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Fazit der fünf Testfahrer: Stärken und Schwächen des Dunlop Sport Maxx RT 2

Den richtigen Reifen für das passende Fahrzeug und die individuellen Ansprüche zu finden, beschäftigt viele Autofahrer bei einem anstehenden Reifenwechsel intensiv. Hier berichten normale Autofahrer für andere Autofahrer: Fünf MOTOR-TALKer haben für Euch die neuen Dunlop Sport Maxx RT 2 mit ihren eigenen Fahrzeugen getestet. Hier lest Ihr das abschließende Fazit der Tester nach drei Wochen Alltagseinsatz. Und Ihr erfahrt, für wen sich die Dunlops nach Meinung der Tester besser eignen - und für wen eher nicht.

Der Gesamteindruck der Testfahrer von den Sport Maxx RT 2 ist überwiegend positiv. Aber jeder der fünf Tester fährt anders, hat andere Ansprüche und Fahrleistungen. Entsprechend gehen die Meinungen der Tester bei einigen Aspekten auch auseinander.

Vorteile bei stärkerer Belastung

Die Sport Maxx auf Ralfs MX-5 Die Sport Maxx auf Ralfs MX-5 Ralf aka Mr. Moe fuhr den Test mit seinem Mazda MX-5 und ist mehr als 2.000 Kilometer mit den Sport Maxx RT 2 gefahren. “Im Alltag verhält sich der Dunlop Sport Maxx RT 2 unauffällig. Weder Verbrauch, Abrollgeräusche noch Federungskomfort geben einen Hinweis darauf, dass man einen High-Performance-Reifen auf der Felge hat.“

Das merkt man jedoch in extremeren Fahrsituationen, da spielen die UHP-Sommerreifen ihre Vorteile aus: „Wenn man ihn dann aber fordert, kann man feststellen, dass er hervorragende Haftung auf trockener Straße bietet. Das macht sich sowohl durch eine Bremsverzögerung bemerkbar, die das Potenzial für Nackenschmerzen hat, als auch durch gute Querbeschleunigungen in Kurvenfahrten mit hoher Rückmeldung von der Straße über die Lenkung.”

Mats aka Schmatsi hat mit seinem Audi A5 3.0 TDI Quattro ähnliche Erfahrungen gemacht: “Die Kurvengeschwindigkeiten können höher sein als zuvor und mein schwerer Diesel schiebt auf der Vorderachse weniger nach außen. Durch den hohen Grip und mein gestiegenes Vertrauen in den Reifen habe ich es zum ersten Mal geschafft, den Reifen an seine Grenzen zu bringen und ein deutliches Quietschen zum Vorschein zu bringen. Trotzdem bleibt der Sport Maxx RT 2 gut beherrschbar und zeigt kaum Lastwechselreaktionen.”

Guter Fahrbahnkontakt und Grip

Die ersten paar Kilometer sind runter Die ersten paar Kilometer sind runter Christian aka BlueMevo hat die Sport Maxx RT 2 mit seinen Hankook S1 evo2 verglichen, die er vier Wochen vor dem Test auf seinen Golf VI aufgezogen hatte: “Die größten Unterschiede zu meinen alten Reifen zeigt der Sport Maxx RT 2 beim Bremsen und in der Kurvenstabilität. Durch seinen Aufbau und die verstärkten Flanken ermöglichen die Sport Maxx RT 2 höhere Kurvengeschwindigkeiten und präziseres Lenken. Die Reifen bringen eine höhere Stabilität und gleichzeitig deutlich mehr Grip. Aber auch beim Bremsen und bei Beschleunigen unterstützt der Dunlop den Fahrer und das Fahrwerk durch seinen Aufbau. Die Befehle an das Gaspedal werden direkter ausgeführt. Der Reifen gibt deutlich mehr von der Fahrbahnoberfläche an Fahrwerk und Auto weiter.”

Ralf kann diesen Eindruck bestätigen: “Der Sport Maxx RT 2 vermittelt mir über die gefühlvolle Lenkung meines Mazda MX-5 einen guten Fahrbahnkontakt sowie viel Rückmeldung, wie sich die Vorderräder gerade verhalten. Dadurch lassen sich auch enge Wechselkurven zielgenau anpeilen. Es macht Spaß, eine Kurve schnell zu nehmen und noch genug Grip-Reserven zu haben, um ab dem Scheitelpunkt mit dem Pedal auf dem Bodenblech heraus zu beschleunigen. Dabei wird das Heck im Grenzbereich keineswegs nervös oder kommt gar quer.”

Christian (BlueMevo) hat dabei jedoch eine Besonderheit bemerkt: “Beim Grip ist mir jedoch mehrfach aufgefallen, dass der Dunlop eine gewisse Strecke braucht, um sein volles Vermögen zu zeigen. Er muss quasi erst auf die richtige Temperatur kommen, um diese Stärken voll ausspielen zu können.”

Reifen für sportliche Fahrer

Das Reifenprofil der Sport Maxx RT 2 ist noch unberührt Das Reifenprofil der Sport Maxx RT 2 ist noch unberührt Robin aka Panameraner ist mit den Dunlop-Sommerreifen mehr als zufrieden: “Ich bin in fast jeder Weise von den Sport Maxx RT 2 begeistert. Großen Gefallen habe ich an der Zuverlässigkeit sowie an der Performance gefunden.” Allerdings hat sich für ihn als Vielfahrer eines gezeigt: ”Die relativ weiche Mischung nutzt sich bei meinen 500 Nm bei 1,5 Tonnen verhältnismäßig stark ab. Das würde für mich zwei Sätze im Jahr, beziehungsweise knapp 1.600 Euro bedeuten. Aufgrund meiner Fahrleistung werde ich in Zukunft daher wieder härtere Mischungen fahren.” Sein Abschlussfazit zu seinem Test lautet: “Ein super Reifen für Leute, die gerne auch mal sportlich unterwegs sind - für Vielfahrer aber eher weniger geeignet.”

Wie sich bereits im letzten Zwischenbericht abzeichnete, hat Christian (BlueMevo) ein paar Kritikpunkte an den Sport Maxx RT 2. Vor allem die Soundkulisse beim Fahren ist ihm aufgefallen: “Eine Schwäche sind die Geräusche. Hier ist der Dunlop im Vergleich zum Hankook deutlich lauter. Den Klang zu beschreiben, ist nicht einfach. Es ist kein unangenehmes Brummen - eher ein monotones Rauschen, das der Reifen kontinuierlich von sich gibt. Bei nasser Fahrbahn nehmen die Fahrgeräusche spürbar zu. Die Fahrbahnoberfläche hat dabei allerdings wenig Einfluss auf die Lautstärke.”

Und sein Verbrauch stieg: “Für konkrete Verbrauchszahlen waren die Testbedienungen der letzten Wochen zu unterschiedlich. In etwa hat sich mein Durchschnittverbrauch aber bis um zu 0,5 Liter erhöht.” Sein Fazit nach drei Wochen mit den Dunlop-Reifen lautet: “Der Sport Maxx RT 2 ist ein idealer Reifen für sportliche Fahrer, ein echter UHP-Reifen. Er hat viele Stärken, die man mit unter dem Wort ‘Grip’ zusammenfassen kann. Auch bei Nässe leistet sich der Dunlop wenig Schwächen. Für den Sparfuchs oder für geräuschempfindliche Fahrer, ist dieser Reifen aber nicht der Richtige.

Die Sport Maxx RT 2 nach vier Runden Ringfahrt Die Sport Maxx RT 2 nach vier Runden Ringfahrt Christian aka Nickie-007 beschreibt dagegen einen gesunkenen Verbrauch. Er war die drei Wochen mit seinem Mustang unterwegs und hat „im Vergleich zu meinen alten Reifen eine Ersparnis von ca. 0,9 Litern“.

Ralf empfiehlt die Sport Maxx RT 2 folgenden Fahrern: “Wer einen ausgewogenen Straßenreifen mit guten Eigenschaften auf trockener wie auch nasser Fahrbahn sucht, ist hier gut bedient. Wer allerdings ein Fahrzeug mit konstruktionsbedingt schwächeren Bremsen, einfacherem Fahrwerk und entkoppelter Lenkung bewegt, wird das Potenzial dieser Reifen nicht ausschöpfen können. Auch für das andere Extrem, Sportwagen, die wenig im Alltag, dafür mehr auf Trackdays bewegt werden, finden sich sicher spezialisierte Reifen.”

Wer unsere Tester waren und alle Zwischenberichte zum Community Testdrive lest Ihr hier:

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123 Kommentare

Zitat:

@scorpiodriver1 schrieb am 18. Juni 2016 um 16:06:40 Uhr:

wenn ich mir die kommentare durchlese, habe ich nur ein Fazit: Dunlop ist scheisse, ihr könnt die Werbung wieder rausnehmen !!

Negative Werbung ist auch Werbung. Negative :D

Ich, ich habe nie behauptet, dass der getestete Dunlop "schlecht" sei :rolleyes:

 

Aber, ich behaupte, dass sich "sündhaft teure Premium-Reifen mit viel Werbung" im Preis / Leistungsverhältnis von selbst Disqualifizieren:

 

Ein Autofahrer kauft nur einmal eine P - Marke, und wenn Diese versagt, dann meidet dieser Fahrer in Zukunft diese Marke :rolleyes:

 

Meine Kiste wurde mit Pirelli ausgeliefert, nach 6 T Km waren die vorderen Reifen auf der Leinwand :mad:

Wohl bemerkt in der Einfahr - Phase des neuen Autos, also keine Vollgasorgien, oder ähnlichem Unfug :)

 

Nachdem der Ersatz von Pirelli wieder total versagte, war diese Marke auf diesem Fahrzeug gestorben.

Zitat:

@fmbw10 schrieb am 17. Juni 2016 um 21:42:08 Uhr:

Hankook sollte das Maß aller Dinge sein, Dunlop war's einmal. mfg fmbw10

Hankook ist auch Michelin, deswegen. ;)

Zitat:

@VOX DEI schrieb am 19. Juni 2016 um 08:45:04 Uhr:

Zitat:

@fmbw10 schrieb am 17. Juni 2016 um 21:42:08 Uhr:

Hankook sollte das Maß aller Dinge sein, Dunlop war's einmal. mfg fmbw10

Hankook ist auch Michelin, deswegen. ;)

Es gibt eine strategische Allianz beider Konzerne, Hankook fertigt und vertriebt Michelin-Reifen, im Gegenzug hat sich Hankook damit die Türen diverser Autohersteller für die Erstausrüstung geöffnet.

 

Für beide Firmen könnte das eine Win-Win-Situation sein....

Zitat:

@Twinni schrieb am 17. Juni 2016 um 10:25:04 Uhr:

Zitat:

@GeorgeArmani schrieb am 17. Juni 2016 um 10:16:48 Uhr:

Der Reifen ist ziemlich weich und hat einen hohen Abrieb.!

Ich gehe von Max 80.000km Lebensdauer aus.

80.000 km? :eek: So lange hat bei mir noch kein Reifen gehalten. Wenn der nach 40.000 noch nicht runter ist, war er bisher immer zu hart und hatte eben nicht genug Grip und meist auch Schwächen auf feuchtem Belag. Daher fahre ich auch keine Dunlops oder Pirelli mehr, sondern nur noch Michelin.

Sorry ich habe mich verrechnet

Ich habe die gesamte Saison Laufleistung gerechnet

( Winter + Sommer )

 

Ich meinte 4x 10.000 km also auch 40.000km

Maximal... Glaube nicht das er solange hält

Ist jetzt meine zweite Saison... Wahrscheinlich baut er zum Ende hin schneller ab...

Zitat:

@katzabragg schrieb am 18. Juni 2016 um 12:38:25 Uhr:

Auf meinem Polo 6R sind (waren) auch Dunlop. Nach dem Saisonwechsel

im Frühjahr, hat sich das Auto nach Radlagerschaden angehört. Mit 40 000

km. Zum Glück hab ich zum Testen nochmals die Winterreifen drauf-

geschraubt, Geräusche wieder weg. Kommen mit Sicherheit keine

Dunlop`s mehr drauf.

 

Gruss, Werner

an unserem Cross Polo genau das gleiche Problem, hört sich in der Tat wie Radlagerschaden an, die Dunlops haben hinten noch ca. 4mm Profil. Beim Polo ist es eben ausgeprägter, da die Geräuschdämpfung geringer ist. Das dürften die letzten Dunlops gewesen sein, obwohl diese bei Regen gut sind.

Es sind aber keine RT2 Reifen, worum es in der Werbung eigentlich geht, auf unserem Polo sind die Dunlop Sport Maxx Vorgängermodell montiert, vielleicht sind die RT2 in dieser Beziehung besser geworden, aber man ist eben gebrandmarkt, wenn man Dunlop hört.

Unabhängig davon haben viele Hersteller die spezifischen Macken an ihren Reifen in den letzten Jahren oder gar Jahrzehnten nicht wirklich beseitigt, im Gegensatz zur ausgefeilteren Werbung, das ihnen zunächst wichtiger erscheint.

Das ist bei den Contis mit den auffällig sehr unterschiedlichen Qualitäten (evtl. Ostblock-Standort abhängig) auch nicht anders, wenn es um Höhenschläge geht und die Reifen dennoch ausgeliefert werden und dem Kunden unterzujubeln, oder bei den Winterreifen, die ja bei den Tests gut abschneiden, aber dennoch häufig ein gefährlich schwammiges Fahrgefühl zeigen. Solche Exemplare hatten wir auch mal auf dem Polo und mussten die vorzeitig demontieren. Desweiteren hatten die Weichmacher bei den Winterreifen TS790 sehr stark nachgelassen, so dass es absolut gefährlich war, die Contis im Winter weiter zu betreiben. Seitdem wir auf Michelin umgestiegen sind, sind alle Probleme verschwunden. Die Qualitätskontrolle scheint wohl besser zu sein.

 

Ich könnte jetzt noch andere Macken anderer Hersteller aufzählen, z.B. dass Pirelli Sommerreifen laut sind und sich schnell abfahren oder dass Conti Winterreifen (TS790 und TS830) sich teilweise sehr schwammig anfühlen usw., das würde aber jetzt hier den Rahmen sprengen, ich hatte bereits in etlichen Foren darüber berichtet.

Avatar von KJ121 "V70 D5 2002"
19. Juni 2016 um 14:22:44 Uhr

Möglicherweise werden die neuen Produkte von DUNLOP besser sein als die, der Vergangenheit,

ich werde es aber nicht mehr er-fahren ... :D

 

 

1. Fahrzeug:

Opel Corsa C 1,2 Twin Port 16V Irmscher I-Line Selektion EZ. 12. 2004

Werksmässige Bereifung: Dunlop SP Sport in 195/45 16"

Fahrzeug war bei Übernahme 2 Monate (2000KM) alt, die angesprochenen Räder waren bis zur Übernahme eingelagert, ergo NEU!

An zwei Reifen zeigte sich sofort ein Höhenschlag, wurde vom Autohaus auf Garantie geregelt.

Nachdem die Reifen dann etwa zu 30% abgefahren waren: Sägezahnbildung vom Allerfeinsten!

Geräuschkulisse dadurch ähnlich einem Geländewagen mit Off-Road-Bereifung.

Defekte Stoßdämpfer und Defekte an der Radaufhängung können aufgrund des Fahrzeugalters ausgeschlossen werden.

Eine Achsvermessung wurde ohne negativen Befund durchgeführt.

Reifen mit gutem Restprofil der Entsorgung zugeführt.

Die dann montierten "fast Response" des gleichen Herstellers überzeugten mich auch nicht, da diese zwar nicht durch Sägezähne auffielen, mir jedoch zu "schwammig" erschienen.

Fahrzeug wurde inzwischen verkauft.

 

 

2. Fahrzeug:

Volvo V70 D5 EZ 2002

Bereifung bei Übernahme des Fahrzeugs: Dunlop Sport Maxx in 225/45 17"

Auch hier äusserst ausgeprägte Sägezahnbildung mit entsprechender Geräuschkulisse an allen 4 Reifen.

Mehrmaliges Auswuchten wg. Lenkradflattern brachte keine Verbesserung,

Ursache dafür sollen nach Aussage des Reifenhändlers die Sägezähne gewesen sein.

Stoßdämpfer und Radaufhängungen wurden geprüft, Achsvermessung durchgeführt, keine Defekte.

Felgen liefen rund und waren ohne Beschädigungen.

Alle 4! Reifen sind mit ca. 4-5 mm Restprofil der Entsorgung zugeführt worden.

Fahrzeug befindet sich noch in meinem Besitz und rollt seit knapp zwei Jahren und rund 30tsnd km auf Good Year Eagle F1 geräuscharm und ohne flatterndes Lenkrad durch die Welt.

Seit dem Wechsel auf diese Reifen weiss ich auch,

dass die Dunlop´s recht heftig polterten und dass dieses Poltern nicht zu den Grundeigenschaften eines VOLVO V70 II gehört.

 

Innerhalb der Familie sind mir noch zwei Fälle von Sägezahnbildung in Verbindung mit DUNLOP-Reifen bekannt.

Zufall? Wer weiss das schon ...

 

Möglicherweise - ja, möglicherweise werden die neuen Produkte von DUNLOP besser sein als die, der Vergangenheit,

ich werde ich es aber niemals mehr selber er-fahren!

Zu hoch ist mir das Lehrgeld,

wenn dann doch wieder Reifen mit guter Restprofiltiefe im Müll landen!:(

Avatar von J.M.G. "Wanderdüne"
19. Juni 2016 um 14:24:36 Uhr

Zitat:

@Goldhuhn schrieb am 19. Juni 2016 um 12:49:09 Uhr:

dass Conti Winterreifen (TS790 und TS830) sich teilweise sehr schwammig anfühlen usw., das würde aber jetzt hier den Rahmen sprengen, ich hatte bereits in etlichen Foren darüber berichtet.

Bedenkt man, dass aktuell der Continental TS860 verkauft wird und die Entwicklungszyklen vier Jahre betragen, so reden wir bei den genannten Modellen von wirklich alten Konstruktionen. Wer auf diese Bezug nimmt und dann von "Conti Winterreifen" spricht, hat das sicherlich nicht bedacht.

 

Im Speziellen muss man sich allerdings auch die Zeit nehmen und sich das Produktportfolio von Conti anschauen. Der TS860 z.B. ist im Segment bis 17" verfügbar und auf Schnee, Eis und Nässe optimiert.

 

Ein Reifen besteht nach meinem Verständnis aus letztlich drei wesentlichen "Baugruppen": Karkasse, Profil und Gummimischung. Im Zusammenspiel zwischen diesen versucht der Hersteller eine "optimale" Lösung zu finden und das ist nicht ganz einfach: Denn oftmals schließt die eine Eigenschaft eben die andere aus. Ganz platt gesprochen: Im Trockenen ist ein Slick das Non Plus Ultra, doch was ist, wenn es regnet? Damit ist ganz klar, dass jeder Reifen nur ein Kompromiss ist.

 

Du bemängelst, dass die genannten Reifen schwammig seien. Für zielgenaues Fahren und eine Optimierung der Trockeneigenschaften bei gleichzeitig sehr guter Wintereigenschaften gibt es ja schließlich den Continental TS 850 P. Der ist natürlich dem TS 860 im Schnee und auf Eis unterlegen, aber er ist vermutlich für all diejenigen DER Reifen, die viel Autobahn und Stadt fahren.

 

Mein Fazit: Es gibt nicht DEN Reifen. Es muss auf das individuelle Fahrprofil geschaut werden und dann hat man eine Diskussionsbasis. Dabei aber bitte nicht Jahrzehnte alte Modelle heranziehen.

Habe den gleichen Reifen bei mir drauf 225/45/17 Y sehr zufrieden was Laufruhe , Nass und Trockenfahrverhalten betrifft.Vorher war Hankook montiert S1 evo fuhr sich etwas schwammiger aber war auch nicht schlecht

Hab auf dem 6er GTI und dem 7GTI Dunlops drauf gehabt, auf dem 7er die hier beschriebenen.

 

Mein Fazit dazu: Nie wieder kommt mir der Reifen drauf,hatte sie leider ab Werk drauf und bin sie bei beiden Wagen ca 1 Jahr lang gefahren.

 

Beim ´7er hatte ich nach ca 15.000km Sägezähne drin und das war so laut das man nicht mehr entspannt Auto fahren konnte.

Grip bei Nässe fand ich auch nicht so doll.

 

Ich bleib bei Michelin oder Conti.

Und ca 1 Liter weniger Verbrauch glaube ich auch nicht so wirklich.

Vielleicht hätte er mal den Reifendruck bei den anderen Reifen öfter prüfen sollen.

Da sieht man mal wieder, dass User-Berichte noch weniger glaubhaft sind als Testberichte:

- jeder hat eine andere Ausgangsbasis

- nicht jeder hat das Feingefühl du Unterschiede herauszufahren (vielleicht auch etwas Placebo dabei)

- jeder hat ein anderes Einsatzprofil.

 

Wie kann es sonst sein, dass der eine 0,5 l mehr verbraucht (vll war der alte Reifen schon steinhart) und der andere 1l weniger verbraucht. Entweder das Fahrprofil war anders oder der Vergleich waren Winterreifen. Anders lassen sich diese Differenzen nicht erklären. Selbst die Verbrauchsdifferenz von meinen 16 z. 225er WR zu den 18 z 225/255 ist kleiner als 0,5 Liter, trotz sportiverer Fahrweise im Sommer.

Zitat:

@J.M.G. schrieb am 19. Juni 2016 um 14:24:36 Uhr:

Bedenkt man, dass aktuell der Continental TS860 verkauft wird und die Entwicklungszyklen vier Jahre betragen, so reden wir bei den genannten Modellen von wirklich alten Konstruktionen. Wer auf diese Bezug nimmt und dann von "Conti Winterreifen" spricht, hat das sicherlich nicht bedacht.

 

Du bemängelst, dass die genannten Reifen schwammig seien.

 

Mein Fazit: Es gibt nicht DEN Reifen. Es muss auf das individuelle Fahrprofil geschaut werden und dann hat man eine Diskussionsbasis. Dabei aber bitte nicht Jahrzehnte alte Modelle heranziehen.

wir bemängeln nicht nur die Schwammigkeit oder besser schlechte Spurtreue, sondern neben den Höhenschlägen auch die vorzeitig übermässig nachlassende Wirkung am Polo bei Schnee schon nach 3 Jahren bei 5mm Profil, während ich mit meinen 10 Jahre alten Pirellis oder Michelins (Auto von Vater) noch munter den gleichen Berg raufkam. Ich hatte damals diesbezüglich in Foren berichtet. Letzendlich fand ich heraus, dass die Continental Winterreifen sich anfühlten wie Sommerreifen und nach 4 Jahren im Schnee gefährlich unbrauchbar waren. Ich verglich das Gummi der Contis mit den 10 Jahre alten Pirelli und Michelin Winterreifen, die Laufflächen der Conti-Winterreifen waren so hart wie an einem Sommerreifen, während sich die Reststollen anderer Reifen noch gut bewegten und erheblich weicher waren, so wie es sich für einen Winterreifen gehört. Der Weichmacher ist scheinbar vorzeitg verflogen, obwohl der Polo nicht in der Sonne, sondern in der Garage steht.

 

Das Problem mit der Schwammigkeit oder besser gesagt auffällig schlechten Spurtreue besteht ebenfalls noch beim TS850 (viele schreiben darüber in Foren). Manche bemerkten es gleich am Anfang únd ließen sich die Reifen wieder demontieren. Einige Vertragshändler machen eine Probefahrt und bestätigen die schlechten Eigenschaften, bei manchen ist es so extrem, dass die ESP vorzeitg anspricht.

Das hat nichts mit Fahrprofil oder sonst was zu tun, man liest von weichen wabbeligen Seitenflanken, irgendwas soll da nicht in Ordnung sein. Es dreht sich hier meistens um Standard-Winterreifen 185 bis 205er.

 

Da sich die Probleme bis zum TS850 ziehen, glaube ich nicht, dass es sich bei den TS860 plötzlich gebessert hat, warten wir mal ab, was manche noch schreiben werden.

Es ist kein Entwicklungsproblem, die Entwicklung von Conti ist durchaus gut, es sind wohl die hohen Unterschiede bei der Produktion der Reifen, die an verschiedenen Standorten produziert werden, anscheinend gibt es da eine zu hohe Streuung zum Nachteil der Kunden. Soll heißen, die Reifen werden nicht akribisch aussortiert, sondern gehen trotz Fehler zum Kunden, siehe nachweisbare Höhenschläge, die so nicht verkauft werden dürften, davon hatte ich schon genug aussortiert. Ich bin damals am Außendienstwagen (100tkm/Jahr) nur Conti Sport Contact gefahren, die waren wirklich super, 1A Spurtreue bis die Probleme mit den Höhenschlägen anfingen.

Bei Continental war es eben auffällig oft gewesen, das ist kein Zufall. Ich habe nicht weiter recherchiert, scheinbar hat es mit der Verlagerung in billigeren Produktionsstätten zu tun gehabt, siehe Ostblock. So etwas klappt nicht ohne Weiteres und schon gar nicht ohne Qualitätsverluste, eine Verlagerung der Reifenproduktion ist nicht einfach.

Um dem Dilemma aus dem Weg zu gehen, haben wir den Hersteller gewechselt, die Probleme sind seitdem nicht mehr aufgetaucht, das hat nichts mit dem Fahrprofil oder sonstwas zu tun.

Ich fahre seit über 20 Jahren immer wieder mal Dunlop und echt schlecht sind die nie gewesen.

 

Natürlich gabs auch Flops wie den Sport Maxx GT der auf überfluteter Straße keinen Spaß machte, davor mal den SP9000 der Aquaplaning zwar gut beherrschte aber auf trockener Straße etwas weich war. Aber schlecht ist was anderes

 

Michelin hat dafür immer wieder Reifen gehabt die nur auf trockener Straße gut waren, eine gute Haltbarkeit an den Tag gelegt haben aber auf Nässe vollkommen versagt haben.

 

Conti hat Dinger die nach 15000km platt waren oder nach 2 Jahren extrem laut und rauh abgelaufen sind.

 

Bridgestone hat Dinger die noch schneller laut geworden sind, einen großen Hang zu Sägezahn hatten und nach ein paar Jahren vollkommen ausgehärtet waren.

 

Pirelli halten selten lange oder tun es und werden rissig.

 

Mit Goodyear hatte ich hingegen wenig Probleme, davon aber meist WR gefahren.

Avatar von J.M.G. "Wanderdüne"
20. Juni 2016 um 08:04:31 Uhr

Ich kann mangels Erfahrungen nicht zu allem Stellung nehmen. Deshalb beschränke ich mich auf die Punkte, wo ich eigene Eindrücke sammeln konnte!

 

Zitat:

@Goldhuhn schrieb am 19. Juni 2016 um 21:45:58 Uhr:

auch die vorzeitig übermässig nachlassende Wirkung am Polo bei Schnee schon nach 3 Jahren bei 5mm Profil,

Sorry, ein Winterreifen ist bei 4mm verschlissen. Das ist übrigens auch die gesetzliche Grenze in vielen Ländern für Winterreifen! Hintegrund: Die Lamellen werden nicht tiefer als 4mm gefertigt! Aus eigener Erfahrung aus vielen Wintern mit leistungsstarken Fahrzeugen (~400 PS) mit Hinterradantrieb (übrigens auf Conti, Goodyear, Pirelli und überwiegend Michelin gleichermaßen): Unter 4,5mm geht gar nichts mehr im Schnee!

 

Zitat:

Ich verglich das Gummi der Contis mit den 10 Jahre alten Pirelli und Michelin Winterreifen, die Laufflächen der Conti-Winterreifen waren so hart wie an einem Sommerreifen, während sich die Reststollen anderer Reifen noch gut bewegten und erheblich weicher waren, so wie es sich für einen Winterreifen gehört.

Nach meinem Verständnis kommt die Traktion im Schnee durch die Verzahnung der Lamellen mit dem Untergrund. Das angesprochene Weiche ist doch vor allem für die Nässe da?!?

 

Zitat:

Ich bin damals am Außendienstwagen (100tkm/Jahr) nur Conti Sport Contact gefahren, die waren wirklich super, 1A Spurtreue bis die Probleme mit den Höhenschlägen anfingen.

Und hier fängt ein Stück weit das Problem an: Du vergleichst den Sport Contact (als Referenz) mit einem Komfortreifen! Die TS XX0er Reihe will gar nicht den sportlichen Fahrer, den Autobahnbolzer bedienen. Dafür gibt es die TS XX0P Reihe! Das wäre, als wenn Du einen EcoContact mit dem Ultra-UHP SportContact6 vergleichen würdest. Je nach Blickwinkel wären da alle enttäuscht. Die einen von Haltbarkeit und vielleicht sogar Nasshandling / Laufruhe, die anderen von Trockengrip.

 

Was "Made in Germany" angeht: Auch hier gilt genau hinschauen. Der SportContact 6 wird fast ausschließlich in Korbach gebaut. Das ist zwar Hessen, aber ausnahmsweise lasse ich das mal als Deutschland gelten ;)

 

PS: Hatten den Michelin PA3 in 245/40 R18 V auf meinem 2-Tonnen Bomber und danach den TS850P in W. Der Conti ist in dieser Konfiguration insbesondere beim Trockenhandling erheblich (!) besser.

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