Von reinen Assistenzsystemen zu automatisierten Autos – So fahren wir zukünftig
Autofahrer werden bereits heute von High-Tech-Helfern unterstützt. Morgen werden sie von fahrerlosen Taxen an ihr Wunschziel gebracht. In unserem Themenspezial erfahrt Ihr, wo wir stehen, wie wir in Zukunft fahren und was Bosch damit zu tun hat.
Schon heute sind moderne Autos teilweise automatisiert. Ferngesteuerte Parkassistenten oder Stauassistenten erledigen für den Fahrer einzelne Aufgaben. In spezifischen Situationen übernehmen sie die allgemeine Fahrzeugführung. Die Verantwortung hat weiter der Fahrzeugführer. Er muss das System stetig überwachen und jederzeit eingreifen können.
Festgelegte Fahrsituationen beherrscht das Fahrzeug komplett selbstständig. Zum Beispiel steuert der Fahrer das Fahrzeug lediglich beim Auf- und Abfahren auf die Autobahn. Alle anderen erforderlichen Fahraufgaben übernimmt dann für die Dauer der Autobahnstrecke der Autobahnpilot. Selbst bei einem Systemfehler oder falls das System an seine Grenzen gelangt, verbleibt die Verantwortung beim Fahrsystem. Beispielsweise bremst es dann ab und führt einen sicheren Zustand herbei.
Das System übernimmt die Fahraufgaben in bestimmten Fällen komplett. Beispielsweise wechselt das System selbstständig die Spur, wenn der Fahrer den Blinker setzt. Der Fahrer muss das Fahrzeug nicht die ganze Zeit überwachen und kann sich anderen Dingen widmen. Im Falle einer Fehlfunktion oder falls die Situation das System überfordert, wird der Fahrer allerdings aufgefordert, wieder selbst zu steuern.
Vorstufe der Automatisierung: Einfache Fahrerassistenzsysteme wie Totwinkel-Warner, adaptiver Abstandsassistent oder Spurhalteassistent unterstützen den Fahrer in bestimmten Fahrsituationen. Das führt zu mehr Komfort während der Fahrt und erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr. Der Fahrer behält weiter die Verantwortung und volle Kontrolle: Er lenkt, beschleunigt und bremst selbst.
Der Mensch als Fahrer ist hier überflüssig. Er wird zur Steuerung des Fahrzeuges nicht mehr benötigt, das Lenkrad kann entfallen. Das Fahrzeug beherrscht dauerhaft auch komplexe Fahrsituationen wie Stadtverkehr oder Autobahnauffahrten. Es genügt, das System zu aktivieren und das Ziel vorab einzugeben. Das automatisierte Fahren wird damit endgültig Realität.
Wie ein menschlicher Fahrer
Automatisierte Fahrzeuge müssen im Prinzip über ähnliche Fähigkeiten verfügen wie ein menschlicher Fahrer. Drei Eigenschaften stehen dabei im Vordergrund: Erkennen (Sense), Verarbeiten (Think) und Agieren bzw. Reagieren (Act). Sensoren erfassen das Umfeld, ein Fahrzeugcomputer verarbeitet die Informationen und entwickelt eine Fahrstrategie für die Steuerung von Antrieb, Lenkung und Bremse.
Der Mensch sieht und hört den Straßenverkehr. Automatisierte Autos nehmen ihre Umgebung mit Hilfe von Kameras, Ultraschall und Radar wahr. Sie registrieren Fahrbahnbegrenzungen, Verkehrszeichen, Hindernisse und andere Verkehrsteilnehmer im 360-Grad-Umfeld.
Darüber hinaus verfügen automatisierte Autos über hochauflösende digitale Karten mit deutlich mehr Details, als die Karten heutiger Navis beinhalten. Aktuelle Verkehrs- und Wetterdaten tragen dazu bei, dass die Beschaffenheit der Straße besser eingeschätzt werden kann. Über die Cloud werden die gewonnenen Daten auch mit anderen Fahrzeugen geteilt.
Der Fahrzeugcomputer übernimmt als Gehirn des Autos das Denken. Einzelne Systeme wie Antrieb, Bremsen und Lenkung werden von ihm angesteuert. Die Software analysiert und interpretiert die von den Umfeldsensoren erfassten Daten in kürzester Zeit.
Ein wichtiger Punkt in der Entwicklung von künftigen Lösungen sind lernfähige Algorithmen und künstliche Intelligenz. Mit ihrer Hilfe werden die charakteristischen Verhaltensweisen von anderen Verkehrsteilnehmern ermittelt und daraus Voraussagen getroffen. In kritischen Situationen kann das System beispielsweise das Verhalten von Fußgängern besser einschätzen und gegebenenfalls abbremsen. Im Gegensatz zu einem menschlichen Fahrer wird die Technik niemals müde und kann deutlich schneller reagieren.
Ein automatisiertes Auto übernimmt während der Fahrt dieselben Aufgaben wie ein menschlicher Fahrer: Es lenkt, beschleunigt und bremst selbstständig. Es weiß zu jeder Zeit punktgenau, wo es sich befindet, wie die Fahrbahn beschaffen ist und wie es um das Auto herum aussieht. Neben der Sicherheit berücksichtigt das automatisierte Auto auch den Komfort seiner Fahrzeuginsassen, wenn es die Fahrstrategie berechnet.
Da der Fahrer seine Verantwortung zukünftig in definierten Fahrsituationen abgeben kann, wird ein “Back-up” für Gefahrensituationen nötig. Deshalb müssen alle Komponenten redundant ausgelegt sein: Fällt zum Beispiel das ESP aus, kann der elektromechanische Bremskraftverstärker stattdessen das Fahrzeug abbremsen.
So funktioniert automatisiertes Fahren in Zukunft
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Hier geht's zur großen UmfrageAlso, bei dem obigen Vergleich muss ich gestehen, ich hätte mir nicht vorstellen können, dass ein Samsung S8 derart gute Bilder macht - ganz ohne Einstellungen. Selbst 4k kommt ohne Shutter Effekt, alles super gut belichtet; fast besser als die Realität und dennoch nicht künstlich. Hier ist mal ein positives Beispiel dass so etwas gelingen kann.
Was Assistenz im Auto angeht, da muss man fairerweise dazusagen, dass wir als Menschen manchmal einfach Gas geben (um schnell an der Gefahr vorbei zu sein). Eben bin ich hier in Spanien über eine für hier typische Innenstadtstraße gefahren. Links und rechts parkende Autos, teilweise über den Linien parkend. Sprich, nicht eindeutige Linien zu identifizieren. Die Mittelspur durchgezogen. Da käme man also korrekterweise nie weiter. Was macht man? Langsam durchfahren und hoffen, die andere Gegenseite macht's genauso. Mehr oder weniger könnte/sollte ein autonomes Auto auch nicht fahren, vor allem nicht schneller.
Da würden aber garantiert einige hier meckern, dass das zu langsam sei - wobei es in Wahrheit sicherer ist als ein Bellobums, der am Samstagabend auf den Juchei will. ;-)
P.S. mir fiel zum Abblenden in Kurven noch ein: der neue Focus hat optional das kamerabasierte Kurvenlicht. Da wird meines Wissens die rechte Seite besser in die Kurve hinein ausgeleuchtet, während nach links weniger abgestrahlt wird. Ich habe dazu übrigens mal bei Ford angefragt, ob das mit einem deutschen Auto auch in England automatisch funktionieren würde - halt umgekehrt, weil die auf der anderen Seite fahren. Dies wurde mir von Ford bestätigt.
Hallo HansW124...
Genau das, was Du beim Fernlichtassi kritisierst, kann ich nur voll und ganz bestätigen...
Da werden Leuchten produziert, die helle als der Tag sind und der Assi schnallt das Abblenden erst, wenn er mich "sieht" und ich sage vielen Dank, für 2 Sekunden blenden...
Ich habe mich mittlerweile auch ein wenig umgestellt den wenn wieder so ein "Fernlichtdepp" entgegenkommt, blende ich 50 Meter vorher auf....
Nette Gesichter schon gesehen........
Anstatt solchen Schmarrn einzubauen wäre ein kerniger Blinkerassi um Welten besser..
Denn jeder der glaubt, seinen Blinker nicht mehr benutzen zu müssen, verpasst der Assi einen satten Stromschlag über das Lenkrad....
Und schon wird in den Kreisverkehren und anderen Abbiege-Sessions wieder Ruhe einkehren und der nachfolgende Verkehr wird nicht mehr behindert & genötigt...
Gruß Rupert
Microsoft hat in den Anfangszeiten des Computerzeitalters (also 80er Jahre) versucht, einen fehlerfreien Computer herzustellen, was fehlgeschlagen ist. Kann man nicht herstellen, wird`s nie geben haben die Entwickler gesagt. Heute sind diese Kisten sehr viel komplexer, viel anfälliger und oft haut`s ihnen den Vogel raus, und dann soll man diesen unberechenbaren Blechtrottel`n ein Auto in die Hand geben wo Personen drin sitzen? Was passiert wenn ein Spatz einem autonom fahrenden Auto auf die Linse (Sensor) schei...t und das Steuergerät schreit Vollbremsung, wobei den Insassen ein Achterl in die Hose geht vor lauter Schreck? Auf dieses Experiment werde und will ich mich nicht einlassen. Ich werde noch eine lange Zeit mit meinem alten Audi durch die Gegend fahren, mit keinem Helferlein, und Spaß haben. Weil einem automatisierten vernetztem Fahrzeug, was natürlich nur über GPS-Daten (Satelliten) möglich ist, die Weiterfahrt verweigert nur weil man seine Parkstrafe nicht bezahlt hat! Ich schaue punkto Mobilität mit traurigen Augen in die Zukunft, weil soviel Mist kann man nur in der heutigen Zeit dem mündigen Bürger aufschwatzen.
LG Ossi
Habe eben einen Clip einer neuen Firma gesehen, die von Apple Mitbegründern geründet worden ist. Sie haben einen Apparat mit einem Spezialchip entwickelt, der per Pixel gleichzeitig bis zu 200m jede Bewegung, inclusive der Richtung, der Farbe, der Helligkeit registriert und verarbeitet - wie gesagt, pro Pixel. Z.B. Audi arbeitet mit denen zusammen.
Die gezeigten sehr komplexen Aufnahmen sind phänomenal.
Man braucht dann also nicht mehr zig Sensoren, sondern nur noch wenige solcher Geräte, welche im Einkauf zwischen 200 und 300 Dollar liegen werden. Wir können zweifeln und uns auf den Kopf stellen, in 5 Jahren wird das selbst in bezahlbaren Autos zu haben sein und kurze Zeit später wird es jeder haben.
Wieviele Sensoren wieviele Daten registrieren und verarbeiten können ist zwar wichtig, ebenso deren Vernetzung, aber welche Aktion daraus errechnet wird ist entscheidend!
Natürlich hast Du damit Recht. Ein Computer ist nur so gut wie er programmiert ist. Das wird aber mit der Zeit immer besser und präziser. Menschen können aber derart viele Eindrücke (180 Grad, 200 meter) gar nicht alle erfassen und können daher genauso gut falsche Entscheidungen treffen.
Die Fahrzeuge werden daher eher zurückhaltender sein in zweifelhaften Situationen, was ich aber auch gut finde. Wir weren sehen, wie sich das entwickelt...
Kameras werden NIE!!! das menschliche Auge ersetzen können..
Ebenso wird man jegliche, erdenkliche Verkehrssituation niemals programmieren können..
Diese Visionen, wie man bald Autofahren wird, sind ja schlimmere Träume als bei den Zeugen Jehovas, die ja auch von Weltuntergang und dem Paradies träumen und predigen...
Ist bis heute nichts wahr geworden...
In jedem Land wird anders gefahren und das über PC´s in den Griff zu kriegen, welcher halbwegs realer Mensch glaubt diesen Unsinn....
Nur weil U-Bahnen und Flugzeuge im Autopilot System unterwegs sind, funktioniert so eine Technik im Strassenverkehr noch lange nicht..und wird es auch nicht, da diese Branche zu komplex ist....
Die Bahn hat immer Vorfahrt und wenn es kracht ist immer der Gegner schuld, in der Luft besteht eine lange Reaktionszeit um einen Crash zu verhindern.....
Möchte es mir gar nicht vorstellen, wenn zB. ein Vogel das Fahrzeug trifft...
Haut die Kiste dann eine Vollbremsung hin oder fährt es normal weiter??...
Was passiert bei einem "Treffer" in höhe des Daches??
Reagiert der Pc oder ist es ihm wurst???
Bei Schneefall, wo die ganze Front Verschneit ist, was macht der Schmarrn dann hier??
Oh ja...sind dann beheizte Linsen an Bord, die die Kameras am laufen halten...
Und wenn die Strasse verschneit ist oder satte Schneeverwehungen vorhanden sind ??
Bleiben wir dann zuhause, weil der Mist keine Strassenmarkierungen mehr erkennt und somit leider nicht fahren kann????
Wäre meines Erachtens gescheiter, sich um den Spritverbrauch der Motoren zu kümmern..
Vom Strassenbau ganz zu schweigen...
Da wären die Euros gut aufgehoben, anstatt die Forschung mit solch einen Nonsens zu beauftragen....
Ps. habe noch ein altes LKW-Quartett zuhause, wie die Truck´s 1984 fahren werden..
Mit Turbinen und all so einen Quatsch...
Und was ist passiert??? NICHTS......
Nachtrag:
wir haben 20 Grad minus...
Funktioniert dann der Müll noch oder ist es ihm zu kalt??
Die Ostblockländer wissen schon, warum dort noch das meiste mechanisch gebaut wird, da die Elektronik bei Minusgraden abkackt und nichts mehr geht....
Ebenso der Traum, alte Menschen sind dann auch noch "mobil"...
Die Bedienungsanleitung wird als ein kleiner Brockhaus ausfallen und jetzt möchte ich einen älteren Menschen sehen, der meist schon mit Fernbedienungen, Handys etc. überfordert ist, wie er diese Kisten zum Fahren bringt....??
"Kameras werden NIE!!! das menschliche Auge ersetzen können.."
Also, das ist bereits heute der Fall.
Die von Dir genannten Ereignisse bzw. Zustände wie Wetterphänomene oder fallende Vögel - in England kommen noch die regelmäßig vom Himmel fallenden Fische hinzu, das darf man nicht vergessen, die gibt es natürlich alle! ;-) Und darauf muss geachtet werden. Das müssen Menschen aber auch, und wenn es 60 Millionen individuelle Fahrer gibt, die alle mehr oder weniger verlässlich fit oder halbfit sind, was ist Dir dann lieber? Nein, ich denke mal, hier sind wir an unsere alltäglichen Risiken gewöhnt und haben Angst vor was Neuem.
"Die Ostblockländer wissen schon, warum dort noch das meiste mechanisch gebaut wird" Ja, die guten Ostblockländer, die wissen noch wo's lang geht - "da, wo die Welt noch in Ordnung ist, am Ballaton"
"funktioniert da der Müll noch?" Ja, weshalb denn nicht? Die Diesel wurden auch weiterentwickelt, warum also nicht auch elektronische Teile. Bessere DSLRs funzen heute auch bei - 10 Grad, und das ganz ohne Heizung.
Was den älteren Menschen angeht, hier mal ein Beispiel: Ne gute Bekannte, 62 Jahre alt, arbeitet beim Arbeitsamt in Berlin. Ist fit wie ein Turnschuh, wenn es um Whatsup oder Facebook geht, aber wenn es erwartet wird, im Büro auf digital umzustellen (wohlgemerkt heute im Jahr 2019!), dann ist sie überfordert...
Wer sich so anstellt und abblockt, obwohl er es besser kann - der muss dann halt auf Dauer Taxi fahren; wohin die Rente geht, ist ja auch egal.
Nein, gerade für ältere Menschen wird autonomes Fahren mehr Freiheit bedeuten. Wenn z.B. autonome Taxen überall rumfahren, anstelle von Millionen Einzelfahrer, dann ist das ökologisch höchst sinnvoll, bringt mehr Freiheit auch für Menschen außerhalb der Zentren. Man kann natürlich alles schwarz reden, aber man kann auch versuchen, das Nutzbringende herauszuarbeiten - sonst säßen wir noch alle auf Bäumen, zitternd, ob uns die unten wartenden Löwen reißen. In diesem Sinne... :-)
Die Schilderung einiger selbst erlebter Fahrsituationen an den Optimisten Achim-Martin und die damit verbundene Frage an ihn, wie er sich wohl die Reaktionsweise eines autonom fahrenden Autos in diesen Situationen vorstellt?
1. Ich fahre rechts. Auf meiner Fahrspur kommt ein Wagen entgegen, der Fahrer ist also möglicherweise mit voller Absicht auf Kollisionskurs. Autonome Reaktion?
2. Ich fahre auf eine Kreuzung zu, LKW quert unmittelbar bevor ich die Kreuzung erreiche. Ohne Vollbremsung und anschließendes Ausweichen (natürlich mit gelöster Bremse) in Richtung wartender anderer KFZ ist der Crash nicht zu vermeiden. Autonome Lösung der Gefahrensituation?
3. Ich fahre auf schneebedeckter Fahrbahn. Ein auf der Überholspur befindliches, schnelleres KFZ gerät wenige Meter nach dem Überholvorgang ins Schleudern, touchiert die Mittelleitplanke, verteilt Metallteile in alle Richtungen und kreiselt von links kommend auf meine rechte Fahrspur. Autonome Reaktion?
Was ich hiermit zum Ausdruck bringen will: auch ein defensiv und autonom fahrendes KFZ kann in Gefahrensituationen kommen, muss aber gemäß des implementierten Programms immer sinnvoll handeln (crashvermeidend), kann es aber z.B. in Ermangelung von berechenbaren Größen (etwa nicht ermittelbarer Verzögerungswerte der Reifen) nicht mathematisch exakt. In solchen Fällen fehlt dann die fahrerische Intuition oder die Erfahrung, um Crashs zu vermeiden. Oder es gerät in nicht lösbare Zielkonflikte (z.B. welches Leben soll geschützt werden).
Nebenbei bemerkt: Ich habe alle Gefahrensituationen ohne Schramme überlebt.
Was mal nur ein Beispiel angeht, das erste von Dir genannte: Bei Ford gibts z.B. jetzt schon das sog. "evasive Stearing". Das ist eine unterstützende Maßnahme, wenn ein Zusammenprall nicht mehr zu verhindern wäre und man am besten an dem Fahrzeug vorbeilenkt und fährt. Dafür muss aber die Gegenfahrbahn sicher sein, sonst würde man ja einen Frontalunfall mit der anderen Seite verursachen. Das machen diese Fahrzeuge also schon jetzt. Das hätte man selbst so womöglich noch nicht im Blickfeld gehabt.
Das Fahrzeug unterstützt die Lenkung in die gewünschte Richtung, bei manchen Assistenzen wird z. B. die Bremse vorbereitet, damit sie im Bedarfsfall direkt arbeitet, oder dass das Fahrzeug eingreifen kann, wenn man selbst z.B. durch irgendwas (wie Handy oder schreiendes Kind) abgelenkt war.
Diese Dinge werden derzeit schon eingesetzt, entweder autonom oder unterstützend. Das sind ja die Anfänge, wenn man bedenkt seit wie wenigen Jahren das erst gemacht wird. Wetterphänomene andererseits muss man ebenfalls berücksichtigen, daher ist manches redundant, sodass nichts passiert, wenn einige Sensoren ausfallen sollten. Die Kameras am Rückspiegel zeigen übrigens in dieser Hinsicht, das selbst Vogelkot nichts ausmacht; es sei denn, das Fahrzeug ist komplett verdreckt. Aber auch dagegen gibts Reinigungsdüsen (bei Kälte beheizt) schon heute, oder beschichtete Oberflächen.
Also man muss nicht Optimist sein, um kein Pessimist sein zu müssen.
Ich fahre seit beinahe 35 Jahren mit LKW`s , aber was bei den neueren LKW`s an Assistenzsystemen (auch mit direktem Zugriff vom Fahrzeug her, sprich selbständig) so eingebaut ist, geht auf keine Kuhhaut mehr! Immer wieder hört man was piepsen oder man muß dauernd irgendetwas kontrollieren weil im Display irgendetwas aufleuchtet. Diese dauernden Ablenkungen vom Lenkbetrieb gehen mir dermassen auf die Eier und da soll mir einer sagen das das die automobile Zukunft ist? Nein danke, diesen Wahnsinn auf vier Rädern oder mehr, was man schon als irgendeine Art von Psychologietricks bezeichnen kann, bei dem man in naher Zukunft keine Wahl mehr hat, mit welchem Fahrzeug man unterwegs sein möchte, kann mir gestohlen bleiben. Man siehe nur was alles dafür getan wird (Abgasnormen,alte Autos mit ein paar schmuddrigen Euros einzustampfen-sprich Prämie bei Neukauf)! Da will man einen Neukauf erzwingen, weil man mit dem "Alten" nicht mehr in die Stadt darf (bald auch nirgendwo hin)! Ich hab meiner Oma auch einen alten Diesel gekauft, jetzt darf sie nicht mehr in die Stadt, haha. Ich glaube ich werde mir auf`m Flohmarkt ein Dreirad (wie wir es im Kindergarten gehabt haben) kaufen, werde es ein bisschen modifizieren (Rasenmähermotor mit extra langem Stromkabel, Scheibenbremsen,andere Übersetzung) und bei der Regierung ansuchen ob ich damit auf der Busspur fahren darf?
P.S: Das ist nur meine Meinung, was andere davon halten kann man interpretieren wie man will, Hauptsache ist man schreibt darüber mit Gefühl und Humor ohne Beleidigungen!
LG Ossi
Hast ja nicht unrecht, begründet durch Deine Erfahrungen. Ist aber auch nicht alles schwarz oder weiß. Das Piepsen übrigens kann man für fast alle Assistenzgruppen abstellen, sodass es nicht stört. Ist aber z.B. schon nützlich, wenn man aus dem Augenwinkel erkennt, dass etwas womöglich nicht in Ordnung ist, z.B. Reifendruck o.ä.
Wir erwarten heute aber auch viel mehr von einem Privat-Fahrzeug, mehr an Sicherheit und Komfort. Nicht umsonst sind im vergangenen Jahr weniger Menschen im Verkehr ums Leben gekommen, als 1953, wo es noch kaum Autos gab.
HunderterAudi:
Da gebe ich Dir aber sowas von Recht, diese ewige Gepiepse , Geplärre und Geblinke lenkt dermaßen ab, das es nicht mehr feierlich ist.
Eine Kippe anzünden, da fährt man ja 50 Meter, ohne auf die Fahrbahn zu schauen, also ein No Go..
Aber das Mäusekino im Amaturenbrett ist vollkommen Ok...
Mußte mal mit einem Atego nach München fahren, der mich dauernd mit rotem Warnlicht und lautem Summer bei Laune hielt und mich vor dem Einschlafen bewahrt hat.
Ich bin dermaßen wütend geworden, das wenn ich dieses Scheiß Ding gefunden hätte, sofort mit einem Hammer den garaus gemacht hätte..
Die Werkstatt stellte hinterher fest: Äh...Fehlalarm....na tolle Wurst.....
Soll verstehen wer will..
achim-martin:
Eine Person im Alter von 62 Jahren ist nicht alt, ich spreche von 75-80 Jährigen, die heute noch im Strassenverkehr teilnehmen, ob die es bei einem Autonomen Fahrzeug auch noch schaffen, diese Kiste zu starten??
Dann fahren diese Herrschaften doch mit dem Taxi, da machst Du dir es aber sehr einfach..
Auch Du, wenn Du Glück hast, bist sehr schnell in dieser Altersgruppe und wirst dann ohne Klagen auf deine Mobilität verzichten wollen?? Ich glaube es eher nicht.....
Ebenso, nachdem Du einige Fetzen aus meinem Beitrag kommentiert hast, bleibst Du mir eine Antwort bei Schneebedeckter Fahrbahn schuldig..
Was macht dann die Karre??
An was orientiert sich die Mühle???
Bergab, Schnee oder Eis..
Brettert die Kiste mit einem 100ter runter oder macht sie langsamer???
Oder "darf" ich vor Abfahrt einen Quadratmeter Fahrbahn auf Glätte und Schneehöhe messen, das ganze dann ins System übertragen und nun weiß der "Blechdepp" welchen Modus er einlegen muß???
Oder hat die neue Technik fette Gasbrenner an der Front, die Schnee und Eis sofort wegschmelzen können??
Auch die Fahrbahnmarkierungen sind, wegen Einsparmaßnahmen in einem desolaten Zustand, das zum Teil nur noch die Markierungsfräsrillen vorhanden sind..
Da möchte ich mal sehen, wie das Fahrzeug reagiert...
Ich könnte noch genug normale Verkehrssituationen aufführen, wo das, ach so tolle System, mit Sicherheit abkackt...
Solange ein popliger Tesla nicht mal einen querenden LKW sondern als ein Verkehrsschild "erkennt" und natürlich volle Kanne in den Anhänger ballert, kann und wird dieses Zeugs nicht funktionieren...
Irgendwo ist eine Grenze erreicht, wo nichts mehr geht..
Bei einem Diesel ist auch irgendwo bei Minus 30 Grad Schluß....
Ich wage zu behaupten, dass ein Teil der Assistenzsysteme irgendwann gut funktionieren mag, aber insbesondere fehlerfreies autonomes Fahren wird nie gelingen! (Außer die KI , also die künstliche Intelligenz, ist dem Menschen ebenbürtig geworden). Denn dazu ist das Geschehen auf der Straße zu komplex, zu unübersichtlich, zu unvorhersehbar (Stichwort: einprogrammierte Fahrsituationen).
Man vergleiche mit den Automatiken beim Fotografieren: Jederzeit perfekte Weißbalance? Fehlanzeige! Perfekter Focus? Fehlanzeige. Perfekte Belichtung? Fehlanzeige! Im Gegensatz zum Autofahren relativ simple Messvorgänge, und doch funktionieren sie nur leidlich gut. Und das trotz teilweise Jahrzehnte langer Entwicklung!