Online: 1.306
ANZEIGE
In Zusammenarbeit mitBosch
Bosch-Spezial: Automatisiertes Fahren
Bosch-Spezial: Automatisiertes Fahren

Von reinen Assistenzsystemen zu automatisierten Autos – So fahren wir zukünftig

Autofahrer werden bereits heute von High-Tech-Helfern unterstützt. Morgen werden sie von fahrerlosen Taxen an ihr Wunschziel gebracht. In unserem Themenspezial erfahrt Ihr, wo wir stehen, wie wir in Zukunft fahren und was Bosch damit zu tun hat.

von MOTOR-TALK am 30.08.2018 um 14:19

Weniger Staus, weniger Emissionen, weniger Unfälle – automatisiert fahrende Autos haben viele Vorteile. Denn moderne Fahrzeugcomputer können heute vieles, was ein Mensch kann. Manches sogar besser. Während ein menschlicher Fahrer seine Umgebung mit zwei Augen und zwei Ohren wahrnimmt, nutzt ein automatisiert fahrendes Auto unzählige Sensoren wie Radar und Kameras.

Viele Unternehmen arbeiten mit Hochdruck an selbstfahrenden Autos. Neben Fahrzeugherstellern auch Automobilzulieferer wie Bosch. Das schwäbische Unternehmen liefert einzelne Komponenten bis hin zu Gesamtsystemen, die den Fahrer immer umfassender unterstützen.

Wo geht die automatisierte Reise hin?

Schon heute helfen Fahrerassistenzsysteme Autofahrern. Einparkassistenten steuern das Fahrzeug selbstständig in eine Parklücke. Notbremsassistenten, Spurhalter oder adaptive Abstandsassistenten unterstützen Fahrer auf Landstraßen und Autobahnen. Auf ausgewählten Strecken sind im bemannten Testbetrieb sogar bereits Lastwagen und Kleinbusse völlig autonom unterwegs.

Fahrerassistenzsysteme werden für die Zukunft weiterentwickelt. Während es heutzutage noch erforderlich ist, dass der Fahrer jederzeit die Verantwortung für das Auto behält, werden die Fahrzeuge in der nächsten Stufe selbstständiger agieren. Zusätzlich zu den technischen Voraussetzungen ist die Schaffung gesetzlicher Rahmenbedingungen notwendig. Besonders die ethische Seite des autonomen Fahrens wird dabei intensiv diskutiert. Und dann ist da noch die Frage nach der Akzeptanz: Autofahrer müssen erst Vertrauen zu den automatisierten Fahrzeugen aufbauen und Fahraufgaben abgeben wollen.

Teilautomatisiertes Fahren

Schon heute sind moderne Autos teilweise automatisiert. Ferngesteuerte Parkassistenten oder Stauassistenten erledigen für den Fahrer einzelne Aufgaben. In spezifischen Situationen übernehmen sie die allgemeine Fahrzeugführung. Die Verantwortung hat weiter der Fahrzeugführer. Er muss das System stetig überwachen und jederzeit eingreifen können.

Hochautomatisiertes Fahren

Festgelegte Fahrsituationen beherrscht das Fahrzeug komplett selbstständig. Zum Beispiel steuert der Fahrer das Fahrzeug lediglich beim Auf- und Abfahren auf die Autobahn. Alle anderen erforderlichen Fahraufgaben übernimmt dann für die Dauer der Autobahnstrecke der Autobahnpilot. Selbst bei einem Systemfehler oder falls das System an seine Grenzen gelangt, verbleibt die Verantwortung beim Fahrsystem. Beispielsweise bremst es dann ab und führt einen sicheren Zustand herbei.

Bedingt automatisiertes Fahren

Das System übernimmt die Fahraufgaben in bestimmten Fällen komplett. Beispielsweise wechselt das System selbstständig die Spur, wenn der Fahrer den Blinker setzt. Der Fahrer muss das Fahrzeug nicht die ganze Zeit überwachen und kann sich anderen Dingen widmen. Im Falle einer Fehlfunktion oder falls die Situation das System überfordert, wird der Fahrer allerdings aufgefordert, wieder selbst zu steuern.

Fahrerassistenzsysteme

Vorstufe der Automatisierung: Einfache Fahrerassistenzsysteme wie Totwinkel-Warner, adaptiver Abstandsassistent oder Spurhalteassistent unterstützen den Fahrer in bestimmten Fahrsituationen. Das führt zu mehr Komfort während der Fahrt und erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr. Der Fahrer behält weiter die Verantwortung und volle Kontrolle: Er lenkt, beschleunigt und bremst selbst.

Vollautomatisiertes Fahren

Der Mensch als Fahrer ist hier überflüssig. Er wird zur Steuerung des Fahrzeuges nicht mehr benötigt, das Lenkrad kann entfallen. Das Fahrzeug beherrscht dauerhaft auch komplexe Fahrsituationen wie Stadtverkehr oder Autobahnauffahrten. Es genügt, das System zu aktivieren und das Ziel vorab einzugeben. Das automatisierte Fahren wird damit endgültig Realität.

Wie ein menschlicher Fahrer

Automatisierte Fahrzeuge müssen im Prinzip über ähnliche Fähigkeiten verfügen wie ein menschlicher Fahrer. Drei Eigenschaften stehen dabei im Vordergrund: Erkennen (Sense), Verarbeiten (Think) und Agieren bzw. Reagieren (Act). Sensoren erfassen das Umfeld, ein Fahrzeugcomputer verarbeitet die Informationen und entwickelt eine Fahrstrategie für die Steuerung von Antrieb, Lenkung und Bremse.

So funktioniert automatisiertes Fahren in Zukunft

von MOTOR-TALK am 30.08.2018 um 14:19
FAQ

Häufig gestellte Fragen

Folgende Punkte sind bei dem Thema Automatisiertes Fahren viel diskutiert. Hier haben wir eine Zusammenfassung der häufigsten Fragen und Antworten.

Wo wird Ultraschall eingesetzt?

Ultraschall hat nur eine geringe Reichweite. Deswegen kommt die Technik lediglich bei niedrigen Geschwindigkeiten zum Einsatz, zum Beispiel beim Parken und Manövrieren. Aktuelle Einparkassistenten nutzen sie bereits. Auch Tote-Winkel-Warner arbeiten mit Ultraschall. Bei höheren Geschwindigkeiten wie beispielsweise auf der Landstraße oder Autobahn benötigt das System aufgrund der geringen Reichweite von Ultraschall zusätzlich Radar.

Welche Systeme funktionieren mit Radar?

Radartechnik ist noch keine Serienausstattung, aber bereits seit einigen Jahren Bestandteil vieler neuer Autos. Die Technologie wird überwiegend zur Abstands- und Geschwindigkeitsmessung, aber auch zur Objekterkennung eingesetzt. Fahrassistenten wie Abstandsregeltempomaten, Notbremssysteme oder Stauassistenten nutzen sie.

Wo kommt Videotechnik zum Einsatz?

Kameras sind bei automatisierten Fahrzeugen wichtig für den Rundumblick. Weitwinkelkameras (sogenannte Fischaugen) sitzen in Rück- und Seitenspiegel, Motorhaube und Heckklappe. Aus den Aufnahmen wird dann ein 360-Grad-Bild zusammengesetzt, welches das komplette Umfeld des Autos zeigt.

Als Rückfahrkamera oder Teil eines Einparkassistenten sind sie in den meisten modernen Autos eingebaut. Klassische Kamerafunktionen sind die Verkehrszeichenerkennung und der Spurhalteassistent. Beim automatisierten Fahren tritt die Stereo-Videokamera an die Stelle der Mono-Kamera, da sie das Umfeld dreidimensional erfasst.

Auch im Innenraum kommen Kameras zum Einsatz: Sie überwachen den Fahrer und schlagen bei Ermüdungserscheinungen Alarm.

Was ist Lidar?

Lidar ist die Kurzform von "Light Detection and Ranging" (Lichtortung und Lichtabstandsmessung). Wie auch bei Radar oder Ultraschall wird diese Technik zur Geschwindigkeits- und Abstandsmessung sowie zur Objekterkennung eingesetzt. Allerdings werden statt Radiowellen Laserimpulse verwendet, um die Objekte zu vermessen. Viele Notfall-Bremsassistenten sind beispielsweise schon mit Lidar-Sensoren ausgestattet.

Beim automatisierten Fahren ist Lidar neben Radar und Kamera die dritte Sensortechnologie. Zusammen gewährleisten sie in jeder Fahr- und Umgebungssituation eine zuverlässige Umfelderkennung.

Könnten Pkw heute schon vollautomatisiert fahren?

Nein. Viele Autos sind heute bereits mit modernen Assistenzsystemen der -Stufe 1 (assistiertes Fahren) ausgestattet. Erste Systeme der Stufe 2 (teilautomatisiert) werden gerade eingeführt. In den nächsten Jahren soll Stufe 3 (bedingt automatisiert) in Serie gehen. Für die Stufen 4 und 5 (hoch- und vollautomatisiert) muss allerdings noch einiges passieren.

Was ist die größte Hürde des automatisierten Fahrens?

Gerade in Städten ist der Straßenverkehr unvorhersehbar und unstrukturiert. Eine der großen Schwierigkeiten für das automatisierte Fahren ist es, diese komplexen Verkehrssituationen zu beherrschen. Hierfür Systeme mit künstlicher Intelligenz zu entwickeln und vor allem zu trainieren und zu validieren, ist entsprechend aufwendig. Hinzu kommen neue Anforderungen an die Gesetzgebung und Fragen nach der Akzeptanz der Autofahrer.

Wo ist automatisiertes Fahren besonders sinnvoll?

Schon heute sind Assistenzsysteme vor allem auf langen Überlandstrecken und beim Einparken gern gesehene Helfer. Diese Szenarien bieten sich auch für das automatisierte Fahren an. Auf Autobahnen könnten sie übernehmen und dem Fahrer so zu mehr Freizeit und Komfort verhelfen. Im Parkhaus ist das selbstständige Einparken sinnvoll. Weitere Einsatzgebiete sind beispielsweise der Gütertransport in definierten Bereichen wie Häfen oder Flughafen oder der Lieferverkehr in Innenstädten.

Wann kommt das erste vollautomatisierte Fahrzeug auf den Markt?

Bisher gibt es noch keine komplett selbstfahrenden Autos auf deutschen Straßen. Und laut Experten wird es auch noch etwas dauern, bis automatisierte Fahrzeuge die Marktreife erlangt haben. Vor 2030 sollen Autos wohl nicht komplett autonom fahren können.

Welche Daten werden für das automatisierte Fahren berücksichtigt?

Selbstfahrende Autos sind auf den stetigen Datenaustausch angewiesen. Vor allem Informationen über Standort und dessen Umgebung werden dafür gesammelt und weitergegeben. Die Frage nach dem Datenschutz und dem Umgang mit der durch automatisierte Fahrzeuge erzeugten Datenflut unterliegt der gängigen Gesetzgebung, ist jedoch ein Thema, das noch nicht gänzlich geklärt ist.

Jetzt teilnehmen!

Gewinne ein Edelstahl-Lunchset von Bosch

Jetzt teilnehmen!

Du findest das Thema automatisiertes Fahren spannend und möchtest noch mehr Fragen beantworten?

Hier geht's zur großen Umfrage
188 Kommentare
greenhorn43 Avatar
von greenhorn43Mon Sep 24 07:52:43 CEST 2018

Dieser Schrott wird nie funktionieren....

Nicht einmal ein popliges Navi ist Fehlerfrei!!!

Auch wenn ein Heer von IT- Spezialisten am werkeln sind, werden diese Leute es nicht schaffen, alle Verkehrssituationen in die Rechner einzuprogrammieren....

Es gibt ein paar wenige "Helferlein", die tatsächlich nützlich sind, aber der meiste Müll, der mittlerweile angeboten wird, ist flüssiger als Wasser......

Ich möchte mir die kleine Freiheit, ein Kfz selbst zu steuern, behalten und nicht von irgend welchen elektronische Deppen bevormundet zu werden...

Noch dazu, das ich wie ein Luchs aufpassen muss, das mich die Karre nicht in den Graben fährt...

Gruß

Rupert

Max.B Avatar
von Max.BMon Sep 24 11:46:27 CEST 2018

Solange es noch Lokführer gibt, glaube ich nicht an autonomes Fahren.

pulsate Avatar
von pulsateMon Sep 24 11:51:54 CEST 2018

Ich sehe hier Probleme, die alle generell mit "Automatismen" und "Mensch" zu tun haben:

 

- Solche Automatismen funktionieren/melden nicht in allen Autos genau gleich.

Problem für Autos mit wechselnden Fahrern.

 

- Je mehr Automatismen es gibt, je besser die funktionieren und je seltener sie ausfallen, desto weniger Übung hat der Mensch mit diesen Ausfällen umzugehen.

Braucht man dann wie in der Fliegerei für jede Fahrzeugtype ein regelmäßiges Rating?

 

- Um bei einem Ausfall überhaupt erkennen zu können, in welcher automatisierten Aktion sich das Auto gerade befunden hat, ist eine ständige Ansage der Aktionen notwendig. Z.B.: "Spurwechsel nach rechts beginnt.", "Spurwechsel nach rechts beendet.", etc. Diese Ansagen müssen normiert und überall gleich sein.

 

- Damit ist ein ständiges "was anderes tun" v.a. in der Stadt schon mal unmöglich.

Ohne Automatismus verschaffe ich mir vorher einen Überblick und agiere danach.

Mit Ausfall eines Automatismus werde ich zu einer Aktion gezwungen, bevor ich einen Überblick habe.

 

- Und dann lest mal eine schon heutige Bedienungsanleitung!

Die sind eher zur juristischen Absicherung der Hersteller geschrieben als zum einfachen Verständnisgewinn für den Fahrer.

Ich möchte keiner der ersten sein die sich vom Richter anhören müssen, dass doch auf Seite 263 mit Verweis auf Seite 174 und 179 steht, dass genau bei dieser Kombination von Funktionen und Umständen meine Reaktion "so-und-so" hätte sein müssen.

 

LG,

Pulsate

Faltenbalg51020 Avatar
von Faltenbalg51020Mon Sep 24 12:43:17 CEST 2018

Der grösste Unsinn den ich je erlebt habe.

Wer nicht (auto) fahren kann oder will soll die Öffis benutzen und die Strasse vom

Unsinn sebstfahrender und mit Assistenzsystem überladener Autos frei machen

Reifenfüller155 Avatar
von Reifenfüller155Mon Sep 24 15:48:31 CEST 2018

Tja einige sehen nur die Vorteile: Autonom kann nicht einschlafen, kann nicht abgelenkt werden, geblendet werden, usw.

Das ist soweit richtig.

Aber, wie oft stürzt dein Handy, PC, usw. ab?

Nichts geht mehr.

Leute, die täglich 8 Stunden am PC arbeiten, wissen, was hier alles schief geht. Es vergeht praktisch kein Tag, an dem nicht mindestens ein System hängt oder ausfällt.

Dann macht man halt kurz einen Neustart und ein paar Minuten später geht es weiter!?

 

Und dann sind da noch die lieben Hacker. Weshalb sollten sie ausgerechnet davon absehen PKW-Software anzugreifen? Geld wird in diesem Bereich genügend erpresst.

 

Ich empfehle mal einen Blick auf die einschlägigen Videos, wo z.B. das autonome Testfahrzeug die Fußgängerin "übersieht", die ein Fahrrad über die Straße schiebt und dabei leider frontal erfasst und getötet wird.

Passiert in Zukunft nicht mehr? Tja, wenn das System gerade mal wieder hängt, überlastet ist oder ganz abstürzt?

geger1 Avatar
von geger1Mon Sep 24 23:37:38 CEST 2018

Ich habe mir die Kommentare durchgelesen und musste feststellen, dass immer nur die Problematik der Unzulängigkeit der Assistenzsysteme behandelt wird. Worüber ich keine Iformation finden kann, ist das Verhalten der automatisierten Autos bei den allgemeinen Verkehrsvorschriften die ja in jedem einzelnen Land unterschiedlich ist. Diese allgemeinen Vorschriften werden nicht durch Verkehrszeichen kundgetan sondern stehen ledeglich in der Strassenverkehrsverordnung. So ist in Österreich das Umkehren auf Vorrang- und Schienenstrassen verboten und lediglich nur auf geregelten Kreuzungen erlaubt. Schwieriger wird dieses Beispiel wenn die Ampelanlage ausfällt und der Verkehr durch die Pollizei mit Handzeichen geregelt wird. Erkennt das Fahrzeug die Handzeichen des Polizisten oder nicht. Dafür gibt es unzählige Beispiele wie etwa Baustellen wo in der Baustelle die rote Baustellenmakierung und gleichzeitig die normale weisse Fahrbahnmakierung vorhanden ist. Was macht das Fahrzeug zum Beispiel in der Wachau wo die Durchfahrtbeschränkung sehr detailliert durch Zusatztafeln kundgetan ist und daher es im Vorbeifahren nicht möglich ist die gesamte Zusatztafel durchzulesen. Ich als Fahrer weiss, dass diese Zusatztafel nur für LKW bestimmt ist und kann sie daher ignorieren, aber weiss das auch das automatisierte Fahrzeug? Es müsste zumindest alle Sprachen im Mittelmeerraum beherrschen um eine solche Zusatztafel lesen und bewerten zu können und gleichzeitig stehen bleiben um zu entscheiden ob es weiter fahren darf odere nicht. In Wien gibt es Halteverbote an denen steht die Zusatztafel mit folgendem Text: Ausgenommen Berechtigte laut Gesetzblatt und die Aktenzahl. Kennt das Auto alle relevanten Gesetzblätter um die richtige Entscheidung zu treffen oder nicht. Wenn nicht fährt es diesen Parkplatz nicht an, obwohl eventuell diese Berechtigung besteht. Wie werden die Durchführungsverordnung und die Entscheidungen der Höchtstgerichte zur Strassenverkehrsordnung verarbeitet. Wenn ich davon ausgehe, dass alle Systeme für das automatisierte Fahren einwandfrei und dauerhaft zuverlässig Funktionieren sehe ich bei den oben beschriebenen Problemen noch keine Lösungsansätze.

ossibert Avatar
von ossibertTue Sep 25 11:33:05 CEST 2018

GEFAHR:

 

Die Totale Überwachung inkl. Abzocke wird folgen.

Das werdet Ihr noch früh genug zu spüren bekommen!

 

Gruß Frank.

greenhorn43 Avatar
von greenhorn43Tue Sep 25 11:39:28 CEST 2018

Genau...das kommt dann noch dazu!!!!!

HansW124 Avatar
von HansW124Tue Sep 25 22:22:38 CEST 2018

Wenn überhaupt, wird es "Automatisiertes Fahren" in 50 Jahren oder noch viel später geben. Denn im Unterschied zu den schön geordneten "verkehrsleeren" Grafiken des obigen Artikels geht es schon bei uns im Straßenverkehr ziemlich chaotisch zu. Und in den Städten erst recht. Und welches der so fantastischen angepriesenen Systeme sich in Städten wie Kalkutta oder Saigon, meinetwegen auch Istanbul oder Nairobi unfallfrei zurechtfinden soll, möchte ich gerne wissen. Und WANN? Nicht in 100 Jahren! Doch uns möchte man weis machen, "schon morgen" wären diese SciFi-Fantasien Realität. Ich weiß nicht, was die Autohersteller daran finden, aber das wird der größte geschäftlich-finanzielle GAU ihrer Geschichte! Denn nichts ist fertig, nichts funktioniert, es wird nur teuer und die Konzerne in den Ruin treiben, wenn sie diesen Unsinn nicht beizeiten stoppen.

 

Mit welchen unsinnigen Argumenten gearbeitet wird zeigt sich an Sätzen wie: "Während ein menschlicher Fahrer seine Umgebung mit zwei Augen und zwei Ohren wahrnimmt, nutzt ein automatisiert fahrendes Auto unzählige Sensoren wie Radar und Kameras". - Ja und? Die "zwei Augen und Ohren" sind nicht alleine, sondern sie sind die Sensoren, die ein VORAUSDENKENDES HIRN zum Handeln veranlassen. Die "unzähligen Sensoren" im selbstfahrenden Auto (schon dieses Sammelsurium alleine das Eingeständnis mangelhafter Technik) hingegen behindern sich gegenseitig bestenfalls, vor allem aber speisen sie ein elektronisches "Gehirn", das NICHT vorausdenken kann, und deshalb nur nachfolgend reagiert, aber nicht vorausdenkend agiert. Deshalb werden auch bei schnellster Reaktion Unfälle unvermeidbar. Nur die Vorausschau kann Unfälle verhindern, doch dazu wird KI kaum je fähig sein. Und wenn das eines Tages doch möglich sein sollte, dann wird nicht nur der "Mensch als FAHRER überflüssig", sondern AUCH ALS PASSAGIER!

 

Dafür sorgt dann die "vorausschauende Künstliche Intelligenz". Die nämlich - weil sie dann ja nicht nur Autos, sondern auch fast alle Bereiche der menschlichen Existenz steuert - wird zum Schluß kommen, daß der Mensch nur noch ein hinderliches, unfertiges, viel zu fehlerbehaftetes Wesen ist, ein unnötiges Anhängsel und ein Störfaktor, der in der geordneten Welt der KI keine Existenzberechtigung mehr hätte.

 

Denn noch etwas bedenken die Träumer "autonomen Fahrens" nicht. Je mehr der Mensch der KI überläßt, desto mehr Fähigkeiten verlernt er. So wie heute kaum noch jemand Telefonnummern auswendig wählen kann (diese Fähigkeit ging in nur 10 Jahren verloren), wird kein Mensch mehr im Fall selbst und manuell ein Auto fahren können, wenn dieses einmal eine Panne hätte.

 

Aber Pannen kommen in der Welt der Träumer ja nicht vor. Sie sind nicht eingeplant - und wenn, müssen sie durch "autonome Systeme" behoben werden, denn kein Mensch könnte noch Pannen beheben. Egal ob einen Reifenwechsel oder einen landesweiten Blackout. Schöne Neue Welt.

 

Die nächste Zivilisation werden dann vielleicht Erdmännchen oder auch Küchenschaben begründen. Die graben dann in 50 Mio. Jahren unsere Knochen und mit Glück noch einigen übriggebliebenen Industrieschrott aus und stellen es in Museen auf, so wie wir heute die Knochen der Dinosaurier.

 

Ich persönlich werde KEINEN Cent für Produkte ausgeben, die eine solche Entwicklung herbeiführen. Egal ob es Autos, Flugzeuge, oder Kühlschränke, Toaster oder Kaffeemaschinen sind.

Spannungsprüfer132794 Avatar
von Spannungsprüfer132794Tue Sep 25 22:51:22 CEST 2018

Wie sie an der Umfrage klar erkennen können ist automatisiertes Fahren für den Deutschen Autofahrer kein Thema , auch für mich nicht . Ich würde das nur annehmen wenn ich gesundheitlich so angeschlagen wäre das ich nicht mehr selbst das Fahrzeug fahren könnte um meine persönliche Mobilität erhalten bliebe . Für kranke und sehr alte Leute wäre das wünschenswert , aber für die einigermaßen gesunden Menschen ist das keine Option . Es wird uns in den letzten Jahren extrem alles aus der Hand genommen , kaum einer kann noch mit einer normalen Landkarte umgehen , Ein und ausparken wird auch immer mehr automatisiert , ist das ein Fortschritt , ich denke nur zum Teil . Es werden immer mehr Fahrzeuge gekauft mit Automatik Getriebe usw usw usw . Wir werden , mal allgemein gesprochen , immer mehr abhängig von der Elektronik . Wenn das so weiter geht verlieren wir wertvolle Fähigkeiten , wie das abschätzen von Entfernungen , Karte lesen , Geschwindigkeit einschätzen , alles das was ein normaler Autofahrer heute kann . Auf Deutsch , wir verblöden immer mehr . Kaum einer kann noch richtig rechnen ,

( geben sie einmal die Rechenaufgabe 167 : 23 , ich wette das es mindestens 60 % nicht mehr drauf haben das schriftlich zu berechnen ohne Taschenrechner , viele haben mehr oder minder das Schreiben verlernt , ein Satz 15 Rechtschreibe Fehler ohne PC Rechtschreibkorrektur . ) Wenn einmal das System Navi ausfällt können sich viele nicht mehr orientieren . Wenn das die Zukunft ist bin ich froh das ich das nicht mehr erlebe , alle laufen oder fahren wie ferngesteuerte Zombies herum die nichts mehr können , und wehe es fällt etwas aus dann bricht das Chaos aus .

Mauselmann Avatar
von MauselmannWed Sep 26 00:17:01 CEST 2018

In einigen Jahren werden wir einfach von der Gesetzgebung gezwungen nur noch Autos mit solchen Systemen zu kaufen. Dafür wird die Autolobby schon sorgen. Man verdient ja eine Menge Kohle damit. Begründung: die Reduzierung von Verkehrstoten. War ja mit der Einführung von den Kontrollsystemen für den Reifendruck auch nicht anders.

greenhorn43 Avatar
von greenhorn43Wed Sep 26 08:30:54 CEST 2018

Puh..endlich Leute, die ihren Verstand benutzen...

Genau das ist es...

Wenn ich erlernte Fähigkeiten nicht mehr abrufe, dann werden diese aus dem Gehirn gestrichen....

2 Augen, die das räumliche Sehen beherrschen, werden nie durch Kameras ersetzt werden können...

Ebenso die vorausschauende Fahrweise (wo X- Unfälle jeden Tag vermieden werden) kann und wird der elektronische Mist nicht ersetzen..

Ein Tempomat ist super, aber was macht er, wenn es Bergab, in die Senke, Bergauf geht??

Abwärts geht er vom Gas, in der Senke hält er die eingestellte Geschwindigkeit und Hinauf "latscht" er auf die Tube, um das programmierte Tempo zu halten...

Der vorausschauende Fahrer nimmt "den Schwung" der Bergabfahrt mit und wird lockerer die aufwärtige Bergpassage meistern...

Nur mal so über einen popligen Tempomaten , den ich sehr Schätze, aber dem die Übersicht fehlt, im Gegensatz zu einen Menschen, Vorausschauend und mit Hirn zu fahren.......

Halten wir uns diese Gabe so lange es geht frisch und am laufen....

HansW124 Avatar
von HansW124Wed Sep 26 13:34:58 CEST 2018

Hat schon mal jemand darüber nachgedacht, warum Kreuzfahrten so überproportional zu allen anderen Tourismus- und sonstigen wirtschaftlichen Entwicklungen boomen? Und die Werften solcher Schiffe bis 2025 völlig ausgebucht sind? Die Erklärung hört sich esoterisch an, ist aber durch zahlreiche Experimente und vor allem Praxisbeobachtungen bestätigt: Der Mensch flieht - unbewußt bzw. instinktiv - vor dem allgegenwärtigen "Funkwellenschrott" aufs Meer, dorthin, wo es noch keinen, oder nur sehr wenig Funkwellen gibt, die seinen Körper pausenlos durchdringen und je nach Veranlagung mehr oder weniger Unruhezustände aller Art auslösen.

 

Besonders kritisch sind dabei sogenannte "Digitalnetze" (TETRA - "terrestrial trunked radio"), wie sie vor Jahren erstmals von Polizei und Feuerwehr eingeführt wurden. Mittlerweile häufen sich bei Polizisten und Feuerwehrleuten bislang unbekannte Krankheitsbilder, wie auch bekannte bis hin zu Krebs und ADS/ADHS, in einem weit höheren Maß, wie beim Rest der Bevölkerung. Einfach, weil Polizisten und Feuerwehrleute fast ständig mit diesen Geräten hantieren, die ständig - nicht nur bei Benutzung - eine starke Strahlung aussenden. Sogar Konzentrationsschwächen bis hin zu Aussetzern mit Unfallfolgen im Verkehr (und da wieder besonders bei Noteinsatzfahrten) sind belegt (http://www.stoppt-tetrafunk.de/was_ist_tetrafunk.php). Und heute basieren die modernen Smartphones auf derselben Technologie. Fast jeder trägt es irgendwo am Leib, kann der Strahlung nicht entgehen. Natürlich wurde diese Gefahr zu Beginn von interessengesteuerten "Studien" heruntergespielt, heute redet kaum noch jemand darüber, weil das Thema ins Lächerliche ("esoterische") gezogen wurde, und man die Strahlung so wenig spürt, wie Radioaktivität. Nur Langzeitwirkungen sind belegbar. Denn der Mensch hat für solche Strahlung keinen "Sinn", doch manche Tiere haben den. Die werden dann verhaltensauffällig, oder wandern in andere Regionen ab, oder sterben einfach. So wird z.B. das Bienensterben nicht nur auf Glyphosat zurückgeführt, sondern eben auch die Strahlung der Digitalnetze. Sozusagen ein "Zweifrontenkrieg". Doch - na klar - alle "Studien" stellen das in Abrede. Nur daß es kaum noch Bienen, und letzthin selbst nach 500km AB mit nicht selten bis 200 km/h kaum noch Mücken auf den Windschutzscheiben gibt, ist das auch ein "esoterischer Eindruck", den es in Wirklichkeit gar nicht gibt? Bald wird es "Studien" geben, die uns auch das einzureden versuchen. Wenn es erst keine alten Menschen mehr geben wird, die (selbst als Autos in den 1960er-Jahren nur max. 120km/h auf der AB liefen) einst alle 50km die Mücken von der Windschutzscheibe kratzen mußten, wird es sehr leicht sein, einer neuen Generation diese "Übertreibung von Ewiggestrigen" einzureden.

 

Deshalb fliehen die Leute in diesen riesigen schwimmenden Hotelkästen schon heute um teures Geld in die (noch) funkwellenfreien Zonen weit draußen auf dem Meer. Und wissen eigentlich gar nicht wirklich, warum. Denn mit Kreuzfahrt im eigentlichen Sinn, hat dieser Massenauftrieb nichts mehr gemein. Doch die Leute "drängt" es dazu, einfach weil sie sich dort "entspannter" fühlen. Die Verbindung, der Funkwellenkontamination zu entfliehen, kommt keinem in den Sinn.

 

Wenn erst in Deutschland 44 Mio. KFZ "autonome Funkwellen" empfangen und senden, und - so weitere Pläne - nicht nur mit Zentralen und Satelliten, sondern auch "untereinander" kommunizieren, dann steigt diese Funkwellenbelastung ins Unermessliche. Was dieser Alptraum mit Menschen und der gesamten Umwelt von Tieren und Pflanzen anstellt, darüber will sich heute niemand Gedanken machen. Am allerwenigsten jene, die sich davon ein Milliardengeschäft erwarten.

 

Vielleicht denken diese Geschäftemacher, sie können ihre Milliarden ins Jenseits mitnehmen. Anders ist diese Ignoranz nicht erklärbar. Doch - WER sind dann die WAHREN "Esoteriker"?

overlander Avatar
von overlanderWed Sep 26 20:50:27 CEST 2018

i, robot: "Sie haben einen Autounfall." Nein, danke!

Zweipunkt Avatar
von ZweipunktFri Sep 28 13:15:53 CEST 2018

Riesige Rechner/Computersysteme der neusten Generation warten darauf, das was man umgangssprachlich als "künstliche Intelligenz" bezeichnet, also gigantische Steuerungs- und Regelungssoftware, alltagstauglich einzusetzen. Was momentan noch zur abschließenden Progamierung fehlt, ist "Alltags"-INPUT. Also so viel wie möglich Datenmaterial, das als "Gedächtnis"-material dienen wird, woraus der "künstliche Inteligenz"-Allgorihmus dann optimale und optimierte Handlungspielräume generiert.

Die wir dann ungefragt akzeptieren müssen... weil sie ja von "künstlich-intelligenten "Hilfssystemen stammen. Und die sind ja nur dazu da, um uns vor unseren eigenen Fehlern zu schützen.

 

Das steck dahinter.

 

Das ich als Autofahrer dann vom lästigen Einparken befreit bin... oder dieses "Hilfssystem" propylaktisch eine Vollbremsung hinlegt, weil am Straßenrand ein paar Buben Fussball spielen... das mag ja alles ganz toll sein.

Doch der augenscheinliche Nutzen, sind nur Zuckerstücke die mir diese Hilfssysteme schmackhaft machen sollen. Das ist der Köder.... die individuele Datensammlumg bzw. -speicherung und die anschließende Nutzung und Auswertung der Haken.

 

Wer ist der Eigentümer dieser Daten? Ich oder der Autokonzern? Nach momentamer Rechtsprechung der Autokonzern! Mit Zustimmung zur Nutzung hab ich dem stillschweigend zugestimmt. Was der dann mit meinem "Fahrerprofil" macht... es zur "Weiterentwicklung" seiner Produkte nutzt, oder, wie Zuckerberg (facebook), sie für einen riesigen Berg Kohle weiterverkauft, kann ich nicht mehr steuern.

 

Apropos "steuern"... das diese smarten Hilfssysteme bei dem caotischen Verkehr hier bei uns in Liberia (Westafrica) funktionieren sollen, halte ich für einen schlechten Witz.

 

Das Allererste was du hier als Deutscher lernen mußt, ist, so schnell wie möglich alles zu vergessen, was du je über Verkehrsregeln gehört hast. Sonst "überlebst" du hier keine Woche. Im liberianischen Straßenverkehr gibt es so gut wie keine Regeln... und wenn es sie gäbe, es würde sich keiner daran halten.

 

Und das ist gut so.

 

Hier ist alles lebendig im Fluss. Regeln stören da nur.

 

Grüße aus Liberia (Westafrica)

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
XXL > 1420.02px XL 1300.02px - 1420px L 1000.02px - 1290px M 640.02px - 1000px S 480.02px - 640px XS 0 - 480px