst angelernt werden...

LG und viel Spass Jan

Bilder:Schlamm1Schlamm
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