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Bosch Themenspezial
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Auto und Internet wachsen zusammen

Die Zukunft des Fahrens gehört der Vernetzung. In unserem Themenspezial erfahrt Ihr, wie sich Komfort, Sicherheit und Effizienz erhöhen lassen, wenn Fahrzeuge per Internet und Cloud miteinander kommunizieren. Mit vernetzten Services von Bosch.

von MOTOR-TALK am 23.11.2018 um 14:14

Autos, Nutzfahrzeuge und Motorräder werden zunehmend zu Teilen der digital vernetzten Welt. Was zu Hause oder im Büro längst Alltag ist, wird auch beim Fahren Stück für Stück zur Realität: Fahrzeuge und Benutzer, die via Internet und Cloud miteinander verbunden sind – das Internet der Dinge.

Bosch arbeitet seit 2008 an vernetzten Services. Nach Aussage des Zulieferers wird der Straßenverkehr mit den entwickelten Produkten „effizienter, sicherer und komfortabler“. 2020 werden laut Marktforschungsunternehmen Gartner von 2015 eine Viertelmilliarde Fahrzeuge weltweit miteinander verbunden sein. Schon heute vernetzt Bosch mehr als 2,5 Millionen Fahrzeuge.

Die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander ist zum einen Voraussetzung für autonomes Fahren. Zum anderen wird durch vernetzte Services das Fahren auch für Menschen angenehmer: In Zeiten stetig wachsenden Verkehrsaufkommens kann vernetztes Fahren an vielen Punkten nützlich, an manchen sogar lebensrettend sein.

Perfectly keyless

Das System setzt dem ewigen Suchen nach dem Autoschlüssel ein Ende. Der Fahrer kann den Pkw mit Hilfe seines Smartphones öffnen und starten. Zudem kann er aus der Ferne anderen Nutzern den Zugang zum Fahrzeug gewähren.

Vernetzte Services

Moderne Pkw verfügen über Telematikeinheiten, die mit verschiedenen Systemen im Fahrzeug verbunden sind und deren Daten an die Außenwelt übertragen. So werden neue Services wie eine Warnung vor Falschfahrern möglich.

Achtung: Falschfahrer

Die cloudbasierte Falschfahrerwarnung von Bosch ermittelt bei Autobahnauffahrten und –abfahrten die Fahrtrichtung von Pkw und gleicht diese mit der korrekten Richtung ab. Wird ein Geisterfahrer registriert, alarmiert das System nicht nur den Fahrer selbst, sondern auch alle vernetzten Fahrzeuge.

Der dynamische Straßenzustands-Service

Das System ermittelt mit Hilfe der ESP-Sensoren, wie glatt oder griffig die Straße ist. Diese Info, ergänzt um aktuelle Wetterdaten, wird an alle vernetzten Fahrer übermittelt.

Hilfe bei der Parkplatzsuche

Die Suche nach einem freien Parkplatz kostet Zeit und Nerven. Mit Hilfe von Community-based Parking geht es in Zukunft schneller und bequemer.

eCall für neue und alte Autos

Ist der Fahrer nach einem Unfall nicht mehr in der Lage, selbst Hilfe zu rufen, setzt eCall einen automatischen Notruf ab. Bosch bietet eCall auch als Nachrüstlösung für ältere Fahrzeuge an.

Mehr Komfort durch Vernetzung

Mal wieder den Autoschlüssel verkramt? Zu viele Sachen in den Taschen? Mit Perfectly keyless von Bosch öffnet das Auto seine Türen bereits, wenn man sich ihm mit dem digitalen Schlüssel auf dem Smartphone nähert. Das Fahrzeug stellt dann automatisch individuelle Einstellungen wieder her, wie etwa Sitzposition oder Stellung des Außenspiegels.

Das Fahrzeug kann mit Hilfe von Perfectly keyless per Smartphone geöffnet werden.

Ein weiteres Plus der Technologie: Der Zugang zum Auto lässt sich per App auf das Smartphone weiterer Fahrer übertragen. Natürlich über einen gesicherten Cloud-Zugang. Sollte das Smartphone verloren gehen, kann der digitale Schlüssel online deaktiviert werden. Zur Überbrückung gibt es dann noch den guten alten Fahrzeugschlüssel.

Mit vernetzten Services kann man zudem den Zustand des Fahrzeugs in Echtzeit überwachen. Dem Fahrer wird dann angezeigt, dass bald ein neuer Keilriemen fällig ist oder der Kraftstofffilter erneuert werden muss. So können im Zusammenspiel der Daten aus dem Fahrzeug und der Diagnose-Kompetenz Störungen vorhergesagt und rechtzeitig behoben werden.

Selbst Termine bei der Werkstatt kann der Service dem Fahrer vorschlagen und direkt ausmachen. Per „Updates Over-the-Air“ werden Software- oder Firmware-Updates ganz ohne Werkstattbesuch direkt auf den Bordcomputer heruntergeladen – und das alles, während man selbst am Steuer sitzt.

Die cloudbasierte Falschfahrerwarnung alamiert alle vernetzten Fahrzeuge in der Umgebung.

Mehr Sicherheit und Effizienz

Autofahren wird durch digitale Vernetzung nicht nur komfortabler, sondern auch sicherer. So hat beispielsweise Bosch eine Falschfahrerwarnung entwickelt, die schneller und zuverlässiger vor der Gefahr warnt als Radiodurchsagen. Die Warnung geht sowohl an alle via Cloud vernetzten Fahrer im Gefahrenbereich als auch an den Geisterfahrer selbst. Und das innerhalb von 10 Sekunden.

Der dynamische, ebenfalls cloudbasierte Straßenzustand-Service von Bosch ermittelt, wie glatt die Straße ist, auf der man gerade fährt. Durch den Abgleich mit verschiedenen Daten, z. B. denen der Wetterstation, werden die aktuellen und zu erwartenden Reibwerte berechnet. „Achtung: überfrierende Nässe in 500 Metern!“ ist dann beispielweise eine Warnung, der man besser Glauben schenken sollte. Indem der Fahrer seine Fahrweise anpasst, kann eine mögliche Gefahr durch Glatteis bereits im Voraus vermieden werden.

Der Straßenzustands-Service warnt den Fahrer frühzeitig vor Glatteis und Rutschgefahr.

Falls es trotzdem zu einem Unfall kommt, setzt das eingebaute eCall-System automatisch einen Notruf ab. Seit April 2018 verfügen alle in der EU neu zugelassenen Fahrzeuge serienmäßig über diesen Service. Für ältere Fahrzeuge hat Bosch den Unfallmeldestecker Retrofit eCall für den Zigarettenanzünder entwickelt. Klein und kompakt leistet er in Verbindung mit dem Smartphone alles, was eCall kann – auch in einem Golf aus den Neunzigerjahren.

Indem man beim Fahren vernetzte Services nutzt, kann man zudem Zeit sparen, beispielsweise indem Staus vermieden werden oder durch Unterstützung bei der Parkplatzsuche. Und gute Musik aus der eigenen Playlist kann man dabei auch noch hören.

Mehr Spaß beim Fahren

Sollte die Fahrt von A nach B doch mal länger dauern als erhofft, bietet das vernetzte Fahrzeug genügend Möglichkeiten für den Zeitvertreib. Der Fahrer hat jederzeit Zugang zu Streamingdiensten oder Musik in seiner Cloud.

Apps, die auf dem Smartphone installiert sind, können über mySPIN ins Infotainmentsystem des Autos integriert und sicher von dort gesteuert werden. Nur die neueste Lieblingsserie sollte man lieber nicht beim Fahren gucken. Dafür warten ja abends zu Hause Sessel oder Couch.

von MOTOR-TALK am 23.11.2018 um 14:14
FAQ

Häufig gestellte Fragen

Hier fassen wir die häufigsten Fragen und Antworten zum Thema vernetzte Services zusammen.

Wie arbeiten vernetzte Services im Fahrzeug?

Wie bei Computern oder Smartphones arbeiten auch bei vernetzten Services im Auto Hardware, Software und Cloud zusammen. Das zentrale Gateway ist dabei der Kommunikationsknoten im Fahrzeug.

Es verbindet verschiedene Systeme und sorgt für einen sicheren Datenaustausch mit der Außenwelt, via CCU mit dem Internet verbunden. Dabei kann es durch den Zugriff auf Daten, Sensoren und Aktoren im gesamten Fahrzeug eine Vielzahl von zukünftigen Fahrzeugfunktionen und internetbasierten Diensten aufnehmen.

Wie funktioniert die cloudbasierte Falschfahrerwarnung?

Nähert sich ein Fahrer z. B. einer Autobahnauffahrt, sendet das System automatisch und anonymisiert die aktuellen Bewegungsdaten an die Cloud. Die Bewegung des Fahrzeugs wird mit der erlaubten Fahrtrichtung verglichen, die einer Online-Datenbank entnommen wird.

Fährt der Fahrer in die falsche Richtung, erhält er sofort eine Warnung, ebenso wie die anderen vernetzten Fahrer im Gefahrenfeld. So werden sie schneller als durch die üblichen Radiodurchsagen vor Geisterfahrern gewarnt.

Wie arbeitet der Straßenzustand-Service?

Mithilfe der Sensoren des Elektronischen Stabilitätsprogramms ESP ermittelt der Straßenzustand-Service, wie glatt die Straße ist, auf der man gerade fährt. Diese Info wird mit Daten von Wetterstationen abgeglichen. So ermittelt das System die aktuellen und zu erwartenden Reibwerte auf der Strecke. Die werden über die Cloud an alle vernetzten Fahrzeuge in der Region weitergegeben. So wird nicht allein der betroffene Fahrer etwas vor Eis und Glätte gewarnt, sondern alle vernetzen Verkehrsteilnehmer in der Nähe.

Was bringt eCall als Nachrüstlösung?

Seit April 2018 findet sich faktisch in allen in der EU neu zugelassenen Fahrzeugen serienmäßig ein eingebautes eCall-System. Das misst die Aufprallstärke eines Unfalls, erfasst übers GPS den aktuellen Standort und sendet beides automatisch zusammen mit einem Notruf per Smartphone an die Unfallmeldezentrale.

Der Unfallmeldestecker Retrofit eCall von Bosch dient als Nachrüstlösung für den Zigarettenanzünder, klein und kompakt. In Verbindung mit dem Smartphone leistet er alles, was eCall kann. Zum Beispiel unterscheidet er, ob man wirklich einen Unfall hatte oder nur ein größeres Schlagloch mitgenommen hat. In einer erweiterten Version kann man das eigene Fahrverhalten analysieren und aufs Smartphone übertragen lassen.

Und was ist das Internet der Dinge?

Das Internet der Dinge (IdD) (englisch: Internet of Things, IoT) bezeichnet die Verknüpfung physischer Objekte mit einer virtuellen Repräsentation in einer Internet-ähnlichen Struktur. Es fungiert als Sammelbegriff für Technologien, die es ermöglichen, physische und virtuelle Gegenstände miteinander zu vernetzen und sie durch Informations- und Kommunikationstechniken zusammenarbeiten zu lassen.

Das Internet der Dinge erlaubt die Interaktion zwischen Mensch und vernetzten elektronischen Systemen sowie zwischen den Systemen an sich. Ziel des Internets der Dinge ist es, automatisch relevante Informationen aus der realen Welt zu erfassen, miteinander zu verknüpfen und im Netzwerk verfügbar zu machen.

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328 Kommentare
AndyW211320 Avatar
von AndyW21132027. November 2018 um 08:37:46 Uhr

Diese Entwicklung finde ich mehr als bedenklich.

Sehe das wie meine Vorredner - braucht kein Mensch. Nur solche die selbst aufm Locus noch online sein müssen.

schwarznix Avatar
von schwarznix27. November 2018 um 08:45:15 Uhr

Schöne neue Welt. :(

Wie schaut es denn mit der IT-Sicherheit der Systeme aus?

Dazu findet man nichts!

DAS ist ein wichtiger Punkt, der zuwenig Beachtung findet.

Blueskin Avatar
von Blueskin27. November 2018 um 08:48:56 Uhr

Assistenz-Systeme finde ich persönlich dort gut, wo sie mich tatsächlich unterstützen - und nicht nerven.

Z.B. finde ich ABS, ESP, Navi, "intelligentes" LED-Licht, Totwinkel-Warner, Notbrems-Assistent super.

Aber beispielsweise einen "Fahrspur-Assistenten", der mich anpiepst, wenn ich über eine Fahrbahn-Markierung fahre, benötige ich doch eigentlich nur, wenn ich abgelenkt bin und NICHT auf die Fahrbahn achte. Das gleiche gilt für Abstands-Warner.

Allerdings fahre ich -

wie anscheinend die meisten hier im Forum - schon länger und meist gerne.

 

Aaaaaber: Ich kenne auch viele junge Leute; und für viele von ihnen ist die Fahrerei nur eine lästige Unterbrechung der Verbindung mit ihren Freunden auf Facebook, WhatsApp, Instagram etc.. Eine "verlorene" Zeit, in der man nicht sehen kann, was die anderen posten und selbst auch nicht am Leben teilnehmen kann.

Diese Generation sitzt in den Startlöchern für das autonome Auto, in das man sich jederzeit reinsetzen kann, Ziel ansagen und los. (Aber bitte keine Warterei auf Taxi oder "Klimmzüge" mit dem ÖPV. Allerhöchstens UBER würde man akzeptieren) Da gibt es keine Bedenken bezüglich der Daten, denn daran ist man ja durch das Smartphone gewohnt.

 

Noch gibt es dagegen den Widerstand der zahlreichen "Alten", die unbedingt noch aktiv fahren WOLLEN. Aber sobald wir erst mal älter werden und nicht mehr so gut fahren KÖNNEN, wird es eine große Mehrheit für möglichst viele Assistenz-Systeme bis hin zum vollkommen autonomen Auto geben.

lex-golf Avatar
von lex-golf27. November 2018 um 09:03:35 Uhr

Ich denke schon das einiges Sinn machen könnte. Misstrauisch werde ich wenn mir niemand sagt was passiert. Clouddienste bedingenge das nicht bekannt ist wo die Daten sind und wer potentiell unter welcher Rechhtssprechung Zugriff hat. Uubd noch eine Allianz VW mit Microsoft. Höchst vertrauensbildend.Für beide gilt: Ist der Ruf.........

Scimitar83 Avatar
von Scimitar8327. November 2018 um 09:16:19 Uhr

Haha, und das im Land der Funklöcher. "Verbindung steht, Verbindung unterbrochen, Verbindung steht, Verbindung unterbrochen"...

Dyo Avatar
von Dyo27. November 2018 um 09:34:26 Uhr

Für Trucker und Berufsfahrer gibt es einige sinnvolle Dinge.

Privat, fahre ich weil ich fahren will. Da gibts nix mit Helferlein.

 

Im Gegenteil, auch wenn die neumodischen Dinger schneller sein mögen und auch sicherer, Spass machen die nicht. Spass macht das subjektive Gefühl, dass einem ein alten Auto bietet.

Also NoGo

 

Kein Schnickschnack, sowenig Elektronik wie irgend möglich, my Way. Wers anders will soll nen Chip fahren, für mich bleibts beim Alteisen. Bleibt mir weg mit all dem Plaste-Kabel-Chip-zusammengeklebt-Scheissdreck.

CivicTourer Avatar
von CivicTourer27. November 2018 um 09:52:04 Uhr

Zitat:

@Blueskin schrieb am 27. November 2018 um 08:48:56 Uhr:

 

1

Assistenz-Systeme finde ich persönlich dort gut, wo sie mich tatsächlich unterstützen - und nicht nerven.

Z.B. finde ich ABS, ESP, Navi, "intelligentes" LED-Licht, Totwinkel-Warner, Notbrems-Assistent super.

Aber beispielsweise einen "Fahrspur-Assistenten", der mich anpiepst, wenn ich über eine Fahrbahn-Markierung fahre, benötige ich doch eigentlich nur, wenn ich abgelenkt bin und NICHT auf die Fahrbahn achte. Das gleiche gilt für Abstands-Warner.

 

 

2

Aaaaaber: Ich kenne auch viele junge Leute; und für viele von ihnen ist die Fahrerei nur eine lästige Unterbrechung der Verbindung mit ihren Freunden auf Facebook, WhatsApp, Instagram etc.. Eine "verlorene" Zeit, in der man nicht sehen kann, was die anderen posten und selbst auch nicht am Leben teilnehmen kann.

Diese Generation sitzt in den Startlöchern für das autonome Auto, in das man sich jederzeit reinsetzen kann, Ziel ansagen und los. (Aber bitte keine Warterei auf Taxi oder "Klimmzüge" mit dem ÖPV. Allerhöchstens UBER würde man akzeptieren) Da gibt es keine Bedenken bezüglich der Daten, denn daran ist man ja durch das Smartphone gewohnt.

 

Noch gibt es dagegen den Widerstand der zahlreichen "Alten", die unbedingt noch aktiv fahren WOLLEN. Aber sobald wir erst mal älter werden und nicht mehr so gut fahren KÖNNEN, wird es eine große Mehrheit für möglichst viele Assistenz-Systeme bis hin zum vollkommen autonomen Auto geben.

Zu 1 - der Spur-Assistent piepst Dich nur unter folgenden Bedingung an, wenn Du eine Markierung überfährst: du blinkst nicht oder nicht rechtzeitig beim Spurwechsel - oder Du bist tatsächlich nicht in der Lage das Fahrzeug innerhalb der Markierungen zu bewegen - oder der Warnton ertönt auch, wenn er die Spur nicht erfasst hat (was man zumindest bei meinem Auto abschalten kann). Ebenso der Abstandswarner, der eher dann unerwünscht anschlägt, wenn Du zu schnell zu nah auf den Vordermann auffährst. Verhältst Du Dich konform zur StVo, piept erstmal gar nix ;)

 

zu 2 - Da wirst Du wohl leider Recht haben. Und wir Alten können da nur fassungslos zuschauen und irgendwann resignieren. Und auch ein altes Auto zu fahren wird nicht die Lösung sein, schon heute werden doch alte Modelle vom Markt gedrängt weil die Hersteller keine Teile mehr liefern - und das werden sie noch verschärfen, weil von Seiten der Hersteller kein Interesse dran besteht dass der Kunde sein olles Auto auf ewig günstig weiter fahren kann. ZB mein 1994er Coupé - ein Steinschlag im Sichtbereich des Fahrer, und ich kann den entsorgen, weil es eben keine Scheibe mehr dafür gibt ...

 

Ansonsten zu den Dingen im Text:

Perfectly Keyless - ich nutze das Keyless in unseren neuen Autos gerne, ich würde es auch vorteilhaft finden, wenn ich den Code auf mein Handy spielen könnte - das habe ich eh dabei und müsste dann nicht noch zusätzlich den Schlüsselsender mitnehmen. Aber warum muss ich den Code mit anderen teilen können? Mein Auto fahren meine Frau und ich, ich will das nicht teilen. Was soll der Vorteil für mich sein?

 

Vernetzung und Warnung vor Falschfahrern ... nun ja, man könnte Falschfahrer seit Jahrzehnten durch einfache mechanische Massnahmen an jeder Auffauhrt (bzw Abfahrt) verhindern. Das würde sogar jedes analoge Auto und auch die 100Mio Fahrzeuge außerhalb des Bosch-Netzes erreichen. Zuverlässig und ohne die Notwenigkeit von Datentransfer. Was das Glatteis betrifft ... naja, der aufmerksame "oldschool-Fahrer" hat das im Gespür und passt seine Fahrweise an - statt auf eine Elektronik zu hören. Einzig eCall vermag ich etwas positives abzugewinnen, ich habe es schon erlebt dass auf einem 7km Stück Straße ohne Abzweig ein Unfallfahrzeug nicht auffindbar war. Es musste dort sein, aber war durch den Bewuchs (der sich nach dem Abflug des Fahrzeuges wieder ohne sichtbare Spuren verschloss) nicht aufzufinden. Aber gesamte Streaming- und Unterhaltungskram ist mir unverständlich. Ich weiss nicht, wofür ich das benötigen sollte ... und womit man mir bitte weit fern bleiben soll ist dieser "Wartungsservice". Ich will nicht ungefragt von irgendeinem Heini angerufen werden a la "Ihr Fahrzeug meldet, dass in 400km eine Inspektion ansteht. Können wir Ihnen evtl einen Termin dazu anbieten?". Ich bin doch schon noch in der Lage, selbst auf den Wartungsstand meines Fahrzeuges zu achten und bei Erfordernis die Werkstatt MEINER WAHL selbst zu kontaktieren.

CivicTourer Avatar
von CivicTourer27. November 2018 um 09:55:49 Uhr

Zitat:

@schwarznix schrieb am 27. November 2018 um 08:45:15 Uhr:

Schöne neue Welt. :(

Wie schaut es denn mit der IT-Sicherheit der Systeme aus?

Dazu findet man nichts!

DAS ist ein wichtiger Punkt, der zuwenig Beachtung findet.

Naja, schon ...

 

https://www.sueddeutsche.de/.../...t-der-fahrer-ist-machtlos-1.2577174

schabz Avatar
von schabz27. November 2018 um 10:05:52 Uhr

Ui, Marktforschung. Vielleicht bekomm ich ja ein kostenloses(!!!) Sitzkissen, gleich mal mitmachen!

x3black Avatar
von x3black27. November 2018 um 10:22:35 Uhr

Zitat:

Ich bin doch schon noch in der Lage, selbst auf den Wartungsstand meines Fahrzeuges zu achten und bei Erfordernis die Werkstatt MEINER WAHL selbst zu kontaktieren.

Du schon, ich auch. Aber das wird weniger, glaub mir.

Looser27 Avatar
von Looser2727. November 2018 um 11:40:28 Uhr

Wer braucht so was? Ich jedenfalls nicht. Ich will einfach nur Auto fahren. Und zwar ohne Assistenzsysteme jeglicher Art (ich habe nichtmal ein Navi).

NanoQ2 Avatar
von NanoQ227. November 2018 um 12:08:35 Uhr

Zitat:

@Looser27 schrieb am 27. November 2018 um 11:40:28 Uhr:

Wer braucht so was? Ich jedenfalls nicht. Ich will einfach nur Auto fahren. Und zwar ohne Assistenzsysteme jeglicher Art (ich habe nichtmal ein Navi).

Welches Auto fährst du denn?

 

Schon ein Bremskraftverstärker ist ein

Assistentsystem...

M4d.-.M4x Avatar
von M4d.-.M4x27. November 2018 um 12:15:45 Uhr

Ich sehe schon einige Vorteile im vernetzten Auto.

Natürlich müsste geklärt werden, wie Daten erfasst werden und was damit passiert.

Aber man könnte zB auf Ampeln verzichten, oder aber an den vorhanden Ampeln könnten 20 statt 3 Autos passieren, weißer Hintermann nicht mehr warten „muss“ bis der Vordermann los gefahren ist, sondern alle könnten gleichzeitig los.

Ich befürworte das Autonome fahren, weil ich immer von Kunde zu Kunde fahre und die Zeit dazwischen ist für mich nur tote Zeit. Ich kann mich im Auto nicht entspannen, weil es bei Stau, Baustelle, Vollidioten, kaum möglich ist entspannt zu fahren. Für mich wäre es ein Riesen Vorteil, wenn ich einsteigen könnte und nur das Ziel nenne.

Klar fahr ich bei gutem Wetter auch gerne mal mit nem Oldtimer über die Landstraße aber für den Komfort den mir persönlich durch das autonome fahren verspreche würde ich auch darauf verzichten...

oChrizz77o Avatar
von oChrizz77o27. November 2018 um 14:26:50 Uhr

Ich bin durchaus technikbegeistert, aber irgendwo hört es dann auch auf.

Im Bereich wo man auf Mobilität angewiesen ist, wirft man sich durch diesen ganzen Schnickschnack nur Steine in den Weg.

Bei Komfortfunktionen geht es ja noch, aber wenn ich an dieses 'Perfekt Keyless' denke wird mir schlecht.

Autodieben werden noch mehr Türen geöffnet (im wörtlichen und übertragenen Sinn), und "Chef, ich komm nicht an mein Auto ran, die Cloud hat ein Problem!"...

Nein, nein, bitte liebe Hersteller, denkt euch was Sinnvolles aus, und nicht irgendeinen Firlefanz, nur weil es technisch möglich ist.

x3black Avatar
von x3black27. November 2018 um 14:28:34 Uhr

Zitat:

@NanoQ2 schrieb am 27. November 2018 um 12:08:35 Uhr:

Zitat:

@Looser27 schrieb am 27. November 2018 um 11:40:28 Uhr:

Wer braucht so was? Ich jedenfalls nicht. Ich will einfach nur Auto fahren. Und zwar ohne Assistenzsysteme jeglicher Art (ich habe nichtmal ein Navi).

Welches Auto fährst du denn?

 

Schon ein Bremskraftverstärker ist ein

Assistentsystem...

... welches aber keinerlei Daten aufzeichnet, sendet oder verarbeitet.

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