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Conti-Tuning-Event - ein unglaubliches und unvergessliches Erlebnis!!!

Wieder daheim und die Ereignisse von letzter Woche verdaut, werde ich hier versuchen, diese für euch anschaulich zu schildern.

Die top durchorganisierte Veranstaltung hätte es aber nicht ohne CONTINENTAL, MOTOR-Talk, die Tuner (ABT, AC Schnitzer, edo competition, ELIA Tuning & Design, HEICO SPORTIV, Hennessy, Lorinser, MTM und TechArt) und die zahlreichen Helfer nicht gegeben. Deshalb ein großes Dankeschön, dass so etwas auch "Otto-Normal-Menschen" aus dem Forum ermöglicht wurde!

Jetzt leg ich aber mit meiner Geschichte los :cool:

Fangen wir am Mittwoch, den 25.02.2015 an. Meine Regionalbahn zum Würzburger Hbf ging um 7:57 Uhr von Schweinfurt ab. Natürlich kam ich - von meinem Vater chauffiert - direkt zusammen mit dem Zug am Bahnhof an :rolleyes: Mit Herzklopfen und - zum Glück - wenig Gepäck stürmte ich auf die Bahn zu und schaffte es rein bevor sich die Türen hinter mir verschlossen. Den Intercity zum Frankfurter Flughafen von Würzburg aus erwischte ich mit etwas weniger Stress und kam erleichtert noch vor 10 Uhr am Flughafen an. Unser Flug in die Schweiz ging um 12:30 Uhr, also hatte ich noch reichlich Zeit. Am Abflug-Gate traf ich auf die restlichen Motor-Talk-Gewinner inklusive unserem Fotografen Ralf.

Nach ca. 30 Minuten Flugzeit kam die Lufthansa Boing auf dem Züricher Flughafen zum Stehen und ich stolperte erleichtert aus dem Flugzeug – die anderen hatten schon mitbekommen, dass Fliegen nicht unbedingt zu meinen Lieblingsaktivitäten gehört. Dort warteten schon die Conti-Crew, Klaus und Nico von Motor-Talk, Sabine Schmitz sowie unser Wiener Motor-Talker, der mit dem Zug angereist war. Mit zwei T5 Bussen ging es dann in Richtung Naters zu unserm Hotel. Auf der ca. 3,5-stündigen Fahrt bekamen wir sogar die Gelegenheit auf einem Autozug Passagier zu sein.

Am Abend im Hotel angekommen, einquartiert, aufgefrischt und ab zum Abendprogramm im Schlosskeller Brig. Nach leckerem Fingerfood, das unsere von der langen Reise hungrigen Mägen schon etwas gefüllt hatte, und einem erfrischendem Gläschen Weißwein, begaben wir uns erst einmal zur Präsentation von Continental, die von Herrn Henry Siemons geleitet wurde. Die Geschichte von Continental, die Reifen (TS 810, TS 830 und TS 850) mit ihrem asymmetrischen Profil und die verschiedenen Bereiche, in denen das Unternehmen arbeitet, wurden vorgestellt und daaaaaanach endlich die Tuner mit ihren Fahrzeugen :D

Folgende Fahrzeuge waren vor Ort:

- Audi A1 mit 380 PS von MTM

- Audi RS 5 mit 450 PS von ABT Sportsline

- BMW 435d mit 360 PS von AC Schnitzer

- Corvette C7 mit 700 PS von US66 - Hennessy

- Ferrari 458 Italia mit 620 PS von edo competition

- Mercedes Benz S 500 L mit 600 PS von Lorinser

- Porsche 911 Turbo S mit 590 PS von edo competition

- Porsche 911 Turbo S mit 620 PS von TechArt

- Renault Megane RS mit 307 PS von ELIA Tuning & Design

- Volvo V40 CC mit 270 PS von HEICO SPORTIV

 

Die Vorfreude wuchs enorm!

Nach der Vorstellung bekamen wir das leckere Abendessen in drei Gängen serviert, dazu schmackhaften Wein und genossen ein nettes Beisammensein. Erst kurz vor Mitternacht beschloss man, dass man müde genug fürs Hotelbett war.

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück gleich um 7:45 Uhr Richtung Ulrichen zum Testgelände. Dort angekommen, erwartete uns eisiger Frost mit – 21°C! Aber die schicken Autos standen schon mit brubelnden Motoren in Reihe für uns bereit, was die klirrende Kälte schnell vergessen ließ. Rutschend und grinsend schossen wir ein Foto nach dem anderen von den Schönheiten. Leider hatte ich nur meine Handy-Kamera zur Verfügung und äugte immer wieder neidisch zu den Kollegen mit Spiegelreflex. Als Entschädigung hatte ich dafür zwei Go-Pros eingepackt ;)

Nach kurzer Besprechung und Aufwärmung in der kleinen Hütte des Testgeländes, bekamen wir einen Bewertungbogen in die Hand gedrückt und dann ging es auch schon auf die Piste. Ich erwischte zuerst den wohl absolut unscheinbarsten Wolf im Schafpelz, das A1 Sondermodell, von MTM veredelt und auf unglaubliche 380 Pferdestärken gesteigert!

Die zehn Motor-Talker wurden in zwei Gruppen gespalten und auf die beiden Testgeländeabschnitte verteilt. Es gab zwei Trainings- bzw. Testmodule. Das eine bestand aus einem abgesteckten Handlingparcours, bei dem es zuerst eng zuging, wo man aber bei der Rückfahrt auch kräftig aufs Gaspedal drücken konnte und sich von der Power der Fahrzeuge überzeugen durfte. Das andere Modul war ein Slalom-, sowie Beschleunigungs- und Bremsparcours auf Zeit, zusammenfassend ein Dynamiktest. Genauso wie die Teilnehmer, wurden auch die zehn Autos auf die Strecken verteilt.

Ich war bei der Gruppe, die zuerst auf dem Handlingparcours herumwuseln sollte. Nach drei Runden wurde der fahrbare Untersatz gewechselt bis man alle fünf durch hatte, danach wechselten die Autos die Parcours und wir durften die restlichen Boliden im Handling testen.

Nach einer kurzen Pause in der Hütte tauschten die Gruppen die Module, sodass ich wiederum alle Fahrzeuge auf der Slalom- und Beschleunigungsstrecke ausprobieren durfte. Zuerst allerdings wurde mit einem neuen Mercedes-Benz C 180 von der Stange eine Referenzzeit gefahren, damit man später einen Vergleich zu den getunten Vierrädern hatte.

Nach dem Mittagessen wurde ausgelost, wer in welchem Auto mit Sabine Schmitz den Pass im Tiefschnee hochrauschen darf. Ich zog den Heico Sportiv Volvo V40 CC und war nicht unzufrieden damit, denn er war nach den beiden Parcours mein heimlicher Favorit ;) Aber dazu später mehr.

Nun darf ich euch meine persönlichen Auswertungen der einzelnen Fahrzeuge darbieten. Diese Eindrucke beruhen auf dem absolut ersten Eindruck der Autos. Leider hatten wir nicht besonders viel Zeit, um uns an die einzelnen Konzepte zu gewöhnen. Bestimmt würden sich einige Ansichten von mir ändern, wenn ich die Autos besser kennen würde.

Fangen wir in alphabetischer Reihenfolge an:

Audi A1 Quattro von MTM

Gleich im Handlingparcours fiel mir auf, dass der Kleine ganz schön Dampf hatte, sich super einlenken ließ und sehr wendig war, aber leider die Assistenzsysteme recht früh eingriffen und er trotz Allrad eher über die Front aus der kurve raus schob, wenn es ein bisschen schneller gehen sollte. Das nahm mir etwas den Spaß.

Nichtsdestotrotz hat hier MTM ganze Arbeit geleistet! Obwohl mir das Design des A1 nie besonders gefallen hat, wurde dieses Modell sehr schön veredelt, vor allem der Motor war eine Kanone und katapultierte den Kleinsten aus der „Herr-der-Ringe“-Familie in die Herzen der Testfahrer. Innen gewohnte Audi-Qualität, gemütliche Sportsitze, tolles kleines und griffiges Sportlenkrad, doch persönlich finde ich alles in Schwarz zu monoton und langweilig.

Auch im Slalom- und Beschleunigungsparcours machte der A1 eine gute Figur! Im Slalom belegte er den 4. Gesamtplatz und im Beschleunigen und Abbremsen sogar den 2. Platz, was ihm den Gesamtplatz 3 im Dynamiktest bescherte! Bei der Passfahrt mit Sabine war der kleine Audi der viertschnellste.

Audi RS 5 Quattro Cabrio von ABT Sportsline

Die Fahrt mit dem RS 5 werde ich wohl nie vergessen. Mein Beifahrer, der Harry war im Handlingparcours am liebsten sehr sportlich unterwegs und so gab er mir die ganze Fahrt über Tipps, wie ich noch schneller um die Pylonen kommen konnte und feuerte mich an. Das ganze machte natürlich einen Riesenspaß, leider nicht ohne ein paar von den Kegeln mitzunehmen, was die Spoilerlippe etwas in Mitleidenschaft gezogen hatte. Aber der Harry nahm es locker, "Egal, du sollst doch Spaß dabei haben!" meinte er grinsend und reichte mir den RS 5-Schlüssel mit dem ABT-Logo, als Andenken fürs Foto :D Zum Glück war ich nicht die einzige, die Pylonen abmähte ;)

Zu den Fahreigenschaften des RS 5. Zuerst fiel einem der mächtig schöne Sound auf, der aus dem Auspuff schnurrte. Beim Fahren war das Auto wirklich unkompliziert, nur bei meiner rasanten Fahrt war es manchmal etwas schwer, das wiederum auditypisch etwas über die Vorderräder rutschende Auto genau in die gewollte Richtung durch die Kegel zu dirigieren. Dazu griffen die Systeme, genau wie beim A1, recht früh ein. Trotzdem hatte er ein unheimlich gutes Handling, eine sichere Seitenführung und einen bärenstarken Motor.

Zur Verarbeitung brauch ich nichts zu sagen, die war natürlich tipptopp und wunderschön- wenngleich wieder nur Schwarz - auch außen leider nur langweilig Schwarz. Gut, den meisten Leuten sagen diese Mainstreamlackierungen zu, ich mags lieber in Farbe ;)

Im Dynamiktest war der RS 5 mit knappem Abstand der Sieger! Das sagt wohl alles zur Wintertauglichkeit des Audis.

Die Passfahrt verlief bei ihm eher gediegen auf Platz 7.

BMW 435d xDrive von AC Schnitzer

Mein Eindruck vom 4er war… riiiichtig guuut, obwohl ich mich eher nicht zu den BMW-Fans gezählt hatte. Der einzige Diesel im Feld überzeugte mit einem sehr leichten und sicheren Handling, Spurtreue, einem natürlich sehr guten Drehmoment und reichlich Spaß am Fahren! Die Traktionskontrolle schaltete sich nicht so früh ein wie bei den Audis und man konnte ihn recht gut um die Pylonen herumzirkeln, wobei ich nach dem Audi RS 5–Ritt bei den anderen Autos eher vorsichtig war. Ich wollte nichts mehr kaputt machen :rolleyes:

Der Innenraum war sehr nett gestaltet, das Lenkrad (endlich mal ein filigraneres BMW-Lenkrad!) lag sehr gut in der Hand und die Sitze waren sportlich-gemütlich. Einzig das Automatik-Getriebe "störte" mich etwas, da ich ein Auto lieber mit der Kupplung und Gas "erspüre" als mit so komischen Schaltpaddles, aber der Trend geht ja zu Automatikgetrieben und der BMW war ja nicht der einzige mit Automatik.

Von Außen gefiel mir der 4er schon immer. Der elegante, aber trotzdem sportlich-aggressive Look passte zu diesem Fahrzeug wie die Faust aufs Auge ;) Und die Farbe Weiß unterstützte dazu dieses schicke Aussehen.

Beim Handlingtest kursierte der 435d zusammen mit dem RS 5 auf Platz 1 der Gesamtwertung, im Dynamiktest konnte er jedoch nur den 4. Gesamtplatz erreichen.

Laut Sabine machte das Auto bei der Passfahrt den meisten Spaß, von der Zeit her konnte er aber "nur" den 3. Platz erreichen.

Corvette C7 von US66 - Hennessy

Eins der Autos, auf die ich besonders gespannt war – nicht nur wegen den meisten Pferden im Conti-/Motor-Talk-Teststall, sondern auch auf den Sound und den Gesamteindruck eines Amis. Denn bisher durfte ich noch in keinem sportlichen US-Car Platz nehmen, geschweige denn es fahren.

Und die Vette hat mich überrascht! Der Sound, vor allem beim Anwerfen des Motors, ließ mein Herz höher schlagen (eigentlich habe ich's gar nicht anders erwartet) :D Trotz der unbändigen Power, ließ sie sich recht human um den Handlingkurs bewegen, wenngleich natürlich nicht so schnell wie die Allrader mit etwas weniger Ponys. Man durfte den Gasfuß nur ganz einfühlsam benutzen, denn war man etwas gröber, machte die C7 sogleich einen Satz zur Seite. Zu gern hätte ich sie bei trockenen Verhältnissen ausprobiert. So begnügte ich mich mit einer vorsichtigen Fahrt und mit dem Genuss, so eine Augenweide bewegt und gehört zu haben.

Das Design fiel mir gleich auf. Front wie Heck waren bei der C7 sehr gelungen, die LSD-Flügeltüren verliehen dem Fahrzeug zusätzlich einen exotischen Touch. Eine grelle Quietschgelb-Lackierung gepaart mit einem dunklen Beige im Interieur, sehr gut verarbeitet, weiß zu gefallen!

Beim Slalom- und Beschleunigungstest holte die Diva aus den Staaten lediglich den 8. Platz und bei der Passfahrt brauchte Sabine am längsten mit ihr. Doch schaut man auf die Bedingungen, muss man den Hut vor dem Auto ziehen, das die 700 PS auf nur zwei Hinterräder verteilt.

Ferrari 458 Italia von edo competition

Der zweite Exot dieses Events! Und genauso wie auf die Corvette freute mich auf den heißen Italiener! Wann bekommt man schon die Gelegenheit in einem Ferrari zu sitzen oder sogar einen zu fahren? Genau wie die Corvette begeisterte das Auto die Leute um sich herum am meisten emotional! Dieser Sound (man per Knopfdreh die Auspuffklappen manuell verändern) und dieses Design!

Irgendwie rückten die Parcours und die Bewertungen ins Unwichtige, sobald man in dem Auto saß. Hauptsache fahren und das Gefühl genießen ;) Aber etwas bekam ich doch noch mit, unter anderem weil man – genauso wie bei der C7 – auf das Gaspedal achten musste. Ich fand den 458 einen Tick unruhiger beim Einlenken als die Corvette, die mir etwas präziser erschien. Trotzdem ließ sich der Ferrari sicher um den Kurs bewegen, was wohl auch an den Reifen lag, die immer ein gutes Gefühl, vor allem beim Bremsen und in der Seitenführung vermittelten.

Exterieur wie Interieur waren erste Sahne! Da braucht man nicht viel darüber zu schreiben. Auch die Sportsitze waren nicht ungemütlich – zumindest nicht auf den kurzen Strecken – und Weltreisen wird man mit so einem Fahrzeug wohl eher nicht unternehmen (Ausnahme: von Deutschland in die Schweiz :D ).

Durch die Umstände musste sich der 458 leider von den anderen Autos im Dynamikparcours geschlagen geben, der Heckantrieb mit den 620 PS fand kaum Traktion auf dem Schnee und brauchte damit die längste Zeit für den Kurs. Doch der beste Klang entschädigte uns bestens für nicht so hervorragende Winterfahreigenschaften ;) Die Passfahrt wurde nach dem schweren Aufstieg der Corvette mit dem Ferrari lieber ausgelassen.

Mercedes Benz S 500 L von Lorinser

Das Schwergewicht unter den Boliden! Und ein Überraschungskandidat! Ich stieg ohne besondere Erwartungen ist diese Limousine und mich erwartete die gewohnt elegante und teure Innenausstattung eines S-Klasse. Nur in der ganz neuen saß ich das erste Mal. Der Innenraum war schön modernisiert zum Vorgänger, doch die Grundkonzepte wie z.B. die Verstellung der Sitze, die sich immer an der Tür befand, existierte auch bei der neuen S-Klasse dort. Außen veredelte Lorinser das Auto mit einem sportlichen Bodykit, das einige nicht so passend fanden. Ich allerdings fand es nicht zu protzig und würde es sogar noch als recht dezent bezeichnen, da etwas dickere Stoßstangen gut mit einem etwas dickeren Fahrzeug fungierten, zumal man den Benz von Lorinser doch gleich von einem Stangen-S 500 unterscheiden sollte. Im Handlingkurs fuhr sich der Große recht unauffällig, aber sehr sicher und präzise für seine Größe. Schön angenehm!

Beim Slalom, Bremsen und Beschleunigen konnte sich der Mercedes, unter anderem auch wegen seiner sehr guten Assistenzsysteme, die gute Traktion boten, auf den 5. Rang fahren und als größte Überraschung für alle Beteiligten, unter dem Gasfuß von Sabine bei der Passfahrt den 2. Platz belegen! Mit einer besseren Gasannahme hätte es wohl auch für Platz 1 gereicht! Meinen Respekt!!!

Porsche 911 Turbo S von edo competition

Edo brachte nicht nur den Ferrari mit, sondern noch ein zusätzliches Schmankerl, den 911er von Porsche mit 590 PS. Das war einer von zweien. Ich kam im Handlingparcours im Gegensatz zu den meisten anderen besser mit dem Edo-Porsche zurecht. Warum, weiß ich nicht genau. Er war für mich einfach leichter zu händeln. Vielleicht lag es auch daran, dass wir nur in einem Modus, dem Sport-Modus, gefahren sind. Egal, auf jeden Fall hatte ich ein eher gutes Gefühl mit diesem 911er, wobei er durch seine Nervosität auf Schnee nicht an die Leistung der Audis und des BMW kommen konnte.

Das Exterieur war nicht so ganz nach meinem Geschmack, wieder Schwarz, diesmal mit grünen Streifen – irgendwie wollten diese aber nicht so ganz ins Design des 911er hineinpassen. Das Interieur war wiederum in Schwarz gehalten und mit Carbon versehen. Das Lenkrad gefiel mir sehr gut, "obwohl" es nur original Porsche war ;)

Im Dynamikkurs ließ sich der Edo-Porsche recht gut steuern, doch durch die vielen Pferdchen und die dadurch etwas leidende Traktion und nervöse Gasannahme musste er wohl Federn lassen im Gegensatz zu den Testkandidaten mit weniger PS. Ein immerhin 6. Platz ist dabei heraus gekommen, genauso wie bei der Passfahrt.

Porsche 911 Turbo S von TechArt

Der zweite Porsche 911 von TechArt war ein optischer Leckerbissen und hatte 620 PS. Mit dem Designkit mit grauen und blauen Applikationen, den klasse Felgen und der schicken weißen Farbe sah er herrlich aus. Auch der Innenraum war mit der Farbe Blau aufgefrischt und alles andere als langweilig. Sogar ein spezielles TechArt-Lenkrad war dem 911er vergönnt. Doch zugegebenermaßen fand ich mehr Gefallen am Originalen von Edo, da es etwas feiner gestaltet war und auch besser in der Hand lag.

Beim Fahren im Handlingpart testeten wir alle Stufen durch, die die Assistenzsysteme nach und nach in den Hintergrund rücken ließen und bei "Sport Plus" nur noch im äußersten "Notfall" eingriffen. Eigentlich eine super Sache, doch im Schnee wurde es zur fast unkontrollierten Rutschpartie. Für die Rennstrecke allerdings genau das Richtige! Wie gern hätte ich hier auch noch den Vergleich mit den anderen Fahrzeugen auf trockenem Racetrack!

Im Slalom kam ich recht gut mit dem TechArt zurecht, doch hier wiederum konnte er nur den 7. Platz erreichen. Doch bei der Passfahrt war er wieder vor dem Edo-Porsche auf dem 5. Rang. Ein spannendes Kopf-an-Kopf-Ergebnis :D

Renault Megane RS von ELIA Tuning & Design

Kommen wir zum einzigen Fronttriebler unter den Teilnehmern. Der Megane RS konnte zumindest designtechnisch super mit den Konkurrenten mithalten. Im wunderschönen Goldgelb-Metallic, aggressive, sportliche Außenoptik mit schnittiger Verspoilerung, alles andere als bieder! Auch innen mit Carbonoptik, Ziernähten, wunderschönen Schalensitzen und roten Guten ein echter Hingucker! Vom Aussehen mein Favorit unter den etwas günstigeren Sportlern.

Beim Handling und Slalom störte es mich nicht besonders, dass er nur Vortrieb an der Vorderachse hatte, denn er ließ sich souverän manövrieren und ich hatte durchgehend ein sicheres Gefühl bei dem Auto. Der Motor war für die 307 PS vielleicht etwas unauffällig, doch als flottes Alltagsauto vielleicht mit am besten geeignet von den bisherigen Fahrzeugen. Auch die manuelle Handbremse sowie die Handschaltung gefielen mir sehr gut, da konnte man noch schön ins Fahrverhalten eingreifen ;) Und da ich bis jetzt eigentlich nur Fronttriebler hatte, fühlte ich mich im Renault gleich zu Hause :)

Doch im Dynamiktest kam er leider nicht mit der Performance der anderen Kandidaten mit und platzierte sich sogar noch hinter der Corvette auf dem 9. Rang, bei der Passfahrt schaffte er es auf den 8. Platz.

Volvo V40 CC von HEICO SPORTIV

Last but not least der Volvo von Heico mit der niedrigsten PS-Zahl der teilnehmenden Tuner. Und der hat mich persönlich mit am meisten verblüfft! Von Außen wohl das unauffälligste Auto, in Weiß mit dezenten grünen Streifen, schwarz-silbernen Felgen und weit tiefer als das Original. Doch im Innenraum ging es richtig farbig zu! Die Sitze und die Türverkleidungen waren mit apfelgrünem Leder mit schwarzen Streifen ausgestattet. Heico bezieht das Interieur individuell nach Kundenwunsch für 1.600,- €, der Aufpreis für Leder im Volvo-Werk kostet über 2.000,- €! Für die tolle Qualität sind die 1.600,- € also ein Schnäppchen. Nach den Auswertungen war die Innen-Farbe wohl nicht Jedermanns Sache, doch da ich es ja bunt mag, konnte ich mich nicht satt sehen an dem erfrischenden Innenleben des Volvo.

Die nächste Überraschung kam beim Fahren. Gefühlt eins der unkompliziertesten Autos im Test, lief er wie am Schnürchen durch den Parcours, schnell und sicher und zudem mit für die 270 PS recht guter Beschleunigung. Auch im Dynamikteil hatte ich sofort das Gefühl, dass das Auto wunderbar mit den Bedingungen zurecht kam. Mein Gefühl täuschte mich nicht, denn im Slalom-/Beschleunigungs-Parcours belegte der Schwede ganz knapp hinter dem RS 5 den 2. Platz. Am Ende kam auch die Passfahrt, bei der ich Live dabei sein konnte! Und ich durfte es miterleben wie Sabine den Volvo durch den aufgewühlten Schnee auf Platz 1 hoch scheuchte. Das war wie bei einer Rallye und zauberte uns ein fettes Grinsen ins Gesicht :D Ich denke, wir beide hatten mächtig viel Spaß dabei!

Schließlich möchte ich noch ein großes Lob an Continental für die wirklich hervorragenden Wintereigenschaften ihrer Winterreifen aussprechen! Was mir bei durchgehend allen Autos aufgefallen ist, dass die Bremsung recht kurz und vor allem sicher war. Die Autos sind in keiner Weise ausgebrochen. Dazu ist mir bei allen Autos die sichere Seitenführung im Handlingkurs nicht entfallen. Ich schreibe das auf jeden Fall den Reifen zu und freue mich, dass ich diese auf diesen wunderbaren Fahrzeugen in dieser wunderschönen Gegend testen durfte!

Nach unserem kleinen Abenteuer fuhren wir hundemüde zurück zum Hotel und danach wieder zum Schlosskeller-Restaurant, um die ausgewerteten Ergebnisse zu präsentieren und natürlich, um uns ein leckeres Essen zu gönnen und den Tag mit netten Benzingesprächen ausklingen zu lassen.

Am Freitag ging es erneut früh raus, denn unser Shuttle zum Flug nach Hause ging schon um 7 Uhr.

Hiermit möchte ich mich nochmals herzlich bei allen Tunern, Continental und Motor-Talk, sowie allen fleißigen Helfern bedanken, die uns das alles ermöglich haben!!!

Sammy

Und hier findet ihr eine kleine Film-Zusammenfassung des Events incl. Passfahrt. Viel Spaß :)

https://www.youtube.com/watch?v=cQVBlLWvbOQ&feature=youtu.be

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4 Kommentare

Hallo Sammy,

 

Einen sehr schönen Bericht hast du geschrieben.

Jedes einzelne Fahrzeug sehr detailliert und kompetent analysiert.

Da frage ich mich, was die professionellen Autotester so machen, denn in vielen Test von Autozeitschriften ist weniger Substanz.

 

Hast wirklich du den Pylon umgefahren? Ich will hier ja kein Klischee bedienen.... :):rolleyes:

 

Liebe Grüße,

Zosis

Avatar von race-wo-man-87
Mitsubishi Themenstarter
5. März 2015 um 20:35:41 Uhr

Dankeschön :)

 

Hat mir echt Spaß gemacht, den Blog zu schreiben, obwohl ich einiges an Zeit gebraucht habe und unbedingt das Video gleichzeitig mit dem Blog veröffentlichen wollte.

 

Ja, ich hab was mitgenommen, aber wie gesagt, war ich zum Glück nicht die einzige :D Ich will ja nichts auf den Harry schieben, aber alleine in einem fremden Auto wäre ich sicher nicht so beherzt vorgegangen :p Wenigsten habe ich so aber die wirklich sportlichen Seiten und vor allem Grenzen des RS5 kennen gelernt und wir hatten einen Heidenspaß!

HALLO, da muss ich dich aber korrigieren. Du warst d i e einzige, die Pylonen umgemangelt hat!!!

 

 

 

Lag aber nur daran, dass du auch d i e einzige am Steuer warst, sonst waren nur Männer in unserer Runde.

 

Und Zosis, zu deinen Klischees: Frag Sammy doch mal, was sie so in ihrer Freizeit anstellt.

 

Irgend jemand hat eine Pylone pulverisiert, und ich hab eine mit der S-Klasse etwas zur Seite geschoben. Das Schiff brauchte nun mal mehr Platz :p, war mir nur fast peinlich, hat dem Schiff aber nicht geschadet.

 

Den Eindruck hatte ich vom edo-Porsche nicht, ich kam deutlich besser mit dem Tech-Art zurecht. Ob beide auch mit identischen WR (incl. Profiltiefe) ausgerüstet waren, konnte ich nicht überprüfen. Der Tech-Art soll aber auch am Fahrwerk nachgebessert gewesen sein. Spass haben aber beide gemacht.

 

Gruß

Peter

Vielen Dank für dein Video!

Das ist richtig gut :D

Bin gleich wieder in Ulrichen gewesen.

Das kommt in mein Archiv!!!

 

LG,

Zosis

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