Vor ein paar Wochen haben wir Euch gefragt, was Euch beim Thema Reifentests am meisten interessiert. Eure Antwort: objektive Reifentests mit verschiedenen Messmethoden und subjektive Reifentests durch Testfahrer. Mit diesem Wissen fahren wir im Mai zu Continental nach Hannover und treffen den Reifentest-Experten Andreas Schlenke zum Expertentalk. Was Ihr davon habt? Wir nehmen Eure Fragen und einen von Euch mit. Das Testen von Reifen ist bei Continental ein zentraler Bestandteil der Reifenentwicklung: Jährlich werden 140.000 Reifen mehr als 200 Millionen Test-Kilometer gefahren. Ein Team mit professionellen Testfahrern führt mehr als 67.000 Tests durch. Bis eine Innovation freigegeben wird, umrundet ein Reifen die Welt etwa 500 Mal. Rund 250 Mitarbeiter aus der Forschung und Entwicklung führen Labortests, Außenversuche und Simulationen durch. Sie entwickeln außerdem technische Standards, die weltweit bei Continental-Tests zum Einsatz kommen. Trotz automatisierter Tests zum Beispiel in der vollautomatischen Testanlage AIBA (Automated Indoor Braking Analyzer) ist der persönliche Eindruck der Testingenieure nicht wegzudenken. Zahlreiche Versuche, wie zum Beispiel das Handling im Grenzbereich, Nässeverhalten, Lenkeigenschaften und Komfort, gehen nicht ohne einen Testfahrer am Steuer. Eure Fragen an den Reifentest-Experten Andreas Schlenke Die Antworten liefert der Reifentest-Experte Andreas Schlenke. Der Maschinenbauingenieur ist seit 1998 bei Continental in der Forschung und Entwicklung der Reifen-Division tätig. Kaum einer vereint so viel Reifenwissen und Expertise in Reifentests wie er. Schon zu Beginn seiner Laufbahn bei Continental fokussierte er sich auf Reifentests. Seit 2016 ist er der Leiter Technical Benchmarking & Customer Interfaces worldwide. „Seit ich bei Continental bin, liegt mein Fokus auf der Prüfmethodenentwicklung. Auch als Entwicklungsleiter hatte ich sehr viel mit Prüfmethoden und mit Testing zu tun.“ Ein MOTOR-TALKer begleitet uns zum ExpertentalkJeder, der eine Frage einreicht oder abstimmt, nimmt an unserer Verlosung teil. Der Gewinner wird Teil unserer Reisetruppe und kommt am 7. Mai mit uns nach Hannover zum Contidrom. Er oder sie kann hinter die Kulissen der Reifentests schauen und den Experten mit Fragen löchern. Den Expertentalk zeichnen wir auf. So können alle MOTOR-TALKer dabei sein, ganz unabhängig von der Tageszeit. Jemand anderes hat schon Eure Frage gestellt? Kein Problem, gebt der Frage einfach einen Daumen nach oben. Die Fragen mit den meisten Stimmen nehmen wir mit nach Hannover. Worauf wartet Ihr? Macht mit! |
Ihr habt bisher 147 Fragen gestellt
Eure Top-Fragen an die Experten
Weshalb stellen die EU-Reifenlabels (Rollwiderstand/Nasshaftung) teils so einen Widerspruch zu Testergebnissen (z.B. des ADAC) dar? Ermöglichen diese überhaupt eine halbwegs objektive Vergleichbarkeit unter den Herstellern? Warum haben Continental Reifen in allgemeinen Tests lautere Abrollgeräusche als die Mitbewerber? Wieso haben Neureifen nur 8mm Profil?
132 weitere Fragen an die Experten
Wie verhält sich ein Reifen bei verschiedenen Temperaturen. Ab welcher Temperatur ist ein Winter resp. Sommerreifen (Schnee/Eis ausgeschlossen) besser? Ändert sich bei einem Reifenmodell mit der Änderung des Lastindex auch die Gummimischung? Weshalb werden sportlich ausgelegt Universalreifen wie der Sport Contact 6 im Gegensatz zu ihrem Vorgänger nicht mehr in den gängigsten Größen ab 16 oder 17" angeboten, sondern nur noch in extrem flachen Querschnitten für sehr große Räder? Gibt es Zusammenhänge zwischen Verbrauch, Geräusch, Rollwiderstand, Haltbarkeit und Verhalten bei Nässe, Haftung auf trockener Straße. und Lenkpräzision? Wieviel Schmiergeld wird so gezahlt? Wie stellt Continental eine subjektive Sichtweise der Testfahrer sicher? Wie lange dauert es, einen Reifen zu entwickeln? Wo sind die genauen Details dargestellt, was bestimmte OEM Reifen (also solche für Audi, BMW, Mercedes, Jaguar) anders machen? Wie aussagekräftig sind die EU-Reifenlabels ? Kann man sich auf die Verlassen oder kann da auch getrickst werden ? Sollte man nicht mal mehr Geld von unseren Steuern in einen besseren Strassenbelag investieren. Die Entwicklungen der Reifen ist doch dagegen ziemlich ausgereizt oder etwa nicht? Als Laie kann ich kaum bemerkbare Unterschiede verspüren. Im Straßenbelag schon. Ein angenehmer "Flüsterasphalt" ist durch keinen Reifen zu ersetzen. Und wieviel Prozent bei allen getesteten Kriterien werden mit den neuen Reifen gegenüber den alten Reifen übertroffen? Steht der Aufwand der vielen einzelnen Reifen überhaupt noch im wirtschaftlichen Verhältnis? Wäre es nicht sinnvoller in einen perfekten Straßenbelag für "alle" zu investieren? Wenn man sich die Straßenzustände im Automobilland Nr. 1 anschaut, sollte man nicht meinen, dass es die Nr. 1 ist. Werden die Reifen nicht deshalb überbewertet? Wie sehen die Experten das Verhältnis Straßenbelag vs. Reifen? Welche gefahren bringt ein zu hoher Reifendruck !? 1. Gibt es eine Möglichkeit, als Laie zu erkennen, ob ein Reifen im Innenraum leise abrollt, z.B. am Profildesign. 2. Wie gut korellieren die Lautstärkeangaben des Reifenlabels (Außengeräusch) mit dem zu erwartenden Innengeräusch. Mir ist bewusst, dass das Innengeräusch eines Reifens von Fahrzeug zu Fahrzeug schwankt. Gibt es Werte wie weit Reifen von der ursprünglichen Leistung abbauen. 100% Profil = Volle Performance / Leistung 50% Profil = ? Performance / ? Leistung In Tests gibt es hier keine Aussagen. Was hält Continental von Ganzjahresreifen? Erfahren die Reifentester/Ingenieure auch ein Feedback aus der Praxis, also von den eigentlichen Reifennutzern, den Autofahrern?
