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Themenspezial zum Expertentalk
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Continental Reifen und Reifentests im Video

Wenn es um Sicherheit geht, ist ganz wichtig: testen, testen, testen. Das gilt im Besonderen beim Thema Reifen und Fahrsicherheit. Wie man Reifentester wird und ob Reifen auch zukünftig noch schwarz sind, lest Ihr hier.

von MOTOR-TALK am 02.10.2018 um 10:54

Bevor ein neuer Reifen der Marke Continental in den Handel kommt, hat das Modell bereits 500 Mal die Welt umrundet. Theoretisch. Was die Reifentester während der vielen Testkilometer genau machen, warum das so wichtig ist und wie man Reifentester wird, das wolltet Ihr von den Experten von Continental wissen. Deshalb haben wir ihnen einen Tag lang über die Schultern gesehen und ihnen Eure Fragen gestellt. Die Antworten haben wir hier für Euch aufbereitet.

Der Tag auf dem Contidrom

Das Experten-Interview

Auf dem Contidrom haben wir Eure Fragen dem Reifenexperten Andreas Schlenke gestellt. Der Maschinenbauingenieur arbeitet seit 1998 bei Continental im Bereich Reifentests. Sein Fokus liegt auf der (Weiter-)Entwicklung von Prüfmethoden. Mit dabei: MOTOR-TALKer Leon596.

Hier könnt Ihr Euch das komplette Interview im Video ansehen. Mit Hilfe der Sprungmarken kommt Ihr schnell zu den Bereichen, die Euch besonders interessieren.

  • Das haben die Experten von Continental auf eure Fragen geantwortet
  • ab 02:00Test und Entwicklung von Reifen
  • ab 10:54Winter- und Sommerreifen
  • ab 16:08Eigenschaften von Reifen
  • ab 19:56Nachhaltigkeit und Labels
  • ab 23:35Fragen von dem MOTOR-TALKer
  • ab 27:20Lebensdauer und Abnutzung
  • ab 34:20Aufbau und Größe
  • ab 47:13Geräuschentwicklung
  • ab 50:03Reifendruck

Zielkonflikte in der Reifenentwicklung

Ein Reifen sollte im Idealfall mit ordentlich Grip in die Straße beißen, leise abrollen und lange halten. Andreas Schlenke nennt das einen klassischen Zielkonflikt, da das Verändern eines Bereichs (z. B. besserer Grip bei Nässe) direkt zu einer Veränderung eines anderen Bereichs (höherer Rollwiderstand, kürzere Laufleistung) führt. Auch deshalb sind Entwicklungsprojekte eher Marathons als Sprints. Doch bei all den schwierigen Entscheidungen ist für die Conti-Experten eines klar: Sicherheit geht über Komfort.

Reifen-Entwickler sind Reisende

Für ihre Tests reisen die Conti-Entwickler durch die ganze Welt – dorthin, wo die besten Testbedingungen herrschen. Die Hausstrecke ist das Contidrom bei Hannover. Im Jahr rollen 140.000 Reifen in 67.000 Reifentests über insgesamt 20 Millionen Testkilometer.

Drei Jahre dauert es in der Regel, einen Reifen von Grund auf neu zu entwickeln – von der ersten Idee bis zum fertigen Marktreifen. Bei Erstausrüster-Reifen ist die Entwicklungszeit interessanterweise nicht wesentlich kürzer. Da hier ein Serienreifen auf ein bestimmtes Fahrzeug angepasst werden muss, dauert auch das 2 bis 3 Jahre.

Es geht nicht ohne menschliche Testfahrer

Auch wenn einige Reifeneigenschaften wie Verschleiß automatisiert geprüft werden können, sind menschliche Testfahrer weiterhin unverzichtbar. Nasshandling, Lenkpräzision, Fahrgeräusche, Kurvengrip sind sicherheitsrelevante Eigenschaften und können nur von geschulten Testfahrern in standardisierten Tests richtig beurteilt werden. Das funktioniert laut Conti so gut, dass die Testfahrer einzelne Testeigenschaften stets gleich beurteilen – mit sehr geringen Abweichungen.

Alle saisonalen Reifentests auf einen Blick

Die MOTOR-TALK-Redaktion hat in den vergangenen Jahren die Reifen-Testberichte der gängigen Fachmedien und Prüforganisationen zusammengefasst. Hier findet Ihr die Reifentests zu Winterreifen und Ganzjahresreifen sowie die jeweiligen Reifen-Testsieger der Jahre 2014, 2015, 2016, 2017 und 2018.

von MOTOR-TALK am 02.10.2018 um 10:54
FAQ

Wissenswertes zum Thema Reifentests

Folgende Punkte sind bei dem Thema Reifentests viel diskutiert. Hier haben wir eine Zusammenfassung der häufigsten Fragen und Antworten.

Wer kann Testfahrer werden und wie?

Ausgeprägtes technisches Verständnis, fahrerisches Talent und Interesse an Motorsport und Fahrzeugtechnik sind Grundvoraussetzungen, um Testfahrer zu werden. Eine gute Basis ist ein technisches Studium, z. B. Maschinenbau oder Fahrzeugtechnik. Denn ein Testfahrer muss abstrahieren können: Welches Bauteil/welcher Reifenteil hat welchen Einfluss auf welches Fahrmanöver?

Die Ausbildung zum Testfahrer dauert bei Continental üblicherweise zwei Jahre, der Rest ist Erfahrung. Die meisten Conti-Testfahrer haben im Unternehmen als Ingenieure gearbeitet und irgendwann die Ausbildung zum Testfahrer absolviert.

Welche Aufgaben haben Testfahrer?

Hier gibt es drei Hauptbereiche: Testvorbereitung, Testdurchführung und Testnachbereitung. Zunächst muss klar sein, welche Kriterien getestet werden sollen. Hier gilt es, die richtigen Fragen zu stellen, wenn Reifen im Test sind: Was ist das Ziel des Tests? Welcher Reifen rollt auf welchem Testgelände, um die gewünschte Eigenschaft zu prüfen? Logistik ist wichtig, damit die richtigen Reifen am richtigen Fahrzeug sind - und die Teststrecke frei ist. Dann folgt der Test selbst, nach einem festen Schema. Im Anschluss bespricht der Testfahrer das Ergebnis mit den Entwicklern und verfasst einen Testbericht.

Was hat der Ruß in den Reifen mit Feinstaubbelastung zu tun?

Nichts. Grundsätzlich gilt Reifenabrieb nicht als Feinstaub, da die Partikel zu groß sind. Ruß wird den Reifen beigemischt, um die Haltbarkeit zu verbessern. Dass er den Reifen Schwarz färbt, ist nur ein Nebeneffekt. Ließe man den Ruß weg, würde sich der Abrieb eher erhöhen als verringern. Der Reifen bleibt also erst mal weiterhin schwarz. Continental forscht verstärkt an natürlichen Alternativen, z. B. Kautschuk aus Löwenzahn (Taraxagum).

Helfen Reifenlabel bei der Vergleichbarkeit der verschiedenen Hersteller?

Ihr habt ganz viele Fragen zum Thema Reifentests gestellt. Die Frage, die die meisten von Euch interessiert hat, lautet: Woher kommt der Unterschied zwischen den Testergebnissen von Prüforganisationen wie ADAC und Co und den Angaben auf dem Reifenlabel? Die Prüforganisationen messen meist differenzierter. Sie beziehen weitere Werte aus anderen Messungen hinzu. Idealerweise nutzt man für eine Kaufentscheidung eine Mischung aus Reifenlabel und Reifen-Restberichten.

Warum haben neue Reifen nicht mehr als 8 Millimeter Profiltiefe?

Bei Pkw-Reifen bringt eine Profiltiefe über 8 Millimeter keine Vorteile. Im Gegenteil, es muss mehr Masse bewegt werden und das vergrößert den Rollwiderstand und verschlechtert die Trockeneigenschaften.

87 Kommentare
Wisy Avatar
von Wisy2. Oktober 2018 um 16:06:39 Uhr

Der Kommentar ist viel zu Allgemein formuliert, ist nicht zu gebrauchen. Diese Assagen kenne ich aus meinen eigenen Erfahrungen, nach 2.9 Millionen gefahrenen Kilometer. Am wenigsten Probleme hatte ich mit Michelin Pneus. Gruss Wisy

LJ-75 Avatar
von LJ-756. Oktober 2018 um 09:55:10 Uhr

Informativer Bericht und ich persönlich kann die Contireifen ohne Bedenken weiterempfehlen.

Gruß

LJ-75

hmm...egal Avatar
von hmm...egal6. Oktober 2018 um 12:03:57 Uhr

Habe auf meinem Sportage die ContiSportContact 5 drauf. Reifen mag von seinen Eigenschaften gut sein, aber Geräuschentwicklung und Federkomfort sind eine Katastrophe. Für mich gilt, nie mehr Continental!

achim-martin Avatar
von achim-martin6. Oktober 2018 um 12:23:38 Uhr

Bei mir gibts nur noch die ContiSportContact Seal Reifen. Die Sport Contact Reifen, inklusive der Seal Reihe halten lt. Tests deutlich länger als die Premium Marke von Conti und mit "Seal" können einen selbst 5mm Nägel nicht mehr aus der Bahn werfen.

 

Verstehe nicht, weshalb bei Neuwagen nicht automatisch Seal Reifen (meinetwegen auch von anderen Herstellern) gewählt werden können, denn dann spart man sich Ersatzreifen oder diese umständlichen Reparaturkits.

Rheobus Avatar
von Rheobus6. Oktober 2018 um 12:46:30 Uhr

Ich fahre seit Jahren auf diversen Autos 18 Zoll im Winter und 19 Zoll im Sommer, nach einigen ausrutschern bin ich immer wieder zu Conti zurückgekommen, für mich einer der besten Reifen auf dem Markt

kappa9 Avatar
von kappa96. Oktober 2018 um 12:55:04 Uhr

Ich hatte auf zwei Fahrzeuge je ein W221 VorMopf (kurzversion 4matic) und MoPf (Langversion 4matic) Conti MO-Winterreifen mit zugelassenen Abmessungen und Lastdaten.

Bei zwei Reifensätzen und jeweils vier Reifen (vo-hi in der Folgesaison getauscht, Laufrichtung beibehalten) hatte ich Extremverschleiß auf der innersten Kante an der Flanke nur bei den Hinterrädern.

Luftruck war 0,2Bar über den Herstellerangaben.

an zwei Reifen bis zum Karkassenbruch und herausschauendem Draht - bei einem ansonsten exakt gleichmäßigen Restprofil von ca 5mm.

 

Aussage und Frage des Reifenfachbetriebes: "Überlastung der Flanke - sind Sie mal mit zu hoher Beladung oder zu geringem Reifendruck gefahren?" - NEIN, das kann ich beides definitiv ausschließen! "Dann war es bestimmt ein Produktionsfehler" (Beim gleichen Fehler des zweiten Reifensatzes glaube ich da nicht mehr dran)

 

 

Daraufhin nach dem zweiten Satz Conti mit den selben Problemen ohne Änderungen am Fahrzeug Michelin MO-WR montiert: 40tkm ohne die geringsten Probleme - auch die Innenkante absolut unauffällig und gleichmäßig.

 

Mein persönliches Fazit nach bitterer eigener mehrfacher Erfahrung: Conti WR sind mir zu lebensgefährlich.

patru Avatar
von patru6. Oktober 2018 um 13:36:48 Uhr

Ich hatte auch meine negative erfahrung mit den Sport Contact 5 vor fünf Jahren!

Nach drei Monaten und ca.5 tkm gefahren wahren diese zwischen 20-40 kmh dermaßen laut als wäre ein Lager def.

Reklamation hatte nichts gebracht da nicht der Reifen schuld wahren, sondern das Fahrzeug und meine Fahrweise!

Lediglich 25% des Preises bei einer Rücksendung der Reifen wurde mir angeboten.

Hatte das Angebot angenommen und seitdem fahre ich Hankook.

Was soll ich sagen, das gleiche Fahrzeug ohne mein Fahrverhalten zu ändern keine Probleme mehr!

Nie wieder Conti!

OO--II--OO Avatar
von OO--II--OO6. Oktober 2018 um 15:34:02 Uhr

Nochmal aufgewärmt das Ganze ?

https://www.motor-talk.de/.../...nd-ganz-viele-antworten-t6369658.html

Hätt man doch gleich bissl ausführlicher machen können ;-)

wolfgangpauss Avatar
von wolfgangpauss6. Oktober 2018 um 15:56:41 Uhr

Entgegen meiner Überzeugung habe ich heute vier TS 860 gekauft. Ich wurde vom Preis überzeugt, knapp 52€ je Stück ist ein Wort, mit Montage, Wuchten und Altreifenbeseitigung kommen 67€ je Reifen zusammen. Da kann man schon mal den Conti kaufen, was ich nach der Schließung der Produktion PKW-Reifen hier im Lande vermied.

harry_76_2 Avatar
von harry_76_26. Oktober 2018 um 16:01:42 Uhr

[Inhalt von MOTOR-TALK entfernt]

Sport Contact 6 ist ja schon in den Vorabtest den Testern um die Ohren geflogen.

Nun ja auch später hat man die Dinger noch immer nicht im Griff. An meinem PKW habe mitlerweile 3 Stück fette Blasen an der Seite geworfen. Und bei der Frau am PKW waren alle 4 defekt. Bei der ersten Blase und noch keine 5tkm habe ich mir die Mühe gemacht und bin zum Reifenhändler der die Dinger zu Conti geschickt hat. Im Vorfeld wurde mir da schon mitgeteilt das Conti Blasenbildung immer auf eigenverschulden schiebt. 3 Monate später erbarmte sich dann Conti und Antwortet .... Bla bla bla, 100% Eigenverschulden und ob man den reifen entsorgen soll. Die anderen Reifen blähten sich dann fast im Monatsrhythmus auf. Für mich ist das ein einziger Serienfehler und kein Eigenverschulden. Mein Reifenhändler hat die Dinger mittlerweile bei sich aus dem Programm genommen weil ich nicht der einzige wäre. Ganz besonders lächerlich hat sich Conti noch gemacht nach einem kleinen Anwaltsschreiben, Urplötzlich wollte man sich dann noch mal erbarmen und einen Reifen genauer Prüfen. Da fragt man sich doch was hat man vorher geprüft. Schätze genau nichts, da der Reifen optisch genau so zurück gekommen ist wie er hin geschickt wurde. Mit Röntgen hats sich jedenfalls nicht wenn man prüfen will ob da alle Schichten richtig zusammen gebacken sind. Conti .... Nie wieder! Der Laden hat es noch nicht mal nötig gehabt mir in irgend einer Weise entgegen zu kommen. Fahre jetzt wieder Michelin da brauche ich keine Angst zu haben das mir spontan ein Reifen bei +200km/h platzt.

 

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Einzelne Inhalte in diesem Beitrag wurden von MOTOR-TALK entfernt

wolfgangpauss Avatar
von wolfgangpauss6. Oktober 2018 um 16:01:58 Uhr

Achso, anstelle der Conti fahre ich seitdem Michelin und bin sehr zufrieden damit. Die werden übrigens hier gefertigt. Ich fahre keine MO Reifen mehr, weil die technische Entwicklung geht weiter und der MO ist auf dem Stand der Zertifizierung festgeschrieben.

gobang Avatar
von gobang6. Oktober 2018 um 16:08:09 Uhr

Früher war Conti schon ganz gut, heute wissen sie nichts mehr von Qualität, Hauptsache billig und dabei sind sie trotzdem noch teurer als die Konkurrenz.

Schade um den guten Namen.

Goldfinger23 Avatar
von Goldfinger236. Oktober 2018 um 19:26:25 Uhr

Ich weiß ja nicht, was hier einige Foristen so mit ihren Reifen anstellen, dass die solche Probleme haben, wenn sie denn überhaupt stimmen. Aber ich fahre jetzt schon seit 20 Jahren immer nur Continental auf allen unseren Fahrzeugen und ich hatte noch nie Probleme mit den Reifen. Weder übermäßiger Verschleiß noch andere, auf die Produktion zurückzuführende Schäden, gab es da. Ich denke eher, hier werden einige meinen die großen Experten sein zu wollen und daher an einem Spitzenproduckt herummäkeln zu müssen. Ich vertraue da eher den wirklichen Tests von Profis und diese beweisen auch immer wieder, das Continental immer Spitzenprodukte auf die Straße stellt.

wolfgangpauss Avatar
von wolfgangpauss6. Oktober 2018 um 19:57:18 Uhr

Ich zumindest habe Conti wegen der Firmenpolitik gemieden und nicht wegen der Produktqualität. Ich akzeptiere bestimmte Begründungen nicht.

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