Online: 3.655
ANZEIGE
Themenspezial Elektromobilität

Themenspezial Elektromobilität

Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Diese Frage ist schwierig zu beantworten, doch eines ist klar: Die Elektromobilität wird eine zentrale Rolle bei der Lösung einer der großen Herausforderungen unserer Zeit einnehmen: Sie soll bei steigendem Mobilitätsbedarf die Umweltbelastung senken.

Beim Thema Elektromobilität nur strombetriebene Autos im Sinn zu haben, wäre zu kurz gedacht. Deswegen fokussiert sich Bosch neben der Entwicklung elektrischer Antriebssysteme auch auf die Vernetzung von Autos, Infrastruktur und Dienstleistungen. Das Ziel: Elektromobilität soll für möglichst viele Menschen attraktiv werden.

In unserem Themenspezial erfahrt Ihr alles Wissenswerte zum Thema Elektromobilität, von Antriebssystemen für verschiedene Fahrzeugklassen bis hin zu einer vernetzten Ladeinfrastruktur.

Flüsterleise, rasante Beschleunigung und immer einen Ladeplatz? Was weißt Du über Elektromobilität?

Elektromobilität im Alltag

Individualverkehr

Elektrofahrzeuge sollen in Zukunft zentraler Bestandteil des städtischen Individualverkehrs sein. Denn im urbanen Umfeld können E-Autos ihre Stärken voll ausspielen. Hybridfahrzeuge haben im Vergleich zu E-Autos einen höheren Aktionsradius und eignen sich für Menschen, die regelmäßig längere Strecken fahren.

Lieferverkehr

Hunderttausende Transporter versorgen Tag für Tag Privat- und Geschäftskunden mit Waren und liefern diese bis an die Tür. Um Emissionen in deutschen Städten zu verringern, setzen Lieferdienste verstärkt auf Transporter mit Elektroantrieb. Ein Beispiel hierfür ist der vollelektrische Transporter der Deutschen Post, der über ein Bosch Antriebssystem verfügt.

E-Scooter und E-Bike

Leise, leicht, dynamisch. Auf zwei Rädern bringen E-Scooter und E-Bikes ihre Fahrer zügig durch den Verkehr. Für den E-Scooter hat Bosch ein komplett integriertes System entwickelt, das aus Batterie, Elektromotor und Steuergerät besteht. Die Bedienung über das Display und eine App macht die Nutzung kinderleicht.

Ladeinfrastruktur

Um das Laden von E-Fahrzeugen komfortabler zu gestalten, wird das Ladenetz ausgebaut. Die Nutzung soll zudem einfacher werden, da die Ladesäulen dann mit dem Internet und miteinander vernetzt sind. So lassen sich freie Ladesäulen unabhängig vom Anbieter schnell finden. Bezahlt wird mit Hilfe einer App. Bosch entwickelt hierfür anbieterunabhängige Softwarelösungen.

Vorteile von Elektrofahrzeugen

Fahrspaß
Im Vergleich zu Verbrennungsmotoren steht beim Elektroantrieb das maximale Drehmoment sofort bereit und kann mit dem ersten Tritt aufs Gaspedal abgerufen werden. Entsprechend spritzig und dynamisch sind E-Autos im Stadtverkehr unterwegs und gewinnen jeden Ampelstart.
Komfort
Der Komfort setzt mit der Ruhe ein. Außer den Abrollgeräuschen der Reifen und den Windgeräuschen ist nahezu nichts zu hören. Der Motor läuft leise und gleichmäßig. Schöner Nebeneffekt: Anwohner großer Hauptstraßen können sich über den abnehmenden Lärm freuen.
Wartungseffizienz
Elektrofahrzeuge kommen ohne Kupplung aus. Der Motor benötigt weniger oder gar keine Flüssigkeiten und es gibt weniger Verschleißteile. Ein Öl- und Filterwechsel zum Beispiel entfällt komplett. Somit sind Elektrofahrzeuge weniger wartungsintensiv, als es Verbrenner sind. Das spart Zeit und Geld.
Ressourcen schonen
Das Argument, das bei der Elektromobilität stets zuerst genannt wird, ist die Schonung der Umwelt. Vor allem in Ballungsräumen schaffen Elektromotoren die Chance auf bessere Luft, doch auch außerhalb von Städten profitiert die Umwelt von weniger Luftverschmutzung.
Wie fühlt sich die Beschleunigung in einem E-Auto an?

Technik und Entwicklung

Nach Schätzungen von Bosch werden bis zum Jahr 2025 rund 20 Millionen Elektro- und Hybridfahrzeuge weltweit vom Band laufen. Um die wachsende Nachfrage stillen zu können, sind wirtschaftliche, skalierbare und flexible Lösungen wichtig. Hierzu gehören beispielsweise die eAchse, ein All-in-one-Antrieb für E-Autos, sowie die 48-Volt-Batterie. Der Einstieg in die Elektromobilität findet oftmals über elektrische Scooter statt. Der Sharing-Service Coup bietet in Berlin eine große Flotte an E-Scootern an, mit denen man schnell von A nach B kommt.

Die eAchse

Mit dem elektrischen Achsantrieb will Bosch Elektromobilität massentauglich machen. Die eAchse ist Motor, Leistungselektronik, Getriebe und Achse in einem. Aufgrund ihrer Skalierbarkeit von 50 bis 300 Kilowatt kann sie von verschiedenen Fahrzeugen genutzt werden. Die kompakte Bauweise spart Platz und ermöglicht neue Dimensionen beim Fahrzeugdesign. Da die eAchse eine Komplettlösung ist, können Fahrzeughersteller damit ihre Autos schneller auf den Markt bringen. 2019 soll die eAchse in Serie gehen.

Die 48-Volt-Batterie

Wenn ein Autofahrer bremst, wird viel Energie freigesetzt, die normalerweise verloren geht. Das Boost Recuperation System (BRS) nutzt diese Energie und speichert sie im neuen 48-Volt-Akku. Die Energie nutzt der Antrieb später beim Beschleunigen (Elektro-Boost). So muss der Verbrennungsmotor weniger leisten und verbraucht weniger Kraftstoff. Weniger Verbrennung bedeutet einen geringeren CO2-Ausstoß. Das macht dieses Antriebssystem effizient und bringt die Elektromobilität einen weiteren Schritt voran.

Leichte Elektrofahrzeuge: E-Scooter-Sharing

Sharing-Angebote erleichtern den Zugang zu neuen Technologien. Das Berliner Start-up Coup hat das Prinzip des Carsharings auf Elektroroller übertragen. Für die eScooter ist kein Motorradführerschein notwendig, ein Helm inklusive Einmalhaube befindet sich im Roller. Gestartet wird per App. Mit 3 Euro für die ersten 30 Minuten ist Coup günstiger als die Carsharing-Konkurrenz.

Bist Du schon mal mit einem E-Auto gefahren?

Schnell und einfach mit dem Smartphone eine Ladesäule finden

Wer sein Fahrzeug an einer öffentlichen Ladesäule tanken möchte, braucht entweder Apps von verschiedenen Stromtankstellenbetreibern. Oder er nutzt eine von Boschs Charging Apps. Sie kennen 20.000 Ladesäulen in 10 Ländern. In der Regel wird die App von Fahrzeugherstellern angeboten und vertrieben. Der Fahrer kann auf einen Blick die nächste freie Ladestation finden und mit einem Klick bezahlen.

Elektromobilität im Nutzfahrzeug - undenkbar?

Für die Langstrecke ist Elektromobilität bislang nur eingeschränkt geeignet: zu schwer, zu teuer, zu geringe Reichweite. Eine Lösung für schwere Nutzfahrzeuge könnte laut Bosch unter anderem die Brennstoffzellentechnologie sein, an der bereits geforscht wird. Im innerstädtischen Lieferverkehr werden Elektro-Transporter bereits heute eingesetzt. Die sogenannten eCity-Truck-Antriebslösungen ermöglichen die Einfahrt in zugangsbeschränkte Bereiche, sind geräuscharm und helfen dabei, die lokalen NOx- und Partikelemissionen zu reduzieren.

Auch abseits der Straße hält die Elektrifizierung Einzug in die Innenstädte, beispielsweise auf Gehwegen. Hier werden Anwohner oftmals durch Lautstärke und Emissionen belästigt. Daher möchten Kommunen ihre Bürgersteige künftig ohne Lärm und Abgase säubern. Der Einsatz von elektrisch betriebenen Kehrmaschinen ist einer der Lösungsansätze.

In der Stadt? Mit eigener Garage? Für Pendler - wann macht E-Mobilität am meisten Sinn?

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Geht mit Elektromobilität der Fahrspaß verloren?


Es kommt natürlich auf die Definition von Fahrspaß an. Geht es um das Drehmoment, stehen die Stromer den Verbrennern in nichts nach: Das Drehmoment ist nahezu sofort verfügbar, sodass die maximale Leistung des Motors genutzt werden kann. An Ampeln fahren die E-Autos den anderen schnell davon. Wird der Fahrspaß vor allem über Sound definiert, können akustische Systeme nachhelfen und nachträglich für den typischen Motorsound sorgen. Für andere wiederum bedeutet Fahrspaß die Ruhe eines E-Motors und das stille Dahingleiten durch den Verkehr.

Welche Reichweite haben E-Autos?


Das ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Liegt die Reichweite eines Kleinwagens bei etwa 250 Kilometern, schafft ein Premiumfahrzeug bis zu 600 Kilometer. Hierbei handelt es sich um die Herstellerangaben, die oft unter Laborbedingungen entstehen. Fahrstil, Außentemperatur, Steigung auf der gefahrenen Strecke und die Geschwindigkeit beeinflussen die Reichweite.

Kann ich mein Elektrofahrzeug in jeder Werkstatt reparieren lassen?


Einfache Reparaturen und Services wie Reifenwechsel oder den Austausch von Bremsbelägen kann jede Werkstatt durchführen. Anders sieht es bei Arbeiten an der Batterie und der Leistungselektronik aus. Dafür müssen die Mechaniker speziell geschult sein. Dies findet aktuell in mehr und mehr freien und Vertragswerkstätten statt.

Was kostet das Fahren mit einem Elektrofahrzeug?


Zunächst muss zwischen Anschaffungs- und Betriebskosten unterschieden werden. Die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs ist teurer als die eines konventionellen Fahrzeugs. Einer der Hauptgründe liegt in der Lithium-Ionen-Batterie. Die Betriebskosten jedoch sind für den Endverbraucher geringer, da Strom günstiger als Benzin ist. Durch die technische Weiterentwicklung von Batterien und ihrer Herstellungsverfahren sowie einer steigenden Nachfrage werden die Preise in Zukunft jedoch sinken. Und damit auch die Anschaffungskosten.

Kann ich mein Elektroauto an einer normalen Steckdose laden?


Ja, dies dauert aber deutlich länger als mit einer Schnellladestation. Beim BMW i3 beispielsweise dauert das Laden an einer Haushaltssteckdose 7,5 Stunden. Dann ist der Akku zu 80 Prozent geladen. An einer Schnellladestation ist der Akku nach 39 Minuten zu 80 Prozent geladen.

Wo kann ich mein Auto laden?


Online-Plattformen wie E-Tankstellen-Finder oder Smarttanken und Smartphone-Apps zeigen dem Fahrer eines E-Autos die nächstgelegene und freie Ladesäule an.

Umfrage

Wir wollen von Euch wissen, ob Elektromobilität für Euch in Frage kommt. Könnt Ihr Euch vorstellen, ein Elektrofahrzeug zu kaufen und zu fahren? Verratet es uns in unserer Umfrage.

Kommt für Dich ein Elektrofahrzeug in Frage?

  • Ja, ich fahre sogar schon elektrisch
    10.8% (132)
  • Ja, weil ich die Technik reizvoll finde
    14.4% (175)
  • Ja, weil ich sehr umweltbewusst lebe
    3.9% (47)
  • Ja, sobald es mehr Ladesäulen gibt oder die Reichweite höher wird
    19.6% (239)
  • Nein, bisher überzeugt mich die Technik nicht
    24.6% (300)
  • Nein, ich brauche zum Autofahren einen satten Sound
    2.5% (31)
  • Nein, denn ich glaube nicht, dass sich E-Mobilität auf Dauer durchsetzen wird
    24.1% (294)
Die Umfrage läuft bis 15. April 2018.

Du findest das Thema Elektromobilität spannend und möchtest noch mehr Fragen beantworten?

Sag's weiter!
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
XXL > 1420.02px XL 1300.02px - 1420px L 1000.02px - 1290px M 640.02px - 1000px S 480.02px - 640px XS 0 - 480px