Online: 1.317
ANZEIGE
In Zusammenarbeit mitBosch
Bosch-Spezial: Automatisiertes Fahren
Bosch-Spezial: Automatisiertes Fahren

Von reinen Assistenzsystemen zu automatisierten Autos – So fahren wir zukünftig

Autofahrer werden bereits heute von High-Tech-Helfern unterstützt. Morgen werden sie von fahrerlosen Taxen an ihr Wunschziel gebracht. In unserem Themenspezial erfahrt Ihr, wo wir stehen, wie wir in Zukunft fahren und was Bosch damit zu tun hat.

von MOTOR-TALK am 30.08.2018 um 14:19

Weniger Staus, weniger Emissionen, weniger Unfälle – automatisiert fahrende Autos haben viele Vorteile. Denn moderne Fahrzeugcomputer können heute vieles, was ein Mensch kann. Manches sogar besser. Während ein menschlicher Fahrer seine Umgebung mit zwei Augen und zwei Ohren wahrnimmt, nutzt ein automatisiert fahrendes Auto unzählige Sensoren wie Radar und Kameras.

Viele Unternehmen arbeiten mit Hochdruck an selbstfahrenden Autos. Neben Fahrzeugherstellern auch Automobilzulieferer wie Bosch. Das schwäbische Unternehmen liefert einzelne Komponenten bis hin zu Gesamtsystemen, die den Fahrer immer umfassender unterstützen.

Wo geht die automatisierte Reise hin?

Schon heute helfen Fahrerassistenzsysteme Autofahrern. Einparkassistenten steuern das Fahrzeug selbstständig in eine Parklücke. Notbremsassistenten, Spurhalter oder adaptive Abstandsassistenten unterstützen Fahrer auf Landstraßen und Autobahnen. Auf ausgewählten Strecken sind im bemannten Testbetrieb sogar bereits Lastwagen und Kleinbusse völlig autonom unterwegs.

Fahrerassistenzsysteme werden für die Zukunft weiterentwickelt. Während es heutzutage noch erforderlich ist, dass der Fahrer jederzeit die Verantwortung für das Auto behält, werden die Fahrzeuge in der nächsten Stufe selbstständiger agieren. Zusätzlich zu den technischen Voraussetzungen ist die Schaffung gesetzlicher Rahmenbedingungen notwendig. Besonders die ethische Seite des autonomen Fahrens wird dabei intensiv diskutiert. Und dann ist da noch die Frage nach der Akzeptanz: Autofahrer müssen erst Vertrauen zu den automatisierten Fahrzeugen aufbauen und Fahraufgaben abgeben wollen.

Teilautomatisiertes Fahren

Schon heute sind moderne Autos teilweise automatisiert. Ferngesteuerte Parkassistenten oder Stauassistenten erledigen für den Fahrer einzelne Aufgaben. In spezifischen Situationen übernehmen sie die allgemeine Fahrzeugführung. Die Verantwortung hat weiter der Fahrzeugführer. Er muss das System stetig überwachen und jederzeit eingreifen können.

Hochautomatisiertes Fahren

Festgelegte Fahrsituationen beherrscht das Fahrzeug komplett selbstständig. Zum Beispiel steuert der Fahrer das Fahrzeug lediglich beim Auf- und Abfahren auf die Autobahn. Alle anderen erforderlichen Fahraufgaben übernimmt dann für die Dauer der Autobahnstrecke der Autobahnpilot. Selbst bei einem Systemfehler oder falls das System an seine Grenzen gelangt, verbleibt die Verantwortung beim Fahrsystem. Beispielsweise bremst es dann ab und führt einen sicheren Zustand herbei.

Bedingt automatisiertes Fahren

Das System übernimmt die Fahraufgaben in bestimmten Fällen komplett. Beispielsweise wechselt das System selbstständig die Spur, wenn der Fahrer den Blinker setzt. Der Fahrer muss das Fahrzeug nicht die ganze Zeit überwachen und kann sich anderen Dingen widmen. Im Falle einer Fehlfunktion oder falls die Situation das System überfordert, wird der Fahrer allerdings aufgefordert, wieder selbst zu steuern.

Fahrerassistenzsysteme

Vorstufe der Automatisierung: Einfache Fahrerassistenzsysteme wie Totwinkel-Warner, adaptiver Abstandsassistent oder Spurhalteassistent unterstützen den Fahrer in bestimmten Fahrsituationen. Das führt zu mehr Komfort während der Fahrt und erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr. Der Fahrer behält weiter die Verantwortung und volle Kontrolle: Er lenkt, beschleunigt und bremst selbst.

Vollautomatisiertes Fahren

Der Mensch als Fahrer ist hier überflüssig. Er wird zur Steuerung des Fahrzeuges nicht mehr benötigt, das Lenkrad kann entfallen. Das Fahrzeug beherrscht dauerhaft auch komplexe Fahrsituationen wie Stadtverkehr oder Autobahnauffahrten. Es genügt, das System zu aktivieren und das Ziel vorab einzugeben. Das automatisierte Fahren wird damit endgültig Realität.

Wie ein menschlicher Fahrer

Automatisierte Fahrzeuge müssen im Prinzip über ähnliche Fähigkeiten verfügen wie ein menschlicher Fahrer. Drei Eigenschaften stehen dabei im Vordergrund: Erkennen (Sense), Verarbeiten (Think) und Agieren bzw. Reagieren (Act). Sensoren erfassen das Umfeld, ein Fahrzeugcomputer verarbeitet die Informationen und entwickelt eine Fahrstrategie für die Steuerung von Antrieb, Lenkung und Bremse.

So funktioniert automatisiertes Fahren in Zukunft

von MOTOR-TALK am 30.08.2018 um 14:19
FAQ

Häufig gestellte Fragen

Folgende Punkte sind bei dem Thema Automatisiertes Fahren viel diskutiert. Hier haben wir eine Zusammenfassung der häufigsten Fragen und Antworten.

Wo wird Ultraschall eingesetzt?

Ultraschall hat nur eine geringe Reichweite. Deswegen kommt die Technik lediglich bei niedrigen Geschwindigkeiten zum Einsatz, zum Beispiel beim Parken und Manövrieren. Aktuelle Einparkassistenten nutzen sie bereits. Auch Tote-Winkel-Warner arbeiten mit Ultraschall. Bei höheren Geschwindigkeiten wie beispielsweise auf der Landstraße oder Autobahn benötigt das System aufgrund der geringen Reichweite von Ultraschall zusätzlich Radar.

Welche Systeme funktionieren mit Radar?

Radartechnik ist noch keine Serienausstattung, aber bereits seit einigen Jahren Bestandteil vieler neuer Autos. Die Technologie wird überwiegend zur Abstands- und Geschwindigkeitsmessung, aber auch zur Objekterkennung eingesetzt. Fahrassistenten wie Abstandsregeltempomaten, Notbremssysteme oder Stauassistenten nutzen sie.

Wo kommt Videotechnik zum Einsatz?

Kameras sind bei automatisierten Fahrzeugen wichtig für den Rundumblick. Weitwinkelkameras (sogenannte Fischaugen) sitzen in Rück- und Seitenspiegel, Motorhaube und Heckklappe. Aus den Aufnahmen wird dann ein 360-Grad-Bild zusammengesetzt, welches das komplette Umfeld des Autos zeigt.

Als Rückfahrkamera oder Teil eines Einparkassistenten sind sie in den meisten modernen Autos eingebaut. Klassische Kamerafunktionen sind die Verkehrszeichenerkennung und der Spurhalteassistent. Beim automatisierten Fahren tritt die Stereo-Videokamera an die Stelle der Mono-Kamera, da sie das Umfeld dreidimensional erfasst.

Auch im Innenraum kommen Kameras zum Einsatz: Sie überwachen den Fahrer und schlagen bei Ermüdungserscheinungen Alarm.

Was ist Lidar?

Lidar ist die Kurzform von "Light Detection and Ranging" (Lichtortung und Lichtabstandsmessung). Wie auch bei Radar oder Ultraschall wird diese Technik zur Geschwindigkeits- und Abstandsmessung sowie zur Objekterkennung eingesetzt. Allerdings werden statt Radiowellen Laserimpulse verwendet, um die Objekte zu vermessen. Viele Notfall-Bremsassistenten sind beispielsweise schon mit Lidar-Sensoren ausgestattet.

Beim automatisierten Fahren ist Lidar neben Radar und Kamera die dritte Sensortechnologie. Zusammen gewährleisten sie in jeder Fahr- und Umgebungssituation eine zuverlässige Umfelderkennung.

Könnten Pkw heute schon vollautomatisiert fahren?

Nein. Viele Autos sind heute bereits mit modernen Assistenzsystemen der -Stufe 1 (assistiertes Fahren) ausgestattet. Erste Systeme der Stufe 2 (teilautomatisiert) werden gerade eingeführt. In den nächsten Jahren soll Stufe 3 (bedingt automatisiert) in Serie gehen. Für die Stufen 4 und 5 (hoch- und vollautomatisiert) muss allerdings noch einiges passieren.

Was ist die größte Hürde des automatisierten Fahrens?

Gerade in Städten ist der Straßenverkehr unvorhersehbar und unstrukturiert. Eine der großen Schwierigkeiten für das automatisierte Fahren ist es, diese komplexen Verkehrssituationen zu beherrschen. Hierfür Systeme mit künstlicher Intelligenz zu entwickeln und vor allem zu trainieren und zu validieren, ist entsprechend aufwendig. Hinzu kommen neue Anforderungen an die Gesetzgebung und Fragen nach der Akzeptanz der Autofahrer.

Wo ist automatisiertes Fahren besonders sinnvoll?

Schon heute sind Assistenzsysteme vor allem auf langen Überlandstrecken und beim Einparken gern gesehene Helfer. Diese Szenarien bieten sich auch für das automatisierte Fahren an. Auf Autobahnen könnten sie übernehmen und dem Fahrer so zu mehr Freizeit und Komfort verhelfen. Im Parkhaus ist das selbstständige Einparken sinnvoll. Weitere Einsatzgebiete sind beispielsweise der Gütertransport in definierten Bereichen wie Häfen oder Flughafen oder der Lieferverkehr in Innenstädten.

Wann kommt das erste vollautomatisierte Fahrzeug auf den Markt?

Bisher gibt es noch keine komplett selbstfahrenden Autos auf deutschen Straßen. Und laut Experten wird es auch noch etwas dauern, bis automatisierte Fahrzeuge die Marktreife erlangt haben. Vor 2030 sollen Autos wohl nicht komplett autonom fahren können.

Welche Daten werden für das automatisierte Fahren berücksichtigt?

Selbstfahrende Autos sind auf den stetigen Datenaustausch angewiesen. Vor allem Informationen über Standort und dessen Umgebung werden dafür gesammelt und weitergegeben. Die Frage nach dem Datenschutz und dem Umgang mit der durch automatisierte Fahrzeuge erzeugten Datenflut unterliegt der gängigen Gesetzgebung, ist jedoch ein Thema, das noch nicht gänzlich geklärt ist.

Jetzt teilnehmen!

Gewinne ein Edelstahl-Lunchset von Bosch

Jetzt teilnehmen!

Du findest das Thema automatisiertes Fahren spannend und möchtest noch mehr Fragen beantworten?

Hier geht's zur großen Umfrage
188 Kommentare
cobramarkus Avatar
von cobramarkusFri Sep 28 17:25:16 CEST 2018

Das wird die totale Überwachung. Nein danke

Zweipunkt Avatar
von ZweipunktFri Sep 28 17:54:45 CEST 2018

Cobramarkus, mit Deiner Beführchtung, daß dies die "totale Überwachung" sei, liegst Du meines Erachtens falsch. Wenn ich Dir vorschreiben kann, was Du auf welche Weise zu tun hast, dann überwache ich Dich nicht mehr. Dann steuere ich Dich.

ranitegar Avatar
von ranitegarFri Sep 28 18:43:56 CEST 2018

Guckt einfach mal wie viele Radler unterwegs sind wenn es kalt ist oder es regnet oder beides.

Besser endlich mal den Verantwortlichen in der Politik und in der Autoindustrie in den Hintern treten damit sie bezahlbare Lösungen auf den Weg bringen.

WaldiCLS63 Avatar
von WaldiCLS63Sun Sep 30 15:19:43 CEST 2018

Guten Tag, tolle Komentare gegen etwas Erleichterung im Straßenverkehr, die generelle Frage ist wer von den Menschen die hier Ihre Geistigen Kommentare abgegeben haben, besitzen diese die Neusten Fahrzeuge für Teilautomatisches fahren besitzen, bin selbst seit 5 Jahren mit solchen im Jahr ca. 30 Td. Km unterwegs, und bin Begeistert das die Technik sich vom Wagen zur Wagen verbesert hat, im BMW GT 6 werden sogar Fahradfahrer in der Nacht erkannt, mit einleiten vom Bremsen,

deshalb verstehe ich mich als Anwender dieser Techniken meine Meinung hier kundzutun , Grüße

Merlion59 Avatar
von Merlion59Sun Sep 30 15:49:45 CEST 2018

Und was ist, wenn die Situation - wie z.B. der Radfahrer von der Technik nicht erkannt wird?

Dann wird der Radfahrer umgemäht, weil sich der Fahrer schon längst im Halbschlaf befindet weil er unterfordert ist - E-Mails liest oder schon gar nicht mehr gewohnt ist in Gefahrensituationen zu reagieren. Ich war zusammen mit meiner Frau nachts recht zügig auf der Autobahn auf der linken von drei Autobahnspuren unterwegs, als vor uns ein Bus auf unsere Spur gewechselt hat. Ich musste entsprechend scharf bremsen, meine Frau, die etwas vor sich hingedöst hatte, hat sich erschreckt und mit den Füssen heftig gegen das Bodenblech getreten. Das zusammen hat den Crash-Schalter ausgelöst, die Spritzufuhr wurde abgedreht, Warnblinklicht und zudem Innenbeleuchtung ging an (ohne das sonst irgendwas passiert war). So bin ich denn, zunächst von der Situation und dem hellen Innenlicht irritiert, mehr oder weniger im Blindflug (was den Verkehr von hinten angeht) nach rechts rüber auf den Standstreifen ausgerollt und dabei noch fast noch mit einem rechts vorbeiziehenden Tanklaster kollidiert. Das war die gefährlichste Situation, die ich im Strassenverkehr seit ca 1,5 Mio Km erlebt habe - abgesehen davon , dass wir dann ne Stunde auf den ADAC-Schlepper warten mussten. Danke an die tolle Technik, die noch nicht mal annähernd was mit autonomem Fahren zu tun hatte. Das möchte ich dann erst recht nicht erleben.

Merlion59 Avatar
von Merlion59Sun Sep 30 16:18:10 CEST 2018

.. und da könnte ich grade weitermachen: Nehmen wir an, ein Kind fährt in meiner Richtung mit seinem Fahrrad auf dem Gehweg. Dort kommen dem Kind mehrere Fussgänger entgegen. Grund für mich, langsam zu fahren, weil ich damit rechne, dass das Kind auf die Strasse ausweichen wird.

Vorausschauendes Fahren wird kein Assistent je können - ausser man kommt dann damit an keinem Kind mit Fahrrad auf dem Gehweg vorbei. Und dann kommt mir bitte nicht mit: Da muss dann der Fahrer eingreifen. Wenn wir uns auf die Technik verlassen werden wir nachlässig und bequem. Oder merkt sich heute noch jemand Telefon-Nummern, seit die eh alle gespeichert sind? Je mehr die Technik übernimmt, umso weniger werden wir tun - und können.

WaldiCLS63 Avatar
von WaldiCLS63Sun Sep 30 16:39:21 CEST 2018

Hallo Merlion59,

bedauer Dein Erlebnis, erlaube mir eine Frage erlaubt Dein Wagen Teil automatisch zur fahren, mir ist vorgestern auf der Landstraße, Abends ein unbeleuchtetes Fahrad mitte auf Dieser vor meinem Wagen aufgetaucht, mein Autopilot Leuchte die Strasse aus und bremste 150 vor Kreisverkehr so ab das wir hinter dem Fahradfahre gefaren sind, meine Ehefrau schimpfte auch, aber Sie vertraut mir als Lenker von teils Autonomen Wagen !;-)

Die Menschen fürchten Sich vor Veränderung, weil Sie Angst haben vor Dieser, glücklich sind Diese die sich freuen was man gewinnt mit Dieser Veränderung!!!

Grüße

Reifenfüller155 Avatar
von Reifenfüller155Mon Oct 01 17:11:15 CEST 2018

@HansW124

Interessante Gedanken!

Ich glaube auch, dass sich der Mensch viel zu stark in die Abhängigkeit der Technik begibt und dabei die Risiken und Nebenwirkungen gerne ausblendet oder übersieht!

 

Die Ärzte wird es jedenfalls freuen. Deren Gewerbe (incl. Heilpraktiker, usw.) wird einen enormen Aufschwung erleben.

 

Ich bin auch immer wieder erstaunt, wie einfach die Befürworter sich das ganze vorstellen.

Derweil fahren noch nicht einmal die Straßenbahnen autonom und deren Fahrer sind täglich damit beschäftigt die Generation Smartphone, die wie Zombies durch die Gegend rennen, mit starrem Blick auf das Wunderding, von den Schienen zu klingeln.

Da haben wir wieder das Thema: Vorausschauend fahren. Der Straßenbahnfahrer kann entscheiden: reicht klingeln und reagiert der Fußgänger (durch Blickkontakt), oder muss ich eine Bremsung einleiten?

Kann dfas die Technik auch oder legt die Bahn oder der autonome PKW eine Bremsung nach der anderen hin? -> sicher ist sicher.

Ich vermute letzteres.

Schneller wird der Verkehr dadurch nicht, da überall Fußgänger die Straßen kreuzen werden und sich Fahrradfarer durchmogeln, für die das autonome Fahrzeug zu bremsen hat.

Funktioniert das nicht, kommt der autonome Krankenaufwischer.

Merlion59 Avatar
von Merlion59Mon Oct 01 19:55:26 CEST 2018

Mal abgesehen von der Diskussion um die Sicherheit, die man sehr kontrovers beurteilen kann:

In meinem Oldtimer kurble ich von Hand die Fenster und das Schiebedach auf und zu, es macht mir körperlich rein gar nichts aus, den Kofferraum von Hand zu öffnen und den Sitz muss ich nicht verstellen (erst recht nicht elektrisch), da ich sowieso nur der Einzige bin, der damit fährt. Die Suche nach der Ideallinie macht mir helle Freude (ohne das ein Spurassistent vibriert oder korrigieren will, weil ich mal über den Seitenstreifen räubere), die Lenkung gibt mir Rückmeldung, wenn ich über den Randstreifen fahre und macht mich immer wieder sicher, die Spur, die Breite meines Autos genau zu kennen. Ich weiss nahezu ohne hinzuschauen, wo alle Schalter sind (weil überschaubar ;-) und muss nicht auf irgendeinem Display rumdaddeln. Wenn ich Auto fahre bin ich ganz dabei - und das ist für mich die Freude am Fahren. Piepsende und am Lenkrad vibrierende Assis erinnern mich stark an eine ständig nörgelnde Schwiegermutter auf dem Beifahrersitz. Will ich das? Oder will ich gar gefahren werden? Dann kann ich doch die Öffentlichen nehmen?!

Ich würde mir eher wünschen, die Autoindustrie würde ein leidenschaftlich designtes Auto anbieten, das mit aktuellen Möglichkeiten so wenig wie möglich Gewicht auf die Waage bringt, auf den ganzen Technik-Firlefanz bis auf ABS und abschaltbares ESP verzichtet und mit einem sparsamen, aber für das Gewicht leistungsstarken Motor begeistern kann. Ein autonom fahrendes Auto werde ich mir nie zulegen - nicht aus Angst vor Veränderung oder der Technik - sondern weil ich schlicht und einfach keinen Bock darauf habe.

Wenn ich gerade bei den Emotionen bin: Wie ausserordentlich peinlich ist das denn, wenn der Fahrer seines 400PS Sportwagens vor der Eisdiele mit dem Assi einparken muss, weil er es selbst nicht mehr hinbekommt?

Und ja - ich fahre als daily Driver ein recht aktuelles Auto - und ja - ich bin auch schon mit Autos mit dem ganzen Assistenz-Zeug gefahren. Und ich traue mich sogar, ohne Smartphone aus dem Haus zu gehen ;-)

DonC Avatar
von DonCMon Oct 01 21:03:20 CEST 2018

SO macht man das Autofahren kaputt und uninteressant - dann kann ich ja gleich ÖR nehmen...

AlbertV6 Avatar
von AlbertV6Tue Oct 02 15:22:22 CEST 2018

Assistenz wie Parkplatzsuche, Ein-Ausparken, Bremsbereitschaft, Abstandswarner/-halter ist alles super. Mehr Technik und an jeder Ecke sitzt ein Hacker der dich aus Spaß an der Freude verunglücken lässt. Mal unabhängig davon wie viele Fehler Software aufweisen kann und wie oft die Systeme unlogisch oder Fehlerhaft funktionieren. Und die Unmenge an Updates die alles erst einmal verschlimmbessern bevor dann Besserung erfolgt.

 

Und den Menschen kann ich als Risikofaktor minimieren durch Fahrtrainings über die Fahrschule hinaus. Wer gelernt hat auf Schnee und Eis oder Aquaplaning zu fahren und zu bremsen und dazu Verkehrsregeln einhält ist ein deutlich reduziertes Risiko.

 

Btw. Ich möchte mal sehen wie autonomes Fahren im Rallye-Sport aussieht :D

RedPoloBeats Avatar
von RedPoloBeatsTue Oct 02 15:23:09 CEST 2018

Autonomes Fahren ist ein Hirngespinst der Industrie, die natürlich ihre ganzen Ingenieure beschäftigen und Geld verdienen muss, in dem sie Bedürfnisse weckt und Versprechungen macht. Hier also die nach entspannterer und sichererer individueller Mobilität. Das kann nur bei totaler Vernetzung aller Verkehrsteilnehmer, also auch Fußgänger und Radfahrer funktionieren. Schön neue Welt...

 

Auf sensorbasierte System ist auch in Zukunft keine ausreichender Verlass möglich. Ja, diese werden besser, aber unverändert melden sie auch in hochpreisigen Fahrzeugen regelmäßig Blödsinn oder steigen bei schlechterem Wetter ganz aus.

 

Ansonsten bin ich da bei meinen Vorschreiber.

Spiralschlauch52127 Avatar
von Spiralschlauch52127Tue Oct 02 15:31:28 CEST 2018

Kotz. Mir reichts schon wenn ich die vollgestopfte Firmen-S-Klasse bewegen muss. Mittlerweile weiß wo und wie ich Lenkassistenten und sonstige Fahrhilfen deaktivieren kann. Nur das nervige Head-Up-Display bekomme ich nicht aus.

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
XXL > 1420.02px XL 1300.02px - 1420px L 1000.02px - 1290px M 640.02px - 1000px S 480.02px - 640px XS 0 - 480px