Hier ein erster Vorab-Check vom Fiat ... bin überwiegend sehr positiv überrascht! Der Innenraum sieht sehr gut verarbeitet aus, auch wenn einige Schalter unter dem Navi-Monitor ungünstig platziert sind. Habe zum Beispiel beim Bedienen von Navi und Fahrzeugmenü mehrfach den Warnblinker ausgelöst, weil ich die Hand am oberen Rand des mittleren Bedienfelds abgestützt hatte. Bis auf die Lüftungsbedienräder sind alle Elemente beleuchtet. Das sollte eigentlich heute Standard sein, dass auch die Lüftungsausströmer beleuchtet sind. Die Instrumentenbeleuchtung ist mittels Drehrad achtfach, aber nicht stufenlos dimmbar. Sitze sehen edel aus, aber haben einen Nachteil: Sie haben im Schulterbereich wenig Seitenstützung. Elektrische Verstellung ist ausreichend in Höhe, Lehnenneigung und Position vor/zurück. Lenkrad ist von den Bedienelementen her logisch aufgebaut und griffig in allen Lenk-Positionen. Fahrverhalten des Fiat 500XDas Fahrwerk ist überraschend straff und spurstabil in nahezu allen Fahrsituationen. In zu eng gefahrenen schnellen Kurven untersteuert er (schiebt über die Vorderräder) kontrolliert und gleichmäßig. Einzig das zu straff abgestimmte Fahrwerk gibt lange Bodenwellen direkt in den Innenraum wieder - aufgefallen auf der A2 auf den älteren Segment-Betonfahrbahnen, wo man im Sitz mit auf und ab schwingt. Sonst ist der Fiat 500X solide gebaut, sprich: Es klappert oder scheppert rein gar nichts ... selbst wenn man hart und schnell über Querfugen oder Schlaglöcher fährt. Die unterschiedlichen Fahr-Modi (Sport, Normal, Schlechtwetter) beeinflussen deutlich den Charakter des Fahrzeuges in Bezug auf Beschleunigung und Lenkung. Bei hohem Tempo ist die Lenkung dabei dann sehr empfindlich, sie reagiert sehr schnell und sehr direkt. Das Lenkverhalten ist aber so, dass das Fahrzeug wieder von selbst geradeaus lenkt. Bremsen sind, untypisch für italienische Verhältnisse, sehr kraftvoll und belastbar auch bei hohem Tempo. Der Fiat bremst ohne seitliche Ausreißer. Fading war nicht festzustellen. Denke auch, dass die 225/45 R 18-(Riesen-)Räder einen großen Einfluss auf das Fahr- und Bremsverhalten haben. Im Innenraum wenig FächerAblagen sind zwar vorhanden, aber für ein Familienfahrzeug sind es eindeutig zu wenig, besonders in den Türen reicht es nicht, nur eine große Trinkflasche platzieren zu können. In der Mittelkonsole ist Platz für zwei Becher und vor dem Schaltknüppel befindet sich eine Ablage für kleinere Dinge. Die Kofferraumbeleuchtung des Fiat ist etwas ungünstig platziert: Sie blendet eher, als dass sie ausleuchtet. Wenn sie circa 5 cm höher und nach unten gerichtet wäre, das wäre ideal. Was mir noch bei diesem Fahrzeug aufgefallen ist, war die sehr unsaubere Verarbeitung der Front. Motorhaube und Kotflügel sind im Bereich der A-Säulen nicht maßhaltig verbaut. Auch sind die Spaltmaße an Kotflügel und Stoßstange sehr ungleichmäßig. Mir fallen diese Dinge eher ins Auge, weil ich eine Zeit im "Finish/Qualitätsmanagement" bei VW gearbeitet habe. Erste Praxistests Erste Ausflüge ins unbefestigte Gelände wurden auch gemacht. Fazit: Der Fiat 500X ist für Feldwege und Wald und Wiesen voll tauglich! Wie es noch im extremen Gelände aussieht, werde ich erst kommende Woche testen können. Was mir noch gut gefällt, ist der Line-Assistent. Er korrigiert sanft die Fahrtrichtung, wenn man die Seiten- oder Mittellinie überfährt oder ihr zu nahe kommt. Es war für mich schon ein ungewohntes Gefühl, dass plötzlich "jemand" am Lenkrad dreht. In Bezug auf das Menü, um Fahrzeugparameter einzustellen, ist mir aufgefallen, dass man leider jedes Mal, wenn man einen Menüpunkt zurückgehen will, immer wieder komplett an den Anfang kommt und nicht auf den Menüpunkt, wo man vorher war. Cleveres NaviDas Navi-Menü ist nahezu selbsterklärend, und wer bereits mit TomTom-Navis arbeitet, kommt damit blind zurecht. Städte und Straßennamen werden logisch nach möglichen Buchstaben (Vokalen, Konsonanten) aufgelistet, das erleichtert die Eingabe ungemein. Ich muss auch sagen, dass selbst meine eigene Adresse vom Navi sofort richtig erkannt und angezeigt worden ist. Sehr viele Navis kennen beispielsweise meine Hausnummer "3 b" überhaupt nicht. Die zu fahrende Route hebt sich vom Kontrast her nicht so von der gerade befahrenen Straße ab. Das ist im TomTom besser gelöst. Aber der sehr große Monitor gibt eine gute Übersicht. Man wird sehr dezent per Audio-Anweisung geführt. Selbst wenn man die nächstgelegene Tankstelle aufsuchen muss, führt einen das Menü fast von selbst dahin, nur POI auswählen, Tankstelle wählen und schon werden die nächsten Ergebnisse angezeigt. Geht mit allen anderen Sonderzielen genauso. Hier geht's zu den ersten Erfahrungen der anderen vier Testfahrer aus Phase 1: |






